DE40317C - Neuerung an Gasfackeln - Google Patents
Neuerung an GasfackelnInfo
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- DE40317C DE40317C DENDAT40317D DE40317DA DE40317C DE 40317 C DE40317 C DE 40317C DE NDAT40317 D DENDAT40317 D DE NDAT40317D DE 40317D A DE40317D A DE 40317DA DE 40317 C DE40317 C DE 40317C
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F23—COMBUSTION APPARATUS; COMBUSTION PROCESSES
- F23D—BURNERS
- F23D99/00—Subject matter not provided for in other groups of this subclass
- F23D99/002—Burners specially adapted for specific applications
- F23D99/004—Burners specially adapted for specific applications for use in particular heating operations
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F23—COMBUSTION APPARATUS; COMBUSTION PROCESSES
- F23D—BURNERS
- F23D2206/00—Burners for specific applications
- F23D2206/0031—Liquid fuel burners adapted for use in welding lamps
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Combustion & Propulsion (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- General Engineering & Computer Science (AREA)
- Feeding And Controlling Fuel (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTA
PATENTSCHRIFT
KLASSE 4: Beleuchtungsgegenstände.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 16. Juni 1886 ab.
Die Verbesserungen, welche den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bilden, beziehen
sich auf die unter der Bezeichnung. Gasfackeln bekannten tragbaren Vorrichtungen, in welchen
leichte Kohlenwasserstoffe oder andere leicht verdampfende Brennmaterialien gebrannt werden
und die zum Einbrennen von Malereien oder Firnifs, zum Anwärmen gewöhnlicher Gasbrenner
vor ihrer Entzündung und zu ähnlichen Wärm- oder auch Leuchtzwecken Verwendung finden. Durch die Neuerungen soll
die Construction und Anordnung der Fackel vereinfacht und verbessert werden, die Vorrichtung
für Wärm- und Leuchtzwecke sehr wirksam werden ; sie ist leicht und billig anzufertigen
und für den Gebrauch zusammenzustellen, sie ist fest und dauerhaft.
In Fig. ι ist eine verbesserte Fackel im Längenschnitt und in Fig. 2 in der Seitenansicht
gezeichnet.
Fig. 3 ist ein iheilweiser Schnitt und Grundrifs
des Brenners und ■ seiner durchbrochenen Hülse.
Der Brennmaterialbehälter A, welcher vortheilhaft aus einem Stück Metall gestaucht, gestanzt
oder in anderer bekannter Weise hergestellt wird, ist unten durch die Bodentheile B
und jB1 geschlossen. Die Platte B ist an ihrem
Umfange oben mit einer schwachen Nuth versehen, in welche der untere Rand des Behälters
A eingebogen wird. Die Verbindung zwischen der Platte und dem Behälter wird,
nachdem die später erwähnte Pumpe an ihren Platz gebracht ist, durch Löthen oder in anderer
bekannter Weise öl- oder fiüssigkeitsdicht gemacht. Die Platte By wird in den
Theil B eingesetzt (Fig. i) und mit demselben
verlöthet, so dafs ein Doppelboden hergestellt wird. Die Platten ßß1 können aus so dünnem
Metall sein, dafs man sie leicht ausstanzen kann; sie bilden einen starken, festen Boden,
der dem inneren Drucke gut widersteht und selbst bei der stärksten Benutzung der Fackel
nicht herausgedrückt werden soll.
Der Stiefel oder Cylinder C der Pumpe ragt auf einer Seite aus dem Behälter A heraus
und das untere Ende des Handgriffes / der Fackel ist an ihm befestigt. Die Verbindung
zwischen Pumpenstiefel und der Wandung des Behälters^! wird durch Verlöthen oder in anderer
passender Weise öldicht gemacht. Der Pumpenkolben D1 ist an der Kolbenstange E angebracht,
welche lose durch den am Ende des Stiefels abnehmbar angeordneten Deckel F
hindurchgeht und, wie bei α dargestellt, mit einem Dorne versehen ist, um sie beim Gebrauche
der Fackel in dem Stiefel festzustellen und ein unnöthiges Herausragen zu verhindern.
In dem Deckel F ist ein Schlitz a1 angebracht,
durch welchen der Dorn α hindurchgehen kann, wenn die Kolbenstange in die in Fig. ι
gezeigte Stellung gedreht wird. Wenn man die Stange nach einwärts stöfst und ein wenig
dreht, legt sich der Dorn α an die Innenfläche des Deckels F an und stellt den Kolben in
dem Stiefel fest. Das im Behälter A befindliche Ende des Pumpenstiefels ist, bis auf eine
Oeffnung geschlossen, und diese Oeffnung wird durch ein einfaches Ventil b, auf das eine Feder <i
wirkt, im Ruhezustande der Pumpe geschlossen erhalten. Die Einfachheit des Ventils verhütet
ein leichtes Schadhaftwerden und ermöglicht
ein rasches Auswechseln, wenn das Ventil durch langen Gebrauch untauglich geworden
sein sollte. Da die Pumpe in dem den flüssigen Brennstoff enthallenden Behälter so angeordnet
ist, dafs die Flüssigkeit sie bedeckt, ist es sehr wichtig, ein Einfliefsen der letzteren
aus dem Behälter in die Pumpe zu verhüten und mit dem Pumpenkolben eine passende
Einströmung von Luft, in den Behälter zu bewirk'en. Beide Bedingungen sollen durch die
vorliegende Construction erfüllt werden.
Gegenüber der Oeffnung im Behältermantel, durch welche der Pumpenstiefel hindurchgeht,
besitzt der Mantel eine zweite Oeffnung zur Aufnahme einer Metallhülse, welche an dem
Mantel befestigt ist. In die Hülse G ist eine andere Metallhülse G1 so eingesetzt, dafs zwischen
beiden ein ringförmiger Kanal c freibleibt, durch welchen das Brennmaterial aus
dem Behälter A in den Brenner gedruckt wird. Das innere Ende der Hülse G1 sitzt lose auf
dem Ende des Pumpenstiefels. Am äufseren Ende der Hülse G ist ein abnehmbarer Deckel G2 und ein Rohrstutzen G3 angebracht;
letzterer dient zur Aufnahme des unteren Endes des Rohres H, durch welches der Brennstoff
dem Brenner zugeführt wird. Damit nicht Luft aus dem Ende der Hülse G1 herausgedrückt
wird, ist zwischen G1 und .G'2 eine
Dichtungsscheibe f aus elastischem Material angebracht, und damit das Brennmaterial nur
durch, das Rohr H entweichen kann, sind die Hülsen G1 und G. an ihren äufseren Enden
durch Löthung oder in anderer, passender Weise verbunden, Fig. ι bei i.
Ein Ende der Feder d stützt sich auf die
elastische Liderung^, und das andere Ende ist mit einer Metallglocke g versehen, welche das
Ventil b trägt.
" Der ringförmige Raum c zwischen G und G1 steht durch das bis in die Nähe des Bodens
des Behälters A. reichende dünne Rohr h mit dem Innern des Brennmaterialbehälters in Verbindung.
Durch die Pumpe wird Luft in den Behälter eingedrückt; dieselbe gelangt durch das
Rohr e über das im Behälter enthaltene Brennmaterial und drückt dasselbe in dem Rohre H
empor.
Das bis in die Nähe der Decke des Behälters A reichende Rohr e ist oben geschlossen
und bei e1 mit einer kleinen Oeffnung
versehen.
Durch diese Anordnung wird ein Eindringen des. flüssigen Brennmaterials in das Rohr e
und das Innere der Hülse G1 während des gewöhnlichen Gebrauches der Fackel erschwert.
Da die Theile C und G1, bevor sie mit der
■ Behälterwandung verlöthet oder fest verbunden werden, gegen einander verstellbar sind,
kann sich die Wandung A leicht an den Rand der Bodenplatte anlegen, so dafs also das Anbringen und Befestigen des Bodens ohne
Schwierigkeit stattfinden kann. Bei den bisher gebräuchlichen Constructionen war der Pumpenstiefel
mit den einander gegenüberliegenden Theilen der Behälterwandung starr verbunden;
es mufste daher das Bodenstück mit der unregelmäfsigen Form, die die Wandung beim
Verbinden mit dem Pumpenstiefel annahm, correspondiren, was oft sehr schwierige Arbeit
verursachte und unvollkommene Dichtigkeit veranlafste. Die Hülse G1 dient bei dieser
Construction auch zur Unterstützung des inneren Endes des Pumpenstiefels. Damit die
Pumpe einfach und wirksam sei und kein Ventil im Kolben nöthig wird, ist die Oeffnung
im Deckel F genügend grofs, um rings um die Kolbenstange Spielraum zu. lassen.
Beim Herausziehen der Kolbenstange gelangt die Luft, da der Kolben elastisch ist, vor denselben
und wird beim folgenden Eindrücken des Kolbens nach einwärts und hinter das
.Ventil b gedruckt.
Der leichte rohrförmige Handgriff / ist unten mit dem Pumpenstiefel verbunden, was vortheilhaft
durch Einschrauben und darauffolgendes Verlöthen bewirkt wird; das obere
Ende des Handgriffes ist durch den Metallarm K, der an der Decke des Behälters A befestigt
ist, geschlossen. Durch den Arm hindurch geht die. durch einen Pfropfen L verschliefsbare
Einfüllöffnung des Behälters.
Um den Handgriff starr und unbeweglich zu machen, empfiehlt es sich, den Arm K sowohl
an der Handhabe / als am Behälterdeckel festzulöthen.
Der Schraubenpfropfen L ist hohl und enthält eine Liderung L1 aus Kautschuk oder
anderem passenden elastischen Material, welche sich an den ringförmigen Sitz L2, der im
Innern der Einfüllöffnung angelölhet ist, anpafst. Durch Einschrauben des Pfropfens wird
ein vollkommen luft- und öldichter. Verschlufs hergestellt. Die Packung L1 kann, wenn erforderlich,
leicht ausgewechselt werden.
Der Brenner M gehört zu denjenigen Gasbrennern, in welchen der flüssige Brennstoff
vor dem Verbrennen verdampft oder in Gasform gebracht wird. Diese Umwandlung des
Aggregatzustandes wird durch die. Hitze des
Brenners selbst bewirkt, und es ist daher wichtig, dafs die Hitze leicht und rasch der
Flüssigkeit zugeleitet wird.
Der Brenner ist mit einem Ansätze JV versehen, und statt das Rohr H1 wie bisher üblich,
in die untere Mündung dieses Ansatzes zu schrauben, ist das Rohr in den Ansatz eingeschoben
und der Brenner durch ein im inneren Ende des Ansatzes angebrachtes Schraubengewinde
an dem Rohr H befestigt. Diese Art
der. Befestigung des Brenners ist leicht und sicher, und die Hitze des Brenners wird dem
oberen Ende des Rohres H direct mitgetheilt, statt wie bisher erst den ganzen Ansatz durchströmen
zu müssen.
Das Rohr H enthält Docht, Watte, Baumwolle oder ähnliches Material (in der Zeichnung
nicht dargestellt), durch welches das flüssige Brennmaterial dem Brenner zugeführt
wird"! Durch den Arm O ist der obere Theil
des Rohres H mit dem Behälter bei ö verbunden.
Die Strömung des Gases in den Brenner wird mittelst des Schraubenventils P geregelt.
Um eine zu grofse Ausbreitung der Flamme zu verhindern und eine vollkommene Verbrennung
und gute Wärmeleitung zu sichern, so dafs der Brenner ebenso sicher für eine grofse als
kleine Flamme verwendet werden kann, ist der Brenner M mit einem in der Mitte gelochten
Ansatz Af1 versehen,' welcher sich bis nahe an
das äufsere Ende der umgebenden perforirten Hülse Ai2 erstreckt. Zur Führung und Haltung
des abnehmbaren Ansatzes Ai1 können die Führungen m m angeordnet sein (Fig. 3).
Wenn eine grofse Flamme gebrannt wird, so tritt ein Theil des Gases rings um M1
zwischen diesen Ansatz und die Hülse M2 und ein Theil des Gasstromes dringt durch
den in Af1 angebrachten Kanal; dieser concentrirte
Gasstrom reifst den anderen, M1 umgebenden mit sich fort und verhindert eine
zu grofse Ausbreitung der Flamme. Wenn nur eine kleine Flamme gebrannt wird, . soll
wegen der gröfseren Austrittsgeschwindigkeit das ganze Gas durch die centrale Oeffnung
von Ai1 strömen und eine Stichflamme von intensiver Hitze bilden. *
Die grofse Flamme wird zu Leuchtzwecken, sowie zum . Einbrennen von Malereien oder
Lackfarben und die kleinere Flamme zum Löthen und zu ähnlichen Zwecken, für welche
eine Stichflamme erforderlich ist, verwendet.
Während des Brennens der kleinen Flamme ist die Wärmeleitungsfähigkeit des Brenners
genügend, um die Umwandlung des flüssigen Brennstoffes in Gas sicher zu bewirken, und
die F"ackel wird durch Windstöfse oder Luftzug nicht ausgelöscht. Der centrale Gasstrahl
bewirkt auch eine gröfsere Stetigkeit der grofsen Flamme und macht sie widerstandsfähiger gegen
Windstöfse oder Luftzug.
Wenn erforderlich, kann die Feder d mit dem Ventil b durch einfaches Abdrehen des
Deckels G2 herausgenommen werden, ohne dafs Brennmaterial aus dem Behälter ausfliefst
oder in die Pumpe oder andere Theile des Apparates gelangt.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:An Gasfackeln, in welchen flüssiger Kohlenwasserstoff durch pneumatischen Druck nach einem Brenner gedrückt und durch die Wärme der Fackelflamme verdampft wird, die Anordnung einer besonderen Luftkammer G1 in der diametralen Verlängerung des radial in das Oelreservoir A eingesetzten Cylinders C der Luftcompressionspumpe, welche Luftkammer vom Oelabflufsrohr G concemrisch umschlossen ist, an ihrem Ende einen abnehmbaren Deckel G2 besitzt, so dafs das Pumpenventil b ausgehoben werden kann, und welche durch ein Rohr e mit enger Oeffnung e1 mit dem höchsten Theil des Reservoirs A in Verbindung steht.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE40317C true DE40317C (de) | 1900-01-01 |
Family
ID=315885
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT40317D Expired DE40317C (de) | Neuerung an Gasfackeln |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE40317C (de) |
-
0
- DE DENDAT40317D patent/DE40317C/de not_active Expired
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