DE392902C - Emulgierungsmittel fuer wasserunloesliche Fluessigkeiten - Google Patents

Emulgierungsmittel fuer wasserunloesliche Fluessigkeiten

Info

Publication number
DE392902C
DE392902C DEF49890D DEF0049890D DE392902C DE 392902 C DE392902 C DE 392902C DE F49890 D DEF49890 D DE F49890D DE F0049890 D DEF0049890 D DE F0049890D DE 392902 C DE392902 C DE 392902C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
water
parts
emulsifier
acid
emulsions
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEF49890D
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Daimler
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Hoechst AG
Original Assignee
Hoechst AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Hoechst AG filed Critical Hoechst AG
Priority to DEF49890D priority Critical patent/DE392902C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE392902C publication Critical patent/DE392902C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09KMATERIALS FOR MISCELLANEOUS APPLICATIONS, NOT PROVIDED FOR ELSEWHERE
    • C09K23/00Use of substances as emulsifying, wetting, dispersing, or foam-producing agents

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Emulsifying, Dispersing, Foam-Producing Or Wetting Agents (AREA)

Description

  • Emulgierungsmittel für wasserunlösliche Flüssigkeiten.
  • Zusatz zum Patent 352860.
  • In weiterer Ausarbeitung der Verfahren der Patente 352860, 365I78 und 39290I, betreffend Herstellung von Emulaierunsinitteln, wurde gefunden, daß die Ligninsäure bzw. ihre Salze und ebenso ähnliche hochmolekulare Produkte sauren Charakters; die wie die Ligninsäure in genetischer oder sonst naher Beziehung zu den Huminsäuren oder den Kohleabbauprodukten stehen, sich in löslicher oder unlöslicher Gestalt, und zwar in Form wässeriger Pasten, zum Emulgieren wasserunlöslicher Flüssigkeiten eignen.
  • Die Alkalisalze der erwähnten Produkte geben Emulsionen, die sich nach dem Ein--troeknen in Wasser wieder auflösen. Eine Ausnahme macht das ligninsaure Ammoniak, mit dessen Hilfe hergestellte Emulsionen nach dem Eintrocknen wasserunlöslich sind durch Abspaltung des NH3, also zur Herstellung wasserechter Anstriche verwendbar sind, analog den huminsaures NH8 enthaltenden Emulsionen. Pasten freier Ligninsäure oder sonst in Frage stehender Produkte, durch Naßmahlung in Kolloidmühlen usw. oder durch Ausfällung der Alkalilösungen mit starker Säure hergestellt, erlauben die Herstellung von Emulsionen, die ohne Destruktion jede Verdünnung mit Wasser aushalten und deren Anstriche nach dem Auftrocknen völlig wasserecht sind. Die Pasten der unlöslichen Metallsalze, hergestellt durch Umsetzung der Alkalisalze mit löseichen Atetallsalzen, enthalten ebenfalls liydrogele, die als Emulgierungsmittel ähnlich wirken wie die hydrogele freie Ligninsäure. Diese Metallsalzpasten lassen sich übrigens vor oder nach dem Zusatz der zu emulgierenden Substanz vielfach durch Vermittlung von wenig Ammoniak in hydrosole Form überführen; solche kolloidale, steife Emulsionen haben die gleichen Eigenschaften wie - die Emulsionen- von lignin saurem Ammoniak, indem beim Eintrocknen das Ammoniak-entweicht und die Anstriche wasserecht werden.
  • Daß man unter Zuhilfenahme von geringen LIengen stark eingedickter Sulfitablauge unlösliche Stoffe, insbesondere Ole, in dicke, viskose Emulsione : l überführen kann, ist durch die österreichischen Patente 7245I und 73446 unter Schutz gestellt. Solche Emulsionen sind jedoch nur unter Anwendung von konzentrierter Ablauge herstellbar, während die in vorliegender Erfindung geschützten Emulsionen, hergestellt mit Hilfe von nicht sulfierter Ligninsäure, auch mit dünnen Lösungen des Emulgierungsmittels hergestellt werden können, so-daß ein vorheriges Eindampfen des Emulgierungsmittels in Fortfall kommt.
  • Durch Patent 362283 sind Starrschmieren bekannt geworden, die unter anderem durch Behandlung fein vermahlenen Holzes mit Alkali und Zusatz von Ölen, Wachsen u. dgl. hergestellt werden., Das Verfahren dieser Patentschrift unterscheidet sich von dem der vorliegenden Erfindung dadurch, daß als Emulsionsvermittler die verseiften Harze dienen, die übrigen Holzsubstanzen dagegen als Verdickungsmittel fungieren, während in vorliegender Erfindung ausschließlich - harzfreie Ligninsäure bzw. deren Salze das emul gierende Prinzip darstellen.
  • Beispiele.
  • 1. 100 Teile der 30prozentigen Paste von ligninsaurem Ammoniak werden mit der warmen Lösung von 30 Teilen Xylol, 10 Teilen Paraffin, 7 Teilen Montanwachs und 3 Teilen Kolophonium verrührt. Die entstandene, gegebenenfalls noch gefärbte Masse dient als Möbelwachs; sie kann auch verdünnt und aufgepinselt werden. Die nach dem Trocknen gebürstete Politur ist völlig wasserecht.
  • 2. Eine 40prozentige Paste des Aluminiumsalzes einer bei 50° mit Chlor in Gegenwart von Wasser behandelten Ligninsäure aus Fichtenholz oder Stroh wird verrührt mit der halben oder gleichen Menge gewisser wasserunlöslicher Flüssigkeiten. Solche Emulsionen dienen nach entsprechender Verdüniiung als Spritzbrühen gegen Ungeziefer auf Nutzpflanzen, wobei der Organochlorgehalt des Emulgierungsmittels (z. B. vorhandenes Hexachloräthan) die Wirkung fördert.
  • 3. 800 Teile einer an organischen Substanzen etwa 2oprozentigen Ablauge des Natronzellstoffverfahrens werden mittels Salzsäure angesäuert. Die Fällung wird ausgewaschen und feucht erhitzt mit 80Teilen konzentrierter Salpetersäure und 50 Teilen Wasser, bis zur Beendigung der Entwicklung nitroser Gase. Nun wird verdünnt, mit Wasser filtriert und ausgewaschen. Der Rückstand wird mittels der eben ausreichenden Menge konzentrierter Natronlauge (z. B.
  • 30 Teile) und 200 Teile Wasser in der Wärme gelöst und mit Wasser auf 800 Teile aufgefüllt. Hierzu kommt die Schmelze von 300 Teilen Schmierseife, 80 Teilen Paraffin, 120 Teilen Montanwachs und 30 Teilen Kolophonium, hierauf 900 teile Wasser; dann wird die Lösung von 70 Teilen technischen Eisenchlorids und 530 Teilen Wasser langsam eingerührt. Man erhält eine hellbraune Möbelwachsbeize, die sich mit Farbstofflösungen aller Art, z. B. Iprozentigem Farbstoff, bezogen auf die angewandte Möbelwachsbeize, zwecks Nuancierung vermischen läßt. Die eingetrockneten Aufstriche geben nach dem Bürsten glänzende, Wasser abstoßende Wachspolituren.
  • 4. 200 Teile Braunkohlenhartpech, pulverisiert, werden mit 400Teilen 8oprozentiger Salpetersäure bei 80 bis 900 erhitzt, bis ein trockenes, schwarzes Pulver von sauren Eigenschaften entsteht. Diese Säure wird in der eben erforderlichen Menge Natronlauge und so viel Wasser in der Wärme gelöst, daß 800 Teile einer viskosen Paste entstehen.
  • Hierzu kommt die gleiche XVachsseifenschmelze, wie in Beispiel 3, worauf genau wie hl Beispiel 3 weitergearbeitet wird. Man erhält eine dunkelbraune Möbekvacllsbeize, die mit Wasser beliebig verdünnt und mit Farbstofflösungen nuanciert werden kann.

Claims (1)

  1. PATENT-A NSPRUCH : Emulgierungsmittel für wasserunlösliche Flüssigkeiten gemäß den Patenten 352860, 365I78 und 39290I, bestehend in solchen sauren, hochmolekularen Produkten, die den Huminsäuren oder den in den früheren Erfindungen benutzten Oxydationsprodukten fossiler Materialien pflanzlicher Herkunft genetisch nahestehen oder ihren Salzen.
DEF49890D 1921-08-06 1921-08-06 Emulgierungsmittel fuer wasserunloesliche Fluessigkeiten Expired DE392902C (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEF49890D DE392902C (de) 1921-08-06 1921-08-06 Emulgierungsmittel fuer wasserunloesliche Fluessigkeiten

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEF49890D DE392902C (de) 1921-08-06 1921-08-06 Emulgierungsmittel fuer wasserunloesliche Fluessigkeiten

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE392902C true DE392902C (de) 1924-03-27

Family

ID=7103357

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEF49890D Expired DE392902C (de) 1921-08-06 1921-08-06 Emulgierungsmittel fuer wasserunloesliche Fluessigkeiten

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE392902C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE392902C (de) Emulgierungsmittel fuer wasserunloesliche Fluessigkeiten
DE531006C (de) Verfahren zur Darstellung vollkommen loeslicher Holzaether
DE470837C (de) Verfahren zur Herstellung kolloider Loesungen
DE609605C (de) Verfahren zur Herstellung weisser Farbpigmente durch Faellung von Zinklaugen
DE659527C (de) Verfahren zum wasserabstossenden Impraegnieren von Textilstoffen, Leder oder Papier
DE436078C (de) Verfahren zur Herstellung eines wetterbestaendigen Farbebindemittels
DE515981C (de) Verfahren zur Herstellung von Farblacken
DE558878C (de) Rostschutzfarben
DE865975C (de) Verfahren zur Herstellung alkaliloeslicher, harzartiger Kondensationsprodukte
DE928725C (de) Verfahren zur Herstellung von Bindemitteln
DE500998C (de) Verfahren zur Gewinnung von mit Wasserdampf fluechtigen Alkaloiden
DE601642C (de) Verfahren zur Herstellung von Disulfiden
DE406364C (de) Verfahren zur Herstellung von Gerbmitteln
DE870461C (de) Pastenfoermiges Reinigungsmittel, insbesondere Abbeizmittel
DE728533C (de) Verfahren zur Herstellung von Salzen aliphatischer Aminosulfinsaeuren
DE397700C (de) Verfahren zur Herstellung von Guignet-Gruen
DE445557C (de) Verfahren zum Herstellen von in kaltem Wasser loeslicher Staerke
DE316258C (de)
DE535839C (de) Verfahren zur Herstellung loeslicher Staerke
DE591767C (de) Verfahren zum Reinigen und Entsaeuern von pflanzlichen trocknenden OElen fuer die Anstrichtechnik
DE197195C (de)
DE525068C (de) Verfahren zur Herstellung von Umwandlungsprodukten aus Sulfitcellulosepech
DE495934C (de) Verfahren zur Herstellung kolloidaler Loesungen
DE564302C (de) Verfahren zur Herstellung einer in kaltem Wasser quellbaren Staerke
DE516566C (de) Verfahren zur Herstellung oder zum Haltbarmachen von Loesungen, Emulsionen oder Suspensionen mittels Ligninderivaten