DE388262C - Verfahren und Vorrichtung zum Brennen, insbesondere von Zement, in Drehoefen mit elektrischer Beheizung - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zum Brennen, insbesondere von Zement, in Drehoefen mit elektrischer Beheizung

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DE388262C
DE388262C DEP39431D DEP0039431D DE388262C DE 388262 C DE388262 C DE 388262C DE P39431 D DEP39431 D DE P39431D DE P0039431 D DEP0039431 D DE P0039431D DE 388262 C DE388262 C DE 388262C
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DE
Germany
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flame
furnace
electric rotary
carrying
sintering
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DEP39431D
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English (en)
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ThyssenKrupp Industrial Solutions AG
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Polysius AG
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Publication date
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Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F27FURNACES; KILNS; OVENS; RETORTS
    • F27BFURNACES, KILNS, OVENS OR RETORTS IN GENERAL; OPEN SINTERING OR LIKE APPARATUS
    • F27B7/00Rotary-drum furnaces, i.e. horizontal or slightly inclined
    • F27B7/20Details, accessories or equipment specially adapted for rotary-drum furnaces
    • F27B7/34Arrangements of heating devices
    • HELECTRICITY
    • H05ELECTRIC TECHNIQUES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • H05BELECTRIC HEATING; ELECTRIC LIGHT SOURCES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; CIRCUIT ARRANGEMENTS FOR ELECTRIC LIGHT SOURCES, IN GENERAL
    • H05B11/00Heating by combined application of processes covered by two or more of groups H05B3/00 - H05B7/00

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Muffle Furnaces And Rotary Kilns (AREA)

Description

  • Verfahren und Vorrichtung zum Brennen, insbesondere von Zement, in Drehöfen mit elektrischer Beheizung. Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Brennen, insbesondere von Zement, in Drehöfen mit elektrischer Beheizung und hierfür entsprechend ausgebildete Drehöfen. Es ist bereits vorgeschlagen worden, Zement in ähnlicher Weise wie Karbid iin offenen elektrischen Lichtbogen zu brennen. Auch hat man versucht, Drehöfen an ihrem Mantel mit elektrischen Widerständen zu umgeben, die sich mit dem "Ofen drehen, und denen der Strom durch Schleifringe zugeführt wird. Es ist nun zwar nicht schwierig, die zur Vorwärinung und Kalzinierung erforderliche Temperatur durch Widerstandsheizungen hervorzubringen, während die für die Sinterung erforderliche hohe Temperatur durch solche Heizungen nur unter Aufwand erheblicher technischer Mittel möglich ist.
  • Die Erfindung bedient sich einer Vereinigung beider vorbekannter Verfahren und besteht darin. daß die Vorwärmung und Kalzinierung des Gutes bis nahe an die Sinterung durch solche an sich bekannte Widerstandsheizungen erfolgt, die um den Drehofenmantel oder in das Futter eingelegt sind, während die Sinterung durch die Anwendung des ebenfalls an sich bekannten Flammbogens unmittelbar geschieht. Wollte man den Flammbogen selbst als alleinige Wärmequelle für die Beheizung von Drehöfen, namentlich für Zement, benutzen, ist es nötig, die erhebliche Wärmemenge. welche die Vorwärmung und Kalziiiation beansprucht. mit durch den Flammho`en zu erzeugen. Hierzu bedarf es aber eines hohen Aufwandes elektrischer Energie. weil durch den Flaminbogen in um so höherem Maße schädliche Stickstoffverbindungen hervorgerufen werden, je größer die auf hohe Temperatur zu erhitzenden Luftmengen sind. Unterschiedlich hiervon ist die Widerstandsheizung, bei der die Wärmequelle mit den den Ofen durchströmenden Gasen und dem Brenngut selbst nicht in unmittelbare Berührung kommt. Bekanntlich erfordert die Sinterung von Zement bei einer verhältnismäßig nur geringen Wärmemenge hohe Temperatur. Es ist sogar strittig, ob die Sinterung des Zements exothermisch oder endotherniisch verläuft. Jedenfalls macht die Erfindung von der bei Zement und vielen - anderen Materialien bekannten Erscheinung Gebrauch, zur Sinterung nur einer geringen Wärmemenge hoher Temperatur zu bedürfen. Demnach wird der Flaminbogen lediglich dazu verwendet, (las durch die Widerstandsheizung his in die Nähe der Sintertemperatür vorgewärmte Gut auf letztere selbst zu bringen. Dein Gut brauchen hierbei keine großen heißen Luftmengen mehr zugeführt zu werden, wodurch sich die Gefahr und die schädliche Einwirkung sich bildender Stickstoffverbindungen verringert.
  • Die Widerstandsheizungen können, wie- bemerkt und wie bereits vorgeschlagen ist, um den Ofenmantel herum angeordnet oder in das Ofenfutter eingelagert sein, auch können, wie ebenfalls bekannt ist, mehrere Widerstandsheizungen in beliebigen Abständen auf die Drehofenniantellänge verteilt Verwendung lindert. Der Flannnliogen kann entweder ini Drehofen selbst oder außerhalb desselben erzeugt werden. In beiden Fällen kann das durch die Widerstandsheizungen vorerhitzte Gut an den Flammbögen vorbei oder durch sie hindurchlaufen bzw. hindurchfallen.
  • Vorteilhaft können auch zwei oder mehrere Flaninlhogen hintereinander Anwendung finden, die unter sich noch verschiedene Wärmeabstufungen enthalten können und die das Gut nacheinander durchläuft, oder durch die es nacheinander hindurchfällt. Sand die Flammbogen außerhalb des Drehofens vorgesehen, werden sie zweckmäßig innerhalb eitles oder mehrerer Schamottekammern oder Schamotterohre angeordnet, welche die erzeugte Hitze zusammenhalten und aufspeichern. Das vorerhitzte Gut fällt dann in diese Schaniottekammern oder -rohre durch den oder die Flammbogen hindurch, nachdem es den Drehofenauslauf verlassen hat. Diese Kamliern oder Rohre können mit in ihrer Neigung veränderbaren Prallflächen versehen sein, durch welche das Hindurchfallen des heißen Gutes verzögert wird, uni es der Hitze-Wirkung der Flammbögen länger auszusetzen. Die Prallflächen können außerdem in für atldere Zwecke an sich bekannter Weise so angeordnet sein, daß dein über sie rutschenden Gut ein Zickzackweg vorgeschrieben wird.
  • Das im Drehofen mit Widerstandsheizung vorerwärmte Gut braucht nicht unmittelbar in die Flammbögen bzw. durch die Schamottek«minern oder -rohre zu fallen, sondern kann zunächst eine ringförmige, sich unabhängig vorn Drehofen drehende und in ihrer Drehzahl regelbare. oder aber eine ruhende Schurre, deren Neigung veränderlich ist, passieren, um die Menge und Geschwindigkeit zu rekeln, mit der (las Gut in den Bereich der Wirkung des Flammbogens gelangt. Da bekanntlich die Temperatur des elektrischen Flanlinbogens sehr hoch ist, und da außerdem (las Gut durch die Widerstandsheizung bereits hoch vorgewärmt ist, bedarf es zur endgÜltigen Sinterung nur kurzer "Zeit. Die Erfindung gestattet es, diese Zeit noch mehr abzukürzen ttild bietet damit die Möglichkeit, etwaiger schädlicher Einwirkung sich bildender Stickstoffverbindungen dadurch zu hegegilen, (laß (las Gut verhältnismäßig rasch durch die Flarninbogen wandert, dafür aber- öfter. Zti (kesein Zwecke kann, sofern die Flainmbögen im Drehofen selbst angeordnet sind, diese Allordnung so nahe am Drehofenauslauf erfolgen, (laß all sich das Gut nicht mehr genügend Zeit hat, die zur Sinterung erforderliche hohe Hitze aufzunehmen. Es wird dann nach Verlassen des Ofens, also in noch nicht fertigem Zustande, durch all sich bekannte Sclileti(lervorriclitungeti oder ähnliche Einrichttitigen wieder in (len Ofen gebracht und durchläuft die Flaminbogenstrecke zum zweiten Male oder gewünschtenfalls wiederholt. Fand die Flammbogenbeheizung außerhalb des Ofens Anwendung, kann das Gut in fubvorrichtungen fallen, die es einmal oder beliebig oft trnit emporilehmen und voll neuem dein Bereich der Flammbogen zuführen.

Claims (6)

  1. PATENT-ANsrRCCHs: t. Verfahren zum Brennen, insbesondere von Zement, in Drehöfen tnit elektrischer Beheizung, dadurch gekenti7eichriet, daß die Vorwärmung und Kalzinierung des Gutes durch (nie an sich bekannte Widerstandsheizung, die Sinterung aber durch die an sich ebenfalls bekannte Anwendung des Flammbogens erfolgt.
  2. 2. Elektrischer Drehofen zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß außer der Widerstandsheizung für die Vorwärinung zwecks .Sinterung mehrere Flainnibogen, gewünschtenfalls verschiedener Wärmewirkung, hintereinander angeordnet sind, an denen das zu sinternde Gilt t-orbei- oder durch die es hindurchläuft.
  3. 3. Elektrischer Drehofen zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, (laß der oder die Flammbogen außerhalb des Drehofens liegen, und d aß das vorgewärmte Gilt durch sie hindurchfällt. d.
  4. Elektrischer Drehofen zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch 3, rladurch gekennzeichnet, daß die Flammbogen innerhalb von Scharnottekammern oder Schamotterollren erzeugt werden.
  5. 5. Elektrischer Drehofen zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch d., dadurch gekennzeichnet, (laß die Sehaniottekammern oder -rollre mit geneigten Prallflächen .ausgerüstet sind. deren Neigung veränderlich sein kann.
  6. 6. Elektrischer Drehofen zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch i sowie nach Anspruch 3, d. und 5. dadurch gekennzeichnet, daß das v orerwärmte Gut nach Verlassen des Vorwärmeofens in eine ringförmige, sich regelbar drehende, oder in eine in ihrer Neigung veränderbare. ruhende Schurre gelangt und durch gie der I?inwirkuilg der Flaumbogen ausgesetzt wird. ;. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das zti sinternde Gilt mehrere Male der Wirkung des oder der Flaminbogen ausgesetzt wird. B. Elektrischer Drehofen zur Ausführuilg des Verfahrens nach Anspruch i und 7 sowie nach Anspruch 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß das zu sinternde Gut nach Passtieren des oder der Flammbogen entweder durch Schleudervorrichtungen wieder in die Sinterzone des Ofens eingeführt oder durch Hubvorrichtungen emporgehoben wird, so daß es die Flammbogen innerhalb oder außerhalb .des Ofens zu wiederholtem Male oder öfter durchwandert.
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