DE382137C - Verfahren zur Darstellung von Tropasaeure- und Acidyltropasaeurealkaminestern - Google Patents

Verfahren zur Darstellung von Tropasaeure- und Acidyltropasaeurealkaminestern

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DE382137C DEC30226D DEC0030226D DE382137C DE 382137 C DE382137 C DE 382137C DE C30226 D DEC30226 D DE C30226D DE C0030226 D DEC0030226 D DE C0030226D DE 382137 C DE382137 C DE 382137C
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  • Verfahren zur Darstellung von Tropasäure- und Acidyltropasäurealkaminestern. Die Esterifizierung des Hydroxyls in einem Alkamin mit Hilfe der Tropasäure ist bisher nur bei einigen wenigen und dazu noch recht kompliziert gebauten Oxybasen durchgeführt worden; außer beim Tropin, z. B. noch bei einigen dem Tropin in der Struktur nahestehenden bicyklischen Verbindungen (Patentschriften 151189, 1.57693 und Berichte der deutschen chemischen Gesellschaft, Band 51 [1918], S. 235 und Band 53 [I92o], S.6oi). Tropasäureester von Alkaminen, die kein Ringsystem vom Tropantypus enthalten und die Hydroxylgruppe in einer offenen Kette tragen, sind bisher nicht bekannt geworden. Es war nicht vorauszusehen, ob sich bei diesen Alkaminen der Tropylrest nach den üblichen Methoden glatt angliedern läßt, und über die physiologischen Eigenschaften konnte gar nichts vorausgesagt werden. Nun zeigte sich, daß die Angliederung des Tropylrestes in überraschend leichter Weise gelingt, und daß die neuen Körper Eigenschaften aufweisen, welche sie befähigen, das bisher technisch immer noch nur aus der Pflanze gewinnbare Atropin zu ersetzen. Unter den Alkaminen, die kein Ringsystem vom Tropantypus enthalten und das Hydroxyl in einer offenen Kette tragen, zeigten sich aber nur diejenigen, welche die Hydroxylgruppe in ,e-Stellung zum Stickstoffatom enthalten, als besonders stark wirksam und zur therapeutischen Verwertung geeignet.
  • So haben klinische Versuche ergeben, daß z. B. der nach dem untenstehenden Beispiel 2 erhältliche Tropasäureester des Piperidyloxyäthylamins in therapeutischer Hinsicht dein Atropin völlig gleichwertig ist. Auch die als Zwischenprodukte abscheidbaren Acidyltropasäureester der näher gekennzeichneten Alkamine wirken atropinartig.
  • Dies außerordentlich leicht auf rein synthetischem Wege zugänglichen Verbindungen sind in Form ihrer Salze auch in wässeriger Lösung beständig und sollen an Stelle von Atropin therapeutische Verwendung finden.
  • Beispiel =.
  • Der Tropasäureester des Dimethyloxyäthylamins (C H3)2 N # [C Hz] 2 O H kann erhalten werden, wenn man salzsaures Dimethyloxyäthylamin (1q. Teile) zu aus 17 Teilen Tropasäure nach den Angaben von W o 1 f f e n -stein und M a m 1 o c k (Ber. d. d. chem. Ges:, Band 41 [igo8], Seite 723) bereiteten Acetyltropasäurechlorid zusetzt, so Minuten auf dem Wasserbade erwärmt, .dann 12 Stunden in der Kälte stehenläßt, das dickflüssige Reaktionsprodukt mit 75 Teilen Wasser übergießt, die gebildete Lösung längere Zeit in der Kälte sich selbst überläßt, mit Natronlauge nahezu neutralisiert, ioprozentige Kaliumcarbonatlösung zusetzt, den abgeschiedenen Tropasäureester in Äther aufnimmt, mit Kaliumcabonat trocknet und mit ätherischer Salzsäure das Chlorhydrat fällt. Es scheidet sich als farbloses, dickes, völlig haltbares, in Wasser leicht lösliches 01 ab. Die quantitative Bestimmung des Salzsäuregehaltes ergab den für die Formel (CH3)ZN#(CH2)y-0#CO#CH(C8HS)#CH2#OH,HCl l:erechneten Wert. Beispiel e.
  • Den Tropasäureester des Piperidyloxyäthylamins C, H, 0 N # [C HZ], # 0 H kann man in Form des salzsauren Salzes entweder in der im Beispiel i angegebenen Weise gewinnen, wenn man von io Teilen salzsaurem Piperidyloxyäthylamin und 1o Teilen Tropasäure ausgeht, oder indem man 13 Teile Piperidyloxyäthylamin mit 16,5 Teilen Tropasäure neutralisiert, die Lösung mit wenig verdünnter Salzsäure versetzt, eindampft und das Eindampfen unter Zusatz von Wasser mehrmals wiederholt. Der mit Kaliumcarbonat freigemachte Ester ist ölig. Das Chlorhydrat scheidet sich ebenfalls ölig ab. Es ist in Wasser leicht löslich und in wässeriger Lösung völlig haltbar.
  • Die Salzsäurebestimmung ergab für die Formel CSHioN#(CH2)2#0-CO.CH(C,3 Hö)-CH20H,HCl stimmende Werte. Beispiel 3.
  • Läßt man nach der wie im Beispiel a beschriebenen Einwirkung von Acetyltropasäurechlorid auf salzsaures Piperidyloxyäthylamin die saure wässerige Löstmg nicht längere Zeit stehen, sondern macht sofort alkalisch, äthert aus und fällt die getrocknete Ätherlösung mit alkoholischer Salzsäure, so scheidet sich das Chlorhydrat des Acetyltropasäureesters des Piperidyloxyäthylamins in Kristallen ab. Die gleichen Kristalle erhält man auch, wenn nach erfolgter Einwirkung des Acetyltropasäurechlorids auf das Piperidyloxyäthylaminchlorhydrat die Reaktionsmasse mit Äther durchgerührt wird.
  • Nach dem Umkristallisieren aus Alkohol schmilzt das Chlorhydrat des Acetyltropasäureesters des Piperidyloxyäthylamins bei 16d.°. Es ist in Wasser leicht mit neutraler Reaktion löslich und bleibt in wässeriger Lösung 1-ei kurzem Aufkochen unverändert. Es wirkt ebenso wie das Chlorhydrat des im Beispiel 2 beschriebenen Esters stark mydriatisch.
  • Nach den durchgeführten Analysen (Acetylbestimmung und Salzsäurebestimwung) entspricht das Chlorhydrat der Formel: CSHION#(CH2).#O#CO-CI-I(CGHS)#CH20-COCH3,HC1.

Claims (1)

  1. PATEN T-AN SPRUCH: %'erfahren zur Darstellung von Tropasäure- und :@cidvltrapasäureall;stniriestern. ;l: furch gekennzeichnet, @laß man solche Alkamine, welche die Hvlroxy-lgrnppe in ß-Stellung zum Stickstoffatom tragen und kein bicyklisches Ringsystem vom Tropantypus enthalten, mit Tropasäure oder mit Acidyltropasäurehalogeniden verestert.
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