AT122290B - Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Hochspannungskabeln. - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Hochspannungskabeln.

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AT122290B
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Felten & Guilleaume Ag Oester
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Hochspannungskabeln. 



   Für die Betriebssicherheit von Hochspannungskabeln ist die Beschaffenheit ihres Dielektrikum von ausschlaggebender Bedeutung. Allgemein verwendet man heute für den Aufbau desselben Papier, das in Form von dünnen Streifen schichtweise auf die Leiter aufgetragen und nach vorhergehender Trocknung mit Öl getränkt wird. Es ist nun selbst bei sorgfältigster Herstellung des Dielektrikums unvermeidlich, dass störende gasförmige Einschlüsse in oder zwischen den Papierschichten verbleiben.

   Die   Adhäsivwirkung dieser   gasförmigen   Einschlüsse   ist nämlich von solcher Kraft, dass die bekannten Massregeln (Verwendung äusserst dünner Papierstreifen für den Aufbau des Dielektrikum, möglichst weitgehende Evakuierung vor der Tränkung, Anwendung verhältnismässig hoher Temperaturen während des Trocken-und Tränkprozesses usw.) nicht ausreichen, um sie ganz zu entfernen bzw. unschädlich zu machen. 



   Die vorliegende Erfindung bezweckt, den schädlichen   Einfluss   dieser unvermeidlichen gasförmigen Einschlüsse im Dielektrikum zu bekämpfen. Es geschieht dies dadurch, dass die fertige ölgetränkte Kabelseele sowohl vor dem Umpressen mit einem Bleimantel als auch während dieses Vorgangs in vorzugsweise dünnflüssigem Isolieröl bei niederer Temperatur unter möglichst hohem Druck gehalten wird, um die adhäsiven gasförmigen Filme nach Möglichkeit zu verdichten. Durch die Verdichtung der gasförmigen Einschlüsse und die dadurch mögliche höhere Füllung des Dielektrikum   mit Isolieröl wird   erreicht, dass das Dielektrikum sich einem mehr homogenen Zustande nähert und dass seine Durchschlagsfestigkeit beträchtlich erhöht wird. 



   Das Umpressen mit Blei unter   Öldruck gestattet es aber, gleichzeitig   noch einen weiteren Vorteil zu erzielen. Die Bleipressen müssen nämlich   nach Auspressen der Bleifüllung angehalten   und neuerlich gefüllt werden. Bei grossen Pressen, wie sie für Höchstspannungskabel infolge deren grossem Durchmesser und den häufig geforderten grossen Fabrikationslängen vorwiegend Verwendung finden, sind diese Haltezeiten ziemlich beträchtlich, und es tritt dabei häufig eine starke Erhitzung des gerade in der Presse befindlichen   Kabelstückes   ein, die eine Gefahr für das Dielektrikum des Kabels bedeutet.

   Aus diesem Grunde ist es von Wichtigkeit, das Dielektrikum des Kabels einerseits möglichst gekühlt der Presse zuzuführen, anderseits aber durch eine weitgehende Kühlung während der Haltezeiten der Bleipresse schädliche Überhitzungen an der kritischen Stelle zu vermeiden. Beides lässt sieh nun mit Hilfe des Verfahrens nach der Erfindung erreichen, wenn für Zirkulation und   zweckmässig auch   besondere   Kühlung   des unter Druck stehenden Isolieröls gesorgt wird, welches das Kabel bis zu seinem Eintritt in den Bleipressraum umgibt. 



   In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel einer Einrichtung schematisch dargestellt, die zur Durchführung des Verfahrens geeignet ist. (t ist eine Isolierölzisterne, b eine Druckpumpe zur Beförderung des Öls aus der Zisterne in den Druckkessel, c ein   Ölakkumulator   für den Druckausgleich, d der Druckkessel zur Aufnahme des Kabels, der mit Kühlschlangen (in der Zeichnung nicht dargestellt) ausgeriistet ist und an den die Vakuumleitung   1,   die Ölspeiseleitung 2, das   Verbindungsstück   3 sowie die Ölzirkulationsleitung 6 angeschlossen sind. e ist die Druckpumpe zur Erzeugung der Ölzirkulation, f die Bleipresse mit dem Presswerkzeug 4, welches mit Kanälen für die Ölzirkulation versehen ist, und   y/der Aufspulhaspel   zur Aufnahme des fertigen mit Blei umpressten Kabels 5.

   

 <Desc/Clms Page number 2> 

 
 EMI2.1 
 die Presse f eingeführt und das Ende des Bleirohrs 5 verlötet. Nach Aufsetzen des Deckels auf den Kessel wird dieser zunächst vollkommen evakuiert und darauf durch Betätigung der Pumpe b aus der Zisterne a mit   Isolierül gefüllt   und unter den   gewünschten   Druck gesetzt. 



  Zur Regelung und Konstanthaltung des Druckes ist in die   Öldruckleitung ; 2   der Akkumulator'' eingeschaltet. Das   Verbindungsstück   3 und die Bohrung des   Presswerkzeuges 4   sind so bemessen. dass das Kabel sie nicht ausfüllt, so dass das Öl bis zum Bleipressraum   vordringen und neben   dem Kabel zirkulieren kann. 



   Nunmehr kann das Umpressen des Kabels mit dem Bleimantel beginnen. Die durch das Auslaufen des Kabels aus dem Kessel   dz   notwendige Nachfüllung mit Isolieröl aus der Zisterne   wird durch die Pumpe b fortlaufend bewirkt. Die gewünschte niedere Temperatur des Isolier- öls wird mit Hilfe der in den Kessel cl eingebauten Kühlschlangen erreicht. 



   Bei Betätigung der Pumpe e wird kühles Öl aus dem unteren Teil des Kessels d durch die Kanäle im Presswerkzeug 4 in die Bohrung des Dornes bis nahe an den Bleipressraum gebracht werden, wodurch das dort befindliche erwärmte Öl durch das Verbindungsstück 3 in den Kessel cl zurückgedrängt wird, so dass eine ständige   Wärmeabfuhr   von der gefährdeten Stelle des Kabels erfolgt. Das warme, in den Kessel   zurückgedrängte   Öl wird dort durch die Wirkung der eingebauten Kühlschlangen wieder auf die gewünschte niedere Temperatur gebracht. 



   Das Verfahren kann gegebenenfalls in der Weise ausgestaltet werden, dass der Kessel auch noch zur Trocknung und Tränkung der Kabelseele benutzt wird, zu welchem Zweck er allerdings auch mit einer Heizschlange ausgerüstet sein müsste. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Herstellung von   Hochspannungskabeln,   mit ölgetränktem Papierdielektrikum und Bleimantel, dadurch gekennzeichnet, dass die Kabelseele sowohl vor als auch während des Umpressens mit dem Bleimantel in   Isolieröl bei   niederer Temperatur unter   höherem   als   Atmosphärendruck   gehalten wird. um eine möglichst hohe Verdichtung der Gaseinschlüsse und eine möglichst vollständige Ölfüllung des Dielektrikum zu erzielen.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1. dadurch gekennzeichnet, dass zur Verhinderung jeder unzulässigen Erhitzung des Dielektrikums in der Presse während der Haltezeiten das unter Druck stehende kalte Isolieröl vorwiegend an den gefährdeten Stellen in Zirkulation versetzt wird.
    3. Verfahren nach Anspruch 2, gekennzeichnet durch fortlaufende Rückkühlung des sich EMI2.2 vorrichtungen.
    4. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass im Presswerkzeug Kanäle vorgesehen sind, durch welche das zirkulierende kalte Öl bis möglichst nahe an den Bleipressraum gelangt. EMI2.3
AT122290D 1928-12-05 1928-12-05 Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Hochspannungskabeln. AT122290B (de)

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Cited By (7)

* Cited by examiner, † Cited by third party
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