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Vorrichtung zur Fernmeldung der Zahl und des Gewichtes von Wagen für
Bahn- oder Förderanlagen. Bei Bahnanlagen in Grubenbetrieben, Kraftwerken usw.Lesteht
häufig das Bedürfnis, über die ein- und ausgehenden Mengen, z. B. an Brennstoffen,
genau Aufschluß zu erhalten und zu diesem Zweck die Zahl und den Ladezustand der
Förderwagen zu kontrollieren. Es sind bereits Einrichtungen zum Zählen und Wiegen
bekannt. Bei diesen wird entweder durch den Raddruck ein Schalter betätigt, der
einen Fernzeigerstrornkreis schließt, oder durch das Rad selbst der Stromkreis geschlossen.
Auch selbsttätige Wiegevorrichtungen für Förderwagen sind bekannt.
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Die Erfindung geht einen Schritt weiter, indem sie es ermöglicht,
die Zahl und dass Gewicht der durchgehenden Wagen an einer beliebigen Stelle selbsttätig
aufzuzeichnen. Zu diesem Zweck sind gemäß der Erfindung mehrere Geber angeordnet,
die bei zunehmenden Ausschlag einer Wägeplattforin nacheinander in Tätigkeit gesetzt
werden und auf Empfänger einwirken, welche an belie'#iger Stelle die Zahl und die
Größe der Ausschläge der Wägeplattforiii anzeigen. Das Zählen der Wägungen kann
durch an sich bekannte Fortschaltwerke erfolgen, die in üblicher Weise unter Einschaltung
von Zehnerkupplungen arbeiten.
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Die Erfindung sieht weiter eine Einrichtung vor, welche die Angabe
des gesamten Ladegewichtes aller über die Plattform laufenden Wagen ermöglicht.
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Schließlich sind nach der Erfindung die Gebersysteme mit einer Registriervorrichtuiig,
die aus mehreren auf einer Achse hintereinander
angeordnetun Drehmagneten
besteht-, \-erl)uii(leii, <huch «-elche die einzelnen Ladung- der Wagen nach
ihrem Gewicht in der zeitlichen _ltifeiniuiclerfolge in an sich l:ekannter `-eise
auf einen von einem L'hr, werk fortgeschalteten Papierstreifen mittels eines Schreil:liebels,
der entsprechend den einzelnen Gebersvsteinen verschieden große Ansmacht, aufgezeichnet
werden.
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Auf Zler Zeichnung ist in Abb. i ein Ausfiihrungsheispiel des l:rfin
(lu:ngsgegenstaniles schematisch dargestellt. Abb.2 zeigt eine Einzelansicht der
elektroniagnetie-h wirkenden 1Zegistrier\-orriclittiiig in vergrößertem Maßstabe.
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Innerhalb einer Gleisstrecke i, auf welcher sich die zti zählenden
und zu wiegenden Wagen 2 bewegen, ist eine Wägeplattform 3 eingeschaltet, deren
in üblicher `'eise als doppelarmiger Hebel ausgebildeter Wagebalken d. bei 5 gelagert
ist. Auf den einen Arm des Wagebalkens wirkt das den Balken mit der Plattform 3
verbindende Gestänge 6, und ferner ist an dein gleichen Arin des Wagebalkens 4,
senkrecht abwärts sich erstreckend, eine Stange 7 angelenkt, die in das bei 8 angedeutete
Gehäuse der Zähl- und Cbertragungsvurrichtung eintritt. An dieser Stange sind mittels
je einer Schlitzführung cgl, 91, c9,, drei Arme i o1, iol" i o, gelagert,
die mittels je einer Feder i il, i il, i i,, und je eines Anschlages
121, 121,, i2,, genötigt werden, einerseits ini allgemeinen die gezeic'_inete
wagerechte Stellung einzunehmen, anderseits sich möglichst weit nach links zu bewegen.
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Die Arme iol, tol" io, liegen unter dem Zuge der Federn i il, i ih,
i i, gegen Fortschalträder 131, iah, 13, an, die bei ihrer Drehung
um eine Lestimmte Strecke das Zählwerk einer Einerscheibe um je eine Nummer weiterschalten.
Die betreffende Ziffer wird dabei hinter einem Ausschnitt 141, i4h, 14, sichtbar.
Unter Zwischenschaltung von Zelinerkttpplungen der üblichen Art wird nach einer
vollständigen Unidrehung :der Einerscheibe die Zehnerscheibe 151, ISh,
15" weiter die Hundertscheibe i61, i6h, i6, und schließlich die Tausenderscheibe
171, I7h, 17v weitergeschaltet. Die Fortschaltung der Einerscheiben 131, 13n" 13,
erfolgt bei einer Abwärtsbewegung der Stange 7. Die Arme i o1, i oh, i o, stoßen
bei dieser Abwärtsbewegung gegen Anschlagstifte 181, 18h, I8". Die Entfernung dieser
Stifte von der horizontalen :Mittelachse der Zählwerkscheiben ist in allen Fällen
die gleiche. Dagegen ist der Allstand der Arme 101, 101" Iov in diesen drei Fällen
verschieden groß. Bei dein Arm io, liegt .beispielsweise die untere Kante des Armes
in der erwähnten Horizontalachse; bei dem Arm ioh ist :die Kante in einem gewissen
Abstand über der Achse angeordnet, und beim Armin" ist dieser Ahstand ungefähr doppelt
so groß. Zufolge dieses unterschiedlichen Abstandes erfolgt die Fortschaltung des
Rades 131 vorn Beginn der .@liiN ärtsbewegting ab. Bei der Scheibe 131, muß
der Arm i oh und somit die Stange ; erst eine gewisse Leerlaufstrecke ausfülirea,
bis die Fortschaltung erfolgt, und im Falle des Armes io, ist diese Leerlaufstrecke
doppelt so groß. Nach Vollführen einer gewissen Abwärtsbewegung stößt jeder der
Arme gegen den feststehenden Anschlag 18, bzw. i"h "1'üv. I8". Die I#ortschaltbewegung
hat lainit ihr Ende erreicht, jeder der Arme rop iah, io, wird aufgefangen und stellt
sich gege,lienenfalls bei einer weiteren Abwärtsl:ewegung der Stange 7 schräg ein.
Bei der ntin folgenden Aufwärtsbewegung der Stange 7, die nach Erledigung des Wäge-und
Zählvorganges erfolgen kann, gehen die Arme iol, ioh, I0,, in ihre wagerechte Tage
zurück, durch die Federn i il, i ih, i i,, werden sie so eingestellt, (laß bei einer
erneuten Abwärtsbewegung die Fortschaltung sichergestellt ist.
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je nach dein Ladezustand der Wagen wird sonach das eine oder andere
der Fortschalträder 13 zur Wirkung gebracht, und zwar sind die Verhältnisse beispielsweise
so bemessen, daß (tos Rad 13, die leeren `Vagen zählt, das Rad 131, die halbvollen
und das Rad 13" die vollen Wagen. Naturgemäß werden die vollen Wagen von den übrigen
Zählwerken mitgezählt, die leeren und halbvollen Wagen ergeben sich somit aus der
Differenz zwischen der Gesamtzahl und den halbvollen bzw. vollen Wagen.
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Die Stange 7 ist nun im Auführungsbeispiel noch weiter nach unten
verlängert und ist an ihrem Ende finit einer Zahnung i9 versehen, in welche eine
Leerstrecke 2o eingeschaltet ist. Mit dieser Zahnstange kämmt ein Zalinra(12i, (las
mit einer Fortschaltklinke 22 ausgestattet ist, durch die ein Rad 23 fortgeschaltet
wird, das die Einer welle eines Zählwerkes bei jeder Abwärtsbewegung der Stange?
entsprechend deren Größe fortschaltet und dadurch hinter einem Fenster 24 eine entsprechende
Gewichtsangabe erscheinen läßt. Mit dein Einerzählwerk ist in üblicher Weise ein
Zehner-, Hunderter-, Tausenderanzeigewerk 25, 26, 27 gekuppelt.
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Die erwähnte Leerstrecke 2o dient dazu, den Eingriff der Zahnstange
erst erfolgen zu lassen, nachdem das Leergewicht des Wagens seine Wirkung geäußert,
also eine gewisse Abwärtsbewegung der Stange 7 verursacht hat. Das Zählwerk 2i bis
27 dient somit dazu, das Nettogewicht anzuzeigen. Beim Aufwärtsgehen der Stange
7 gleitet die Klinke 22 über die Zähne des Fortschaltrades 23 hin-
«-eg.
Dieses Rad wird somit lediglich bei Abwärtsbewegung der Stange 7 fortgeschaltet.
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Die Stellungen der einzelnen Zählwerktrommeln «-erden unter Anwendung
eines bekannten, beispielsweise elektrischen Übertragungssystems an eine Empfangsstelle
E fortgeschaltet. Es erscheinen somit an dieser an entsprechenden Einzelempfängern
El, Eh;
f.1, die gleichen Ziffern wie an der Geberstelle. Außerdem wird das
"Zettogewicht an (lein Empfänger E9 angezeigt.
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Gemäß der Erfindung werden nun weiter die Ladezustände der Wagen sowie
die zeitliche Aufeinanderfolge der einzelnen Wagevorgänge registriert. Diesem Zwecke
dient die besondere Registriervorrichtung R, «-elche mit den die Anzahl der Wagen
angebenden Zählwerken elektrisch verbunden ist.
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Abb. 2 zeigt schematisch beispielsweise den Aufbau eines solchen Registrierwerkes.
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Ein Registrierstreifen 28 wird, von einem nicht weiter dargestellten
Uhrwerk betrieben, in der Zeiteinheit eine bestimmte Strecke fortgeschaltet. Auf
ihm ruht ein Schreibhebel 29, der durch eine Feder 30 in einer Nullstellung
gehalten wird und in dieser somit eine gerade, parallel zu den Kanten des Registrierstreifens
28 verlaufende Linie 31
beschreibt. Der Hebel29 ist an einer Achse 32 befestigt,
auf welcher fest drei Anker 331, 33h, 331# sitzen, die gegeneinander um einen gewissen,
unter sich gleichen Winkel versetzt sind. 7 .u jedem der Anker gehört je ein Elektroinagnet
341 bis 34" Lind jeder dieser Elektromagneten wird durch Bewegung je eines der Fortschalträder
131, Iah, 13, unter Strom gesetzt. Je nachdem nun cler eine oder andere
.Magnet zur Wirkung gelangt, wird der Anker aus der Nullstellung in das Feld bewegt
und der Schreibstift 29 vollführt einen entsprechenden Ausschlag. Die Anordnung
ist so getroffen, daß der kleinste Ausschlag dann erfolgt, wenn der Elektromagnet
341 Strom erhält, der größere Ausschlag wird bewirkt durch Unterstromsetzung des
Elektromagneten 34h, und der größte Ausschlag schließlich ist durch Stromschluß
für den Magneten 34, zu verzeichnen. Demgemäß zeigen die auf dem Streifen 28 befindlichen
Kreisbogen 351, 35h.351. jedesmal den Ladezustand des Wagens an, der in dem betreffenden
Zeitpunkt auf der Wä geplattforin sich befunden hat. Die Abstände der Bogen auf
dem Streifen 28 verkörpern die zeitliche Aufeinanderfolge der einzelnen Wagevorgänge.
Um gegebenenfalls gleichzeitig, und zwar an der Gebestelle auf rein mechanischem
@N"ege eine der letztbeschriebenen entsprechende Registrierung zu erhalten, ist
das freie Ende des Wagebalkens 4. mit einer Schreibfeder 36 ausgerüstet, die ebenfalls
auf einem von einem Uhrwerk fortbewegten Registrierstreifen 37 Kreisbogen 381, 38h,
38v aufzeichnet, welche in gleicher Weise, wie vorstehend angegeben, einen Aufschluß
über Zustand und Reihenfolge der Wägev orgänge veranschaulichen. Abhängig vom Sinken
der Wä geplattform vollführt der Schreibarm 36 @-erschieden große Ausschläge, «-elche
die verschiedenen Schaulinien 381, 381, 38, aufzeichnen.