DE16641C - Quecksilberthermometer mit verstellbarem Kontakte und elektrischer Alarmvorrichtung - Google Patents

Quecksilberthermometer mit verstellbarem Kontakte und elektrischer Alarmvorrichtung

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DE16641C
DE16641C DENDAT16641D DE16641DA DE16641C DE 16641 C DE16641 C DE 16641C DE NDAT16641 D DENDAT16641 D DE NDAT16641D DE 16641D A DE16641D A DE 16641DA DE 16641 C DE16641 C DE 16641C
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H. KOLBE in Halle a. S., Lindenstr. 12
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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01KMEASURING TEMPERATURE; MEASURING QUANTITY OF HEAT; THERMALLY-SENSITIVE ELEMENTS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • G01K5/00Measuring temperature based on the expansion or contraction of a material
    • G01K5/02Measuring temperature based on the expansion or contraction of a material the material being a liquid
    • G01K5/16Measuring temperature based on the expansion or contraction of a material the material being a liquid with electric contacts

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  • Measuring Temperature Or Quantity Of Heat (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 42: Instrumente.
Zusatz-Patent zu No. 13166 vom 4. Juni 1880.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 6. Mai 1881 ab. Längste Dauer: 3. Juni 1895.
Das unter No. 13166 patentirte Thermometer besitzt zwei Platindrähte, von welchen der eine stets mit Quecksilber in Verbindung steht, während der andere nur bei Erreichung der' gerade eingestellten Temperatur vom Quecksilber berührt ist, wodurch der elektrische Strom geschlossen und die Alarmvorrichtung in Thätigkeit gesetzt wird. Wird die Signalvorrichtung jedoch so eingerichtet, dafs sie nur bei unterbrochenem Strom functionirt, und wird der zweite Platindraht bezw. ein dritter an passender Stelle im Thermometerrohr eingeschmolzen, so erhält man ein Minimalthermometer mit veränderlichem Contact. Durch Combination beider Arten bekommt man ein Maximal-Minimalthermometer, welches zwei beliebig einzustellende Temperaturen anzeigt, mögen dieselben hoch oder tief, mehr oder weniger entfernt von einander liegen.
Eine zweite Construction dieses Thermometers ist in beiliegender Zeichnung angedeutet.
An der Thermometerkapsel α befinden sich zwei Thermometerrohre b und c, Fig. 3. Zwei Platindrähte d und e sind so eingeschmolzen, dafs e stets mit Quecksilber in Berührung steht, während dasselbe nur bei Erreichung einer beliebig einzustellenden Temperatur mit d in Verbindung tritt, wodurch der Strom geschlossen wird. Das Quecksilber wird bei senkrechter Stellung in beiden Rohren b und c gleich hoch stehen, z. B. bei / und g. Der Abstand zwischen g und d müfste vermittelst, Temperaturerhöhung durch Quecksilber ausgefüllt werden, um den elektrischen Strom zu schliefsen. Wird jedoch das Thermometer nach rechts oder links geneigt, so wird, da sich das Quecksilber immer in eine Horizontale legt, der Abstand g d verändert, und zwar wird er vergröfsert, wenn das Thermometer nach links, dagegen verringert, wenn dasselbe nach rechts geneigt wird. Durch eine zweckentsprechend eingetheilte Scala kann man den Contact auf beliebigen Temperaturgrad einstellen.
Diese beiden Arten von Thermometern können auch benutzt werden, um die augenblickliche Temperatur eines entfernt liegenden Raumes bestimmen zu können. Es ist dazu ein Apparat nothwendig, durch welchen einer Welle eine rechts- und linksdrehende Bewegung vermittelst des elektrischen Stromes ertheilt werden kann. In beiliegender Zeichnung ist ein solcher Apparat angedeutet. Eine Welle h, Fig. i, ist mit zwei Zahnrädern mit entgegengesetzter Zahnrichtung versehen. Die beiden Anker der Elektromagnete m und η sind mit Greifhaken q und r, welche in die Zahnräder eingreifen, verbunden. Zwei Hülfsmagnete p und ο sind so in die Leitungsdrähte eingeschaltet, dafs m und ρ bezw. η und / zugleich magnetisch werden. Läfst man den Strom nun durch m und ο gehen, so wird durch ο der Greifhaken r angezogen und somit aufser Eingriff mit g gebracht, während m den Greifhaken q in Be-

Claims (4)

wegung setzt und dadurch die Welle dreht. Wird dagegen der Elektromagnet 72 in den Stromkreis gebracht, so löst der Hülfselektromagnet/ den Greifhaken q aus, und die Welle macht eine Drehung in entgegengesetztem Sinne. Durch ein Verbindungsglied ist nun die Welle h mit dem Thermometer verbunden. Ist dasselbe nach erster Construction ausgeführt, so wird die Klemmvorrichtung angezogen bezw. gelöst, je nachdem der Welle h eine rechts- oder linksdrehende Bewegung ertheilt worden ist. Wird die zweite Construction angewendet, so wird durch Drehung der Welle dasselbe nach rechts oder links geneigt werden, je nachdem die Welle sich rechts oder links dreht. Ein Stromunterbrecher, Fig. 2, ähnlich den Zeigertelegraphen, bezweckt ein allmäliges Drehen der Welle und läfst zugleich auf einer Scala die Gröfse dieser Drehung und dadurch die Veränderung der Fadenlänge des Quecksilbers im Thermometer erkennen. Da nun der Temperaturgrad, bei welchem das Thermometer im normalen Zustand, also bei erster Construction bei geöffneter Klemmvorrichtung, bei zweiter in der senkrechten Stellung des Thermometers, Contact erreicht, bekannt ist, ferner auf der Scala des Stromunterbrechers die Gröfse der Veränderung der Quecksilberfadenlänge des Thermometers abgelesen werden kann, so bestimmt sich aus der Differenz dieser beiden Zahlen die augenblickliche Temperatur, welche in dem Raum, in welchem das Thermometer sich befindet, herrscht. Angenommen, ein Thermometer zweiter Construction erreicht im normalen Zustand, also in senkrechter Stellung, bei 6o° Contact. Die Kurbel s, Fig. 2, befindet sich dann auf dem Halbkreisstück u des Stromunterbrechers und zeigt auf der daran befindlichen Scala auf den Nullpunkt. Wird nun die Kurbel gedreht, so dafs der Strom einmal unterbrochen und wieder geschlossen wird, so wird die Welle h um einen bestimmten Winkel gedreht und zugleich das Thermometer entsprechend geneigt. Bei jedem Schlufs des Stromes wiederholt sich dieser Vorgang._ Tritt nun bei irgend welcher Stellung der Kurbel die Signalvorrichtung in Thätigkeit, so läfst man die Kurbel in dieser Stellung, subtrahirt die Zahl der Scala, welche der Kurbelstellung entspricht, von der dem natürlichen Contactpunkt entsprechenden Zahl 60 und erhält damit die Anzahl der Temperaturgrade, welchen das Thermometer ausgesetzt war. Legt man nun die Kurbel auf das zweite Halbkreisstück t, welches ebenfalls mit Zähnen versehen und von dem ersteren isolirt ist, bewegt dann die Kurbel über dieselbe Anzahl Zähne hinweg, so befindet sich das Thermometer wieder in seiner ursprünglichen Lage. Patenτ-Ansprüche:
1. Die Anordnung der Platindrähte bei dem unter No. 13166 patentirten Thermometer behufs Signalisirung des Unterschreitens einer beliebig einzustellenden Temperatur mittelst elektrischen Stromes und Alarmvorrichtung.
2. Die Combination beider Thermometer als Maximal-Minimalthermometer.
3. Die Anwendung eines Stellapparates, ähnlich dem oben beschriebenen, zum Zweck der Bestimmung der augenblicklichen Temperatur eines Raumes vermittelst der oben beschriebenen Thermometer.
4. Die Anwendung communicirender Gefäfse als Thermometerrohre mit eingeschmolzenen Platindrähten behufs Erkennung der Maximal- und Minimaltemperatur vermittelst des elektrischen Stromes und Alarmvorrichtung.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
BERLIN. GEDRUCKT IN DEK REICHSDRUCKEREI.
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