AT203568B - Verfahren zum Trocknen, Tränken und Ummanteln ölgefüllter, elektrischer Kabel und Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens - Google Patents

Verfahren zum Trocknen, Tränken und Ummanteln ölgefüllter, elektrischer Kabel und Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens

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AT203568B AT457057A AT457057A AT203568B AT 203568 B AT203568 B AT 203568B AT 457057 A AT457057 A AT 457057A AT 457057 A AT457057 A AT 457057A AT 203568 B AT203568 B AT 203568B
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    • C21METALLURGY OF IRON
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    • C21B2100/42Sulphur removal

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  • Manufacturing Of Electric Cables (AREA)

Description


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   Verfahren zum Trocknen, Tränken und Ummanteln ölgefüllter" elektrischer Kabel und Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens 
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Trocknen, Tränken und Ummanteln   ölgefüllter   elektrischer Kabel sowie eine Einrichtung zur Durchführung dieses Verfahrens. 



   Bei ummantelten Kabeln, bei denen ein oder mehrere Kabelleiter mit einer mit Isolierflüssigkeit, vorzugsweise Öl, getränkten Bewicklung einen Kabelkern bildet bzw. bilden, der mit einem   Bleimantel   umpresst ist, müssen, insbesondere bei Kabeln für höhere Spannungen, vor dem Tränken alle in der Isolierung noch   enthaltenen-Gas-oder Lufteinschlüsse zuverlässig   entfernt werden und es müssen Massnahmen getroffen werden, um während des Tränkens und Ummantelns ein neuerliches Einsickern von Luft in die Isolation und in das Tränköl vollständig zu verhindern. 



   Zu diesem Zweck wird bei einem bekannten Verfahren der auf einer Trommel mit horizontaler Achse aufgewickelte Kabelkern   ill   einen Behälter eingesetzt und in diesem getrocknet und seine Isolierung mit Öl   getränkt.   Es kann auch der bereits mit Öl getränkte Kabelkörper auf dieee Trommel aufgewickelt und in den Behälter eingesetzt werden. Hierauf wird das vordere Kabelende durch ein zwischen dem Behälter und   der Bleipresse angeordnetes Verbindungs ohr   in die Presse eingeführt und ein Stück ummantelt, worauf das Ende des Bleirohres verlötet wird. Nach Aufsetzen des Deckels auf den Behälter wird dieser zunächst vollkommen evakuiert und hierauf durch eine Pumpe aus einer Zisterne mit Drucköl gefüllt.

   Hierauf wird das vordere Ende des Kabels an einer Aufwickeltrommel befestigt, die das Kabel während des nurmehr durchgeführten Ummantelns durch die Presse zieht. 



   Dieses bekannte Verfahren kann aber bei der Ummantelung ölgefüllter, elektrischer Kabel nicht angewendet werden, weil hiebei eine einwandfreie Füllung des Kabels mit Öl nicht durchführbar ist und ein Eindringen von Luft in die Ölfüllung nicht zuverlässig vermieden werden kann. 



   Die Erfindung bezweckt daher die Schaffung eines Verfahrens zum Trocknen. Tränken und Ummanteln   ölgefüllter,   elektrischer Ein- oder Mehrleiterkabel, bei dem der Kabelkern unter Vakuum getrocknet und anschliessend mit entgastem Druckbl getränktwird, wonach der Kabelkern, während er unter Druck gehalten wird, aus dem   Tränkbehälter   direkt der Ummantelungspresse   zugeführt   wird.

   Bei diesem Verfahren werden gemäss der Erfindung auf die Enden des Kabelkernes Verschlussköpfe aufgesetzt, die so geformt sind, dass sie beim Durchgang durch die Presse den Mantel an den Enden des Kabelkerns öldicht abschliessen, worauf die   Verschlu : 3köpfe   mit Leitungen verbunden werden, die zum Vorziehen des Kabelkerns und als Leitung für einen Heizstrom dienen, durch den in an sich. bekannter Weise während der Trocknung des Kabelkerns der oder die Kabelleiter erwärmt wird bzw. werden. Nach der Ummantelung wird der Mántel nahe den Verschlussköpfen abgetrennt, worauf die Leitungen von den Verschlussköpfen abgenommen werden. Dann wird das vordere Ende des Kabels sofort an den Druckölbehälter der Aufwickeltrommel angeschlossen, wogegen das hintere Ende des Kabels durch einen Pfropfen hermetisch verschlossen wird. 



   Das   erfindungsgemässe Verfahren bietet   unter anderem den Vorteil, dass der Kabelkern nicht nur während der gesamten Behandlung unter Überdruck steht, sondern überdies noch durch die Verschlussköpfe gegen das Eindringen von Luft in die Isolierung und in die Ölfüllung geschützt wird, wobei diese Verschlussköpfe zugleich einen Ölaustritt verhindern und zum Anschluss der auch als Zugorgane verwendeten Heizleitungen dienen. 

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   In den Zeichnungen, welche einige   beispielsweise Ausführungsformen   der Erfindung veranschaulichen, zeigen die Fig. l und 2 em Ausführungsbeispiel eines zur Durchführung des erfindungsgemässen Verfahrens geeigneten Behälters in Vertikalbauart in einem Längsschnitt nach der Linie   I-I   in Fig. 2 und in einem Querschnitt nach der Linie   lI-lI   in Fig. 1. Die Fig.   3 - 5   zeigen ein Ausführungsbeispiel für die Herstellung von ölgefüllten Einleiterkabeln. Die Fig.   6 - 9   zeigen ein anderes Ausführungsbeispiel der Erfindung für die Herstellung von Dreileiterkabeln, wobei Fig. 7 einen Querschnitt nach der Linie   VII-VII   in Fig. 6 darstellt.

   Fig. 10 zeigt in schematischer Darstellung eine Anlage zum erfindungsgemässen Ummanteln eines Kabelkerns im Grundriss. 



   Der in Fig. 1 dargestellte Behälter ist ein   Metallbehälter     1,   der vorzugsweise aus rostfreiem Stahl besteht, um die Möglichkeit der Verunreinigung des Isolieröls auszuschliessen. Der feststehend angeordnete   Behälter   hat einen mit Stützträgern versehenen halbzylindrischen Boden und ist von einem Heizmantel oder von Heizschlangen 2 umschlossen. Der Behälter hat oben einen Deckel 3, der mit einem vakuumdichten Flansch 4 und einem Heizmantel 5 ausgestattet und aus später   erläuterten Gründen   nach einer Seite geneigt ist. 



   Auf der einen Seite   de-Behälters befindet   sich ein nach oben geneigter Rohrstutzen 6, der mit einem abnehmbaren, einen vakuumdichten Flansch tragenden Kopf 7 ausgestattet ist, welcher entweder aufgesetzte (nicht dargestellte)   Regel-und Prüfeinrichtungen   trägt oder an solche Einrichtungen angeschlossen ist. Am Kopf 7 befindet sich ferner eine Büchse, die in einem Sockel 8 endigt, welcher zur Zuführung eines elektrischen Stromes zu dem Leiter oder den Leitern am vorderen Ende des Kabelkerns mittels einer Leitung 29 dient, die nachfolgend   als "vordere Heizleitung" bezeichnet   wird, und die in bekannter Weise während der Trocknung des Kabelkernes zu dessen Erwärmung vorgesehen ist. 



   Der kegelstumpfförmige Rohrstutzen 6 ist mit der Behälterwand verbunden, bildet mit dieser ein Stück und ragt über die Behälteroberkante nach oben ; dadurch unterscheidet sich die dargestellte Vorrichtung von andern Vorrichtungen, bei denen der Rohrstutzen einen mit dem Deckel verbundenen Teil bildet oder unterhalb der Oberkante des   Behälters   endet. 



   An gegenüberliegenden Seitenwänden des Behälters sind vertikale Schienen 9 vorgesehen (Fig. 2). 



  Diese Schienen führen die seitlichen Tragzapfen einer Abrolltrommel 11 bis zu einer Auflage 10, welche diese Tragzapfen abstützt, so dass die Trommel im Behälter aufgehängt ist und sich frei um ihre eigene Achse drehen kann. 



   Ein unten am Behälter angeordnetes Anschlussrohr 13 isL mit einem nicht dargestellten Ventil ausgestattet und dient zur Verbindung des Behälters mit einem nicht gezeigten Ölreservoir, wogegen ein ebenfalls mit einem nicht dargestellten Ventil ausgestattetes Anschlussrohr 12 am oberen Teil des Behälters zum Anschluss an eine nicht gezeigte Vakuumpumpe dient. Das Ölreservoir liegt höher als der Behälter 1. 



   Durch die Wand des Behälters ist elektrisch isoliert ein Gleitkontaktstift 14 geführt, der zur   Zufüh-   rung von Heizstrom zu einem an einem Haspelflansch montierten Kontaktsockel 15 dient, welcher mittels einer nachfolgend als "hintere Heizleitung" bezeichneten Leitung   29'mit   dem Leiter oder den Leitern am inneren Ende des Kabelkerns verbunden ist. 



   Gegenstand der Erfindung ist weiters eine Einrichtung, die zur Zurichtung der Enden des zu durchtränkenden und zu ummantelnden Kabelkerns verwendet wird. Diese Einrichtung umfasst a) metallische Elemente zur elektrischen Verbindung des Leiters oder der Leiter an jedem Kabelende mit den zugeordneten Heizleitungen. Diese Elemente weisen geeignete Bohrungen auf, die eine Verbindung zwischen dem Inneren des Kabelkerns und der Aussenseite ermöglichen ; b) eine Metallkappe mit einem dem Aussendurchmesser des Kabelkerns annähernd gleichen Durchmesser ; diese Metallkappe wird auf das Ende des Kabelkerns aufgesetzt und mit dem oben angeführten metallischen Element fest. verbunden. 



   Fig. 3 zeigt an einem nicht einschränkenden Beispiel eine praktische   Ausführungsforrn   einer solchen Einrichtung an den Enden eines ölgefüllten Einphasenkabels 17. 



   Das Ende des Leiterstranges 18 ist in erforderlicher Länge durch Entfernen der Papierisolation 19 blank gemacht. In den Ölkanal im Kabelleiterstrang wird ein durchbohrter Stift 20 mit einer passenden Abstufung 21 eingesetzt, der zur Verriegelung des Endes der. im Kabelleiterstrarg liegenden Stahlbandwendel dient. 



   Auf jedes Ende des Kabelkerns wird nach Abnahme einiger weniger Isolierpapierlagen eine Leichtmetallkappe 26 mit geeigneter Länge aufgesetzt, deren Aussendurchmesser dem Durchmesser des Kabelkerns ungefähr gleich ist. Diese Kappe ist mit einer Zwinge 23 verbunden, welche längs ihrer Achse durchbohrt und mit einem zylindrischen Gewinde 24 versehen ist. Die Zwinge hat einen zylindrischen Zapfen mit einem Gewindeansatz 25 und wird im Abschnitt A-B, vorzugsweise durch Aufpressen in einer 

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 hydraulischen Fresse, mit dem Leiterstrang verbunden. 



   Auf diese Weise ist jedes Ende des Kabelkerns fertig zur Verbindung mit den Heizleitungen 29 bzw. 



    29'und   kann mit diesen durch passende Anschlussstücke vereinigt werden. Diese Anschlussstücke bestehen   z. B.   aus Metallkabelschuhen   27.   die auf die Enden der vorderen und hinteren Heizleitungen 29 bzw. 29' aufgelötet sind. Der Kabelschuh 27 ist durch einen federnden, in Segmente aufgespalteten Sockel 28 verlängert, in den der Zapfen der Zwinge 23 eingesetzt wird. Zur Erzielung einer guten mechanischen Verbindung und des erforderlichen Kontaktes für einen einwandfreien Übergang des Heizstromes zwischen der Zwinge 23 und den Metallsegmenten 28 wird auf den Gewindeteil 24 eine Metallmuffe 30 aufgeschraubt, welche die Segmente 28 gegen den Zapfen der Zwinge 23 presst. 



   Der axiale Kanal der Zwinge 23 liegt mit der Bohrung des Zapfens 20 ausgerichtet und ermöglicht eine rasche Evakuierung der Luft aus dem Kabelkern sowie den Einlass von Tränköl in das Kabel. 



   Das Ende des Ölkanals kann durch Aufschrauben eines   Verschlusspfropfens 31   (Fig. 4) auf den Ge-   windeani : atz   25 verschlossen werden. 



   Bei einem Mehrleiterkabel, z. B. mit drei Leitern, ist die zur Zurichtung der Enden der Leiterstränge eines Merhleiterkabelkerns 32 verwendete, in Fig. 6 veranschaulichte Einrichtung ähnlich wie bei der eben beschriebenen Einrichtung für ein Einleiterkabel ausgebildet. 



   Bei einem solchen Kabel werden die Leiterstränge 34, 35 und 36 auf eine kurze Strecke von Isolation befreit. An einem Ende des Kabels werden die Enden der Kabelleiter 35 und 36 etwas gekürzt und mittels einer auf den beiden Leitersträngen angelöteten Metallschelle 37 miteinander verbunden. Das Ende des Leiters 34 wird in einenMetallkabelschuh 38 eingeführt und   angelötet. Am ändern Ende   des Kabelkerns 32 werden die Enden zweier anderer   Leiter, z. B.   34 und 35, mittels einer entsprechenden Metallschelle miteinander verbunden, wogegen ein Kabelschuh   38'auf   dem Ende des Leiterstranges 36 angelötet wird. Auf diese Weise kann der elektrische Strom die drei Leiterstränge des Kabels in Reihenschaltung durchfliessen und erwärmen. 



   Der Kabelschuh 38 hat, wie ebenfalls aus dem Querschnitt in Fig. 7, welcher den Querschnitt VII-VII wiedergibt, ersichtlich ist, an ihrer Aussenfläche vier Längsrinnen 40. Diese Rinnen bilden Zugänge für den Durchfluss des Tränköls, das in den Kabelkern 32 durch Kanäle eintreten kann, welche durch im Raume zwischen den Isolationen der Leiterstränge vorgesehene metallische Wendeln 39 gebildet sind. 



   An jedem Ende des Kabelkerns 32 wird nach teilweiser Abnahme der Isolationsbewicklung eine Leichtmetallkappe 43 aufgepasst, deren Aussendurchmesser dem Durchmesser des Kabelkerns 32 ungefähr gleich ist. Das andere Ende der Metallkappe 43 ist zu einem durchbohrten Metallsockel 41 verlängert, der den Kabeischuh 38 umschliesst und mit einem zylindrischen Gewinde 42 versehen ist. Der Sockel 41 trägt einen zylindrischen Zapfen, der einen Gewindeansatz 48 aufweist, und wird längs des Bereiches A-B, vorzugsweise durch Pressen in einer hydraulischen Presse, mit der Klemme 38 vereinigt. 



   Die Enden des Kabelkerns 32 sind damit fertig zur Verbindung mit den Heizleitungen 29 und   29'und   werden mit diesen durch Anschlussstücke verbunden, die ähnlich wie die bereits beschriebenen Einrichtungen für Einleiterkabel aufgebaut sind und aus einem Metallkabelschuh 44 bestehen, der auf einer Seite am Ende der zugeordneten Heizleitung angelötet wird und auf der andern Seite in einem federnden, in Segmente 45 aufgespalteten Sockel endet, in den der Zapfen des Sockels 41 eingesetzt wird. Eine auf das Gewinde 42 aufgeschraubte Metallmuffe 46 presst dieMetallsegmente 45 gegen den Zapfen des Sockels 41. 



   Der Sockel 41 hat innen Ansätze 47, welche einen Durchgang zwischen den Rinnen 40 der Klemme 38 und dem axialen Kanal im Sockel 41 gewährleisten und eine rasche Evakuierung der Luft aus dem Kabelkern und den Eintritt des Tränköls in das Kabel ermöglichen. Die Öffnung des Kanals im Sockel 41 kann-, wie Fig. 8 zeigt, durch Aufschrauben eines Pfropfens 49 auf den Gewindeansatz 48 verschlossen werden. 



   Die mit den Enden der Leiterstränge des Kabelkerns verbundenen Heizleitungen sind metallische Stränge, welche als Zugorgan für den Kabelkern und vor allem zur Zuleitung von Strom zu dem Leiter oder den Leitern des Kabelkerns dienen, um in bekannter Weise den bzw. die Leiter während der Trocknung unter Vakuum zu erwärmen.

   Das vordere Ende des Kabelkerns ist mit der vorderen Heizleitung 29 verbunden, welche eine ausreichende Länge haben soll, damit einerseits die Abrolltrommel 11 so weit gedreht werden kann, dass der Sockel 15 mit dem Gleitkontaktstift 14 (Fig. 2) in Berührung kommt, anderseits auch das vordere Ende des Kabelkerns in ausreichendem Abstand unter der Oberfläche des Öls in der Nähe des Flanschkopfes 7 des Behälters (Fig. 1) gehalten werden kann, wenn dieser Kopf nach Beendigung des Tränkungsvorganges geöffnet wird, wodurch die Oberfläche des Öls der Aussenluft ausgesetzt wird. 



   Das innere Ende des Kabelkerns ist mit der hinteren Heizleitung   29'verbunden,   welche so lang sein soll, dass die Ummantelung des Kabelkerns über dessen ganze Länge in einem Arbeitsgang möglich ist, 

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 ohne dass die Heizleitung 29'vom Kontaktsockel 15 abgenommen werden muss. 



   Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist weiters ein Verfahren zur Trocknung unter Vakuum, zur   Durchtränkung   mit entgastem Isolieröl und zum anschliessenden Ummanteln von ölgefüllten Ein- oder Mehrleiterkabeln. Dieses Verfahren umfasst die nachstehend angeführten, aufeinanderfolgenden Arbeitsvorgänge. a) Die Enden des Kabelkerns werden in der oben beschriebenen Weise verschlossen und mit den Heizleitungen 29 und 29'verbunden. b) Das freie Ende der hinteren Heizleitung   29'wird   an den Kontaktsockel 15 (Fig. 2) angeschlossen und dann werden die Heizleitung 29', der zu ummantelnde Kabelkern 17 bzw. 32 und die vordere Heizleitung 29 auf die Abrolltrommel 11 in koaxialen Windungen aufgewunden.

   c) Die Trommel 11 wird in das Innere des vertikalen Behälters so eingesetzt, dass sie sich ohne das Erfordernis eines motorischen Antriebes frei um ihre eigene, waagrechte Achse drehen kann. Dann wird das freie Ende der vorderen Heizleitung 29 mit dem Sockel 8 (Fig. 1) verbunden und der Gleitkontaktstift 14 in den Sockel 15 eingeschoben. d) Hierauf werden der Deckel 3 und der Kopf 7 vakuumdicht mit dem Behälter verbunden, der seinerseits mittels   derHeizmäntel   2 und 5 erwärmt wird ;

   der oder die Leiter des Kabelkerns werden ebenfalls mindestens während der anfänglichen Trocknungszeit durch einen elektrischen Strom erwärmt und im Behälter wird durch Auspumpen der Luft über das Ventil am Anschlussrohr 12 (Fig. 2) ein Vakuum erzeugt. e) Nach vollendeter Trocknung wird der Behälter nicht weiter erhitzt und der den oder die Leiter des Kabels erwärmende Strom wird ebenfalls abgeschaltet.

   Nun wird durch Öffnen des Ventils am Anschlussrohr 13 (Fig. 2) das bereits vorher entgaste Tränköl unter Vakuum in den Behälter eingelassen ; wenn der Behälter gefüllt ist, wird durch Schliessen des Ventils am Anschlussrohr 12 die Evakuierung beendet. f) Wenn der Kabelkern vollständig durchtränkt ist, dann ist das Ventil am Anschlussrohr 13 fast ganz geschlossen, so dass nach dem Abnehmen des Flanschkopfes 7 kein Öl, das infolge der Berührung mit Luft gashältig geworden ist, am oberen Ende des Rohrstutzens 6 überfliessen kann.

   Weiters muss der Gleitkontaktstift 14, der die Trommel 11 in einer bestimmten Lage festhält, vor dem Beginn des Ummantelns aus dem Sockel 15 herausgezogen werden, damit sich die Trommel 11 frei um ihre Achse drehen kann. g) Nun wird das Ummanteln begonnen, indem die vordere Heizleitung 29 von Sockel 8 gelöst und mit einemMetallstrang 51 (Fig. 10) verbunden wird, der als Zugleine zum Vorwärtsbewegen des vorderen Endes des Kabelkerns 17 bzw. 32 zum Eingang in die Presse 52 dient. Zu diesem Zwecke wird zunächst ein Stück Mantel 53 von 1 bis 2 m Länge leer aus der Presse ausgepresst, die dann stillgesetzt wird.

   Hierauf wird, nachdem das Ende des Rohrstutzens 6 mittels eines metallischen Ausdehnungsrohres 54, das zur Ermöglichung einer Streckung gewellt ist und ebenso wie die Presse 52 mit vakuumdichten Endflan-   schen   55,56 ausgestattet ist, an die Presse angeschlossen worden ist, die Zugleine 51 durch die Presse 52 und durch das Mantelstück 53 durchgezogen. Das vordere Ende des Kabelkerns kann nunmehr nach einer der beiden nachstehend erläuterten Methoden in die Presse 52 eingezogen werden :
1. Die erste Methode ist einfacher, aber weniger genau. Sie besteht darin, dass der Anfangsteil des leer ausgepressten Mantelstückes 53 nach aufwärts gebogen und dann das Ölventil am Anschlussrohr 13 ganz geöffnet wird, so dass die Presse solange mit Öl gefüllt wird, bis dieses am Ende des nach oben gebogenen Mantelstückes überfliesst.

   Dann wird die Presse in Betrieb gesetzt und die Zugleine 51 von Hand aus oder mittels einer Winde durch die Aufnahmetrommel 57 angezogen, um die Heizleitung 29 vorwärts zu bewegen, wodurch der Kabelkern 17 bzw. 32 von der Trommel 11 abgezogen wird, bis sein vorderes Ende den Eingang der Presse 52 erreicht. 



   2. Bei der zweiten Methode wird das Mantelstück 53 flüssigkeitsdicht um die Zugleine 51 verschlossen. Dann wird in dem Raum zwischen dieser Verschlussstelle und der freien Öloberfläche des Öls oben im Rohrstutzen 6 durch Auspumpen der Luft über ein Rohr 57 oder 57', das entweder an der Verbindungsstelle 56 des Ausdehnungsrohres mit der Presse 52 oder am Ende 58 des Mantelstückes 53 abgezweigt ist, ein Vakuum erzeugt. Nun wird das Ölventil am Anschlussrohr 13 ganz geöffnet, so dass der oben erwähnte Raum und die Presse unter Vakuum mit unter Druck stehendem Öl gefüllt werden. Dann wird die Evakuierung beendet und die Presse wird in Betrieb gesetzt. Durch Vorziehen der Zugleine 51 durch die Presse wird die Heizleitung 29 vorwärtsbewegt, bis das vordere Ende des Kabelkerns 17 bzw. 32 die Presse 52 erreicht. 

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   Beim Eintritt des vorderen Kabelendes in die Presse wird der Mantel durch den Pressdruck dicht   11m   die Aussenfläche der Metallkappe 26 (Fig. 3) oder 43 (Fig. 6) am   Kaelkernenc1e   gepresst und verschliesst dieses automatisch ; die Metallkappen werden daher   als "Verschlussköpfe" bezeichnet.   Dies ist ein grundsätzliches Merkmal der vorliegenden Erfindung. Der Kabelkern wird nunmehr ummantelt und bleibt hiebei immer noch unter Öldruck, um während des Abziehens von der Haspel und des Ummantelns die Gefahr des Eindringens von Luft in das Kabel auszuschalten. Das Kabel gelangt also vom Behälter direkt in die Presse.

   Die Haspel dreht sich nur durch die Wirkung des von der Presse auf das Kabel   ausgeübten   Zuges.   h)   Sobald das vordere Ende des Kabels aus der Presse austritt, wird der Mantel G im Abschnitt A-B in Richtung des Kabelvorschubes hinter der Metallmuffe 30 (Fig. 3) bzw. 46 (Fig. 6) durchschnitten und der erste Teil des Mantels entfernt.

   Dann wird, während das Kabel unter Öldruck bleibt, die Metallmuffe 30   DZW.   46 abgeschraubt, um die vordere Heizleitung 29 vom Kabel zu trennen, und das vordere Ende des Kabels wird nunmehr mittels eines biegsamen Rohres 16 (Fig. 5) oder 50 (Fig. 9), das auf das Gewinde 25 (Fig. 3) bzw. 48 (Fig. 6) aufgeschraubt wird, an einen   Druckölbehälter   angeschlossen, der im allgemeinen im Innern einer Kabelaufnahmetrommel angeordnet ist, welche auch zum Transport des Kabels verwendet werden kann. 



   Infolge der Länge der   hinterenHeizleitung 29'kann derKabelkern, ohne   diese Leitung vom Sockel 15 (Fig. 1) abtrennen zu müssen, in seiner ganzen Länge ummantelt   würden,   wonach die Metallkappe am inneren Ende des Kabelkerns beim Durchgang durch die Presse durch den auf den Mantel ausgeübten Pressdruck automatisch abgeschlossen wird. 



   Nun wird das Ventil für den Zufluss von   Öl in   den Behälter geschlossen und der Mantel G wird im Abschnitt A'-B'in Richtung des Kabelvorschubes vor der Metallmuffe 30'oder 46 durchschnitten. Die Metallmuffe wird abgeschraubt, um die hintere Heizleitung   29'vom   Kabel zu trennen, worauf ein Pfropfen 31' (Fig. 4) bzw. 49' (Fig. 8) auf den Gewindeansatz 25'bzw. 48'aufgeschraubt wird, um das innere Ende des Kabels hermetisch abzuschliessen. Die mit einem Strich versehenen Bezugszeichen bezeichnen nicht dargestellte Elemente am inneren Ende des Kabels, die den in den Zeichnungen gezeigten gleichartigen Elementen am vorderen Kabelende entsprechen. 



   Um das Eindringen von Luft in das Kabel durch das innere Ende des Kabelkerns zu verhindern, brauchen nunmehr weiter keine besonderen Massnahmen getroffen zu werden, weil dieses innere Ende unter Öldruck steht, solange das vordere Ende mit dem Druckölbehälter in der Aufnahmetrommel verbunden ist. 



   Mehrleiterkabel können ebenfalls auf die Aufnahmetrommel aufgewunden werden, ohne dass die Köpfe zwecks Abnahme der Schellen 37 und 37' (Fig. 6), welche die Kabelleiter in Reihe verbinden, geöffnet   werden müssen.   Diese Schellen können später abgenommen werden, wenn die Enden des Kabels für   Abnahmeprüfungen   geöffnet werden müssen oder wenn die Kabel verlegt werden. 



   Ein anderes Merkmal der vorliegenden Erfindung besteht darin, dass die Kabelenden mit dem Mantel sofort und automatisch verschlossen werden und die Verbindung zwischen dem Kabel und der Aussenluft auf die koaxialen Kanäle in den Zwingen 23 (Fig. 3) bzw. 41 (Fig. 6) beschränkt ist, welche verpfropft werden können, um das Kabel hermetisch abzuschliessen. 



   Das Verfahren und die Vorrichtung nach der Erfindung, insbesondere die in den Zeichnungen veranschaulichten Ausführungsformen derselben, können selbstverständlich im Rahmen der Erfindung in Einzelheiten noch abgewandelt werden. 



   PATENTANSPRÜCHE : 
1. Verfahren zum Trocknen, Tränken und Ummanteln ölgefüllter elektrischer   Ein-oder Mehrleiter-   kabel, bei dem der Kabelkern unter Vakuum getrocknet und anschliessend mit entgastem Drucköl getränkt wird, wonach der Kabelkern, während er unter Druck gehalten wird, aus dem Tränkbehälter direkt der Ummantelungspresse zugeführt wird, dadurch gekennzeichnet, dass vor der Tränkung auf die Enden des Kabelkernes   Verschlul1köpfe   aufgesetzt werden, die so geformt sind, dass sie beim Durchgang durch die Presse den Mantel ar den Enden des   Kabelke1'nes   öldicht abschliessen, worauf die Verschlussköpfe mit Leitungen verbunden werden, die zum Vorziehen des Kabelkernes und als Leitung für einen Heizstrom dienen, und dass nach der Ummantelung der Mantel nahe den Verschlussköpfen abgetrennt wird,

   die Leitungen von diesen abgenommen werden und das vordere Ende des Kabels sofort an den Druckölbehälter der Aufwickeltrommel angeschlossen wird, wogegen das hintere Ende des Kabels durch einen Pfropfen hermetisch verschlossen wird.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das automatische Verschliessen des Mantels an den Enden des Kabelkernes durch dichtes Anpressen des Mantels an den Aussenflächen der Verschlussköpfe durch Druck bewirkt wird. <Desc/Clms Page number 6>
    3. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass zur Einführung des vorderen Endes des zu ummantelnden Kabelkerncs in die Presse zunächst ein kurzes Mantelstück leer ausgepresst wird, worauf eine mit der vorderen Heizleitung verbundene Zugleine durch die Presse und durch das Mantelstück durchgezogen und das Mantelstück nach aufwärts gebogen wird, worauf aus dem Behälter Isolieröl in die Presse zugeführt wird, bis aus dem Ende des aufwärts gebogenen Mantelstückes Öl überfliesst, und dass nun die Presse in Betrieb gesetzt wird, wobei die vordere Heizleitung durch die von der Aufnahmehaspel auf die Zugleine ausgeübte Zugwirkung vorwärtsbewegt wird, bis das vordere Ende des Kabelkernes in die Presse eintritt und durch den Mantel automatisch verschlossen wird.
    4. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass zur Einführung des vorderen Endes des Kabelkernes in die Presse zunächst ein kurzes Mantelstück leer ausgepresst wird, worauf eine mit der vc. rderenFeizleituf1g verbundene Zugleine durch die Presse und durch das Mantelstück durchgezogen und das Ende des Mantelstückes flüssigkeitsdicht um die Zugleine abgeschlossen wird, dass anschlie- ssend in dem Raume zwischen dieser Abschlussstelle und der freien Oberfläche des Öls oben im Rohrstut hrstutzen an dem Tränkbehälter ein Vakuum erzeugt wird und dieser Raum mit unter Druck stehendem Isoler- öl aus dem Tränkbehälter gefüllt wird und dass nun die Presse in Betrieb gesetzt wird, wobei die vordere Heizleitrng durch die Zugwirkung der Zugleine vorwärtsbewegt wird,
    bis das vordere Ende des Kabels in die Presse eintritt und durch den Mantel automatisch verschlossen wird. EMI6.1 Endes des Kabelkernes gleich ist, auf das die Metallkappe nach Abnahme einer dünnen Isolationsschicht auf einen kurzen Längsabschnitt aufzusetzen ist.
    6. Einrichtung nach Anspruch 5 zur Durchführung des Verfahrens nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Metallkappe mit einem durchbohrten Sockel fest verbunden ist, der durch an sich bekannte Mittel auf dem Ende des Leiterstranges oder eines der Leiterstränge des zu ummantelnden Kabelkernes befestigbar ist und an das Ende der zugeordneten Heizleitung anschliessbar ist.
AT457057A 1956-07-14 1957-07-11 Verfahren zum Trocknen, Tränken und Ummanteln ölgefüllter, elektrischer Kabel und Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens AT203568B (de)

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1234822B (de) * 1959-07-02 1967-02-23 Gen Cable Corp Verfahren und Geraet zum Aufwickeln einer papierisolierten Kabelseele auf einer Aufnahme-haspel

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