DE765142C - Verfahren zur Herstellung von elektrischen Kabeln mit mit Masse getraenkter Papierisolierung - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von elektrischen Kabeln mit mit Masse getraenkter Papierisolierung

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DE765142C
DE765142C DES130431D DES0130431D DE765142C DE 765142 C DE765142 C DE 765142C DE S130431 D DES130431 D DE S130431D DE S0130431 D DES0130431 D DE S0130431D DE 765142 C DE765142 C DE 765142C
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DE
Germany
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cable
mass
gas
production
pressure
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Expired
Application number
DES130431D
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English (en)
Inventor
Carl Dipl-Ing Martini
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Siemens Schuckertwerke AG
Siemens Corp
Original Assignee
Siemens Schuckertwerke AG
Siemens Corp
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Publication date
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Application granted granted Critical
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Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01BCABLES; CONDUCTORS; INSULATORS; SELECTION OF MATERIALS FOR THEIR CONDUCTIVE, INSULATING OR DIELECTRIC PROPERTIES
    • H01B9/00Power cables
    • H01B9/06Gas-pressure cables; Oil-pressure cables; Cables for use in conduits under fluid pressure
    • H01B9/0611Oil-pressure cables

Landscapes

  • Processing Of Terminals (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von elektrischen Kabeln mit mit Masse getränkter Papierisolierung Elektrische Starkstromkabel erhalten in der Regel eine aus Papferbändern aufgebaute Isolierung, die mit mehr oder minder flüssigen Isolierstoffen getränkt und über der ein tränkmitteldichter Mantel fest aufgebracht wird. Zur Tränkung der Papierisolierung werden entweder dünnflüssige Öle oder aber zähflüssige Massen verwendet. In ersterem Fall wird durch an das Kabel angeschlossene Ausgleichsgefäße dem, Tränköl eine Möglichkeit gegeben, sich bei den, Erwärmungen des Kabels auszudehnen, ohne den Kabelmantel übermäßig zu beanspruchen, indem durch Längskanäle in oder zwischen den Leitern für einen leichten Längsffu:ß, des Tränköls gesorgt wird. Derartige Gefäße verteuern, aber die Anlagekosten wesentlich. Bei mit Masse getränkten Kabeln ist ein derartiger Ausgleich der Raumschwankungen der Tränkmasse nicht möglich, so daß- hier die Gefahr besteht, daß innerhalb der Isolierung beim Abkühlen des Kabels Hohlräume entstehen, die durch in ihnen auftretende Ionisationserscheinungen eine vorzeitige Zerstörung der Kabelisolierung herbeiführen können. Es sind bereits verschiedene Ausführungen und Vorschläge zur Vermeidung dieser Gefahr bekanntgeworden. So wird bei einer Kabelart die Hohlraumbildung dadurch vermieden, daß das Kabel von außen her durch ein von der Isolierung getrenntes Druckmittel unter dauerndem Überdruck gehalten wird, durch den der bei der Erwärmung des Kabels ausgedehnte KabeImanteI bei der Abkühlung des Tränkmittels wieder in seine urspriingliche Form zurückgepreßt wird. Zu diesem Zweck müssen aber die Kabel in eine Druckrohranlage eingezogen werden, die mit Druckerzeugern ausgerüstet ist und ständig überwacht werden muß. Bei einer anderen bekannten Ausführung wird dagegen in das nicht voll mit Masse durchsetzte Kabelinnere ein gasförmiges Druckmittel eingeleitet und ständig von außen unter Überdruck gehalten. wodurch in den im Kabel vorhandenen Hohlräumen die Ionisationsspannung heraufgesetzt wird. Auch eine solche Kabelanlage muß, abgesehen von der besonderen Ausgestaltung des Kabelmantels. dauernd an Druckerzeuger angeschlossen sein, und der in ihr herrschende Druck muß dauernd überwacht werden. Es ist weiterhin der Vorschlag bekannt, an das Kabel ein Massevorratsgefäß anzuschließen, dessen Masseinhalt unter dem Druck eines Gases gehalten wird, wodurch bei etwaigen Hohlraumbildungen innerhalb der Kabelisolierung ständig Masse nachgepreßt werden soll. Auch diese Anlage erfordert das dauernde Vorhandensein einer Druckquelle und deren überwachung. Weiter ist es bekannt, durch einen besonderen Aufbau der Kabelseele unterhalb des Kabelmantels Hohlräume zu schaffen. die mit einem Gas unter Druck gefüllt werden und bei den Erwärmungsspielen des Kabels als Gaspolster wirken. Diese Ausführung erfordert aber einen besonderen Aufwand bei der Herstellung des Kabels.
  • Die Erfindung hat sich demgegenüber zur Aufgabe gestellt, ein Kabel mit mit Masse getränkter Papierisolierung ohne Tränkmittelkanäle und darüber fest aufgebrachtem tränkmitteldichtem Mantel derart zu verbessern, daß die Gefahr einer vorzeitigen Zerstörung durch Ionisationserscheinungen innerhalb der Isolierung vermieden wird, ohne daß hierfür übermäßige Aufwendungen bei der Kabelherstellung oder im Betrieb erforderlich wären. Gemäß der Erfindung gelingt dies dadurch, daß das fertige, vorzugsweise gepanzerte Kabel von einem oder beiden freien Enden her durch ein neutrales Gas hoher Durchschlagsfestigkeit so lange unter Druck gesetzt wird, bis sich der Gasdruck über die ganze Kabellänge gleichmäßig verteilt hat, worauf die Kabelenden von der Druckvorrichtung getrennt und verschlossen «erden. Durch dieses Verfahren werden die innerhalb der Isolierung gegebenenfalls vorhandenen Hohlräume mit Gas gefüllt und unter Druck gesetzt. Die Dauer der Behandlung gemäß der Erfindung richtet sich einerseits nach der Zähigkeit ',# s Tränkmittels und andererseits nach den Abmessungen des Kabels und wird in der Regel mehrere Stunden betragen.
  • Das Verfahren gemäß der Erfindung kann so ausgeübt «-erden, daß das Kabel unmittelbar nach seiner Fertigstellung unter Druck gesetzt wird, und zwar derart, daß durch den Gasdruck bereits eine gewisse Dehnung des Bleimantels erzielt wird. Die Durchführung des Verfahrens kann aber dadurch erleichtert werden, daß das Kabel vorher einem Erwärmungskreislauf unterworfen wird. wodurch bereits vorher eine Dehnung des Kabelmantels hervorgerufen wird. Weiterhin kann es sich empfehlen, während oder zumindest gegen Ende des Druckverfahrens des Kabels zu unterkühlen, um durch Vergrößerung der Hohlräume innerhalb der Isolierung das Eindringen des Gases längs der Kabellänge in diese Hohlräume zu erleichtern.
  • Beim Trennen des Kabels von der Gasdruckeinrichtung und bei der Herstellung der Kabelverbindungen wird zwar der Druck innerhalb des Kabels wieder etwas absinken. Es hat sich jedoch gezeigt, daß dieser Vorgang nur sehr langsam vor sich geht, so daß genügend Zeit für die Durchführung von SpIeißarbeiten -und Abschlüssen zur Verfügung steht, ohne daß der Druck im Kabel übermäßig absinkt. Es wird sich dann nach dem Abschließen des Kabels ein allmählicher Druckausgleich über die ganze Kabellänge ergeben, der, wie praktische Versuche gezeigt haben, eine bedeutende Verbesserung des Kabels gewährleistet. Auf jeden Fall wird durch die Erfindung vermieden, daß im Kabelinnern Hohlräume vorhanden sind, deren Inneres unter geringerem als Atmosphärendruck steht.
  • Trotzdem empfiehlt es sich, die Kabelenden nur so kurzzeitig wie möglich geöffnet zu lassen, um im Kabelinnern einen möglichst hohen Gasdruck aufrechtzuerhalten. Außerdem können nach der Herstellung der Kabelverbindungen das Innere der Kabelmuffen und die Kabelenden von den 'Muffen her noch einmal kurzzeitig unter Gasdruck gesetzt werden, um etwaige Gasverluste zu ersetzen.
  • Das '\'erfahren gemäß der Erfindung hat außer der Heraufsetzung der Ionisationsspannung in den mit unter Druck stehenden gasgefüllten Hohlräumen den weiteren Vorteil, da.ß die Gaseinschlüsse als Atmungspolster wirken, da sie bei Wärmedehnung des Tränkmittels zusammengedrückt «-erden und infolgedessen den normalerweise bereits durch die Armierung genügend gestützten Bleimantel weiterhin vom Druck entlasten. Bei der Abkühlung des Kabels dehnt sich das in den Hohlräumen enthaltene Gas wieder aus und vermeidet dadurch die Bildung von Hohlräumen mit Unterdruck. Versuche haben gezegt"daß ein nach dem Verfahren gemäß der Erfindung behandeltes Kabel im Aufstieg des dielektrischen Verlustwinkels vor und nach einem Erwärmungszyklus bedeutend geringere Unterschiede aufweist als ein nicht behandeltes Kabel.
  • Das Verfahren gemäß der Erfindung kann mit geringen Kosten sowohl an neu hergestellten Kabeln am. Erzeugungsart alts auch an bereits verlegten Kabeln am Verlegungsort 'durchgeführt werden.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE.-i. Verfahren. zur Herstellung von Kabeln mit mit Masse getränkter Papierisolierung ohne Tränkm@ittelkanäle und darüber fest aufgebrachtem uränkmitteldichtem Mantel, dadurch gekennzeichnet, daß das fertige, vorzugsweise bereits gepanzerte Kabel von einem oder beiden freien Enden her durch ein neutrales Gas hoher Durchschlagsfestigkeit so lange unter Druck gesetzt wird, bis sich das Druckgas über die ganze Kabellänge gleichmäßig verteilt hat, worauf die Kabelenden von der Druckvorrichtung - getrennt und verschlossen werden.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das Kabel z.uvoT einem Erwärmungskreislauf unterworfen wird.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das Kabel gegen Ende des Druckverfahrens unterkühlt wird. Zur Abgrenzung des Erfindungsgegenstands vom Stand der Technik sind im Erteilungsverfahren folgende Druckschriften in Betracht gezogen; worden Deutsche Patentschriften Nr. 54 837, 621 631; österreichische Patentschrift Nr. 128 176; britische Patentschrift Nr. 440 322.
DES130431D 1938-01-18 1938-01-18 Verfahren zur Herstellung von elektrischen Kabeln mit mit Masse getraenkter Papierisolierung Expired DE765142C (de)

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Citations (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE54837C (de) * telephon-apparat.fabrik fr. welles in Berlin S.O., Engeiufer 1 Verfahren zur Isolirung elektrischer Rohrkabel
GB440322A (de) * 1900-01-01
AT128176B (de) * 1928-05-16 1932-05-10 Ericsson Telefon Ab L M Kabel mit Bleimantel, insbesondere für Hochspannung.
DE621631C (de) * 1927-03-16 1935-11-11 Cie De Signaux Et Entpr S Elec Verfahren zur Herstellung elektrischer Hochspannungskabel

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