DE40745C - Verfahren zur Darstellung von orange und rothen Farbstoffen durch Einwirkung von Phenanthrenchinon auf die Sulfosäuren aromatischer Hydrazine - Google Patents

Verfahren zur Darstellung von orange und rothen Farbstoffen durch Einwirkung von Phenanthrenchinon auf die Sulfosäuren aromatischer Hydrazine

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DE40745C
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phenanthrenequinone
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actiengesellschaft für anilinfabrikation in Berlin SO. (36)
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B26/00Hydrazone dyes; Triazene dyes
    • C09B26/02Hydrazone dyes

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  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Es ist bekannt, dafs Hydrazine der aromatischen Reihe sich unter Austritt von Wasser mit Aldehyden und Ketonen condensiren. Auch das Phenanthrenchinon liefert mit Hydrazinbasen derartige Condensationsproducte,welche in Wasser unlöslich sind und daher,, trotzdem sie gefärbt sind, als Farbstoffe keine Anwendung finden können.
Wir haben nun gefunden, dafs man bei der Einwirkung von Sulfosäuren aromatischer Hydrazine auf das Phenanthrenchinon Condensationsproducte enthält, welche in Wasser lösliche Natronsalze liefern und sich als Farbstoffe eignen.
Alle färben Wolle in saurem Bade, und zwar mit Nuancen, welche je nach der Natur der benutzten Hydrazinsulfosäuren zwischen Orange bis Roth liegen. Diese Farbstoffe zeichnen sich dadurch aus, dafs sie gegen Säuren und Alkalien beständig sind und beim Färben aus dem Färbebade vollständig von der Wolle ausgezogen werden.
Was zunächst die Darstellung der von uns benutzten Sulfosäuren der aromatischen Hydrazine anbetrifft, so geschieht dieselbe in der bekannten Weise, nämlich durch die Reduction der Sulfosäuren der Diazoverbindungen mit Zinnchlorür oder schwefliger Säure.
Die von uns unten erwähnten, bisher noch nicht beschriebenen Sulfosäuren der Hydrazine sind sämmtlich nach dieser Methode mit der gröfsten Leichtigkeit erhalten worden.
Die Bildung der Farbstoffe geschieht einfach durch Erwärmen von 1 Molecül, Phenanthren-; chinon mit einer wässerigen Lösung von 2 Molecülen der betreffenden Hydrazinsulfosäure.
Im Folgenden führen wir zunächst diejenigen Sulfosäuren von Hydrazinen an, welche uns brauchbare Resultate gegeben haben:
1. Phenylhydrazin-p-sulfosäure und
2. Phenylhydrazin-m-sulfosäure liefern mit Phenanthrenchinon Farbstoffe, welche Wolle orange färben.
3. o-Tolylhydrazin-p-sulfosäure und
4. p-Tolylhydrazin-o-sulfosäure, welche bei der Reduction von o-Diazotoluol-p-sulfosäure und p-Diazotoluol-o-sulfosäure leicht als farblose krystallinische Körper entstehen, combiniren sich mit Phenanthrenchinon ebenfalls zu orange färbenden Farbstoffen.
5. Die aus der ß-Naphtylaminsulfosäure des Patentes No. 22547 αη^
6. die aus der sogen. ß-Naphtylamin-o-sulfosäure des Patentes No. 39925 erhaltenen Hydrazinverbindungen krystallisiren in glänzenden Blättchen und liefern mit Phenanthrenchinon gelbrothe Farbstoffe.
7. Die aus-der Naphtionsäure entstehende α-Hydrazinnaphtalinsulfosäure, welche in Wasser schwer lösliche, glänzende Krystalle bildet, condensirt sich mit Phenanthrenchinon zu einem dunkelrothen Farbstoff.
8. Wird die aus Benzidindisulfosäure (aus m-Nitrobenzolsulfosä'ure) erhaltene, ebenfalls in Blättchen krystallisirende Diphenylhydrazinsulfosäure mit Phenanthrenchinon erhitzt, so bildet sich ein braunrother Farbstoff.
Zur Erläuterung der Farbstoffbildung möge folgendes Beispiel dienen:
50 kg a-Hydrazinnaphtalin-ct-sulfosä'ure (aus Naphihionsä'Lire) und 150 kg Phenanthrenchinonpaste (enthaltend 20 kg trockenes Phenanthrenchinon) werden in 1 500 1 Wasser eingetragen und durch gutes Umrühren gleichmäfsig vertheilt. Sodann wird das Gemenge allmälig erwärmt und schliefslich bis zum Kochen erhitzt. Sobald eine vollständig klare, dunkelrothe Lösung entstanden ist, wird mit Soda neutralisirt und der entstandene Farbstoff mit Kochsalzlösung ausgesalzen, abfiltrirt, abgeprefst und getrocknet.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zur Darstellung von orange und rotheii Farbstoffen durch Condensation von Phenanthrenchinon mit den Hydrazinen aus Sulfanilsäure, m-Amidobenzolsulfosäure, 0-T0-luidin - ρ - sulfosäure, ρ - Toluidin - ο - sulfosäure, a - Naphtylaminsulfosäure, β - Naphtylaminsulfosäure (Patent No. 22547), β - Naphtylamin- δ- sulfosäure und Benzidindisulfosäure.
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