DE88702C - - Google Patents
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- DE88702C DE88702C DENDAT88702D DE88702DA DE88702C DE 88702 C DE88702 C DE 88702C DE NDAT88702 D DENDAT88702 D DE NDAT88702D DE 88702D A DE88702D A DE 88702DA DE 88702 C DE88702 C DE 88702C
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B61—RAILWAYS
- B61D—BODY DETAILS OR KINDS OF RAILWAY VEHICLES
- B61D41/00—Indicators for reserved seats; Warning or like signs; Devices or arrangements in connection with tickets, e.g. ticket holders; Holders for cargo tickets or the like
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- Engineering & Computer Science (AREA)
- Transportation (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Train Traffic Observation, Control, And Security (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 20: Eisenbahnbetrieb.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 14. April 1895 ab.
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf elektrisch betriebene Stationsmelder, welche in
den Abtheilen von Eisenbahnwagen angebracht werden und den Zweck haben, hinter einem
Ausschnitt des Meldekastens den Namen der betreffenden Station, in welche der Zug einfährt,
oder auch andere Mittheilungen, wie z. B.
»Umsteigen in der Richtung nach «. etc.
ablesbar machen. Die Bedienung solcher Stationsmelder geschieht bekanntlich vom Führerstande
oder einem anderen geeigneten Orte aus mittelst des elektrischen Stromes, welcher unter
Vermittelung eines geeigneten Schaltwerkes die zutreffende Bezeichnung hinter den Ausschnitt
des Meldekastens bringt.
Die Aufschriften sind bei vorliegendem Stationsmelder auswechselbar auf einer Scheibe
angebracht, welche derart mit der Welle des Schaltwerkes verbunden ist, dafs bei dem Aufstecken
einer neuen Scheibe gleichzeitig auch das Anspannen einer mit genannter Welle verbundenen
Uhrfeder, und zwar durch einmalige Umdrehung der Aufschriftenscheibe erfolgt. Durch diese besondere Einrichtung, welche
den Erfindungsgegenstand bildet, wird den besonderen Anforderungen des Eisenbahnverkehrs
in nachbenannter Weise Rechnung getragen.
Angenommen, es fährt ein Zug von Berlin nach Paris, und zwar mit 1 5 Wagen in Berlin
ab. Es ist bekannt, dafs diese 15 Wagen nicht sämmtlich in Paris ankommen, sondern unterwegs
abgekuppelt und nach anderen Richtungen fahrenden Zügen beigekuppelt werden. So geht
z. B. der eine Wagen nach Frankfurt, der andere nach Hamburg etc. Bei demselben Zug,
welcher Tags darauf mit denselben Wagen die gleiche Strecke, nämlich Berlin—Paris befährt,
kommen, wie es in der Natur des Eisenbahnbetriebes liegt, nicht immer dieselben Wagen
auf derselben Strecke zum Verkehr. So geht z. B. derselbe Wagen, welcher vorher auf der
Kreuzungsstation nach Frankfurt abgelassen wurde, jetzt nach Hamburg, und umgekehrt.
Des ferneren dienen die Eisenbahnwagen nicht nur bestimmten Zügen von besonderer
Gattung, sondern sie werden für Schnellzüge, Personen- oder gemischte Züge benutzt. Jede
dieser Zuggattung hat auf ein und derselben Fahrstrecke andere Haltestationen, insofern z. B.
die Schnellzüge nur auf wenigen Stationen, die Personenzüge aber auf sämmtlichen Eisenbahnstationen
Halt machen.
Es folgt hieraus, dafs die Reihenfolge der durch den Stationsmelder zum Vorschein gebrachten
Stationsnamen bei fast jeder einzelnen Fahrt eine andere ist. Weil nun die vielen
Hunderte von Stationsnamen, welche in der mannigfachsten Reihenfolge in Frage kommen,
wegen Raummangel und auch aus anderen technischen Gründen nicht in ein und demselben
Stationsmelder dauernd vereinigt werden können, so ist es nöthig, dafs diese Stationsnamen für die jeweilige Fahrstrecke des betreffenden
Wagens vorher zusammengestellt und im geeigneten Moment leicht und bequem in den Meldeapparat eingebracht werden können.
Ferner mufs das Uhrwerk, welches das Weiterrücken der Stationsnamen nach jedesmaligem
Umschalten des elektrischen Sperrwerkes hervorruft, von Zeit zu Zeit aufgezogen
werden. Es ist ohne Weiteres einleuchtend, dafs diese beiden Arbeiten, nämlich das Aus-
wechseln der Stationsbezeichnungen, sowie das Aufziehen des Uhrwerkes in denkbar kürzester
Zeit vorgenommen werden müssen, damit der Fahrbetrieb nicht unnöthiger Weise gestört
oder unterbrochen wird, und zwar mufs letzteres um so mehr vermieden werden, als diese
Arbeiten auf Kreuzungsstationen, nämlich beim Umkuppeln von Wagen, nöthig werden.
Diesen Anforderungen entspricht die in der Zeichnung dargestellte und nachfolgend beschriebene
Einrichtung.
Fig. ι zeigt das Innere des Stationsmelders von der Rückseite des Apparates aus gesehen,
Fig. 2 eine Seitenansicht der Fig. ι und
Fig. 3 das Innere des Apparates von der Vorderseite aus gesehen.
Auf der drehbaren Welle α ist eine mit Schaltstiften versehene Scheibe b lose aufgesetzt
, welche je nach der Stellung des Ankerhebels b l gesperrt oder freigegeben wird.
Das Umschalten des Ankerhebels b1 geschieht durch die Magnete b2 in der bei elektrischen
Schaltwerken üblichen Weise. Ferner befindet sich auf der Welle α eine Spiralfeder c, welche
mit ihrem äufseren Ende mit der Schaltscheibe b fest verbunden ist. Sofern diese
Feder c angespannt ist, erhält die Schaltscheibe b das Bestreben, in Richtung des eingezeichneten
Pfeiles sich zu drehen, und wird unter diesem Einflufs um einen Schaltstift weiter rücken, sofern der Schalthebel bl von
den Magneten b'2 angezogen wird. Bei diesem Weiterrücken der Schaltscheibe b wird die
Welle α mitgenommen, und zwar durch Vermittelung eines auf ihr festsitzenden Sperrrades
d, in welches ein auf der Scheibe b festsitzender Anker d1 eingreift.
Die Aufschriftenscheibe A ist fest auf das Ende der Welle a, z. B. durch ein Vierkant
oder durch eine Abflachung der Welle aufgeschoben und dient gleichzeitig zum Aufziehen
des Uhrwerkes, indem dieselbe z. B. zweckmäfsig unter Vermittelung von Angriffsstiften f (Fig. 2) einmal im Sinne des in Fig. 3
eingezeichneten Pfeiles herumgedreht wird. Bei dieser Drehung der Aufschriftenscheibe, welche
mittelst Hand ausgeführt wird, wird die Welle a und mit ihr das Sperrrad d gedreht. Die
Feder c wird auf die Welle aufgewickelt. Die Schaltscheibe b bleibt dagegen durch die
Sperrung des Contacthebels bl feststehen. Sofern
in oben beschriebener Weise die Umschaltscheibe b unter dem Einflufs der Uhrfeder c
um einen Zahn weiterrückt, wird dadurch auch die Aufschriftenscheibe um eine Entfernung
ihrer Aufschriftenbezeichnung weiter gebracht, derart, dafs die gewünschte neue Aufschrift
hinter dem in der Vorderseite des Apparates befindlichen Ausschnitt g sichtbar wird.
Es ist zweckmäfsig, dafs jede Aufschrift auf einem besonderen Plättchen A1 sich befindet,
welches in geeigneter Weise auswechselbar mit der Aufschriftenscheibe A verbunden ist. Dadurch
wird ermöglicht, dafs jede einzelne Scheibe, der betreffenden Fahrstrecke entsprechend
, sowie den eingangs dieser Beschreibung aufgezählten Erfordernissen Rechnung tragend, im Stationszimmer vorher fertiggestellt
und reihenweise geordnet für den Gebrauch bereit gehalten werden kann. Es ist hierbei durchaus nicht nöthig, dafs die Scheibe A
auf ihrem ganzen Umfange mit Aufschriften versehen ist, es brauchen solche Aufschriftenplättchen
A1 nur in der für die betreffende Fahrstrecke erforderlichen Anzahl und Reihenfolge
zusammengestellt zu werden.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Ein in Wagenabtheilen anzubringender Stationsmelder, bei welchem das Weiterschalten der mit den Stationsnamen versehenen und unter der Wirkung einer Uhrfeder stehenden Scheibe durch ein elektromagnetisches Schaltwerk erfolgt, dadurch gekennzeichnet, dafs die Treibfeder c nach Aufstecken der Namenscheibe A auf ihre Welle α durch Drehen der Scheibe A aufgezogen wird.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE88702C true DE88702C (de) |
Family
ID=360571
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT88702D Active DE88702C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE88702C (de) |
-
0
- DE DENDAT88702D patent/DE88702C/de active Active
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