DE379760C - Elektrischer Schalter mit selbsttaetiger Ausschaltung und Wiedereinschaltung - Google Patents

Elektrischer Schalter mit selbsttaetiger Ausschaltung und Wiedereinschaltung

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DE379760C
DE379760C DEM75061D DEM0075061D DE379760C DE 379760 C DE379760 C DE 379760C DE M75061 D DEM75061 D DE M75061D DE M0075061 D DEM0075061 D DE M0075061D DE 379760 C DE379760 C DE 379760C
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DEM75061D
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Dr Paul Meyer AG
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Classifications

    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01HELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
    • H01H75/00Protective overload circuit-breaking switches in which excess current opens the contacts by automatic release of mechanical energy stored by previous operation of power reset mechanism
    • H01H75/02Details
    • H01H75/04Reset mechanisms for automatically reclosing a limited number of times

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  • Mechanisms For Operating Contacts (AREA)

Description

DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN AM 28. AUGUST 1923
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE 21 c GRUPPE 57
(M 75061 VIII/sic3)
Dr. Paul Meyer, Akt-Ges. in Berlin.
Elektrischer Schalter mit selbsttätiger Ausschaltung und Wiedereinschaltung.
Zusatz zum Patent 291705.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 7. September 1921 ab. Längste Dauer: 14. Dezember 1929.
In dem Patent 291705 ist ein elektrischer Schalter mit selbsttätiger Ausschaltung· und Wiedereinschaltung· durch einen Kraftspeicher beschrieben, bei welchem das Überwachungsgleichzeitig ausübt, nämlich die Ausschaltung und die Einleitung der Wiedereinschaltung. In dem genannten Patent ist letztere Wirkung auf elektrischem Wege erreicht, wozu
5 organ (AusJösemagnet) zwei Wirkungen I Kontakte benötigt werden und ein von der 10
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Netzspannung vor dem .Schalter abgeleiteter Arbeitsstrom erforderlich ist.
Für viele Anlagen wird hierin eine erhebliche Verteuerung zu erblicken sein, weil 5 ein besonderer Spannungswandler erforderlich wird. Deshalb ist in der vorliegenden Erfindung eine andere Lösung gegeben, welche unter Aufrechterhaltung der doppelten Wirkungsweise des Überwachungsorganes ίο (Maximalauslösers) eine mechanische Betätigung in beiden Richtungen bewirkt, so daß elektrische Hilfssitromkreise fortfallen und demnach die Anschaffung des Transformators sich erübrigt.
Dies wird nach der Erfindung dadurch be-Avirkt, daß der Maximalauslöser gleichzeitig mit der öffnung der dem Schalter angebauten Schlupfkupplung mechanisch das zur Freigabe der Einschaltung dienende Getriebe in Tätigkeit setzt.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel dargestellt, wobei allerdings alle in Frage kommenden Mechanismen auf die einfachste Form zurückgeführt sind. Der Auslösemagnet M arbeitet mit einer Isolierstange auf eine Klinke K1, welche die Form eines Winkels besitzt. Der horizontale Schenkel schlägt auf eine Klinke Ä'2 der Schlupfkupplung S1, welche in bekannter Weise als Schloß ausgebildet sein kann und in der Zeichnung nur als kreisförmiger Körper dargestellt ist. Wird die Klinke A?, welche in einem Ausschnitt der Schlüpfkupplung -S"1 sichtbar ist, durch die Klinke K1 heruntergedrückt, so löst sich die Verbindung zwischen der mit dem Antriebsmechanismus verbundenen Schlüpfkupplung S1 und der dahinter befindlichen Welle des ölschalters, weiche mittels der Antriebskurbel A auf die Kontakte des Ölschalters arbeitet. Letztere sind nicht mehr dargestellt, um die Zeichnung zu vereinfachen. Durch die Bewegung des horizontalen Schenkels der Klinke K1 wird also die Ausschaltung des Ölschalters eingeleitet, während der Antriebsteil der Schlupfkupplung S1 und die übrigen vor derselben gezeichneten Teile in der gezeichneten Stellung verharren.
Der senkrechte Teil der Klinke K1 hält einen Hebel H1, welcher mit einem Verzögerungswerk V, z. B. einem Räderwerk, verbunden ist und unter dem Einfluß eines Gewichtes G'3 sich entgegen dem Uhrzeiger zu bewegen sucht. Dieses Gewicht Cr3, welches an dem Zapfen Z3 gelagert ist, drückt durch einen Fortsatz F3 auf den Hebel H1 und bewegt ihn, sobald die Klinke K1 ihn unter dem Einfluß des Maximalauslösers M freigegeben hat, unter Mitnahme des Verzögerungswerkes V entgegen dem Sinne des Uhrzeigers. Nach einem gewissen Weg wird der Fortsatz Fa, der eine ziemlich flache Kreisbahn beschreibt, außer Eingriff mit dem Hebel H1 kommen, so daß letzterer nicht mehr mitgenommen wird und der Fortsatz F3 unter dem Einfluß des Gewichtes G:i auf die Klinke A" schlägt. Diese stützt aber einen Winkelhebel H2, dessen 1 anderes Ende mit entsprechender Übersetzung die Seilscheibe S" festhält. Durch den Schlag wird der Winkelhebel tP freigegeben, und dieser gibt die Seilscheibe S2, welche mit den Antriebsteilen der Schlupfkupplung S1 zunächst noch verbunden ist, frei. L'nter dem Einfluß des Gewichtes G2 dreht sich die Seilscheibe S2 und mit ihr der Antrieb der Schlüpfkupplung S1 entgegen dem Uhrzeiger, bis Antrieb und Schalterteil der Schlupfkupplung 5"1 wieder in Eingriff gekommen sind.
Gleichzeitig wird bei dieser Bewegung durch einen mit der Schlupfkupplung S1 verbundenen Ansatz α und einen einfachen Fortsatz, welcher mit dem Gewicht G3 verbunden ist, letzteres wieder gehoben und die Kupplung mit dem Uhrwerk V bewirkt, sowie dadurch auch der Hebel H1 im Sinne des Uhrzeigers so weit gedreht, daß er sich auf der nach der Auslösung des Hauptschalters wieder in die Ruhelage zurückgekehrten Klinke K1 festlegt. Durch die Bewegung der Seilscheibe S2 wird aber ferner eine Klinke K* gelöst, welche mittels eines Hebels H3 die Seilscheibe S"'' in der gezeichneten Stellung hielt. Letztere .Scheibe wird nun unter dem Einfluß des Gewichtes G1 sich im Sinne des Uhrzeigers drehen und dann die untereinander verbundenen Antriebs- und Schalterteile mitnehmen, so daß der Hauptschalter in die Einschaltstellung zurückkehrt. Dabei wird auch gleichzeitig die Seilscheibe S'- mitgenommen und das Gewicht G2 wieder gehoben sowie die Seilscheibe S2 hinter ihrer Halteklinke H- festgeklinkt, so daß der ganze Mechanismus in der anfangs geschilderten Stellung steht und nur das Gewicht G1 um einen gewissen Betrag heruntergesunken ist.
Sorgt man dafür, daß in der neuen Stellung das Gewicht G1 und die zugehörige Seilscheibe S* beide wieder in gleicher Weise mit dem Antrieb zusammenarbeiten, so läßt sich die Operation so oft wiederholen, als das Gewicht G1 Spiele vollführen kann. Je nach Bedarf wird man die Zahl dieser möglichen Spiele wählen. Das Gewicht G1 wird nach Beendigung eines oder mehrerer Spiele von Hand oder durch andere Hilfsvorrichtungen, beispielsweise durch einen elektrischen Aufzug, gehoben werden müssen.
Bei derartigen Schaltern mit Wiedereinschaltung ist es erwünscht, daß im Falle des Fortbestehens eines Kurzschlusses nicht häufiger wieder eingeschaltet wird. Wenn also im Augenblick der durch das Gewicht G1
bewirkten Einschaltung noch ein Kurzschluß oder eine Überlastung vorhanden ist, welche vor Beendigung der Einschaftbewegung die sofortige Ausschaltung hervorruft, so soll nicht eine neue Einschaltung wieder stattfinden.
Bei der neuen Anordnung läßt sich diese Aufgabe in einfacher Weise dadurch lösen, daß das Gewicht G3, welches die Wiedereinschaltung einleitet, nicht von dem Gewicht G2 — wie in der Zeichnung dargestellt —, sondern von dem Gewicht G1 am letzten Ende seiner Abwärtsbewegung wieder emporgehoben wird. Dann ist die Einleitung der Wiedereinschaltung nur dann möglich, wenn das Gewicht G1 ■ seine Abwärtsbewegung tatsächlich vollendet hat, d. h. wenn der Schalter in der Einschalt- : stellung angelangt ist.
Eine derartige Einrichtung würde bei ; Selbstausschaltern mit verschwindend kleiner j Verzögerung der Auslösewirkung· genügen, j Hat man dagegen Auslöser mit erheblicher | Verzögerung, so ist es erwünscht, daß eine J Wiedereinschaltung" nicht erfolgt, wenn inner- '.
halb einer gewissen, etwa der Verzögerung entsprechenden Zeit nach der Wiedereinschaltung wieder eine Auslosung· erfolgt.
Von der Auslösung muß dann mit einer Verzögerung gemäß der genannten Zeit das. Gewicht G3 gehoben werden. Dies läßt sich dadurch bewirken, daß der Schalter, und zwar die mit dem Schaltorgan verbundenen .Teile hinter der Schlupfkupplung, einen vierten Kraftspeicher, z. B. eine Feder, aufzieht, durch welchen ein Verzögeruragsuhrwerk betätigt wird, so daß der genannte vierte Kraftspeicher nach Ablauf des Verzögerungsuhrwerkes das Gewicht G3 wieder 'emporhebt und arbeitsfähig macht, während im Falle einer Auslösung des Schalters innerhalb der genannten Arbeitszeit des Uhrwerkes der vierte Kraftspeicher wieder entladen wirf, so daß das Gewicht Gs nicht mehr gehoben werden kann.
Durch Abstimmung der an diesem Uhrwerk eingestellten Zeit mit derjenigen der Verzögerung des Maximalauslösers läßt sich für mehrere hintereinandergesohaltete Apparate die Aufgabe des Selektivschutz es lösen.
Es ist dann bei Änderung- der Einstellung notwendig, die beiden Uhrwerke gleichzeitig bzw. gleichmäßig zu verstellen. Man kann· in der konstruktiven Ausbildung deshalb noch einen Schritt weiter gehen, indem man statt dieser beiden Uhrwerke ein einziges verwendet, welches in geeigneter Weise, z. B. durch eine Umscbaltklinke, je nach Bedarf auf den Maximalauslöser oder auf den erwähnten vierten Kraftspeicher zur Hebung des Gewichtes G3 umgeschaltet wird.

Claims (4)

60 Patent-An Sprüche:
1. Elektrischer Schalter mit selbsttätiger Ausschaltung und Wiedereinschaltung nach Patent 291705, dadurch' gekennzeichnet, daß das Auslöseorgan gleichzeitig mit der Freigabe der Schlüpfkupplung des Schalters mechanisch auf den Einschaltmechanismus einwirkt.
2. Elektrischer Schalter nach Anspruch i, bei dem außer dem für die Wiedereinschaltung erforderlichen Kraftspeicher ein zweiter Kraftspeicher zur Wiedereinklinkung der 'Schlüpfkupplung vorhanden ist, dadurch gekennzeichnet, daß der zweite Kraftspeicher (G2) zur Zurückholung und Wiedereinklinkung der Schlüpf kupplung kleiner ist als der erste Kraftspeicher (G1) und von ihm bei seiner Wirkung wieder aufgefüllt wird.
3. Elektrischer Schalter nach An-Spruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß zur Überwindung der Verzögerungsvorrichtung, welche die zwischen Ausschaltung" und Wiedereinschaltung notwendige Zwischenpause bewirkt, und zur Lösung der den zweiten Kraftspeicher sperrenden Verklinkung ein dritter Kraftspeicher (G3) benutzt wird, welcher durch den ersten oder zweiten Kraftspeicher bei seiner Arbeit wieder aufgefüllt wird, welcher also kleiner ist als der erste bzw. zweite Kraftspeicher.
4. Abänderung des elektrischen Schalters nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der dritte Kraftspeicher (G3) von. dem Schalter (hinter der Schlüpfkupplung) unter Zwischenschaltung eines Verzögerungsorgans, gegebenenfalls unter Benutzung eines weiteren, vierten Kraftspeichers, erst nach einer entsprechend bemessenen Zeit aufgefüllt wird, zum Zwecke, eine Wiedereinschaltung unmöglich zu machen, wenn innerhalb der genannten Verzögerungszeit nach dem letzten Wiedereinschalten eine selbsttätige Auslösung erfolgt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DEM75061D 1921-09-07 1921-09-07 Elektrischer Schalter mit selbsttaetiger Ausschaltung und Wiedereinschaltung Expired DE379760C (de)

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