DE181714C - - Google Patents
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- DE181714C DE181714C DENDAT181714D DE181714DA DE181714C DE 181714 C DE181714 C DE 181714C DE NDAT181714 D DENDAT181714 D DE NDAT181714D DE 181714D A DE181714D A DE 181714DA DE 181714 C DE181714 C DE 181714C
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C09—DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- C09B—ORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
- C09B45/00—Complex metal compounds of azo dyes
- C09B45/02—Preparation from dyes containing in o-position a hydroxy group and in o'-position hydroxy, alkoxy, carboxyl, amino or keto groups
- C09B45/14—Monoazo compounds
- C09B45/16—Monoazo compounds containing chromium
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- Chemical & Material Sciences (AREA)
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- Heat Sensitive Colour Forming Recording (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
δ 181714-KLASSE 22a. GRUPPE
in BASEL.
Nach Angaben der Literatur (Berliner Ber. XXVII, 24) wirkt salpetrige Säure auf
die Sulfosäuren des 1 :2-Aminonaphtols unter Bildung der entsprechenden Chinonsäuren ein.
Die salpetrige Säure zeigt also das gleiche Verhalten wie Salpetersäure, d. h. sie wirkt
oxydierend. In der deutschen Patentschrift 155083 wird angegeben, daß beispielsweise
die 1:2: 4-Aminonaphtolsulfosäure in Gegenwart
organischer Säuren diazotiert und die Diazoverbindung mit Resorcin vereinigt werden
könne. Tatsächlich verläuft auch hier der Prozeß zu einem großen Teile unter Bildung von Chinonsäure, wie an dem Entweichen
roter Dämpfe und der Bildung von Naphtochinonanil beim Erwärmen einer Probe der Diazotierflüssigkeit mit Anilin festgestellt
werden kann, während zum kleinen Teile mit Resorcin ein in Sodalösung mit violetter
Farbe löslicher Farbstoff entsteht. Somit ist in diesem Falle die Existenz einer normalen
Diazonaphtolsulfosäure noch sehr zweifelhaft. Es wurde nun die überraschende Beobachtung
gemacht, daß man durch Einführung von Säureradikalen in die 1 :2-Aminonaphtolsulfosäuren
zum Ziele kommt. Behandelt man z. B. das basische Natriumsalz der Aminonaphtolsulfosäure 1:2:4 mit der berechneten
oder wenig überschüssigen Menge Essigsäuseanhydrid in der Kälte oder bei gewöhnlicher
Temperatur, so findet Acetylierung statt, und zwar scheint die Acetylgruppe entgegen
der Erwartung ausschließlich an der Hydroxylgruppe einzugreifen. Versetzt man nämlich die Reaktionsflüssigkeit (falls mit
überschüssigem Anhydrid gearbeitet wurde, verwendet man entsprechend mehr Alkali, so
daß nach beendeter Acetylierung noch völlige Lösung erhalten bleibt und auf rotes Lackmus
eben noch schwach alkalische Reaktion angezeigt wird) mit Mineralsäure und unter Eiskühlung
mit Nitrit, bis auch bei längerem Zuwarten Jodpapier noch Reaktion zeigt, so erhält man eine Diazoverbindung, welche sich
gelb kristallinisch abscheidet und mit Azokomponenten leicht kuppelt. Ihrem Verhalten
nach liegt die o-Acetoxydiazonaphtionsäure vor. Sie kuppelt z. B. mit ß-Naphtol zu
einem roten Farbstoff, der allmählich, rascher beim Erwärmen infolge der Abspaltung der
Acetylgruppe in einen grünblauen Farbstoff übergeht. Die Abspaltung der Acetylgruppe
erfolgt auch schon beim längeren Stehenlassen der oben genannten Diazoverbindung,
denn schon nach Verlauf von einer Stunde zeigt sich, daß eine Probe mit alkalischer
ß-Naphtollösung nicht sofort und mit roter, sondern viel langsamer mit gelbgrüner, später
blau werdender Farbe kuppelt, ein Verhalten, das der o-Diazonaphtolsulfosäure zugesprochen
werden muß, welche sich zwar durch große Beständigkeit gegenüber Wärme auszeichnet,
aber, wie zu erwarten, sich durch langsameres Kupplungsvermögen von der entsprechenden
Acetylverbindung unterscheidet. Die Diazonaphtolsulfosäure ist in Wasser ziemlich
schwer löslich. Man erhält sie bequem in schönen, kleinen, glänzenden Blättchen, wenn
man oben genannte Diazoacetoxynaphtalinsulfosäure in ziemlich verdünnter Lösung herstellt, die Abspaltung der Acetylgruppe
ίο entweder bei gewöhnlicher Temperatur vor
sich gehen läßt oder ganz gelinde erwärmt und die klare Lösung mit Kochsalz oder
Chlorkalium versetzt. Teilweise und namentlich wenn konzentriert gearbeitet wird, findet
die Abscheidung schon ohne Kochsalz statt. Zur Erläuterung des Verfahrens werden
folgende Beispiele gegeben:
23,9 kg ι : 2 - Aminonaphtol - 4 - sulfosäure werden mit 2001 Wasser unter Zusatz von
29 kg Natronlauge von 30 Prozent in Lösung gebracht und mittels 11 kg Essigsäureanhydrid
bei Temperaturen unter 0° acetyliert, wobei für gutes Rühren gesorgt werden muß. Nach
Verlauf von Y2 bis 1 Stunde gibt man zu
der Flüssigkeit, welche neutral oder spurenweise alkalisch reagieren soll, 7 kg festes
Natriumnitrit und säuert mit einem Male bei ο bis io° C. mittels 30 kg gewöhnlicher Salzsäure
an, worauf die Masse sofort ohne irgendwelche Gasentwicklung zu einem gelben kristallinischen Brei erstarrt. Die Diazoverbindung
läßt man alsbald zu einer Auflösung von 18 kg ß-Naphtolnatrium in überschüssiger
verdünnter Sodalösung einfließen. Es bildet sich alsbald ein roter Farbstoff, der beim
längeren Rühren oder beim Aufwärmen auf 40 bis 550C. in einen blaugrünen Farbstoff
übergeht. Die Isolierung erfolgt in üblicher Weise durch Aussalzen. Das Natronsalz der
Farbstoffe löst sich in Wasser mit blauer Farbe, welche auf Zusatz von Säure nach
violettrot umschlägt. Wolle wird in saurem Bade' in klaren violetten Tönen angefärbt,
welche durch Nachchromieren in tiefes Blauschwarz übergehen.
Die nach Beispiel 1 aus 23,9 kg 1 :2-Aminonaphtol-4-sulfosäure
dargestellte Diazoverbindung wird mit einer aus 16 kg i:6-Dioxynaphtalin
unter Zusatz von 28 kg Natronlauge zu 30 Prozent dargestellten wässerigen Lösung vereinigt. Es bildet sich zunächst
ein violetter Farbstoff, welcher schon nach kurzem Rühren in einen grünblauen Farbstoff
übergeht. Behufs dessen Isolierung wird die Kombinationsflüssigkeit mit SaIzsäure
angesäuert und mit Kochsalz versetzt.
Der so erhaltene Farbstoff färbt Wolle tiefviolett; durch Nachchromierung wird ein
grünstichiges Schwarz erzielt.
Beispiel 3. 6g
23'9 kg 1:2- Aminonaphtol - 4 - sulfosäure
werden, wie in Beispiel 1 angegeben, in die ι -Diazo^-Acetoxynaphtalin^-sulfosäure übergeführt
und mit einer sodaalkalischen Lösung von 25 kg ι : 4-Naphtolsulfosäure vereinigt.
Es bildet sich zunächst ein rotvioletter Farbstoff, der sich zum großen Teile abscheidet.
Beim längeren Stehen, rascher beim Erwärmen auf 70 ° wird ein reinblauer Farbstoff erhalten,
welcher mit Kochsalz gefällt wird. Er färbt Wolle aus saurem Bade in Bordeauxnuancen,
welche beim Chromieren nach Blau umschlagen.
Der analoge Farbstoff aus 1 : 5-Naphtolsulfosäure
liefert beim Nachchromieren ein etwas grünstichigeres Blau.
32 kg des sauren Natronsalzes der 1 : 2-Aminonaphtol-4:
6-disulfosäure werden mittels 28 kg Natronlauge gelöst bei ■—4° C. mit
11 kg Essigsäureanhydrid behandelt, hierauf 7 kg Natriumnitrit eingerührt und mit 40 kg
Salzsäure angesäuert. Die resultierende gelbe Diazolösung wird sofort mit 14 kg ß-Naphtol
gelöst in der nötigen Menge Natronlauge unter Zusatz von 40 kg Soda vermischt. Der
anfangs bläulichrote Farbstoff geht allmählich, rascher beim Erwärmen auf 40 bis 50°
in einen blauen, beim Ansäuern violettrot werdenden Farbstoff über, welcher durch Aussalzen
isoliert wird. Derselbe färbt Wolle in granatroten Tönen, die beim Nachchromieren
in Blauschwarz übergehen.
τ-, ...
25,7 kg I -Amino -2:7- Dioxynaphtalin - 4-sulfosäure (1 Molekül) werden in Wasser
unter Zusatz von etwas mehr als 3 Molekülen Ätznatron gelöst, die Lösung auf etwa — 30C.
abgekühlt und mittels zwei Molekülen Essigsäureanhydrid acetyliert. Hierauf vermischt
man mit 7 kg Nitrit und säuert mittels 40 kg konzentrierter Salzsäure an. Die Diazoverbindung
scheidet sich aus und wird sofort mit einer alkalischen ß-Naphtollösung vermischt.
Man erwärmt einige Zeit auf 500 C. und salzt aus. Der Farbstoff färbt Wolle
aus saurem Bade in bordeauxroten Tönen, welche beim Nachchromieren in Schwarz übergehen.
In analoger Weise erfolgt die Darstellung auch von anderen Farbstoffen, deren Eigenschaften
aus nachstehender Tabelle ersichtlich sind:
| Diazoverbindung aus | Komponente | Lösung in | konz. Schwefel säure |
Färbung auf Wolle | nach- chromiert |
| ι : 2-Aminonaphtol-4- sulfosäure |
1:4- Naphtolsulfosäure | Wasser | blau | sauer | rötlichblau |
| desgl. | 1:5- Naphtolsulfosäure | blau | blau | bordeaux | blau |
| desgl. | 2:3- Dioxynaphtalin - 6 - sulfosäure |
blau | blau | bordeaux | bläulich schwarz |
| desgl. | ι : 8-Dioxynaphtalin - 3:6- disulfosäure |
rotviolett | grünblau | klares bordeaux |
bläulichgrün |
| desgl. | m - Oxydiphenylamin | rein violettblau |
violett | reinblau | violett schwarz |
| desgl. | 2:7- Dioxynaphtalin | ponceau | grünlich blau |
violett | schwarz |
| ι -Amino-2 : 7-Dioxy- naphtalin - 4 - sulfosäure |
desgl. | violettrot | blau | violett | schwarz |
| ι : 2-Aminonaphtol-4 - sulfosäure |
2:8- Aminonaphtol - 6 - sulfosäure |
carminrot | grünblau | bordeaux | grauschwarz |
| desgl. | 2:6-Naphtolsulfosäure | violett | blauviolett | dunkel violett |
blauschwarz |
| ι - Amino -2:7- Dioxy- naphtalin - 4 - sulfosäure |
ß-Naphtol | blauviolett | reinblau | bordeaux | schwarz |
| ι : 2-Aminonaphtol-4: 6- disulfosäure |
desgl. | carminrot | violettblau | bordeaux | blauschwarz |
| 1:2- Aminonaphtol - 4 - sulfosäure |
2:7- Naphtylendiamin | violett | blau | bordeaux | gelblich braun |
| desgl. | 2:5- Aminonaphtol - 7 - sulfosäure |
carminrot | grün | rotbraun | grauschwarz |
| desgl. | ß-Naphtol | rotviolett | blau . | klares bordeaux |
blauschwarz |
| desgl. | ι : 8-Aminonaphtol- 3 :6-disolfosäure |
violett | grün | bordeaux | grünlich schwarz |
| 1 : 2- Aminonaphtol-4 - sulfosäure |
1:6- Dioxynaphtalin | blau | blaugrün | klares blau | grünschwarz |
| . ι : 2-Aminonaphtol-4- sulfosäure |
m - Aminophenol | violett | violett | bordeaux | violett schwarz. |
| braun | rotbraun |
Claims (1)
- Patent-Anspruch:
Verfahren zur Darstellung beizenfärbender ο - Oxymonoazofarbstoffe, darin bestehend, daß man die Diazoverbindungender im Hydroxyl acidylierten 1 :2-Aminonaphtolsulfosäuren mit Aminen und Phenolen kombiniert und darauf die Acidylgruppe abspaltet.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE181714C true DE181714C (de) |
Family
ID=445873
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT181714D Active DE181714C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE181714C (de) |
-
0
- DE DENDAT181714D patent/DE181714C/de active Active
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