DE40893C - Verfahren zur Darstellung von Naphtoltri- und Dioxynaphtalindisulfosäure - Google Patents

Verfahren zur Darstellung von Naphtoltri- und Dioxynaphtalindisulfosäure

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DE40893C
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    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C309/00Sulfonic acids; Halides, esters, or anhydrides thereof

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Nach Senhofer (Berichte, Bd. 8, S-. i486) entsteht beim Erhitzen von Naphtalin mit Vitriolöl und Phosphorsäüreanhydrid auf 2600C. in geringen Ausbeuten, eine Naphtalintetrasulfosäure, welche, mit einem Ueberschufs von Aetzkali erhitzt, ein neues Phenol des Naphtalins (vermuthlich Tetroxynaphtalin) liefert.
I. Wir haben nun gefunden, dafs die Darstellung der Naphtalintetrasulfosäure sehr glatt und gut von statten geht, wenn man Naphtalin mit starker rauchender Schwefelsäure längere Zeit auf 1500 C. übersteigende Temperatur erhitzt.
Als bestes Verfahren zur Darstellung empfiehlt sich folgendes:
100 kg reines Naphtalin werden langsam in 500 kg rauchender Schwefelsäure von 40 pCt. Anhydridgehalt eingetragen und darauf im Oelbad auf i6o° C. erhitzt.
Nach 9 Stunden ist die Sulfirung vollendet und die Sulfirungsmasse von derben Krystallen der gebildeten Tetrasulfosäure durchsetzt. Man giefst die ^Schmelze in Wasser, neutralisirt mit Kalk, führt das so gebildete Kalksalz durch Kochen mit Soda in das Natronsalz über und dampft zur Trockne.
Man erhält dann das Natronsalz derNaphtalintetrasulfosä'Lire, welches, wie alle Salze dieser Säure, in Wasser aufserordentlich löslich ist.
An Stelle der rauchenden Säure läfst sich mit demselben Erfolg Monochlorhydrin verwenden.
II. Erhitzt man nun die Salze der Naphtalintetrasulfosäure mit freien Alkalien bis 2000 C, so bildet sich zuerst eine Naphtoltrisulfosäure., welche mit Diazo- bezw. Tetrazoverbindungen gelbrothe bis blauviolette, in Wasser aufserordentlich, leicht lösliche, auf Wolle langsam ziehende, daher leicht gleichmäfsig färbende Farbstoffe liefert.
Am besten verfährt man in folgender Weise: 100 kg naphtalintetrasulfosaures Natron werden in möglichst wenig Wasser gelöst, circa 60 kg Aetznatron zugefügt und dann in einem mit Rührwerk versehenen Druckkessel circa 6 Stunden auf i8o° C. erhitzt. Man giefst dann die Schmelze in Wasser, säuert an, zersetzt durch Kochen das gebildete schwefligsaure Natron und stumpft die überschüssige Säure darauf mit Soda ab. Es ist das Natronsalz einer Naphtoltrisulfosäure gebildet worden, welches sich so direct weiter auf Farbstoffe verarbeiten läfst.
III. Uebersteigt man aber beim Schmelzen der naphtalintetrasulfosauren Salze mit Alkali die Temperatur von 2000 C, so geht die zuerst gebildete Naphtoltrisulfosäure in Dioxynaphtalindisulfosäure über, deren Salze in Wasser und Alkohol ebenfalls leicht löslich sind. Das genauere Verfahren zur Darstellung ist mit Ausnahme der höheren Temperatur (am besteh heizt man auf 2500 C.) identisch mit dem unter II. beschriebenen Verfahren, bei welchem sich ebenfalls an Stelle von Natron ein anderes Alkali, an Stelle der Druckkessel offene Gefäfse verwenden lassen.
IV. Die so gebildeten dioxynaphtalindisulfosauren Salze geben nun in Combination mit Diazo- bezw. Tetrazoverbindungen gelbbraune bis rothbraune, violette und blaue Azofarbstoffe, welche sich vor den Farbstoffen der Dioxynaphtalinmonosulfosäure durch ihre gröfsere

Claims (2)

  1. Löslichkeit in Wasser und durch gleichmä'fsiges Färben auszeichnen und durch Einwirkung von ι Molecül der ersteren auf 2 Molecule Diazo- bezw. 1 Molecül Tetrazoverbindungen entstehen.
    Auch unterscheiden sich dieselben von den Farbstoffen der durch Sulfiren von Dioxynaphtalin erhaltenen Dioxynaphtalindisulfosäuren, welche von Griefs, Berichte, Bd. 13, S. i960, und in dessen Patent No. 3224 beschrieben sind, sehr wesentlich durch ihre Nuance. Während die Griefs'sehe Dioxynaphtalindisulfosäure mit Diazoverbindungen gelbe, rothe und violette Farbstoffe liefert, entstehen aus unserer Dioxynaphtalindisulfosäure mit Diazoverbindung nur braune Farbstoffe.
    Als Beispiele der Farbstoff bildung mögen folgende dienen:
    a) Farbstoff aus Diazonaphtalin und dioxynaphtalindisulfosaurem Natron.
    50 kg salzsaures a-Naphtylamin werden in Wasser gelöst, mit 60 kg Salzsäure von 210B. versetzt und nach dem Kühlen mit Eis mit einer wässerigen Lösung von 20 kg Natriumnitrit diazotirt.
    Die so gebildete farblose Lösung des Diazonaphtalins läfst man darauf unter gutem Rühren langsam in eine durch Zusatz von 60 kg Soda bis zum Schlufs alkalisch gehaltene Lösung von dioxynaphtalindisulfosaurem Natron, deren Gehalt in bekannter Weise bestimmt wurde (erforderlich sind 55 kg), einlaufen. Den so gebildeten braunen Farbstoff salzt man aus, filtrirt ab und trocknet. Derselbe bildet ein schwarzes amorphes Pulver, das sich in Wasser mit tief dunkelrothbranner Farbe sehr leicht löst und Wolle intensiv färbt.
    In derselben Weise lassen sich aus allen primären Aminen und deren Sulfo - oder Carbonsäuren gelb- bis rothbraune Farbstoffe darstellen, wobei wir unter Aminen verstehen: Anilin, Toluidin, Xylidin, Cumidin, Amidophenoläther, α- und ß-Naphtylamin.
    b) Farbstoff aus Tetrazodiphenyl und dioxynaphtalindisulfosaurem Natron.
    50 kg schwefelsaures Benzidin werden in Wasser fein suspendirt, mit 50 kg Salzäure von 2i° B. versetzt und zu der mit Eis gekühlten Lösung 22 Theile Natriumnitrit, in 100 1 Wasser gelöst, langsam hinzulaufen gelassen. Das dann gebildete Tetrazodiphenylchlorid giefst man darauf in eine durch Zusatz von 60 kg Soda alkalisch gemachte Lösung von 60 kg dioxynaphtalinsulfosaures Natron, salzt den sich hierbei bildenden violetten Farbstoff aus und trocknet ihn.
    An Stelle des Tetrazodiphenyls läfst sich mit demselben Erfolg die Tetrazoverbindung jedes anderen Paradiamins, deren Sulfo- oder Carbonsäuren verwenden.
    Unter Paradiaminen verstehen wir Benzidin, Toluidin, Diamidodixylil, Diamidodiphenoläther, Diamidostilben und Diamidofiuoren.
    Paten τ-Ansprüche:
    ι . Ueberführung der naphtalintetrasulfosauren Salze in naphtoltrisulfosaure Salze durch Schmelzen derselben mit freien Alkalien in offenen oder geschlossenen Gefäfsen bis 200
    C.
  2. 2. Verfahren zur Darstellung von dioxynaphtalindisulfosauren Salzen durch Erhitzen von naphtalintetrasulfosauren Salzen mit ätzenden Alkalien mit oder ohne Druck auf 2oo° C. übersteigender Temperatur.
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