DE3827503C2 - Dehnfugenband - Google Patents

Dehnfugenband

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DE3827503C2 DE3827503A DE3827503A DE3827503C2 DE 3827503 C2 DE3827503 C2 DE 3827503C2 DE 3827503 A DE3827503 A DE 3827503A DE 3827503 A DE3827503 A DE 3827503A DE 3827503 C2 DE3827503 C2 DE 3827503C2
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Description

Die Erfindung betrifft ein Dehnfugenband entsprechend dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
Ein solches Dehnfugenband ist aus der DE-PS 27 22 139 oder der entsprechen­ den CH-PS 606 663 bekannt. Hierbei sind die Randabschnitte in je zwei lappenartige Teile aufgespalten, zwischen denen ein Schlitz verbleibt, in dem jeweils ein Seitenstreifen befestigt ist. Der unterseitige, lappen­ artige Teil der Randabschnitte ist dabei länger als der oberseitige, lappen­ artige Teil ausgebildet, so daß an der Oberseite der Randabschnitte der aus Gewebe oder Vlies bestehende Seitenstreifen freiliegt. Darüber hinaus erstreckt sich dieser Seitenstreifen auch über die äußere Kante des unteren lappenartigen Teils hinaus, also quer vom Mittelabschnitt weg frei nach außen. Es ergibt sich somit ein bezüglich Oberseite und Unterseite des Dehnfugenbands unsymmetrischer Aufbau, bei dem an der Oberseite eine größere Fläche des Seitenstreifens freiliegt und bei dem an der Unterseite eine größere Fläche des elastischen Materials bzw. des Kunstgummis freiliegt. Unmittelbar neben dem Mittelabschnitt liegt an den beiden Randabschnitten oben und unten das elastische Material frei.
Infolge dieses bezüglich Oberseite und Unterseite unsymmetrischen Aufbaues ergeben sich bei dem bekannten Dehnfugenband schon vor dem Verlegen Wellungen, die beim Verlegen und Verkleben des Bandes ausgesprochen hin­ derlich sind. Diese Wellungen verstärken sich, wenn, wie auf Baustellen im Freien üblich, die Dehnfugenbänder Feuchtigkeitseinflüssen ausgesetzt sind. Ein einwandfrei dichtes Verkleben der Randabschnitte der Dehnfugen­ bänder mit der Baukonstruktion ist dann nicht möglich.
Im modernen Bauwesen werden Flachdächer u. dgl. vorwiegend mit schweißbaren Dachbahnen eingedeckt, die mit heißsiegelfähigen Klebestoffen oder bitumi­ nösen Massen getränkt oder beschichtet sind. Zum Verlegen dieser Dachbahnen und zum Einkleben der Dehnfugenbänder zwischen diese Dachbahnen müssen daher die Dachbahnen und/oder die Randabschnitte der Dehnfugenbänder mit starken Brennern erhitzt und angeschmolzen werden (sogenanntes Flämmen). Die erhitzten und angeschmolzenen Bereiche werden dann lediglich zusammen­ gepreßt, um die Klebeverbindung und Abdichtung zu bilden.
Bei dem bekannten Dehnfugenband besteht bei dieser Heißverlegung die Gefahr, daß zumindest der seitlich freiliegende äußere Randbereich der Seitenstrei­ fen verbrennt. Darüber hinaus kann auch das elastische Material bzw. der Kunstgummi der Randabschnitte an der Außenseite der oberen und unteren lappenartigen Teile verbrennen. Es ist dann keine einwandfreie Klebverbin­ dung und Abdichtung des Dehnfugenbandes mit der Baukonstruktion möglich.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, das Dehnfugenband so auszubilden, daß es sich glatt und ohne Wellungen verlegen und verkleben läßt und daß es gegen ein Erhitzen beim Verlegen unempfindlich ist.
Die Erfindung ergibt sich aus dem Patentanspruch 1.
Damit erhält man einen bezüglich Oberseite und Unterseite des Dehnfugen­ bandes symmetrischen Aufbau. Dieses Dehnfugenband läßt sich glatt und ohne Wellenbildung verlegen und verkleben, so daß es besser und gleichmäßi­ ger haftet als das vorbekannte Band, das an den Stellen der Wellungen beim Verlegen Falten bildet und nicht einwandfrei klebt. Obwohl das erfindungs­ gemäße Dehnfugenband über seine ganze Breite aus dem elastischen Material, insbesondere Kunstgummi, besteht, ist durch die Armierung und/oder Beschichtung der Randabschnitte auf beiden Seiten mittels der Seitenstreifen die Dehnfä­ higkeit des Dehnfugenbandes praktisch auf dessen Mittelabschnitt beschränkt, während die Randabschnitte durch die darauf aufgebrachten Seitenstreifen nicht mehr dehnfähig sind. Damit sind. Damit sind nicht nur Wellungen oder Falten an den Randabschnitten vermieden, sondern diese bieten an ihrer Oberseite und ihrer Unterseite rauhe Oberflächen, die sich glatt verlegen und vollflächig einwandfrei verkleben lassen, so daß sich zusammen mit den Dachabdichtungsbahnen ein Sandwich-Aufbau ergibt, durch den die am Dehnfugenband bzw. dessen Mittelabschnitt auftretenden Zugkräfte einwand­ frei aufgenommen und übertragen werden können, ohne daß das Dehnfugenband aus der Baukonstruktion herausreißt. Zusätzliche Befestigungsmittel für die Randbereiche des Dehnfugenbandes, beispielsweise Verschraubungen mit dem Baukörper, sind nicht nötig.
Selbst bei Feuchtigkeit oder Nässe an der Baustelle läßt sich das erfin­ dungsgemäße Dehnfugenband glatt verlegen, da es infolge seines symmetri­ schen Randaufbaues sich nicht einseitig verzieht oder Wellen bildet.
Die auf die Randabschnitte beidseitig aufgebrachten Seitenstreifen bilden für die Heißverlegung des Dehnfugenbandes ein Hitzeschild, das außerordent­ lich widerstandsfähig gegen Erhitzung ist. Selbst bei außerordentlich star­ ker Erhitzung verbrennt das als Seitenstreifen auf die Randabschnitte aufgebrachte Material nicht, da es durch das unmittelbar darunter liegende elastische Material verstärkt ist, das die Hitze ableiten kann. Andererseits kann auch das unter den Seitenstreifen liegende elastische Material nicht verbrennen, weil es durch die als Hitzeschild wirkenden Seitenstreifen geschützt ist. Die aus undehnbarem und insbesondere tränkbarem Material bestehenden Seitenstreifen bilden also zusammen mit den darunter liegenden Randabschnitten aus elastischem Material eine gegen Hitze außerordentlich widerstandsfähige Laminatkonstruktion. Sollte dennoch das Material der Seitenstreifen bis zu einem gewissen Grad abbrennen, bietet dieser Laminat­ aufbau an der Oberseite und der Unterseite eine rauhe Oberfläche ohne Wellun­ gen, die eben bleibt und sich gut und dicht mit der Dachhaut verbindet.
Außerdem ist vorgesehen, daß die Seitenstreifen mit den Längskanten der Randabschnitte bündig sind. Es steht dabei an den Längskanten kein Material frei nach außen über, also weder das Material der Seitenstreifen noch das Material der Randabschnitte, so daß sich ein einwandfreier seitlicher Abschluß ergibt, dem nicht die Gefahr der Wellen­ bildung des Bandes anhaftet und der sich sauber und einwandfrei verlegen und verkleben läßt.
Bei einem bevorzugten Ausführungsbeispiel gemäß Anspruch 2 sind die Seiten­ streifen in die Randabschnitte eingepreßt, also besonders fest und laminat­ artig miteinander verbunden. Dieses Einpressen kann beispielsweise während oder nach der Vulkanisation der aus Kunstgummi bestehenden Randabschnitte 4 erfolgen.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird im folgenden anhand der einzigen Figur der Zeichnung beschrieben, die in Schrägansicht einen Abschnitt eines erfindungsgemäßen Dehnfugenbandes zeigt.
Das Dehnfugenband besteht aus einem Mittelabschnitt 1 aus elastischem Mate­ rial, insbesondere Kunstgummi, sowie aus zwei damit einstückig verbundenen, insbesondere gemeinsam vulkanisierten Randabschnitten 3 aus dem gleichen Material. Auf der Oberseite und auf der Unterseite der Randabschnitte 3 sind Seitenstreifen 5 aus einem im wesentlichen undehnbaren Material ange­ bracht, das mit einem Dichtungsmittel oder einer Klebemasse tränkbar ist, so daß die Seitenstreifen 5 als Haftvermittler zu einer Baukonstruktion dienen, an der das Dehnfugenband angebracht bzw. mit der es verbunden wird. In der Einbaustellung liegt der Mittelabschnitt 1 über der zu überbrücken­ den Fuge, so daß das Dehnfugenband nicht nur die Fuge überbrückt, sondern an seinen beiden Randabschnitten 3 die unterschiedlichen Bewegungen des Bauwerkes mitmachen kann, wobei sich der Mittelabschnitt 1 mehr oder weniger dehnt, zusammenzieht oder durchwölbt.
Die Seitenstreifen 5 sind mit den Längskanten 7 der Randabschnitte 3 bündig. Die Seitenstreifen 5 werden bei der Herstellung des Dehnfugenbandes in die Randabschnitte 3 eingepreßt, beispielsweise während des Vulkanisierens des elastischen Materials bzw. des Kunstgummis des Mittelabschnitts und der Randabschnitte 3 oder nach diesem Vulkanisieren beim Abkühlen des Bandes.
Die Seitenstreifen 5 können aus unterschiedlichen Materialien bestehen. Beispielsweise können sie durch ein undehnbares oder im wesentlichen un­ dehnbares Gewebe oder ein entsprechendes Vlies gebildet sein, das beid­ seitig auf die Randabschnitte 3 aufgeklebt, aufvulkanisiert oder eingebettet ist. Insbesondere kann das Gewebe oder Vlies aus geeigneten Kunststoffen bestehen.
Die Seitenstreifen 5 können auch aus einer bituminösen Masse bestehen, die auf die Randabschnitte 3 aufgeklebt oder aufvulkanisiert wird, so daß diese Seitenstreifen selbst Dichtungs- und Klebeeigenschaften haben und sich mit dem gleichartigen Material beispielsweise von bituminösen Dachbah­ nen gut und dicht verbinden, insbesondere bei der Heißverlegung oder beim Einflämmen.
Schließlich können die Seitenstreifen 5 aus einer Kombination der beiden vorgenannten Materialien bestehen, also beispielsweise aus einem mit einer bituminösen Masse getränkten Gewebe oder Vlies. In allen Fällen bilden die Seitenstreifen 5 zusammen mit den Randabschnitten 3 einen bezüglich Oberseite und Unterseite des Dehnfugenbandes symmetrischen Aufbau, so daß es praktisch gleichgültig ist, welche Seite des Bandes beim Verlegen nach oben oder nach unten kommt.
Die Seitenstreifen 5 werden sandwichartig mit der Baukonstruktion verbunden, beispielsweise zwischen Dachbahnen eingeklebt oder eingeflämmt. Die Adhäsions­ kraft der Sandwich-Konstruktion ist dabei ohne weiteres größer als die größten auf das elastische Material des Mittelabschnitts 1 wirkenden Zugkräfte, so daß sich auch bei den größten am Band auftretenden Deh­ nungskräften das Band nicht von der Baukonstruktion lösen kann. Die Dehnung des Bandes ist dabei auf den Mittelabschnitt 1 beschränkt, der bei entspre­ chender Elastizität des Materials sehr schmal gehalten werden kann. Eine zusätzliche Befestigung des mit den Seitenstreifen armierten Dehnfugen­ bandes an der sonstigen Baukonstruktion, beispielsweise durch Verschrauben, ist überflüssig.

Claims (2)

1. Dehnfugenband aus elastischem Material, insbesondere Kunstgummi, zum Verbinden von Dachbahnen o. dgl., mit einem eine Fuge überbrückenden Mittelabschnitt (1) und zwei seitlichen Randabschnitten (3), wobei an den Randabschnitten (3) im wesentlichen undehnbare, insbesondere mit Dichtungs- und/oder Klebemittel tränkbare Seitenstreifen (5) aus Gewebe, Vlies und/oder bituminöser Masse als Haftvermittler angebracht sind und der Mittelabschnitt davon freibleibt, dadurch gekennzeichnet, daß die Seiten­ streifen (5) auf der Oberseite und der Unterseite der Randabschnitte (3) aufgebracht sind, daß das Dehnfugenband über die ganze Breite seiner Randabschnitte (3) elasti­ sches Material aufweist und daß die Seitenstreifen (5) mit den Längskanten (7) der Randabschnitte (3) bündig sind.
2. Dehnfugenband nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Seitenstreifen (5) in die Randabschnitte (3) eingepreßt sind.
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