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Spielzeugwaffe
Die Erfindung betrifft eine Spielzeugwaffe mit einem Schlagbolzen, der einer für die explodierten
Kapseln vorgesehenen Öffnung des Waffenkörpers benachbart und an dem ein Kapselstreifen vorbeiführbar ist.
Für eine derartige, als Pistole ausgebildete Spielzeugwaffe ist es bekannt, einen in Rollenform ein- gebrachten Kapselstreifen durch einen Ansatz am schwimmend gelagerten Abzug zum Schlagbolzen zu fördern. Der die explodierten Kapseln enthaltende Streifen tritt durch die Öffnung im Waffenkörper aus und beeinträchtigt das Aussehen der Spielzeugwaffe.
Die Aufgabe der Erfindung besteht in der Schaffung einer Spielzeugwaffe, bei der bei jeder Explosion einer Knallkapsel das Auswerfen einer Patronenhülse imitiert wird. Diese Aufgabe wird bei einer Spielzeugwaffe der eingangs genannten Art erfindungsgemäss dadurch gelöst, dass nahe der Öffnung im Waffenkörper neben dem Schlagbolzen im Innenraum des Waffenkörpers eine Schervorrichtung, welche die. explodierten Kapseln abtrennt, und eine Ausstossvorrichtung vorgesehen sind, welche die abgetrennten Kapseln durch die Öffnung befördert.
Bei der praktischen Ausführung ist es günstig, wenn die Schervorrichtung eine im spitzen Winkel zu ihrer Achse stehende Freifläche besitzt, die der Ausstossöffnung zugewendet ist und somit als Ausstossvorrichtung dient. Selbstverständlich könnten beide Vorrichtungen auch getrennt sein, wobei die Ausstossvorrichtung z. B. durch eine kleine Feder gebildet sein könnte, die zweckmässig durch den Vorschub des Kapselstreifens gespannt wird und die Kapsel nach ihrer Abtrennung ausstösst. Diese Ausführung gewährleistet, dass bei jedem Schuss der Teil des Kapselstreifens zuverlässig abgetrennt und ausgeworfen wird, der eine abgeschossene Kapsel enthält.
Eine bevorzugte Ausführungsform zeichnet sich dadurch aus, dass die Schervorrichtung durch einen die geneigte Freifläche aufweisenden Vorsprung eines Bleches gebildet ist, das den Schlagbolzen trägt, der vorzugsweise die Form eines zylindrischen Kernes aufweist. Dabei sind der Vorsprung und der Schlagbolzen vorzugsweise zueinander parallel.
Vorteilhaft sind Schlagbolzen und Schervorrichtung mit einer bewegbaren Schlagmasse verbunden, wobei die Schlagmasse durch wenigstens einen Teil des Laufes gebildet sein kann. Dabei ist es günstig, wenn der Lauf verschiebbar und wenigstens im Bereich seiner Enden im Waffenkörper geführt ist und einen Ansatz aufweist, der mit Anschlägen des Waffenkörpers zusammenwirkt, wobei vorteilhaft das vordere Ende des Laufes in einem beim Korn angeordneten, ringförmigen Gleitsitz geführt ist. Eine andere Ausgestaltung zeichnet sich dadurch aus, dass die Schlagmasse zur Gänze im Inneren des Waffenkörpers angeordnet ist und an ihrem vorderen Ende einen rohrförmigen Teil geringer Wandstärke aufweist, der in die Bohrung des feststehenden Laufes hineinragt.
Vorzugsweise ist das Schlagbolzen und Schervorrichtung tragende Blech in Sitzen, die im hinteren Ende der eine durchgehende Bohrung aufweisenden Schlagmasse angeordnet sind, gelagert und durch eine am hinteren Ende der Schlagmasse befestigbare Platte festgehalten, wobei die Platte vorteilhaft an ihrem Rand einen Schlitz, durch den die Schervorrichtung nach hinten ragt, und eine zentral angeordnete, kra-
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besondere in der Fig. 4 dargestellten Streifens sind. DieMunition für dasMagazin kann auch aus mehreren
Stücken zusammengesetzt sein, die miteinander verbunden werden können ; zu diesem Zweck kann z.
B. nach Fig. 13 an einem Ende des Streifens ein Ansatz 6c mit einem Paar von Stiften vorgesehen werden, die in ein Paar von Löchern eingreifen, die an dem entgegengesetzten Ende eines gleichartigen Streifens bei einem Ansatz 6d gebildet sind. Ein Ansatz 6e an einem der Enden hält die letzte Kapsel des Strei- fens in der richtigen Lage, bevor auch sie ausgeworfen wird.
Am oberen Ende des Magazins 3 (s. auch Fig. 15-20) ist der vordere Teil-d. h. der, der dem Lauf zugewendet ist-an dem oberen Ende ausgenommen, wobei eine stufenförmige Ausnehmung 3d vorgesehen ist. Ausserdem weist eine der Flanken des Magazins am oberen Ende eine Verlängerung 3e und einen in Längsrichtung erstreckten Schlitz 3f auf ; die gegenüberliegende Flanke, die mit 3g bezeichnet ist, endet weiter unterhalb der Verlängerung 3e derart, dass sie bei einer seitlichen Ausnehmung 8 einen seitlichen Auslass für die abgetrennte Kapsel bildet (s. Fig. 4). Die Ausnehmung 8 im Waffenkörper 1 ist vorgesehen, um die explodierten Kapseln ausstossen zu können. Wie insbesondere in den Fig. 17-19 gezeigt ist, weist der Kanal 3b einen engeren Teil 3h auf, in welchem die durch die Stege 6 der Munition gebildeten seitlichen Vorsprünge geführt sind.
Mit 10 ist der Lauf der Pistole bezeichnet, der-nach den Fig. 1 - 12 - in einem eigens im Kör- per 1 der Pistole vorgesehenen Sitz gleitet. Der Lauf 10 liegt in seinem mittleren Abschnitt wenigstens zum Teil frei und wird im vorderen Teil des Waffenkörpers 1 bei dem Richtkorn 1c geführt, wo ein ringförmiger Gleitsitz für den Lauf vorgesehen ist. Der Lauf 10 erstreckt sich auch bei der stufenförmigen Aussparung 3d über den vorderen Teil des Magazins 3 hinaus. Der Lauf 10 kann in der unten beschriebenen Weise in axialer Richtung zum Gleiten gebracht werden, wobei der Weg durch einen am Lauf angeordneten Ansatz lOa begrenzt wird, der mit im Waffenkörper l vorgesehenen Anschlä- gen 1h zusammenwirkt. Der Lauf 10 weist einen axial durchgehenden Hohlraum auf.
Am inneren Ende besitzt der Lauf 10 einen rechtwinkeligen Aussenquerschnitt. An diesem Ende ist eine Platte 12 angebracht, die der Bohrung des Laufes 10 entsprechend eine kraterförmige Aufweitung 12a mit einem Loch 12b besitzt, das im wesentlichen kraterförmig nach hinten gerichtet und daher offen gegen das obere Ende des Magazins 3 ist. Die Kapsel 5x, die sich in der Abschussstellung befindet, muss koaxial zu dem Loch 12b stehen und durch den konischen Rand dieses Loches zentrierbar sein, wenn der Lauf zur Zündung der Kapsel im Sinne des Pfeiles f der Fig. 1 und 2 nach hinten bewegt wird. Diese Kapsel 5x befindet sich bei dem Ende der hinteren Wand des Kanals 3b. Im hinteren Ende des Laufes 10, wie besonders Fig. 9 zeigt, ist ein Paar in Längsrichtung erstreckter Sitze 13 zur Aufnahme eines Bleches 14 angeordnet (s.
Fig. 9, 11, 14), das auf dem Boden der Sitze mit seinen Enden aufliegt und von der Platte 12 gehalten ist, die an dem viereckigen Ende des Laufes befestigt ist. Das Blech 14 trägt einen zylindrischen Kern 14a, der den Schlagbolzen bildet. Dieser Kern ist so angeordnet, dass er zentral durch das Loch 12b ragt und auf die Ladung der Kapsel 5x schlagen kann, die sich beim Abfeuern in einer Linie mit dem Loch 12b befindet. Das Blech 14 weist einen Vorsprung 14b auf, der durch einen Schlitz 12c nach hinten ragt, welcher in der Platte 12 angeordnet ist. Dieser Vorsprung 14b weist eine geneigte Freifläche 14c auf und bildet mit dieser zusammen die Scher- und Ausstossvorrichtung. Diese trifft zwischen der Kapsel 5x, die sich in der Zündstellung befindet, und der gleich darüber befindlichen, bereits abgeschossenen Kapsel 5y (s.
Fig. 4), die sich bei der Öffnung 8 befindet, auf den Verbindungssteg 6. Das Blech 14 ist schräg angeordnet, wie Fig. 4 zeigt, u. zw. derart, dass die geneigte Freifläche 14c gegen die Öffnung 8 gerichtet ist, so dass sie die abgetrennte Kapsel 5y durch diese Öffnung ausstösst.
Der Lauf 10 weist einen Ansatz 10c neben seinem hinteren Ende auf, gegen den eine Blattfeder 16 wirkt, die in einen Sitz li eingespannt ist (s. Fig. 1). der im Waffenkörper l vorgesehen ist. Die Blattfeder 16 ist derart gespannt, dass sie den Lauf 10 veranlasst, in Richtung des Pfeiles f zu schnellen, so dass der Schlagbolzen 14a, indem er in den Hohlraum der Kapsel 5x eindringt, deren Zündung bewirkt, wobei die Kapsel 5x an der Rückwand des Magazins 3 abgestützt ist.
Wenn der Lauf 10 mit seinem Mechanismus, der in der Folge beschrieben wird, im Sinn des Pfeiles f1 aus der Stellung nach Fig. 1 bis in die Stellung nach Fig. 5 unter zusätzlicher Spannung der Feder 16 zum Vorrücken gebracht und aus dieser Stellung freigegeben wird, bewirkt die Feder 16 eine rasche Bewegung des Laufes in Richtung des Pfeiles f und am Ende des Weges einerseits mittels des Schlagbolzens 14a die Zündung der Sprengladung der Kapsel 5x und anderseits mittels der Schervorrichtung 14b, 14c die Abtrennung des Steges 6 zwischen der Kapsel 5x und der gleich darüber befindlichen Kapsel 5y (s. Fig. 4). DerSteg 6 wird glatt abgetrennt und die geneigte Freifläche 14c (s.
Fig. 12) des Vorsprunges 14b stösst die letzte Kapsel 5y der Kapselreihe im wesentlichen in der
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Richtung des Pfeiles f4 nach Fig. 4 und 12 durch die Öffnung 8 aus. Man erzielt so bei jeder ruckartigen Bewegung der Schlagmasse, die aus dem Lauf 10 besteht, das Abschneiden und das Ausstossen einer Kapsel, womit der Eindruck des Ausstossens einer abgeschossenen Hülse wie bei einer echten Pistole erweckt wird.
Dabei erreicht die schneidende Klinge des Vorsprunges 14b die gegenüberliegende Fläche und führt den Schnitt aus, wobei diese Fläche durch einen Teil If des Waffenkörpers 1 oberhalb des oberen Endes des Magazins 3 gebildet wird ; hingegen ist der Schlagbolzen 14a etwas kürzer, derart, dass sowohl der vollständigeschneideweg des Vorsprunges 14b ermöglicht als auch die Zündung der ex- plosiven Mischung in der in Zündstellung befindlichen Kapsel gewährleistet ist. Der Ansatz 10a des Laufes 10 kann, wie oben erwähnt, den begrenzenden Anschlag für die Bewegung der aus dem Lauf 10 bestehenden Schlagmasse im Sinne des Pfeiles f2 bilden, abgesehen davon, dass er eventuell eine Begrenzung des Weges des Laufes im Sinne des Pfeiles f bildet.
Die Explosions gase strömen frei über das durchgehende Loch des Laufes 10 und über das Loch 12b
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im Augenblick der Explosion und stützt anderseits den Kapselrand, damit dieser die Druckbeanspruchun- gen infolge der Explosion besser erträgt. Ausserdem verhindert der Rand des Loches 12b im Zusammen- wirken mit dem Rand der Kapsel 5x, indem er ein Labyrinth und ein Hindernis für das Ausströmen von
Gas bildet, dass ein Rückschlag von Gas ausserhalb der Kapsel entsteht, anderseits findet das Gas freien Abfluss durch das Loch 12b und den Lauf und versucht nicht, an der Seite des Magazins auszutreten.
Es ist zu beachten, dass in dem letzten Teil der Bewegung des Laufes 10, der die Schlagmasse bildet, im Sinne des Pfeiles f2 der Schlagbolzen 14a schon in den Hohlraum der Kapsel 5x einge- drungen ist, die zum Explodieren gebracht werden soll, und daher eine Festhaltung der Kapsel und des Kapselstreifens in demMagazin 8 bewirkt ; man nutzt dies mit einem im folgenden beschriebenen Mechanismus aus, um die Rückbewegung eines Organs zu bewirken, das den Kapselstreifen im Magazin vorschiebt.
Es ist noch zu bemerken, dass, wenn die aus dem Lauf 10 gebildete Schlagmasse im Sinne des Pfeiles f, verschoben wurde, um den langsamen Ladeweg bis zur Stellung nach Fig. 5 auszuführen, die Teile 14a, 14b sich von dem Kapselstreifen entfernen und dieser frei verschoben werden kann, um den Streifen um einen Schritt weiter vorrücken zu lassen und eine neue Kapsel in die Zündstellung zu bringen, damit sie durch die Schlagmasse zum Explodieren gebracht wird, wenn diese neuerlich im Sinne des Pfeiles f2 einen Ruck ausführt. Ein im folgenden beschriebener Mechanismus dient dazu, um dieses Vorrücken u bewerkstelligen. Die durch den engen Teil 3h des Kanals 3b gebildete Führung begünstig das Festhalten der Munition in der oberen Zone des Magazins 3.
Die durch den Lauf 10 gebildete Schlagmasse wird, durch Betätigung des Abzuges 19, wenn die Spielzeugwaffe eine Pistole ist, oder durch eine andere mechanisierte Vorrichtung zum Vorrücken gebracht, wenn es sich um eine automatische Repetierwaffe, wie eine Maschinenpistole, ein leichtes Maschinengewehr oder ein Maschinengewehr handelt.
Bei der Pistole nach den Zeichnungen ist der Abzug mit 19'bezeichnet, der sich in den vom Abzugbügel 1b begrenzten Raum erstreckt. Der Abzug 19 ist ins Innere des Waffenkörpers 1, u. zw. in einen für ihn vorgesehenen Hohlraum unterhalb des hinteren Teiles des Laufes 10 verlängert. Der Abzug 19 weist oben eine Erweiterung 19a auf, die mit einem Zahn 19b endet. Im Inneren des Sitzes, der im Waffenkörper 1 vorgesehen ist, weist der Abzug 19 an seinen Flanken je eine kreisförmige Verstärkung 19c auf, die je einen Bolzen 19d tragen.
Die beiden Bolzen sind in zwei Schlitzen 20 (s. insbesondere Fig. 10) gelagert, die in den beiden einander gegenüberliegenden Wänden des Sitzes für den Abzug 19. die durch den Waffenkörper 1 gebildet werden, vorgesehen sind. Daher ist der Abzug 19 um die Bolzen 19d schwenkbar und mit den Bolzen 19d in den Schlitzen 20 verschiebbar. Eine Feder 21, die in einem Sitz 21 angeordnet ist, der im Waffenkörper 1 vorgesehen ist, wirkt auf den oberen verdickten Teil 19a des Abzuges 19. Die Neigung der Wirkungslinie der Feder 21 bezüglich der Gleitrichtung des Laufes 10 ist geringer als die Neigung der Schlitze 20 bezüglich der Gleitrichtung des Laufes 10.
Die Neigung der Schlitze 20 und der Wirkungslinieder Feder 21 sowie die Abmessungen des Abzuges 19 sind derart gewählt, dass man die im folgenden be- schriebenen Zwecke in Zusammenwirken mit der Schlagmasse, die vom Lauf 10 gebildet ist, erreicht. Der Lauf 10 weist unten einen Anschlag lOg auf, mit dem der Zahn 19b des Abzuges 19 zu- sammenwirkt ; benachbart dem Anschlag 10g ist am Lauf 10 ein Profil 10h vorgesehen, das ebenfalls dazu bestimmt ist, mit dem Zahn 19b zusammenzuwirken.
In der in der Fig. 2 gezeigten Stellung steht der Zahn 19b dem Anschlag 10g gegenüber, die
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Bolzen 19d sind am Ende des Weges nach oben und gegen das hintere Ende des Laufes 10, d. h. ge- gen das Ende ihres Weges in dem Sinne. der als Komponente die Richtung des Pfeiles f hat, gerichtet.
Durch Betätigen des Abzuges 19 im Sinne des Pfeiles f nach Fig. 2, wird eine Drehung des Abzuges im Uhrzeigersinn und damit das Anliegen des Zahnes 19h an den Anschlag lOg und das Vorrücken der Schlagmasse 10 im Sinne des Pfeiles fi unter weiterem Spannen der Feder 16 bewirkt, um aus der Stellung nach Fig. 2 bis in die Stellung nach Fig. 5 überzugehen ; mit dieser Bewegung wird auch die Feder 21 leicht weiter zusammengedrückt. Wenn der Abzug 19 die in Fig. 5 gezeigte Stellung erreicht hat, gibt der Zahn 19b den Anschlag lOg und damit auch die Schlagmasse 10 frei, die infolge der Wirkung der Feder 16 im Sinne des Pfeiles f losschnellt, den Perkussionsweg vollführt und, wie schon oben beschrieben, die Explosion der Kapsel bewirkt. Während dieses Weges gelangt der
Zahn 19b mit dem Profil 10h des Laufes 10 in Berührung.
Nach Beendigung der Abzugsbetätigung in Richtung des Pfeiles f steht der Abzug 19 unter der Wirkung der Feder 21, die den Zahn 19b am Profil 10h im Sinne des Pfeiles f2 entlanggleiten und die Bolzen 19d in den Schlitzen 20 aus der Stellung nach Fig. 5 in die Stellung nach Fig. 6 gleiten lässt, bis der Zahn 19b neuerlich die
Kante des Anschlages 10g erreicht ; in diesem Augenblick ruft die Wirkung der kleinen Feder 21 die
Verschiebung des Abzuges 19 nach oben hervor, so dass der Zahn 19b in den Raum neben dem Anschlag lOg gelangt und die Bolzen 19d wieder in der entgegengesetzten Richtung längs der Schlit- ze 20 gleiten, so dass sie sich aus der Stellung nach Fig. 6 neuerlich in die Stellung nach Fig. 2 ver- schieben.
Man bewirkt also mit einem einfachen Organ, das aus dem von einer Feder 21 angetriebenen Abzug 19 besteht, die direkte Einwirkung auf die Schlagmasse und die Rückkehr des Mechanismus, der für die Vorbereitung und die Betätigung der Schlagmasse dient, in die Ausgangslage.
Wenn ein Selbstlademechanismus vorgesehen ist, kann dieser direkt auf die Schlagmasse oderauf einen Hebel wirken, der dem beschriebenen Abzug äquivalent ist.
Im folgenden wird der Mechanismus beschrieben, der das Vorrücken des Kapselstreifens 5,6 in dem Magazin 3 infolge der Bewegung der Schlagmasse bewirkt, die aus dem Lauf 10 besteht, wobei sich die Bewegung aus dem Vorbereitungsweg nach dem Pfeil f1 und dem Zurückschnellen nach dem Pfeil f zusammensetzt.
An einer Flanke des Hohlraumes, der für die Bewegung des Abzuges 19 im Waffenkörper 1 vorgesehen ist, ist ein kleiner Hebel 22 montiert, der in einer Ebene schwenkbar ist, die zu der Ebene parallel ist, welche die Achse des Laufes 10 und die vertikale Achse des Magazins 3 durchsetzt. Der kleine Hebel 22 besteht aus einem Blech, das in seinem mittleren Abschnitt ein Loch mit einer Buchse 22a aufweist. Zur drehbaren Lagerung des kleinen Hebels 22 ist auf einer Flanke des Hohlraumes im Waffenkörper 1 ein rohrförmiger Ansatz 23 und auf der andern Flanke des Hohlraumes ein Vorsprung 24 mit einem Stift 24a vorgesehen, der in die Buchse 22a eindringt. Beim Zusammensetzen der beiden Waffenkörperteile wird der kleine Hebel 22 in der aus den Teilen 23,24, 24a bestehenden Achse gelagert.
Der kleine Hebel 22 weist einen Ansatz 22b, der einen Anschlag bildet und auch einen zweiten Ansatz 22c auf, der ein geneigtes Profil besitzt, wobei der Anschlag 22b und das geneigte Profil 22c auf verschiedenen Seiten der Buchse 22a angeordnet sind. An dem auf der Seite des Ansatzes 22b liegenden Ende des kleinen Hebels 22 ist eine Abwinkelung vorgesehen, die als Zubringerzahn 22d dient, eine nach oben weisende Greiffläche besitzt und nach unten abgeschrägt ist (s. Fig. 4).
Der Zahn 22d durchsetzt den Schlitz 3f des Magazins 3 und ist derart angeordnet, dass er einen Anschlag 6a des Kapselstreifens 5,6 erfasst, der in dem Magazin eingesetzt ist, so dass dieser nach oben geschoben wird, wenn sich das Hebelende nach oben bewegt, während die abgeschrägte Zahnunterseite am geneigten Rücken 6b des Kapselstreifens vorbeigleitet, bis der Zahn unter dem nächsten Anschlag 6a eingreift, wenn sich das Ende des kleinen Hebels 22 nach unten verschiebt. Überdies ist der kleine Hebel 22 elastisch biegsam, so dass er aus seiner Schwenkebene ausweichen kann, wie die strichpunktierte Linie in Fig. 7 zeigt, um das Zusammenwirken mit dem Kapselstreifen zu erleichtern.
Die aus dem Lauf 10 bestehende Schlagmasse weist ihrerseits einen Vorsprung 10i auf, der zwischen den Ansätzen 22b und 22c des Hebels 22 angeordnet ist. In der in den Fig. 2 und 6 gezeigten Stellung hat der Vorsprung 10i bereits auf den Anschlag 22b gewirkt, wobei er die Drehung des kleinen Hebels 22 entgegen dem Uhrzeigersinn und damit das Senken des Zubringerzahnes 22d unterhalb des Anschlages 6a der Kapsel unterhalb der gezündeten Kapsel 5x bewirkt hat.
Wenn die Schlagmasse 10 in die Richtung des Pfeiles f zum Laden und Spannen verschoben wird, berührt der Vorsprung 10i das geneigte Profil des Ansatzes 22c und bewirkt so die Drehung des kleinen Hebels 22
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im Uhrzeigersinn und damit das Heben des Zahnes 22d und daher auch das Vorrücken des Kapselstrei- fens 5, 6 um die explodierte Kapsel in die Stellung 5y und eine neue Kapsel in die Zündstellung
5x zu bringen. Die Stellung des Kapselstreifens ist durch das Profil des Ansatzes 22c bestimmt, das mit dem Vorsprung 10i zusammenwirkt. Wenn die Schlagmasse 10 vom Zahn 19b des Abzu- ges 19 irei wird und den Perkussionsweg im Sinne des Pfeiles f einschlägt, verlässt der Vorsprung 10i den Ansatz 22c.
Nahe dem Ende des Perkussionsweges, nachdem der Schlagbolzen 14a in denHohl- raum der zu zündenden Kapsel eingedrungen ist, um damit auch den Kapselstreifen gegen unerwünschte
Verschiebungen festzuhalten, stösst der Vorsprung 10i gegen den Ansatz 22b, wobei der kleine He- bel 22 ruckweise aus der Stellung nach Fig. 5 in die Stellung nach Fig. 6 gebracht wird. Dabei senkt der Hebel 22 wieder den Zahn 22d ruckartig, der an dem nachfolgenden Zahn des Kapselstreifens vorbeigleitet, da sich der Hebel bei diesem Weg elastisch aus seiner Schwenkebene ausbiegt, und dann unterhalb des Anschlages 6a der nächsten Kapsel eingreift, die dann in die Zündstellung 5x gebracht werden muss. Als nicht dargestellte Variante kann man vorsehen, dass der Zubringerzahn 22d in der
Ebene des kleinen Hebels mit einer Abwinkelung angeordnet wird.
Ein solcher Zahn würde frontal in das
Magazin eindringen und von den Rücken 6a der Stege 6 der Munition ausgelenkt.
Nach einer im folgenden beschriebenen Variante wird das Senken des kleinen Hebels 22 vom Ab- zug 19 in seiner Riickkehrphase bewirkt, die durch die Feder 21 ausgelöst wird.
Nach der in der Fig. 21 dargestellten Variante ist die Pistole mit einem Lauf 101 versehen, der von den Teilen des Waffenkörpers 100 gebildet wird. Daher ist der bewegliche Teil, der die Schlagmasse bildet, nicht sichtbar. Während für die Bauteile, die dem vorstehenden Beispiel gleich sind, die gleichen Bezugsziffern benutzt werden, werden hier in der Folge die Bauteile beschrieben, die gegenüber dem vor- hergehenden Beispiel abgeändert sind. Die Schlagmasse ist mit 110 bezeichnet und wie der hintere Teil des Laufes 10 nach dem vorhergehenden Beispiel ausgebildet.
Sie ist daher mit einem axial durchge- henden Loch und mit Ansätzen versehen, die den Ansätzen 10c, 10g, 10h entsprechen ; sie ist ausser- dem an dem hinteren Ende mit einem Bauteil 12 versehen, der eine kleine Platte 14 erfasst, wie in dem vorhergehenden Beispiel. Eine Feder 16 wirkt auf die Schlagmasse 110 analog, wie schon beschrieben. An dem vorderen Ende weist die Schlagmasse 110 einen rohrförmigen Teil 110a mit re- lativ dünner Wand auf. der sich in ein Loch 101d erstreckt. das im vorderen Teil des Waffenkörpers 100 im Lauf 101 angeordnet ist. Dadurch können die Explosionsgase wie beim vorhergehenden Beispiel durch ein axial durchgehendes Loch austreten, das dem Lauf einer wirklichen Pistole entspricht.
In Fig. 21 ist mit 122b ein Vorsprung auf dem Abzug 19 bezeichnet, der auf den kleinen Hebel 22 einwirken kann, wenn der Abzug aus der Stellung, die der nach Fig. 6 entspricht. in die der Fig. 2 entsprechende Ruhestellung bewegt wird. Der Vorsprung 22b nach dem vorhergehenden Beispiel ist dadurch überflüssig und die kleine Feder 21 wird so bemessen, dass sie auch diese Aufgabe durchführt.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Spielzeugwaffe mit einem Schlagbolzen, der einer für die explodierten Kapseln vorgesehenen Öff- nung des Waffenkörpers benachbart und an dem ein Kapselstreifen vorbeiführbar ist, dadurch gekennzeichnet. dass nahe dieser Öffnung neben dem Schlagbolzen (14a) im Innenraum des Waffenkörpers (l, 100) eine Schervorrichtung (14b, 14c), welche die explodierten Kapseln abtrennt, und eine Ausstossvorrichtung vorgesehen sind, welche die abgetrennten Kapseln durch die Öffnung befördert.