DE363606C - Verfahren zum blasenfreien Fuellen von Kabelmuffen unter Vakuum - Google Patents
Verfahren zum blasenfreien Fuellen von Kabelmuffen unter VakuumInfo
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Classifications
-
- H—ELECTRICITY
- H02—GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
- H02G—INSTALLATION OF ELECTRIC CABLES OR LINES, OR OF COMBINED OPTICAL AND ELECTRIC CABLES OR LINES
- H02G1/00—Methods or apparatus specially adapted for installing, maintaining, repairing or dismantling electric cables or lines
- H02G1/14—Methods or apparatus specially adapted for installing, maintaining, repairing or dismantling electric cables or lines for joining or terminating cables
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- Cable Accessories (AREA)
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Description
(A 36311
Kabelgarniturteile, im besonderen die Muffen, welche zur Verbindung zweier Kabelenden
dienen, werden mit einer isolierenden Masse gefüllt, die im flüssigen Zustande in
die Muffen gegossen wird. Bei der Füllung der Muffen hat sich gezeigt, daß nicht nur
an der Oberfläche der Masse, sondern auch in der ganzen Masse leicht Blasen entstehen,
welche nach dem Erstarren der Füllmasse Hohlräume bilden und sich besonders an den
Verbindungsklemmen ansetzen. Die in diesen Blasen enthaltene Luft wird unter dem Einfluß
des hochgespannten Stromes leicht ionisiert und gibt infolgedessen zu Durchschlägen
und sogar zu Explosionen der Muffen Anlaß. Das Bestreben der Kabeltechnik ist es schon immer gewesen, die Bildung von
Hohlräumen und Blasen in der Muffenfüllmasse zu verhindern. Meist wurde versucht,
dies durch geeignete Zusammensetzung der Masse zu bewirken oder dieBlasen wenigstens
dadurch möglichst unschädlich zu machen,
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daß vorspringende Kanten, an denen sie sich ansetzen konnten, möglichst vermieden wurden.
Diese Maßnahme konnte jedoch nicht die Blasenbildung im Innern der Füllmasse und an der Oberfläche verhindern. Auch das
Evakuieren der Muffen ohne besondere Maßnahmen hat nicht das Eindringen der Luft
zusammen mit der Isoliermasse verhindern können.
ίο Nach der vorliegenden Erfindung wird nicht nur, wie bei bisher angewandten Verfahren,
die Luft aus den Kabelgarniturteilen entfernt, sondern gleichzeitig wird auch das
Eindringen der Luft mit der Masse von vornherein verhindert, und zwar dadurch, daß
man die Masse aus einem geschlossenen, auf die Muffe luftdicht aufgesetzten Behälter einlaufen
läßt und gleichzeitig die Muffe evakuiert.
Bei diesem Verfahren kann der angestrebte Zweck der Blasenverhinderung auf verschiedene
Weise erreicht werden.
Entweder wird nun die Muffe evakuiert und der geschlossene Behälter vor dem Aufsetzen
auf die Muffe ganz mit Masse gefüllt oder der Behälter wird nur zum Teil gefüllt
und de'r Raum, der über der Masse frei bleibt, wird ebenso wie die Muffe evakuiert.
Bei dem ersteren Verfahren entsteht beim Einlaufen der Masse in die Muffe von selbst ■■
ein Vakuum oberhalb der Masse, welches die j Luft in der Masse verdünnt und ansaugt. ;
Bei dem zweiten vollkommeneren Verfahren wird von außen her ein Vakuum in beiden ;
Gefäßen, der Muffe und dem Füllbehälter, ; erzeugt. Dieses Vakuum kann gleich stark
oder verschieden stark sein und von einer ' oder mehreren Stellen (Luftpumpen) aus erzeugt
sein. Der Vorratsbehälter wird zweckmäßig unmittelbar auf die Muffe aufgesetzt. Das unmittelbare Aufsetzen des Vorrats- |
behälters auf die Muffe bringt den Vorteil, { daß die Masse bis zum Eintritt in die Muffe j
einen kurzen Weg zurückzulegen hat und lange flüssig bleibt.
In der Zeichnung sind Anordnungen dargestellt, welche zur Ausübung der geschilderten
Verfahren dienen.
Abb. ι zeigt eine Anordnung, bei welcher der geschlossene Behälter ganz mit flüssiger
Masse ausgefüllt ist" und das Vakuum beim
Einlaufen der Masse von selbst im Behälter entsteht.
In der Muffe 1 sind zwei Kabel 2, 21 miteinander
verbunden. Mit der Muffe ist ein Vorratsbehälter 3 verbunden, welcher mit Füllmasse 4 angefüllt ist. Die Füllmasse aus
j dem Behälter 3 fließt unter ihrem eigenen Gewicht durch das Rohr 5 und die Absperrvorrichtung
6 in die Kabelmuffe und füllt den unter Vakuum stehenden Raum 7 aus. Die
Leitung 8 führt zur Luftpumpe und ist mit einem Absperrorgan 9 versehen.
'Abb. 2 zeigt eine Anordnung, bei welcher
das Vakuum in der Muffe und im Behälter von außen her erzeugt wird.
Die zur Luftpumpe führende Vakuumleitung 8 ist nur an den zum Teil mit Kabelfüllmasse
4 gefüllten Behälter 3 angeschlossen. Beim Evakuieren des Vorratsbehälters 3 wird
nicht nur die Luft aus dem oberen Teil des Behälters abgesaugt, sondern durch das zylindrische
Rohr 10 auch die in der Muffe 1 enthaltende Luft. Das zylindrische Rohr 10
steht durch die öffnungen 11 mit dem oberen Teil des Vorratsbehälters in Verbindung. An
Stelle der aus der Muffe abgesaugten Luft dringt Kabelfüllmasse aus dem Vorratsbehälter
3 durch die öffnungen 12 und das Rohr 13 in die Kabelmuffe. Ein Ventil 14
dient zum Abschließen des Rohres 13.
Claims (5)
1. Verfahren zum blasenfreien Füllen von Muffen und anderen Kabelgarniturteilen
unter Vakuum, dadurch gekennzeichnet, daß außer dem in dem zu füllenden Behälter erzeugten Vakuum ein
solches auch über der Füllmasse im Vorratsbehälter erzeugt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man die Füllmasse
aus einem vollkommen gefüllten und nach außen abgeschlossenen Gefäß in den evakuierten Behälter einlaufen läßt.—
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch _ gekennzeichnet, daß der Raum über der
Füllmasse im Vorratsbehälter evakuiert wird.
4. Verfahren nach Anspruch 1 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß die miteinander
in Verbindung stehenden Lufträume in der Muffe und im Vorratsbehälter,
von einer Stelle aus evakuiert werden.
5. Vorrichtung zur Ausübung des Verfahrens nach-Anspruch 3-und' 4, dadurch
gekennzeichnet, daß der Vorratsbehälter mit der Muffe durch zwei konzentrische Rohre in Verbindung steht, von welchen
■ das eine zum Absaugen der Luft aus der Muffe, das andere zum Abfließen der
Füllmasse in die Muffe dient.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEA36311D DE363606C (de) | 1921-09-25 | 1921-09-25 | Verfahren zum blasenfreien Fuellen von Kabelmuffen unter Vakuum |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEA36311D DE363606C (de) | 1921-09-25 | 1921-09-25 | Verfahren zum blasenfreien Fuellen von Kabelmuffen unter Vakuum |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE363606C true DE363606C (de) | 1922-11-11 |
Family
ID=6929570
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEA36311D Expired DE363606C (de) | 1921-09-25 | 1921-09-25 | Verfahren zum blasenfreien Fuellen von Kabelmuffen unter Vakuum |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE363606C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1490424B1 (de) * | 1963-07-09 | 1969-09-11 | Siemens Ag | Verfahren zur Herstellung von Verbindungsmuffen oder Reparaturstellen aus hochpolymeren plastischen Stoffen an elektrischen Kabeln oder Leitungen und Gefaess zur Durchfuehrung des Verfahrens |
-
1921
- 1921-09-25 DE DEA36311D patent/DE363606C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1490424B1 (de) * | 1963-07-09 | 1969-09-11 | Siemens Ag | Verfahren zur Herstellung von Verbindungsmuffen oder Reparaturstellen aus hochpolymeren plastischen Stoffen an elektrischen Kabeln oder Leitungen und Gefaess zur Durchfuehrung des Verfahrens |
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