DE3700295C2 - Bauelement zur Isolierung bei Gebäuden - Google Patents
Bauelement zur Isolierung bei GebäudenInfo
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- E04B1/00—Constructions in general; Structures which are not restricted either to walls, e.g. partitions, or floors or ceilings or roofs
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- E04B1/74—Heat, sound or noise insulation, absorption, or reflection; Other building methods affording favourable thermal or acoustical conditions, e.g. accumulating of heat within walls
- E04B1/76—Heat, sound or noise insulation, absorption, or reflection; Other building methods affording favourable thermal or acoustical conditions, e.g. accumulating of heat within walls specifically with respect to heat only
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Description
Die Erfindung betrifft ein Bauelement zur Isolierung von
Gebäuden gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
Ein gattungsgemäßes Bauelement ist aus der EP-01 19 165 A2
bekannt. Dieses bekannte Kragplattenanschlußelement umfaßt
einen quaderförmigen Isolationskörper sowie senkrecht zu
zwei seiner Außenflächen in gleichen Abständen parallel
angeordnete schlaufenförmige Armierungsstäbe. Die oberen,
gerade verlaufenden Abschnitte der schlaufenförmigen Armierungsstäbe
dienen bei diesem bekannten Bauelement als Zugstäbe,
während die unteren, gerade verlaufenden Abschnitte
der schlaufenförmigen Armierungsstäbe die Druckelemente
darstellen. Infolge der schlaufenförmigen Ausgestaltung der
Armierungsstäbe sind die Zugstäbe mit den Druckelementen
verbunden. Da die Armierungsstäbe bei diesem bekannten
Bauelement an ihren Enden durch Umbiegen miteinander
verbunden sind, wobei in die Umbiegungen Längsarmierungseisen
für die Bodenplatte bzw. für die Kragplatte eingelegt
werden können, ist diese Konstruktion relativ schwach
gegenüber vertikalen Kräften.
Von diesem Stand der Technik ausgehend ist es daher Aufgabe
der Erfindung, ein Bauelement der genannten Art zur
Isolierung von Gebäuden dahingehend zu verbessern, daß es
für eine höhere Kraftaufnahme, insbesondere in Vertikalrichtung,
geeignet ist.
Diese Aufgabe wird durch ein Bauelement mit den Merkmalen
des Patentanspruchs 1 gelöst.
Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den
Unteransprüchen angegeben.
Das erfindungsgemäß vorgesehene Querelement
ist also im wesentlichen innerhalb des Isolierkörpers
angeordnet und leitet aufgrund seiner kraftschlüssigen
Verbindung mit dem Zugelement und dem Druckelement
auftretende Querkräfte diagonal durch den Isolier
körper ab. Im allgemeinen wird dieses Querele
ment Zugkräfte von einem Ende des Druckelementes
zum entgegengesetzten Ende des Zugelementes über
tragen, doch ist es auch denkbar, daß das Quer
element auf Druck beansprucht wird. Je nach Art der
auftretenden Kräfte wird dieses schräg verlaufende
Querelement von der der Gebäudeinnenseite zu
gewandten Austrittsstelle des oben angeordneten Zug
elementes bis zur Austrittsstelle des Druckelementes
an der Gebäudeaußenseite verlaufen oder umgekehrt.
Denkbar ist auch die Ausbildung des Querele
mentes durch zwei einander kreuzende Streben oder
durch eine im wesentlichen senkrecht stehende, im
wesentlichen die gesamte Dicke des Isolierkörpers
durchsetzende Platte. Je nachdem, in welcher Rich
tung Zugkräfte und Druckkräfte ausgeübt werden, wird
das Querelement mit dem betreffenden Zugelement
bzw. Druckelement nur kraftschlüssig oder auch form
schlüssig bzw. stoffschlüssig (durch Schweißen) ver
bunden. Neben der die sicherste Verbindung dar
stellenden Schweißverbindung können aber unter Um
ständen auch Klemmverbindungen, Schraubverbindungen
oder Klebeverbindungen zur Anwendung kommen. Das
Querelement kann aus Stahl oder einem ver
gleichbaren anderen Werkstoff bestehen, wobei Profil
stahl, Flachstahl oder Rundstahl gewählt werden
kann.
Die Erfindung wird nachfolgend an Ausführungsbei
spielen anhand der Zeichnung näher erläutert. Es
zeigen:
Fig. 1 bis 4 verschiedene Ausführungsformen des Bau
elements mit unterschiedlich gestalteten
Querelementen in schematischer Dar
stellung.
Das in den Fig. 1 bis 4 gezeigte Bau
element besitzt einen Isolierkörper 11, der auf einer
Gebäudewand (nicht gezeigt) aufsitzt und zur Wärmedämmung, even
tuell aber auch zur Schalldämmung, zwischen einer
auf der Wand aufliegenden Gebäudedecke (nicht gezeigt) und einer
vorkragenden Balkonplatte (nicht gezeigt) dient. Die Gebäudeele
mente sind jeweils aus Beton gefertigt,
während der Isolierkörper 11 aus einem wärme- und
schalldämmendem Material, etwa einem Kunststoffma
terial, besteht. Die Verankerung der vorkragenden
Betonplatte 4 im Gebäude erfolgt über einen oder
mehrere Zugstäbe 15, die sich durch den Isolierkörper
11 hindurch erstrecken und in den jeweiligen Beton
teilen durch Verankerungselemente, die
nicht gezeigt sind, gehalten werden. Zur
Aufnahme der Druckkräfte sind außerdem im unteren
Teil des Isolierkörpers 11 ein oder mehrere Druck
elemente 16 vorgesehen, die aus Stahl oder formstabilem
Kunststoff bestehen können.
Das Druckelement 16 kann jeweils Stirnplatten besitzen.
Zur Aufnahme von Querkräften besitzt das Isolier-
Bauelement außerdem jeweils ein Querelement,
das sich schräg oder diagonal durch den Isolier
körper 11 erstreckt. Mit seinem oberen Ende ist
das Querelement an dem Zugstab befestigt.
Mit seinem unteren Ende dagegen ist das Querele
ment an dem Druckelement befestigt.
Der Zugstab 15 ist in dem Isolier
körper 11 verankert. Das Querelement
ist mit dem Zugstab 15 verbunden
und kann in diesen die auftretenden Querkräfte ab
leiten.
Das Querkraftelement kann als Profilteil mit
einem Doppel-T-Profil ausgebildet sein, dessen schmaler
Mittelsteg sich schräg durch
den Isolierkörper 11 erstreckt, während sich die
Querstege jeweils an den Zugstab 15
bzw. an den Druckkörper 16 anschmiegen und mit ihm
verbunden sind. Durch den schmalen Mittelsteg ist
dabei auch sichergestellt, daß über das Quer
element keine wesentliche Kältebrücke gebildet wird.
Zur Verbindung zwischen dem Querelement und
dem Zugstab 15 bzw. dem Druckelement 16 können
jeweils Schweißverbindungen
vorgesehen sein. Daneben könnten aber auch
Klemmverbindungen, Schraubverbindungen oder Klebe
verbindungen Anwendung finden. Je nach Art und Rich
tung der Krafteinwirkung sind aber auch andere ein
fache kraftschlüssige Verbindungen möglich. Für das
Querelement kann aber neben der gezeigten
Profilform auch ein anderes Profil, ein Teil aus
Flachstahl oder Rundstahl oder ein anders geformtes
Teil verwendet werden.
In den Fig. 1 bis 4 sind Ausführungsvarianten
lediglich skizzenhaft dargestellt. Dabei ist jeweils
ein Isolierkörper 11 mit einem Zugelement 15 und
einem Druckelement 16 gezeigt.
Bei dem Beispiel von Fig. 1 ist ein Querelement
18 schräg von links oben nach rechts unten in der
Zeichnung geführt und somit mit dem Zugelement 15
an der Innenseite des Isolierkörpers 11 und mit dem
Druckelement 16 an der Außenseite des Isolierkörpers
11 verbunden. Eine Querkraft, die an der Außenseite
auf das Ende 18b des Querelementes bzw. auf dem
benachbarten Abschnitt des Druckelementes 16 einwirkt,
wird durch Zug über das Querelement 18 auf das
Zugelement 15 übertragen und von dort in benach
barte Betonteile abgeleitet.
Bei der Darstellung von Fig. 2 ist ein Quer
element 28 von der Außenseite des Zugelementes 15
zur Innenseite des Druckelementes 16 geführt. Damit
kann beispielsweise besonders eine nach oben wirkende
Querkraft Q durch Zugbeanspruchung des Quer
elementes 28 abgefangen werden.
Eine weitere Ausführungsmöglichkeit zeigt Fig. 3,
wobei die Querelemente der Fig. 1 und 2 zu
einem kreuzförmigen Querelement 38 vereinigt
sind. Dieses kann entweder aus einem Teil bestehen
oder durch zwei einzelne Querstäbe entsprechend
den Ausführungsformen von Fig. 3 und Fig. 4 gebildet
werden. In diesem Fall können besonders gut in bei
den Richtungen auftretende Querkräfte abgeleitet
werden. Eine ähnliche Wirkung hat auch ein platten
förmiges Querelement 48, wie es in Fig. 4 ge
zeigt ist. Dieses plattenförmige Querelement
durchsetzt die gesamte Dicke des Isolierkörpers 11
und ist entweder mit dem Druckelement 16 oder mit
dem Zugelement 15 oder auch mit beiden verschweißt
oder sonstwie verbunden.
Es sei noch darauf hingewiesen, daß in allen ge
zeigten Fällen das Querelement mit seinen Enden
etwas aus dem Isolierkörper 11 austritt, so daß es
dort, wo die Querkraft angreift, unmittelbar diese
Querkraft aufnehmen und ableiten kann.
Wenn das Querelement aber nicht aus dem Isolierkörper aus
tritt, so wird die auftretende Querkraft über das
entsprechende Zugelement 15 oder das Druckelement
16 aufgenommen und in das Querelement einge
leitet. Dies erfolgt über die kraftschlüssige
Verbindung.
Claims (11)
1. Bauelement zur Isolierung bei Gebäuden, insbesondere
zwischen dem jeweiligen Gebäude und vorkragenden Außenteilen,
mit einem plattenförmigen Isolierkörper aus wärme- und/oder
schalldämmendem Material, wobei mindestens ein
Zugelement und mindestens ein Druckelement jeweils senkrecht
übereinanderliegend den Isolierkörper etwa senkrecht
zu seiner Hauptebene durchsetzen,
der Zugstab und das Druckelement miteinander verbunden
sind und
zumindest der Zugstab aus den Wandflächen des Isolierkörpers
vorsteht,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Zugstab (15) und das Druckelement (16) durch
mindestens ein Querelement (18, 28, 38, 48) verbunden
sind, welches mit dem Zugelement (15) zumindest
im Bereich von dessen Austrittsstelle aus der einen
Seitenfläche des Isolierkörpers (11) und mit dem Druckelement
(16) zumindest im Bereich von dessen Austritts
stelle aus der gegenüberliegenden Seitenfläche des
Isolierkörpers jeweils kraftschlüssig verbunden
ist.
2. Bauelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich
net, daß das Querelement (8; 18)
schräg durch den Isolierkörper (1) von einer
Verbindungsstelle mit dem Zugstab (15) im
Bereich der Innenseite des Isolierkörpers (11) zu
einer Verbindungsstelle mit dem Druckelement
(16) im Bereich der Außenseite des Isolierkörpers
(11) verläuft.
3. Bauelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich
net, daß das Querelement (28)
schräg durch den Isolierkörper (11) von einer Ver
bindungsstelle mit dem Zugstab (15) im Bereich
der Außenseite des Isolierkörpers (11) zu einer
Verbindungsstelle mit dem Druckelement (16) im
Bereich der Innenseite des Isolierkörpers (11)
verläuft.
4. Bauelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich
net, daß das Querelement (38) aus zwei schräg
durch den Isolierkörper (11) geführten, einander
kreuzenden Streben besteht, von denen der eine
mit dem Zugstab (15) im Bereich der Innen
seite des Isolierkörpers (11) und mit dem Druck
element (16) im Bereich der Außenseite des Iso
lierkörpers verbunden ist und von denen der andere
mit dem Zugstab (15) im Bereich der Außen
seite des Isolierkörpers (11) und mit dem Druck
element (16) im Bereich der Innenseite des Iso
lierkörpers verbunden ist.
5. Bauelement nach Anspruch 4, dadurch gekennzeich
net, daß das Querelement (38) einstückig
kreuzförmig gestaltet ist.
6. Bauelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich
net, daß das Querelement (48) plattenförmige
Gestalt besitzt, parallel zu dem Zugstab (15)
und dem Druckelement (16) den Isolierkörper (11)
durchsetzt und mit dem Zugstab (15) und mit
dem Druckelement (16) kraftschlüssig ver
bunden ist.
7. Bauelement nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
gekennzeichnet durch einen mit
Verankerungselementen versehenen Zugstab (15).
8. Bauelement nach einem der Ansprüche 1 bis 7, da
durch gekennzeichnet, daß das Querelement (18, 28, 38)
ein Doppel-T-Profil aufweist, wobei sich der
Mittelsteg als Strebe diagonal durch den
Isolierkörper (11) erstreckt und wobei ein erster
Quersteg an dem Zugstab (15) sowie ein
zweiter Quersteg an dem Druckelement (16) kraftschlüssig an
greifen.
9. Bauelement nach einem der Ansprüche 1 bis 8, da
durch gekennzeichnet, daß das Querelement (18, 28, 38, 48)
aus Profilstahl, Flachstahl oder Rundstahl
gebildet ist.
10. Bauelement nach einem der Ansprüche 1 bis 9, da
durch gekennzeichnet, daß das Querelement (18, 28, 38, 48)
mit dem Zugstab (15) und/oder dem Druck
element (16) eine Schweißverbindung auf
weist.
11. Bauelement nach einem der Ansprüche 1 bis 9, da
durch gekennzeichnet, daß das Querelement (18, 28, 38, 48)
mit dem Zugstab (15) und/oder dem Druck
element (16) eine Klemmverbindung, Schraubver
bindung oder Klebeverbindung aufweist.
Priority Applications (1)
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Publications (2)
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