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Tachograph für Kraftfahrzeuge
Die Erfindung bezieht sich auf einen Tachographen für Kraftfahrzeuge und zielt vorzugsweise darauf ab, eine Einrichtung zu schaffen, mit der es möglich ist, die verschiedenartigen Arbeitszeiten der Kraftfahrer zu registrieren.
Es ist bereits ein Tachograph bekannt, bei dem die Ausschläge des die Fahr-und Haltezeiten des Kraftfahrzeuges registrierenden Rüttelpendels durch Anschläge verschieden stark begrenzt werden können, um dadurch zu kennzeichnen, welcher der beiden normalerweise auf einem Lastkraftwagen tätigen Fahrer zu einer bestimmten Zeit am Steuer gesessen ist. Auch ist es bereits bekannt, zusätzlich zu den normalerweise vorhandenen drei Schreibstiften für die Fahrgeschwindigkeit, den zurückgelegten Weg und die Fahr- und Haltezeiten noch einen weiteren Schreibstift anzuordnen, der ebenfalls durch Handeinstellung in verschiedene Lagen gebracht werden kann, um dadurch die Einsatzzeiten der Kraftfahrer am Steuer zu kennzeichnen.
Bei einem andern Registriergerät für Kraftfahrzeuge ist es auch bereits bekannt, einen Schreibstift vorzusehen, der dann, wenn das zu registrierende Ereignis entfällt, von der Diagrammscheibe abgehoben ist und der bei Eintreten dieses Ereignisses auf die Diagrammscheibe aufgesetzt wird. Für die Registrierungen dieser Schreibstifte sind besondere Aufzeichnungsbereiche auf der Diagrammscheibe vorgesehen.
Alle diese Einrichtungen können aber das zusätzlich vorgeschriebene Fahrtenbuch der Kraftfahrer nicht' ersetzen. Die arbeitsrechtlichen Bestimmungen schreiben nämlich vor, dass ausser den Arbeitszeiten am Steuer noch weitere Tätigkeiten der Kraftfahrer zeitlich festgehalten werden müssen. Hiezu gehören die Zeiten, die für Arbeiten am Kraftfahrzeug, wie Waschen, Reifenwechsel usw. benötigt werden und die selbstverständlich arbeitsrechtlich als Arbeitszeit bezahlt werden müssen. Hiezu gehören weiterhin die tariflich anders behandelten Wartezeiten und Pausenzeiten. Wartezeiten sind solche Zeiträume, in denen der Kraftfahrer ohne sein eigenes Verschulden, beispielsweise zum Be- oder Entladen seines Fahrzeuges, warten muss ; Pausenzeiten sind die gesetzlich vorgeschriebenen Pausen nach bestimmten Fahrzeiten.
Beispielsweise steht jedem Fahrer nach vier Stunden ununterbrochener Fahrzeit eine Pause zu. Auch während des Stillstandes des Fahrzeuges können Pausenzeiten vorkommen. Die bekannten Tachographen ermöglichen eine Registrierung all dieser Vorgänge nicht, weil die Diagrammscheibe nicht genügend Raum bietet, um gegebenenfalls diese zusätzlichen Daten in zusätzlichen Schreibfeldern registrieren zu können.
Es war daher bisher nicht möglich, auf die für die Kraftfahrer vorgeschriebenen Fahrtenbücher zu ver-
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stigsten Weise ausgefüllt werden.
Die Erfindung hat es sich daher zum Ziel gesetzt, im Tachographen eine Möglichkeit zu schaffen, die verschiedenartigen Arbeitszeiten, die Wartezeiten sowie die Pausen mittels des ohnehin in jedem grö- sserenFahrzeug vorhandenen Tachographen in den Zeiträumen zu registrieren, in denen das Fahrzeug stillsteht.
Zu diesem Zweck werden die Tachographen, die mit von einem Uhrwerk gleichmässig angetriebener Diagrammscheibe und mehrerenNormalschreibstiften mindestens für die Fahrgeschwindigkeit und den zurückgelegten Weg ausgerüstet sind, deren einem oder mehreren ein grösserer, bei Stillstand des Fahrzeu-
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Ist im Armaturenbrett des Kraftfahrzeuges genügend Platz vorhanden, können die Handeinstellmittel und die damit zusammenhängenden weiteren Schaltmittel auch in einem besonderen, vom Tachographen-
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Zusatzgehäuseeine Verbindungsleitung 7 mit einem Zusatzgehäuse 8 verbunden, das die Schaltmittel für die Betätigung der im Tachographen 1 angeordneten zusätzlichen Schreibstifte enthält. Auf der, Vorderseite des Gehäuses 8 sind zwei Schriftplatten 9 angeordnet, die für Fahrer II bzw. I die Kennzeichnung für die durch die Schriftplatten hindurchtretenden Schaltknöpfe 10 tragen. Ausserdem sind in Öffnungen der Schriftplatte Kontrollampen 11 angeordnet. Man kann auch die Druckknöpfe von innen derart beleuchtbar machen, dass jeweils der zuletzt gedrückte Knopf erleuchtet ist.
Auf diese Weise ist dem Fahrer ohne Öffnen des Tachographen eine Kontrolle darüber möglich, ob er den für ihn vorgesehenen Knopf betätigt hat.
Das Arbeiten der erfindungsgemässen Anordnung sei nun an Hand der Schaltschemata nach den Fig. 1 und 2 näher erläutert.
Bei der Schaltanordnung gemäss Fig. 1 sind für die beiden Fahrer zwei von gestrichelten Linien umrahmte Schaltaggregate A und B vorhanden. Bei diesen sind die einander entsprechenden Teile der Aggregate A und B mit dem gleichen Bezugszeichen versehen, nur mit dem Unterschied, dass die Teile des Aggregates B mit einem Strichindex versehen sind. Zur Vereinfachung wird zunächst nur das Aggregat A. beschrieben.
Für einen der Fahrer ist ein Schreibstift 20 vorgesehen, der an einem Winkelhebel 21 befestigt ist.
Dieser ist um eine Achse 26 schwenkbar, die fest mit einem strichpunktiert angedeuteten Gestell 25 verbunden ist. Der obere kurze Arm des Winkelhebels 21 ist einerseits mit einem am Gestell 25 befestigten intermittierend ein-und ausgeschalteten Hitzdraht 24 und anderseits mit einer Feder 22 verbunden, die den Winkelhebel 21 im Uhrzeigersinn herumzuschwenken sucht. In dem Masse, wie sich der Hitzdraht 24 bei Stromdurchfluss ausdehnt bzw. bei Stromunterbrechung zusammenzieht, wird der Hebel 21 abwechselnd im Uhrzeigersinne und im Gegenuhrzeigersinne geschwenkt.
Das Gestell 25 kann durch den schematisch angedeuteten Anker 27 eines Elektromagneten 28 bei Erregung nach rechts verschoben werden und verschiebt damit auch den Hebel 21 nach rechts.
Eine bauliche Gestaltung dieser Anordnung ist aus den Fig. 8 und 9 ersichtlich. Im Gehäuse 29 des Tachographen befindet sich der Schreibhebel 21, der mit einer Welle 30 fest verbunden ist. Diese ist in einem Gehäuse 32 drehbar gelagert und mit einem hier nicht gezeichneten Arm verbunden, der durch den Hitzdraht und entsprechende Schalter im Sinne einer oszillierenden Dreh bewegung der Welle 30 und damit des Schreibstiftes 21 gesteuert werden kann. Wie dies geschieht, soll später an Hand von Fig. l beschrieben werden.
Durch gemeinsames Verschwenken des Gehäuses 32 und der Welle 30 wird der Schreibhebel 21 sowohl tangential zur Diagrammscheibenbewegung als auch in Richtung der Achse der Diagrammscheibe bewegt, wobei er sich von der voll ausgezeichneten wirksamen Stellung in die gestrichelt gezeichnete unwirksame Stellung bewegt.
Auf das Gehäuse 32 wirkt der Anker 27 des Elektromagneten 28 ein. Bei Erregung des Elektromagneten 28 verschwenkt sein Anker 27 das Gehäuse 32 und die Welle 30 im Uhrzeigersinn. Der Schreibhebel 21 wird hiebei aus der gestrichelten in die voll ausgezeichnete Lage verschoben, indem der Schreibhebel 21, der in der Ausgangslage mit seiner schrägen Fläche 21a vom ortsfesten Stift 29a heruntergedruckt wird, so weit nach rechts verschwenkt wird, bis die Schrägfläche 21a aus dem Bereiche des Stiftes 29a herausgeführt ist und der Schreibhebel 21 die Diagrammscheibe erreicht hat.
Bei der Ausführungsform nach Fig. 9 ist der den Schreibstift 20 tragende Hebel 21 über Schwenkhebel 34, 35 gelenkig mit einem Traghebel 36 verbunden. Der linke Arm des zweiarmigen Schwenkhebels 34 ruht auf einem Stössel 37, der in einer Buchse 38 im Gehäuse 29 des Tachographen gelagert ist. In dem Gehäuse 32 befinden sich die Antriebsmittel für den Schreibstift 21 und der Hubmagnet 28, dessen Anker auf den Stössel 37 imSinne desHebens und Senkens einwirkt. Beim Heben des Stössels 37 bringt dieser den Schreibstift 20 in die gestrichelt gezeichnete unwirksame Lage, während er ihn beim Senken in die voll ausgezeichnete Stellung, d. h. mit der Diagrammscheibe 39, in Berührung bringt.
Eine parallel zur Spule 28 geschaltete Lampe 40 (Fig. l) zeigt, ob sich der Schreibhebel 21 in seiner wirksamen oder unwirksamen Stellung befindet.
Dem periodischen Ein- und Ausschalten des Stromkreises für den Hitzdraht 24 dienen zwei Fühlarme 41, 42. Diese greifen am Winkelhebel 21 in verschiedener Entfernung von seiner Drehachse 26 an. Sie sind über halbkreisförmig gebogene Blattfedern 43, 44 mit Schaltfedern 45, 46 verbunden, die isoliert im Gestell 25 angeordnet sind und mit diesem gemeinsam durch den Elektromagneten 28 verschoben werden können. Sie tragen Kontakte, die in der einen Stellung mit Gegenkontakten 47, 48 und in der entgegen-
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gesetzten Stellung mit einem Anschlag 50 bzw. mit einem weiteren, eine Kontrollampe 52 steuernden Kontakt 51 zusammenwirken. Die Kontrollampe 52 gibt beim Arbeiten der Anordnung ein Flackerlicht ab, welches das ordnungsgemässe Arbeiten des Hitzdrahtes anzeigt.
Der wahlweisen Beeinflussung des Schreibhebels 21 dienen vier Schalter, u. zw. ein Schalter 53 für
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Schalter 53 und 54 besitzen jeweils nur ein Kontaktpaar, u. zw. besitzt der Schalter 53 Arbeitskontakte, während der Schalter 54 Ruhekontakte aufweist. Die beiden Schalter 55 und 56 besitzen je zwei Ruhekontaktpaare 73, 74 bzw. 76, 77 und je ein Arbeitskontaktpaar 75, 78.
Die beiden Schalter 55 bzw. 56 sind kurzzeitig zu betätigende Steuerschalter für zwei Halterelais 57 bzw. 58 mit je drei Kontaktfederpaaren 59-61 bzw. 62-64, deren Haltestromkreis bei Betätigung eines einen neuen Steuerbefehl gebenden Handeinstellgliedes unterbrochen wird.
Die Kontaktpaare 61 und 62 dienen der Stromzuführung zum Elektromagneten 28, die Kontaktpaare 60 und 63 der Stromzuführung zu den Kontaktfedern 47, 48 und damit über die Federn 43, 44, die Fühlarme 41, 42, den Schreibhebel 21 zum Hitzdraht 24. Die Kontaktpaare 59,64 sind Haltekontakte für die Relaisspulen 57 und 58, deren Betriebszustand durch Kontrollampen 65 und 66 angezeigt wird. Ausser den beiden Halterelais 57 und 58 ist noch ein weiteres Halterelais 67 vorgesehen, welches zwei Kontaktpaare, ein Ruhekontaktpaar 68 und ein Haltekontaktpaar 69, besitzt.
Der Anlasserschalter 70 des Kraftfahrzeuges betätigt in seiner Schliessstellung einen Elektromagneten 71, der einen Kontakt 72 öffnet und damit die Stromzuführung zu den beiden Aggregaten A und B unterbricht. Statt des Anlasserschalters 70 kann auch der Zündschalter mit dem Schalter 71, 72 verbunden werden.
Die Anordnung arbeitet wie folgt : Wird der Schalter 55 für "Arbeitszeit" gedrückt, so bekommt das Relais 57 kurzzeitig Strom über die Ruhekontakte 77 des Schalters 56, die Arbeitskontakte 75 des Schalters 55, den Schalter 54 und den Schalter 72. Das Relais 57 schliesst hiedurch die Kontaktpaare 59,60, 61.
Das Kontaktpaar 59 schliesst damit einen Haltestromkreis über das Haltekontaktpaar 77 des Schalters 56 sowie einen Stromkreis zur Lampe 65, die die Betätigung des Schalters 55 anzeigt. Der Elektromagnet 28 erhält ebenfalls Strom über Plusbatterie, Spule 28, Kontaktpaar 61, Masse. Hiedurch wird der Anker 27 angezogen und der Schreibhebel 21 in die Wirkstellung gebracht. Das Kontaktpaar 60 schliesst den Stromkreis für den Hitzdraht 24, u. zw. von der Batterie über das wieder geschlossene Kontaktpaar 73, das Kon-
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die Kontaktfedern 45 und 48, das Kontaktpaar 6p zur Masse. Der Hitzdraht 24 dehnt sich aus und demzufolge verschwenkt die Feder 22 den Schreibhebel 21 im Uhrzeigersinn. Dieser drückt den Hebel 41 herunter und dieser verschwenkt, sobald der Kippunkt der Feder 43 erreicht ist, den Kontaktarm in die obere Endstellung.
Hiebei öffnet er den Kontakt 48, schaltet den Strom für den Hitzdraht 24 aus und die Lampe 52 über den Kontakt 51 ein. Der sich durch das Ausschalten abkühlende und zusammenziehende Hitzdraht 24 zieht nach einiger Zeit den Schreibhebel 21 wieder im Gegenuhrzeigersinn herum. Der ihm folgende Fühlarm 41 schaltet beim Überschreiten des Kippunktes der Feder 43 in umgekehrter Richtung den Strom für den Hitzdraht über den Kontakt 48 wieder ein.
Der am Schreibhebel 21 befestigte Schreibstift 20 führt also, solange kein anderes Signal gegeben wird, eine oszillierende Bewegung von bestimmter Grösse aus. Diese Grösse hängt von dem Schaltweg des Schalters 45, 48, 43 und 41 und von dem Abstand des Fühlarmes 41 von der Drehachse des Schreibhebels 21 ab. Die Lampe 52 zeigt durch Flackern an, dass der Hitzdraht arbeitet, während die Lampe 65 anzeigt, dass der Schalter 55 betätigt wurde. Die Lampe 40, die gleichzeitig mit der Spule 28 mit Strom versorgt wird, zeigt an, dass der Schreibhebel sich in seiner wirksamen Stellung befindet.
Wird nach dem Schalter 55 der Schalter 56 für "Wartezeit" gedrückt, so wird das Kontaktpaar 77 kurzzeitig getrennt, so dass das Halterelais 57 abfällt und seine Kontaktpaare 59-61 öffnet. Gleichzeitig bekommt nunmehr das Halterelais 58 über das Kontaktpaar 78 kurzzeitig Strom und schliesst seine Kontaktpaare 62, 63 und 64. Diese wirken ganz ähnlich wie die Kontaktpaare 59-61 des Halterelais 57. Es wird die Lampe 66 eingeschaltet, und der Hitzdraht 22 erhält nun über die Kontaktfeder 47 Strom, solange die Kontaktfedern 46 und 47 einander berühren. Dadurch, dass der Fühlarm 42 näher an der Drehachse 26 des Schreibhebels 21 liegt, erfolgt aber die Umschaltung durch Kippen der Kontaktfeder 46 nunmehr später als bei dem Fühlarm 41, so dass der Hebel 21 nunmehr einen breiteren Balken auf der Diagrammscheibe aufzeichnet.
Wird anschliessend der Schalter 53 für das Tätigkeitsmerkmal "Pause" betätigt, so erhält das Halterelais 67 einen kurzen Stromstoss, u. zw. von der Batterie, über das Ruhekontaktpaar 73 des Schalters 55,
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das Ruhekontaktpaar 76 des Schalters 56 zur Spule 67, den Schalter 53, den Schalter 54, den Schalter 72 zur Masse. Das Relais 67 zieht infolgedessen an und schaltet die Kontaktpaare 68 und 69 um. Der Stromkreis zum Hitzdraht 24 wird am Kontaktpaar 68 unterbrochen und am Kontaktpaar 69 wird für das Relais 67 ein Haltestromkreis geschlossen. Die Spule 28 erhält nach wie vor Strom von der Batterie zur Spule 28, über das Kontaktpaar 69, Schalter 54, Schalter 72 zur Masse, so dass der Schreibstift 20 in seiner wirksamen Lage verbleibt.
Da, wie bereits erwähnt, der Hitzdraht 24 nicht mehr stromdurchflossen ist, verbleibt der Schreibhebel 21 in seiner einmal eingenommenen Winkelstellung, und der Schreibstift zeichnet nunmehr einen einfachen Strich auf.
Wird der Schalter 54 für "Arbeitsende" oder der Anlasserknopf 70 betätigt, so werden sämtliche vorher geschlossenen Stromkreise geöffnet. Der Schreibhebel 21 wird in seine unwirksame Stellung zurückgezogen, und alle Aufzeichnungen werden unterbrochen.
Es ist ohne weiteres ersichtlich, dass das Aggregat B für den Fahrer II ebenso arbeitet wie das Aggregat A und völlig unabhängig von diesem betätigt werden kann, und dass es für das Funktionieren der Anordnung keine Rolle spielt, in welcher Reihenfolge die Schalter 53-56 betätigt werden. Während vorstehend das Arbeiten der Anordnung gemäss Fig. 1 mit Handeinstellgliedern in Gestalt von Drucktasten bzw. Druckknöpfen geschildert wird, soll nachfolgend an Hand des in Fig. 2 dargestellten Schaltschemas eine Anordnung mit Handeinstellgliedern in Form von Drehschaltem beschrieben werden.
Bei dieser Anordnung ist für jeden Fahrer ein Drehschalter 80, 80' vorgesehen. Jeder Drehschalter be-
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die bei Erregung mit Hilfe ihres Ankers 92 das strichpunktiert angedeutete Gestell verschieben und damit einen Schreibhebel 93 aus seiner unwirksamen Stellung in seine wirksame Arbeitsstellung verbringen kann.
Das kann ähnlich wie bei der Anordnung nach Fig. 1 m der in den Fig. 8 und 9 dargestellten Weise geschehen.
Der obere kurze Arm eines dreiarmigen Schreibhebels 93 ist einerseits mit einem Hitzdraht 94, anderseits mit einer Feder 95 verbunden, die den Hebel 93 im Uhrzeigersinn herumzudrehen sucht. Das erfolgt wiederum nur in dem Masse, wie der Hitzdraht 94 sich während des Stromdurchflusses ausdehnt.
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99103 zusammen, die über entsprechende Leitungen an die Kontakte 87,88 des Drehschalters 80 angeschlossen sind.
In der andernEndstellung gemäss Fig. 2 arbeitet der Kontakthebel 101 mit einem Kontakt 103azusam- men und schliesst damit den Stromkreis der Lampe 104, während der Kontakthebel 100 in der entsprechenden Stellung an einem Anschlag 105 anstösst.
Im Tachographen selbst ist ein Zahnrad 106 vorhanden, das entsprechend der gefahrenen Geschwindigkeit gedreht wird und hiebei mittels der Verzahnung 109 des Schreibschlittens 107 diesen mit dem Geschwindigkeitsschreibstift 108 verschiebt. Erreicht der Schreibschlitten 107 seine untere Endstellung, d. h. die der Geschwindigkeit 0 entsprechende Stellung, schliesst er ein Kontaktpaar 110. Infolgedessen zieht ein Elektromagnet 111 seinen Anker an und schliesst einen Kontakt 112. Das Kontaktpaar 110 hat somit eine ähnliche Funktion wie der Anlassdruckknopf 70 gemäss Fig. 1, jedoch erfolgt bei der Anordnung nach Fig. 2 die Einschaltung in Abhängigkeit von der Fahrgeschwindigkeit selbsttätig, bei der Anordnung nach Fig. 1 dagegen von Hand beim Anlassen.
Der Schreibhebel 93'für den zweiten Fahrer ist, wie aus der Zeichnung hervorgeht, in gleicher Weise angeordnet und betätigbar wie der Schreibhebel 93 für den Fahrer I. Die Anordnung gemäss Fig. 2 arbeitet wie folgt : Der Schalter 80 befindet sich in seiner äussersten rechten Stellung, bei der die Kontaktfinger 81 und 82 die Kontakte 83 und 87 berühren. Dann wird der Elektromagnet 91 eingeschaltet, sobald sich die Kontakte 110 und 112 schliessen, d. h. sobald das Fahrzeug steht, und er verschiebt dann das Gestell mit dem Schreibhebel 93 aus der unwirksamen in die wirksame Stellung. Da der bisher nicht stromdurchflossene Hitzdraht 94 kalt ist, berühren die Kontaktfedern 100, 101 die zugehörigen Gegenkontakte 102,103.
Über den Kontakt 112, den Kontaktfinger 82, den Kontakt 87, den Kontakt 102, die Kontaktfeder 100, die Kippfeder 98, den Fühlarm 96 und den Schreibhebel 93 erhält der Hitzdraht Strom und fängt an, sich auszudehnen. Die Feder 95 kann daher den Schreibhebel 93 im Uhrzeigersinn herumdrehen. Der Füllhebel 96 folgt, bis die Kippfeder 98 die Kontaktfeder 100 ruckartig umlegt.
Dadurch wird der Stromkreis für denHitzdraht 94 unterbrochen, dieser zieht sich zusammen und bewegt den Schreibhebel 93 entgegen
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<tb> h.Arbeitszeitverteilung
<tb> Zeit <SEP> gefahren
<tb> Fahrer <SEP> I <SEP> Fahrer <SEP> 11 <SEP> Tätigkeit <SEP> Wegstrecke
<tb> in <SEP> km
<tb> 7, <SEP> 00 <SEP> - <SEP> 7, <SEP> 05 <SEP> 7, <SEP> 00 <SEP> - <SEP> 7,05 <SEP> Vorbereitung <SEP> zur <SEP> Fahrt
<tb> (Arbeitszeit)
<tb> 7, <SEP> 05 <SEP> - <SEP> 7, <SEP> 12 <SEP> Fahrt <SEP> zum <SEP> Ladeort <SEP> 4,0
<tb> 7, <SEP> 12- <SEP> 7, <SEP> 50 <SEP> 7, <SEP> 12 <SEP> - <SEP> 7,50 <SEP> Aufladen <SEP> (Arbeitszeit)
<tb> 7, <SEP> 50 <SEP> - <SEP> 9, <SEP> 20 <SEP> Fahrt <SEP> 42,0
<tb> 9, <SEP> 20 <SEP> - <SEP> 9, <SEP> 50 <SEP> 9, <SEP> 20 <SEP> - <SEP> 9,50 <SEP> Abladen <SEP> (Arbeitszeit)
<tb> 9,
<SEP> 50-10, <SEP> 00 <SEP> 9, <SEP> 50-10, <SEP> 00 <SEP> Pause
<tb> 10, <SEP> 00 <SEP> - <SEP> 10, <SEP> 25 <SEP> Wartezeit <SEP> auf <SEP> Begleitpapiere
<tb> 10, <SEP> 00-10, <SEP> 10 <SEP> Abladen <SEP> (Arbeitszeit)
<tb> 10, <SEP> 10-10, <SEP> 25 <SEP> Wartezeit <SEP> auf <SEP> Begleitpapiere
<tb> 10, <SEP> 25-12, <SEP> 15 <SEP> Fahrt <SEP> 19, <SEP> 0
<tb> 12, <SEP> 15-13, <SEP> 15 <SEP> 12, <SEP> 15-13, <SEP> 15 <SEP> Mittagspause
<tb> 13, <SEP> 15-15, <SEP> 20 <SEP> Fahrt <SEP> 45, <SEP> 0
<tb> 15, <SEP> 20 <SEP> - <SEP> 15, <SEP> 27 <SEP> 15, <SEP> 20 <SEP> - <SEP> 15, <SEP> 27 <SEP> Wartezeit <SEP> bis <SEP> zum <SEP> Abladen
<tb> 15, <SEP> 27 <SEP> - <SEP> 16, <SEP> 45 <SEP> 15, <SEP> 27-16, <SEP> 20 <SEP> Abladen <SEP> und <SEP> Aufladen
<tb> (Arbeitszeit)
<tb> 16, <SEP> 20--16, <SEP> 45 <SEP> Wartezeit <SEP> auf <SEP> Begleitpapiere
<tb> 16, <SEP> 45-17,
<SEP> 05 <SEP> Fahrt <SEP> 13, <SEP> 0
<tb> 17, <SEP> 05-17, <SEP> 20 <SEP> 17, <SEP> 05-17, <SEP> 20 <SEP> Abladen <SEP> (Arbeitszeit)
<tb> 17, <SEP> 20-17, <SEP> 35 <SEP> Fahrt <SEP> zur <SEP> Garage <SEP> 10,0
<tb> 17, <SEP> 35-18, <SEP> 00 <SEP> 17, <SEP> 35-18, <SEP> 00 <SEP> Abschlussarbeiten <SEP> wie
<tb> Wagenpflege <SEP> usw.
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