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Arbeiter-Auslosungsvorrichtung für Kontrollzwecke. Zur Kontrolle der
den Betrieb verlassenden Arbeiter sind Vorrichtungen vorgeschlagen worden, bei denen
jeder passierende Arbeiter einen Hebel o. dgl. bedienen muß und die dann nach einer
bestimmten, aber veränderbaren Anzahl von Inbetriebsetzungen ein Zeichen geben,
auf das hin derjenige Arbeiter, der zuletzt die Vorrichtung in Betrieb gesetzt hat,
sich einer körperlichen Untersuchung unterziehen muB. Es wird dadurch
also
erreicht, daß -bald jeder fünfte, dann; einmal jeder siebente Arbeiter usw. für
die Untersuchung bestimmt wird.
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Diese Vorrichtungen sind so eingerichtet. daß durch das Niederdrücken
eines Hebels ein Schaltrad um einen Zahn weitergerückt wird. Das Schaltrad ist mit
Stiften o. dgl. besetzt, die nach Fortschaltung um eine bestimmte Anzahl von Zähnen
ein sickt- oder' hörbares Zeichen hervorrufen, beispielsweise die Schließung eines
elektrischen Alarm- oder Lichtsignalstromkreises herbeiführen. Die Stifte stehen
in verschiedenen Abständen voneinander, so daß der eine etwa--nach fünf; Inbetriebsetzungen,
der zweite nach sieben, der dritte nach zwölf usw. das Signal hervorruft.
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Nun muß natürlich verhütet werden, daß die durch die Vorrichtung zu
kontrollierenden Personen im voraus berechnen können, bei der wievielten Inbetriebsetzung
der Signalstromkreis geschlossen wird. Zu diesem Zweck- sind die Stifte oder die
sie vertretenden Teile verstellbar. Aber diese Verstellung muß von Hand vollzogen
werden, und das ist unsicher und umständlich. Deshalb ist nach der vorliegenden
Erfindung eine Kontrollvorrichtung der erwähnten Art mit einer Einrichtung versehen,
durch die während des Betriebes selbsttätig und in unberechenbarer Weise die Anzahl
von Inbetriebsetzungen geändert wird, .nach denen das Signal gegeben wird. Die Einrichtung
besteht darin, daß mit dem Schaltrad, das bei jedesmaligem Niederdrücken des Betriebshebels
fortgerückt wird, ein Teil verbunden ist, den das Schaltrad mitnimmt, der aber dabei
von Zeit zu Zeit in eine Lage kommt, wo er beim Niederdrücken des Betriebshebels
eine selbständige Fortrückung erfährt. Dieser Teil trägt Stifte o. dgl., die genau
so wie die an dem Schaltrad befestigten die Abgabe des Signals veranlassen können,
und die Stellung dieser Stifte nun gegenüber den im Schaltrad befindlichen wird
von Zeit zu Zeit durch die selbsttätige Fortrückung des Teils gegenüber dem Schaltrad
beire Niederdrücken des Betriebshebels geändert, damit aber auch die Zahl der Inbetriebsetzungen,
nach deren Verlauf das Signal ertönt oder sichtbar wird.
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In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt.
Auf der Grundplatte i ist ein Schaltrad 2 gelagert, das um die Achse 3 frei drehbar
ist. Dieses Schaltrad wird durch eine Klinke 4 jedesmal dann um einen Zahn weitergerückt,
wenn der Griff 5 herabgezogen und damit ein Betriebshebel 6 bewegt wird, der um
die Achse 7 drehbar ist. Das Schaltrad 2 ist in unregelmäßigen Abständen mit Stiften
8 besetzt, die jedesmal, wenn sie bei einem um eine Achse 9 gelagerten Winkelhebel
io vorübergehen, diesen gegen Federdruck anheben. und damit einen elektrischen Kontakt
i i schließen. Dadurch werden zwei parallel geschaltete elektrische Stromkreise
geschlossen, die von den Klemmen 12 und 13 ausgehen und deren einer einen elektrischen
Wecker 14 und deren anderer eine elektrische Lampe 15 enthält. legt man an die Klemmen
12 und 13 die Pole einer Stromquelle, so ertönt also bei Schließung des Kontaktes
i i der Wecker, und gleichzeitig leuchtet die Lampe 15 auf. Dieses aber ist das
Zeichen, auf das hin der-Arbeiter, der in dem betreffenden Augenblick den Griff
5 herabgezogen und damit das Signal gegeben hat, sich einer körperlichen Untersuchung
unterziehen muß. Um weiter eine Kontrolle darüber zu ermöglichen, daß auch jeder
vorübergehende Arbeiter den Griff niederzieht, ist im Bereich des Schaltrades 2
ein um eine Achse 16
drehbarer Hebel 17 angebracht, der bei jedesmaligem
Passieren eines Schaltzahnes angehoben wird und beim Zurückschnellen einen Klöppel
18 gegen die Glocke des Weckers 14 schlagen läßt.
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Soweit ist die Vorrichtung bekannt und bildet nicht den Gegenstand
der Erfindung. Diese besteht vielmehr in der nunmehr zu beschreibenden Einrichtung,
durch die erreicht wird, daß die Abgabe des Signals nicht nur immer dann erfolgt,
wenn einer der Schaltradstifte 8 beim Winkelhebel i o vorübergeht, sondern außerdem
auch noch zu anderen, wechselnden Zeitpunkten, die dauernd selbsttätig geändert
werden.
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Auf der Achse 3 ist außer dem Schaltrad 2 noch ein Sperrad
19 angebracht, das sich an und für sich frei auf der Achse 3 drehen kann,
bei der Drehung des Schaltrades. 2 aber durch eine auf diesem befestigte Schaltklinke
2o mitgenommen wird. An diesem Sperrad sind zwei oder mehr - im Ausführungsbeispiel
zwei - Arme 21 und 22 befestigt. Diese sind am äußeren Ende mit Stiften 23 besetzt,
die genau so wie die Stifte 8 den Winkelhebel i o anheben und somit die Schließung
des Signalstromkreises herbeiführen, wenn sie bei diesem Winkelhebel io vorbeigeführt
werden. Der Signalstromkreis wird also außer durch die Stifte 8 auch noch durch
die Stifte 23 geschlossen, jedesmal, wenn diese, zusammen rriit dem Sperrad ig,
vom Schaltrad 2 mitgenommen, beim Winkelhebel i o vorübergehen. Am Arm 21 ist beim
Ausführungsbeispiel nur ein Stift 23 angebracht, a.m Arm 22 aber deren zwei. Geht
der Arm 22 beim Winkelhebel io vorüber, so wird der Signalstromkreis also zweimal
kurz hintereinander geschlossen. Diese Verhältnisse können aber natürlich nach Belieben
gewählt werden,
man könnte auch mehr als zwei Stifte auf den Armen
anbringen usw.
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Hierdurch wäre nun noch nichts anderes erreicht, als wenn man Stifte
wie diejenigen 23 noch außer den Stiften 8 auf dem Schaltrad 2 anbrächte. Nach der
Erfindung erfolgt nun aber von Zeit zu Zeit eine selbsttätige Verschiebung des Sperrades
ig mit den Armen 2 1 und 22 gegenüber dem Schaltrad z, so daß sich der Abstand der
Stifte 23 von den benachbarten Stiften 8 ändert. Zu diesem Zweck ist eine Schaltklinke
24 vorgesehen, die im gegebenen Augenblick bei Fortschaltung des Schaltrades 2 auf
Stifte 25 der Arme 2 i und 22 auftrifft und diesen damit eine Voreilung gegenüber
dem Schaltrad 2 erteilt, so daß die Stifte 23 näher an die vorhergehenden Stifte
8 des Schaltrades heranrücken, als es -zuvor der Fall war. Die Schaltklinke 24 ist
auf einem um den festen Zapfen 26' drehbaren Arm 26 gelagert, der .aus einem Stück
mit dem die Schaltklinke q. tragenden Arm 27 und einem dritten Arm z8 besteht. Auf
diesem sitzt ein Stift 29, der durch einen Schlitz 3o im Hebel 6 greift. Durch diesen
Stift 2g. wird daher bei jedesmaligem Niederziehen des Hebels 6 vom Griff 5 aus
nicht nur der Arm 27 mit der Schaltklinke q. in eine Schwingung versetzt und damit
das Schaltrad 2 fortgeschaltet, sondern es wird auch dem Arm 26 mit der Schaltklinke
24 eine- ebensolche Schwingung erteilt. Im allgemeinen übt diese Schwingung keine
Wirkung aus. Ist aber einer der Stifte 25 bei der gewöhnlichen Fortschaltung des
Schaltrades 2 mit dem. Sperrad ig bei der Klinke 2¢ vorübergegangen und hat sich
hinter die Klinke gesetzt, so erfolgt bei der nächsten Fortschaltung die beschriebene
Fortrückung des Armes 21, der das Sperrad ig und damit auch den Arm 22 mitnimmt.
Dasselbe geschieht, wenn alsdann der Arm 22 bei der Schaltklinke 2q. vorübergegangen
ist.
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Das Wesen der 'Erfindung besteht, wie schon oben dargelegt, darin,
daß außer den Organen (Stiften 8), die nach einer bestimmten Zahl von Inbetriebsetzungen
der Vorrichtung durch die vorbeigehenden Arbeiter den Signalstromkreis schließen,
der den gerade' betroffenen Arbeiter verpflichtet, sich der Untersuchung zu unterwerfen,
noch andere Organe (Stifte 23) vorgesehen sind, die den: Signalstromkreis in der
gleichen Weise schließen wie die ersterwähnten Organe, deren Stellung zu jerien
aber selbsttätig von Zeit zu Zeit verändert wird. Die im dargestellten Ausführungsbeispiel
gegebene Lösung der Aufgabe ist mannigfacher Abänderungen fähig.