DE371601C - Verfahren zur Reinigung bzw. Veredelung von Erdalkalikarbonaten und Magnesiumkarbonat - Google Patents

Verfahren zur Reinigung bzw. Veredelung von Erdalkalikarbonaten und Magnesiumkarbonat

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DE371601C
DE371601C DEP44021D DEP0044021D DE371601C DE 371601 C DE371601 C DE 371601C DE P44021 D DEP44021 D DE P44021D DE P0044021 D DEP0044021 D DE P0044021D DE 371601 C DE371601 C DE 371601C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01FCOMPOUNDS OF THE METALS BERYLLIUM, MAGNESIUM, ALUMINIUM, CALCIUM, STRONTIUM, BARIUM, RADIUM, THORIUM, OR OF THE RARE-EARTH METALS
    • C01F11/00Compounds of calcium, strontium, or barium
    • C01F11/18Carbonates
    • C01F11/185After-treatment, e.g. grinding, purification, conversion of crystal morphology

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Description

  • Verfahren zur Reinigung bzw. Veredelung von Erdalkalikarbonaten und 1Kagnesiumkarbonat. Die Erfindung bezieht sich auf die Behandlung der kohlensauren Erdalkalien zwecks Reinigung oder Verhesserung ihrer physikalischen. Beschaffenheit, was in der folgenden Beschreibung mit »Veredelung« bezeichnet wird. Sie besteht in einem Verfahren, bei dem diese Karbonate, die praktisch als in Wasser unlösbar betrachtet werden müssen, in einem Zustand gebracht wenden, der gleich oder ähnlich dem ist, den man gewöhnlich als Lösung bei in einer Flüssigkeit fein verteilten, schwebenden ;Stoffen bezeichnet.
  • Gemäß der Erfindung besteht das Verfahren darin, daß dIas pulverisierte oder in anderer Weise fein zerteilte Karbonat mit einer wäßrigen Lösung eines Alkalis,ilnkats, z. B. mit kieselsaurem Natron oder Kali, zu einer Art Suspension ,gemischt wird, worauf die unlöslichen Stoffe nach erfolgter Abscheldung entfernt werden und das Karbonat ausgeschieden wird.
  • Es wurde gefunden, @daß durch die Wirkung der passend gelösten Alkalisilikate auf die Kohlensäuresalze diese in der ganzen Flüssigkeit, in der sie behandelt werden, fein verteilt wenden, und daß unter diesen Verhältnissen auch eingröberes, Material ausfällt und abgetrennt werden kann, während das Erdkalikarbonat in einer sehr .fein verteilten Form erhalten wind. Ein Veredelungsverfahren im Sinne dieser Beschreibung umfaßt also die Behandlung dieser Kohlensäuresalze sowohl zum Zweck der Verbesserung ihrer. physikalischen Beschaffenheit, als auch zum Zweck der Entfernung von Beimengungen, welche bei Anwendung des verwendeten Mittels nicht in Lösung gehen.
  • Die Konzentration des Mittels"das zur Erzielung' dieser Beschaffenheitsänderung verwendet wird, kann im allgemneinen sehr gering sein, und es isst zu beachten, daß diese Konzentration sich nach der Beschaffenheit der betreffenden Karbonate ändert. Es wurde .gefunden, daß als allgemein gültige Regel die Menge, des Alkalisilikats, ungefähr 0,5 Abis 1,5! Prozent des Gewichts des Kohlensäuresalzes betragen muß, däs seinerseits ungefähr zu 5 bis ro Prozent mit Wasser gemischt verwendet wird.
  • Bei Verwendung von kohlensaurer Magnesia, für die das Verfahren ebenfalls in Betracht kommt, ist eine höhere Konzentration des Alkalisilikats erforderlich.
  • Das Kohlensäuresalz kann von seiner Lösung in irgendeiner Weise, z. B. durch Zusatz eines Verflockungsmittels, wie einer Alaun- oder Gelatinelös'ung, getrennt werden.
  • In einigen Fällen ist es vorteilhaft, das Verflockungsmittel in solchen Mengen hintereinander oder in einer solchen Gesamtmenge im Verhältnis zur Menge des Alkalisilikats zuzusetzen, daß das Absetzen des verflockten Karbonats verzögert wird um die Trennung der Stoffe, die vorher während der Lösungsperiode nicht ausgeschieden wurden, zu ermöglichen.
  • Dass emulgierte Karbonat kann auch, wenn erforderlich, nach der Trennung von dem Niederschlag durch Eindampfen zur Trockne wiedergewonnen werden.
  • In folgendem werden einige Ausführungen des Verfahrens gegeben, die aber lediglich als Beispiele dienen: Beispiel i. Zu einer Mischung von etwa 55 kg gewöhnlicher Kreide und etwa 700 kg weichem Wasser (also etwa 7,5 Prozent von ersterem) setzt man etwa o,45 kg in Wasser gelöstes kieselsaures Natron zu. Der gesamte Inhalt des Behälters wird gut gemischt und dann ungefähr eine Stunde stehen gelassen. Es bilden sich dann zwei Schichten, eine untere aus festen Stoffen und: eine darüber befindliche Lösung. Letztere wird in einen zweiten Behälter abgezogen und mit etwa 0,45 kg in Wasser gelöster schwefelsaurer Tonerde behandelt. Der Inhalt des Behälters wird dann ungefähr 24 bis 36 Stunden stehen gelassen. Die darauf schwimmende Flüssigkeit wird abgelassen, und es bleibt ein Rückstand eines sehr fein verteilten Erdalkalikarbonates zurück. Aus dem ersten Behälter, in dem die Behandlung mit dem Silikat erfolgt ist, werden ungefähr 2a kg Niederschlag wiedergewonnen, :der seiner Natur nach sehr geeignet für .die Herstellung von Schleifmitteln ist. Beispiel a. Dieselbe Menge (wie bei Beispiel i) einer Schlemmkreide wird unter gleichen Verhältnissen behandelt, nur wird als Mittel kieselsaures Kali verwendet. Das Kohlensäuresalz wird durch Zusatz einer Lösung von Leim (etwa 0,45 hig Leim gelöst in etwa 19 kg Wasser) verflockt. Wie bei dem ersten Beispiel wird ein sehr fein verteiltes Produkt erhalten, während ungefähr 17 kg Niederschlag in dein ersten Behälter zurückbleibt.
  • Wird niedergeschlagene Kreide verwandet, so erhält man ein ähnliches Produkt, und .es bleiben etwa 2o Prozent Niederschlag in dem ersten Behälter zurück. Beispiel 3. Etwa 2a kg käufliches kohlensaures Barytpulver werden in etwa Sao kg weichem Wasser aufgeschlämmt und mit etwa o,45 kg in Wasser gelöstem kieselsaurem Kali behandelt, worauf die Mischung etwa eine Stunde stehen .gelassen wird. Es findet eine Scheidung in zwei Schichten statt. Die oben schwimmende Lösung wird abgelassen, etwa 0,45 kg käuflicher, in Wasser gelöster Alaun zugesetzt und die :Mischung einige Stunden stehen gelassen. Es wird ein ähnliches Produkt wie beim ersten Beispiel erhalten. Beispiel 4. Zu etwa 9a kg gepulvertem kohlensauren Strontium, welches mit etwa goo kg weichem Wasser gemischt wird, werden etwa 0,45 kg kieselsaures Kali, in. Wasser gelöst, zugesetzt, worauf die Mischung etwa eine Stunde stehen gelassen wird. Zu der Lösung wird dann eine wäßrige Lösung von etwa 0,45 kg käuflichem Alaun zugesetzt und einige Stunden stehen gelassen, worauf sich das kohlensaure Strontium in Form eines sehr fein verteilten Produkts niederschlägt.
  • Je nach dem Grade der Härte des Wassers, mit dem,das Kohlensäuresalz vermischt wird, ist es notwendig, das Verhältnis des letzteren zu dem kieselsauren Kali zu ändern.

Claims (3)

  1. PATCNT-ANsPRÜcHE: i. Verfahren zur Reinigung bzw. Veredelung von Erdalkalikarbonaten und ' Magnesiumkarbonat, dadurch gekennzeichnet, daß das gepulverte oder fein verteiltes Salz mit einer wäßrigen Lösung eines kieselsauren Alkalis, z. B, kieselsauren Natrons oder Kalis, gemischt wird, worauf nach Abtrennung etwaiger fester Bestandteile das Karbonat aus der Lösung ausgeschieden wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, d@aß die Gewichtsmenge ,des kieselsauren Alkalis etwa o,5 bis 1,5 Prozent des Gewichts des zu behandelnden Karbonates beträgt .
  3. 3. Verfahren nach Anspruch i oder a, dadurch gekennzeichnet, daß das Karbonat aus .der Lösung durch Zusatz eines Verpflockungsmittels, z. B. einer Alaun- oder Gelatinelösung, wiedergewonnen wird.
DEP44021D 1921-04-19 1922-04-14 Verfahren zur Reinigung bzw. Veredelung von Erdalkalikarbonaten und Magnesiumkarbonat Expired DE371601C (de)

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE2340908A1 (de) * 1972-09-05 1974-03-14 Fmc Corp Staubfreies, koerniges erdalkalicarbonat und verfahren zu seiner herstellung
US4798084A (en) * 1985-12-09 1989-01-17 Toyota Jidosha Kabushiki Kaisha Measuring device for measuring a fuel injection quantity

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE2340908A1 (de) * 1972-09-05 1974-03-14 Fmc Corp Staubfreies, koerniges erdalkalicarbonat und verfahren zu seiner herstellung
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