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Preßluftkeilhaue. Zusatz zum Patent 353538 Die Erfindung betrifft
eine Verbesserung des Hauptpatents 353538 dahin, daß der über den Zylinder
des Werkzeuges geschobene Mantel nicht über das rückwärtige Ende des Zylinders,
sondern an der Seite des Spitzeisens über den Zylinder übergeschoben und der Deckel
hier durch das Spitzeisen selbst verschlossen wird.
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Wie nach dem Hauptpatent ist der Mantel mit dem Stiel für die Zu-
und Ableitung des Druckmittels versehen und deckt ebenfalls den Auspuff ab.
Die
Steuerung ist in. diesem Falle außerdem noch seitlich, und zwar in dem Stutzen des
Mantels, untergebracht, so daß der Stiel, bestehend aus den beiden ineinandergeschobenen
Zu- und Ableitungsrohren, die Steuerung in ihrer Lage festhält. Dies geschieht am
einfachsten, indem das innere Zuleitungsrohr fest auf die Steuerung geschraubt wird.
Der Stutzen selbst hat eine so große Bohrung, daß zwischen seiner Wandung und der
Steuerung die gebrauchte Druckluft durch den. Stiel ausblasen kann.
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Bei dieser Ausführung wird das Werkzeug kürzer und leichter, wobei
alle Vorteile der Erfindung des Hauptpatents beibehalten werden; außerdem findet
ein besserer Gewichtsausgleich statt.
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In der Zeichnung ist eine Ausführungsform der Erfindung dargestellt,
und zwar ist Abb, i ein Schnitt durch das neue Werkzeug, Abb. 2 ein Schnitt durch
das rückwärtige Ende des Stieles, an dem der Schlauch befestigt wird, Abb. 3 ist
ein Schnitt nach der Linie A-B und Abb. 4 ein Schnitt nach der Linie C-D.
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Hiernach ist i die Zuleitung für die Druckluft zur Steuerung 2; 3
ist der Zylinderraum des Zylinders 9; 4 ist der Schlagkolben, 5 das Werkzeug und
6 der Auspuff; 7 ist eine Überfallmutter zur Befestigung des Auspuffrohres 18 an
dem Stutzen-17 und der Haube B. io ist eine Schraubenfeder und i i der mit dem Zylinder
9 verbundene Dekkel; 12 ist der Luftzuführungskanal hinter den Kolben 4 und 13 ein
Entlüftungskanal; 14 ist der Luftzuführungskanal vor den Kolben 4; 15 und 16 bezeichnen
Auspuffkanäle. i9 ist das Druckluftzuleitungsrohr mit dem Flansch 20; 21 ist eine
mit Bohrungen versehene Büchse am Ende zwischen den Rohren 18 und 19; 22 ist eine
Mutter zur Befestigung des Luftschlauches.
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Soll die Keilhaue arbeiten, so wird sie mit dem Spitzeisen 5 auf das
zu gewinnende Gut gesetzt; dadurch wird der Kolben 4 zurückgeschoben, bis er den
Kanal 14 freigibt. Die Preßluft, welche von E aus durch den Kanal i an dem Stopfen
des ersten Ventils vorbei durch den Kanal 14 vor den Kolben 4 geleitet wird, treibt
diesen zurück, bis der Auspuff 6 freigegeben wird und hier die gebrauchte Druckluft
ausströmt. Durch Unterdruck auf den Stopfen des ersten Ventils und gleichzeitiger
Wirkung der Verdichtung der Luft auf das zweite Ventil werden beide umgesteuert;
jetzt strömt durch: den punktierten Umführungskanal und Kanal 12 hinter den Kolben
4 Druckluft und treibt diesen wieder vor, bis wiederum der Auspuff 6 freigegeben
wird und die gebrauchte Luft hier wieder aus-; strömt. Es tritt ein Unterdruck auf
die große Fläche dies zweiten. Ventils ein und wird zugleich durch die auf den Stopfen
des ersten Ventils lastende Druckluft wieder umgesteuert, wodurch diese wieder vor
den Kolben 4 geleitet wird und so das Spiel sich ' wiederholt.
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Während der Vorbewegung des Schlagkolbens ¢ zum Spitzeisen 5 wird
die vor dem Kolben ¢ befindliche atm. Luft durch die Kanäle 14, 15 und 16 herausgelassen
und fließt durch das Rohr 18 ab.
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Desgleichen wird bei der Rückbewegung des Kolbens 4 so lange atm.
Luft bei i3 durch diesen Kanal und den Auspuff 16 herausgelassen, bis der Kanal
13 von dem rückeilen.-' dien Kolben 4 überdeckt ist. Alsdann wird die im Zylinderraum
3 befindliche atm. Luft durch den weiter rückeilenden Kolben 4 zur Umsteuerung verdichtet.
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Die gebrauchte Druckluft sowie die eben genannte atm. Luft treten
zwischen Steuergehäuse und Stutzenwandung und durch die Schlitze im Flansch 2o in
das Innere des Rohres 18 ein, welches zugleich als Stiel dient, und durch verschiedene
Bohrungen der Büchse --i aus. Die Steuerung kann auch durch das Ableitungsrohr festgehalten
wer-! den. Ebenso kann die Steuerung im Winkel j oder parallel zur Schlagkolbenachse
in der ' Haube 8 angeordnet werden.
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Durch die bekannte Anordnung der beiden Rohre für Ein- und Ausströmung
ineinander wird der Stiel versteift, was dadurch er-' höht werden kann, wenn die
beiden Rohre noch durch Querbolzen miteinander verbunden werden.
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Die Auswechselbarkeit des Zylinders 9 für leichte und schwere Ausführungen
ist ebenfalls wie nach dem Hauptpatent möglich. Der Zylinder 9 kann mit dem Deckel
i i aus einem Stück hergestellt werden.