DE70349C - Verfahren zur Darstellung von Phenylnaphtylaminsulfosäuren - Google Patents

Verfahren zur Darstellung von Phenylnaphtylaminsulfosäuren

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DE70349C
DE70349C DENDAT70349D DE70349DA DE70349C DE 70349 C DE70349 C DE 70349C DE NDAT70349 D DENDAT70349 D DE NDAT70349D DE 70349D A DE70349D A DE 70349DA DE 70349 C DE70349 C DE 70349C
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DE
Germany
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acid
naphthylamine
sulfonic acids
acids
soluble
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DENDAT70349D
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Bayer AG
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Farbenfabriken Vorm Friedr Bayer and Co
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Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C309/00Sulfonic acids; Halides, esters, or anhydrides thereof
    • C07C309/01Sulfonic acids
    • C07C309/28Sulfonic acids having sulfo groups bound to carbon atoms of six-membered aromatic rings of a carbon skeleton
    • C07C309/45Sulfonic acids having sulfo groups bound to carbon atoms of six-membered aromatic rings of a carbon skeleton containing nitrogen atoms, not being part of nitro or nitroso groups, bound to the carbon skeleton
    • C07C309/47Sulfonic acids having sulfo groups bound to carbon atoms of six-membered aromatic rings of a carbon skeleton containing nitrogen atoms, not being part of nitro or nitroso groups, bound to the carbon skeleton having at least one of the sulfo groups bound to a carbon atom of a six-membered aromatic ring being part of a condensed ring system

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.-
Phenylnaphtylaminsulfosäuren sind bislang erhalten worden:
1. durch Sulfiren von Phenyl-α- oder -ßnaphtylamin;
2. durch Erhitzen von a- oder ß-Naphtolsulfosäuren mit Anilin und Anilinchlorhydrat (Patent Nr. 38424).
Aus Phenyl - α -naphtylämin erhielt Streiff (Ann. 209, S. 156 bis 160) durch Sulfiren eine Tetrasulfosäure, aus Phenyl-ß-naphtylamin eine Trisulfosäure. In der Patentschrift Nr. 53649 finden sich zwei Phenyl-ß-naphtylaminmonosulfosäu-ren beschrieben, die beim Behandeln von . Phenyl-ß-naphtylamin mit concentrirter Schwefelsäure entstehen und mit den Buchstaben A und B bezeichnet worden sind.
Bei dem zweiten Verfahren zur Herstellung von phenylirten Naphtylaminsulfosäuren aus Naphtolsulfosäuren entstehen — wie bereits in der Patentschrift Nr. 38424 angegeben ist — immer gröfsere oder geringere Mengen Phenylnaphtylamin, indem die Sulfogruppen abgespalten werden. Namentlich beim Erhitzen von a-Naphtolsulfosäuren mit Aminen ist die Ausbeute an substituirten Amidosulfosäuren nur sehr gering.
Es wurde nun gefunden, dafs beim Erhitzen von et- oder β - Naphtylaminsulfosäuren mit primären aromatischen Aminen bei Gegenwart des salzsauren Salzes des betreffenden Amins substituirte Naphtylaminsulfosäuren erhalten werden können, ohne dafs die Sulfogruppe abgespalten wird.
Alle Naphtylaminmono- und -disulfosäuren lassen sich auf diese Weise in phenylirte und tolylirte Naphtylaminsulfosäuren überführen, welche zur Darstellung von Farbstoffen Verwendung finden sollen. . Als die werthvollste dieser Sulfosäuren ist die bisher unbekannte phenylirte α-, ct4-Naphtylaminmonosulfosä'ure erkannt worden.
Das Verfahren zur Darstellung dieser Säuren besteht ganz allgemein darin, dafs man die Naphtylaminsulfosäuren mit Anilin und salzsaurem Anilin auf Temperaturen von 100 bis i8o° erhitzt. Bei Verwendung der a-Naphtylaminsulfosäuren U1 ß2, ax a.2, U1 as und der ß-Naphtylamindisulfosäuren läfst man zweckmäfsig die Reactionstemperatur nicht über 1400 steigen. Bei Darstellung der übrigen substituirten a-Naphtylaminsulfosäuren und der Phenyl - β - naphtylaminmonosulfosä'uren kann die Temperatur, unbeschadet der Ausbeute, eine höhere sein. Dabei hat sich gezeigt, dafs ein Zusatz von Benzoesäure häufig die Ausbeuten noch erhöht.
Beispiel. 1. Theil aj-Naphtylamin-a4-sulfo-. säure wird mit 3,5 Theilen Anilin und 1 Theil salzsaurem Anilin etwa ι ο Stunden lang auf 160 bis 1700 erhitzt. Das Reactionsproduct behandelt man nach dem Erkalten mit verdünnter Salzsäure, kocht die abgeschiedene Säure mit verdünnter Sodalösung, bis der Geruch nach Anilin verschwunden ist, und filtrirt die Lösung ab. Aus dem Filtrat fällt auf Zusatz von Salzsäure die freie Phenyl-ctj-naphtylamin-a4-sulfosäure aus. Durch Ueberführen in
das Kalksalz, Umkrystallisiren desselben und Zersetzen mit einer Säure erhält man sie in reinem Zustande. Sie krystallirt in farblosen Blättchen und ist in Wasser schwer löslich. In Natriumacetatlösung löst sie sich dagegen leicht auf. Man kann sie aus der Schmelze auch in der Weise isoliren, dafs man mit verdünnter Natronlauge versetzt und das Anilin mit Wasserdä'mpfen übertreibt. Es bleibt dann eine Lösung des Natronsalzes zurück, aus welcher durch Ansäuern die freie Phenylnaphtylaminsulfosäure abgeschieden und in der oben beschriebenen Weise weiter gereinigt werden kann.
In gleicher Weise wurden durch Erhitzen von: Ct1 - Naphtylamin - a3 - monosulfosäure,
O1 - Naphtylamin - a4 -monosulfosäure,
Ct1 -Naptylamin-ß2-monosulfosäure (γ-Säure
von Cleve),
us - Naphtylamin - ß3 - monosulfosäure (ß-Säure
von Cleve),
U1 - Naphtylamin-ß4-monosulfosäure (δ-Säure von Cleve),
ß, - Naphtylamin - a3 - monosulfosäure (y),
P1-Naphtylamin-ß3-monosulfosäure,
ßj - Naphtylamin - ß4 - monosulfosäure,
ß, - Naphtylamin - a4 - monosulfosäure,
β - Naphtylamindisulfosäure G,
ß-Naphtylamindisulfosäure R
mit 2 bis 4 Theilen Anilin und ι Theil salzsaurem Anilin die entsprechenden Phenylnaphtylaminsulfosäuren erhalten. Die Eigenschaften derselben sind in nachfolgender Tabelle zusammengestellt:
'«ißa In Wasser Natronsalz
ist in Wasser
Natronsalz
kryställisirt in
Die Lösung des Farbstoffs
aus diazotirter Benzidin-
sulfondisulfosäure ist
alkalisch
Cl1O3 etwas löslich ziemlich leicht
löslich
Nadeln sauer roth
«i ßs sehr schwer löslich schwer löslich Blättchen roth roth
«lß4 sehr schwer löslich schwer löslich Blättchen roth roth violett
Phenyl- «1 «4 schwer löslich ziemlich leicht
löslich
Nadeln blau violett
naphtylamin-,
monosulfo
säure
ßl«S etwas löslich sehr leicht löslich Nadeln, scheidet
sich erst ölig ab
blau blau
ßl.ß» fast unlöslich schwer löslich Nadeln blau blau
ßlß* fast unlöslich schwer löslich Blättchen blau blau
schwer löslich schwer löslich Blättchen . blau blau
Phenyl-
naphtylamin-
disulfosäure
G wenig löslich etwas löslich Blättchen blau blaustichig
roth
R leicht löslich; «.
in verdünnter Säure
schwer löslich
sehr leicht löslich (krystallisirtes
Pulver)
rothviolett roth
löslich;
in verdünnter Säure
schwer löslich
leicht löslich feinen verfilzten
Nadeln
roth
■ Das krystallwasserhaltige Natronsalz der U1-Phenylnaphtylamin - a4 - sulfosäure zeigt die charakteristische Eigenschaft, schon bei Handwärme in seinem Krystallwasser zu schmelzen. Die aus der ß-Naphtylamin-a-monosulfosäure erhaltene phenylirte Amidosulfosäure stimmt in ihren chemischen und physikalischen Eigenschaften so sehr mit der Phenyl-ß-naphtylaminmonosulfosäure B des Patentes Nr. 53649 überein, dafs an. der Identität beider kaum zu zweifeln ist. Eine ähnliche Uebereinstimmung besteht zwischen der Phenyl-ß-naphtylamin-ysulfosäure und der A-Säure des Patentes Nr. 53649. Die A-Säure ist sonach als das P1 a3-Derivat, die B-Säure als das P1 a4-Derivat anzusehen, so dafs damit die Constitution dieser beiden, auf die Stellung der Sulfogruppen bislang noch nicht untersuchten Säuren A und B vollkommen klargestellt ist. Ebenso sind die nach dem Verfahren des Patentes Nr. 38424
dargestellten Phenylnaphtylatninsulfosäuren mit den aus den entsprechenden oben genannten Amidosäuren erhaltenen Producten identisch.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zur Darstellung von Phenylnaphtylaminsulfosäuren durch Erhitzen von a-Naphtylaminmonosulfosäuren (Ct1 ß.2, αχ α3, αλ ß3, al ß4, A1M4), β - Naphtylaminmonosulfosäuren (β, α3, P1 ß3, ßj ß4, ßx a4) oder von ß-Naphtylamindisulfosäure R oder G mit Anilin und halogenwasserstoffsaurem Anilin auf höhere Temperaturen.
DENDAT70349D Verfahren zur Darstellung von Phenylnaphtylaminsulfosäuren Expired - Lifetime DE70349C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE767054C (de) * 1940-05-22 1951-08-16 Ig Farbenindustrie Ag Verfahren zur Herstellung von 1-Arylamino-5-oxynaphthalin-7-sulfonsaeuren

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE767054C (de) * 1940-05-22 1951-08-16 Ig Farbenindustrie Ag Verfahren zur Herstellung von 1-Arylamino-5-oxynaphthalin-7-sulfonsaeuren

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