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Verfahren zum Trocknen, Tränken und Ummanteln ölgefüllter elektrischer Kabel
Das Stammpatent betrifft ein Verfahren zum Trocknen, Tränken und Ummanteln ölgefüllter elektrischer Ein- oder Mehrleiterkabel, bei dem der Kabelkern unter Vakuum getrocknet und anschliessend mit entgastem Drucköl getränkt wird, wonach der Kabelkern, während er unter Öldruck gehalten wird, aus dem Tränkbehälter direkt der Ummantelungspresse zugeführt wird.
Nach der Erfindung im Stammpatent werden vor dem Trocknen des Kabelkernes auf die Enden desselben Verschlussköpfe aufgesetzt, die so geformt sind, dass sie beim Durchgang durch die Presse den Mantel an den Enden des Kabelkernes um die Verschlussköpfe öldicht abschliessen, worauf die Verschlussköpfe mit Leitungen verbunden werden, die zum Vorziehen des Kabelkernes und als Zuleitung für einen Heizstrom dienen, und nach Beendigung des Ummantelungsvorganges wird der Mantel nahe den Verschlussköpfen abgetrennt, die Leitungen werden'diesen Köpfen abgenommen und das vordere Ende des Kabels wird sofort an den Druckbehälter der Aufwickeltrommel angeschlossen, wogegen das hintere Ende des Kabels durch einen Pfropfen hermetisch verschlossen wird.
Beim Verfahren nach dem Stammpatent erfolgt das Tränken des Kabelkernes in einem Tränkbehälter, der einen Rohrstutzen aufweist, der zunächst mit Hilfe eines Flanschkopfes verschlossen ist. Nach dem Tränken des Kabelkernes wird dieser Flanschkopf abgenommen, damit der Kabelkern durch den Rohrstutzen mit Hilfe der-schon erwähnten Leitungen in die Ummantelungspresse gezogen werden kann. Nach dem Stammpatent ist nun bei Beendigung des Tränkens und Abnahme des Flanschkopfes vom Rohrstutzen des Tränkbehälters das Ventil in der Zuleitung für das Drucköl in den Tränkbehälter schwach geöffnet, so dass ein gewisser Ölaustritt am Mündungsende des Rohrstutzens erzwungen wird, um so jenes Öl aus dem Tränkbehälter zu entfernen, das an dieser Stelle in Berührung mit Luft kommt und dadurch gashältig werden kann.
Mit andern Worten bleibt in dem Zeitintervall zwischen der Abnahme des Flanschkopfes vom Rohrstutzen und der Verbindung des Rohrstutzens über ein gewelltes metallisches Rohr, durch das der Kabelkern geführt wird, mit der Ummantelungspresse die freie Oberfläche des Öles am Ende des Rohrstutzens in Berührung mit der umgebenden Luft, so dass das Öl an dieser Oberfläche begast wird. Um dieses begaste Öl zu beseitigen, wird bei der im Stammpatent beschriebenen Verfahrensweise das Öl aus der Mündung des Rohrstutzens während des erwähnten Zeitintervalls ausfliessen gelassen. Auf diese Weise ergibt sich vom elektrischen Standpunkt aus der Vorteil, dass im Tränkbehälter stets nur entgastes Öl vorhanden ist.
Anderseits kann sich dabei aber im Hinblick auf die nahe gelegene Ummantelungspresse auch eine Feuersgefahr ergeben.
Die Erfindung zielt nun darauf ab, den erwähnten Nachteil zu beseitigen, und verbessert zu diesem Zweck das Verfahren nach dem Stammpatent dadurch, dass erfindungsgemäss nach dem Tränken des Kabel- kernes das Ventil für denAuslass vonöl aus dem Tränkbehälter für eine Zeitspanne geöffnet wird, die ausreicht, um den Ölspiegel im Rohrstutzen des Tränkbehälters so weit abzusenken, dass der Flanschkopf von diesem Rohrstutzen abgenommen werden kann ; zur gleichen Zeit wird unter geringem Druck ein inertes Gas, wie beispielsweise trockenes Kohlendioxyd, in den Rohrstutzen durch eine Rohrleitung eingelassen, die im höchsten Teil dieses Stutzens einmündet.
Es kann dann während der gesamten Zeit, die erforderlich ist, um mittels des gewellten metallischen Rohres eine vakuumdichte Verbindung des Tränkbehälters mit der Ummantelungspresse herzustellen, inertes Gas an der Mündung des Rohrstutzens ausströmen. Wäh-
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rend dieser Zeit verhindert somit das Ausströmen von Gas den Eintritt von Luft in den Oberteil des Tränkbehälters. Sobald die erwähnte Verbindung hergestellt worden ist, wird die Zufuhr von Gas, z. B. Kohlendioxyd, unterbrochen, und nach bekannten Verfahren wird im Raum zwischen dem Ölspiegel im Rohrstutzen und dem geschlossenen Ende des vorher schon gezogenen Bleimantels ein Vakuum erzeugt, wodurch sich dieser Raum mit Öl füllt.
Es wird also gemäss der Erfindung in dem Zeitintervall zwischen der Abnahme des Flanschkopfes vom Rohrstutzen und der Verbindung der Mündung des letzteren mit der Ummantelungspresse ein Ausströmen von Kohlendioxyd aus dieser Mündung bewirkt, um zu verhindern, dass Luft aus der Umgebung in den Oberteil des Rohrstutzens gelangt und in Berührung mit der freien Öloberfläche kommt.