DE584046C - Einrichtung zum Trocknen und Traenken von Kabeln oder Kabeladern - Google Patents
Einrichtung zum Trocknen und Traenken von Kabeln oder KabeladernInfo
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Classifications
-
- H—ELECTRICITY
- H01—ELECTRIC ELEMENTS
- H01B—CABLES; CONDUCTORS; INSULATORS; SELECTION OF MATERIALS FOR THEIR CONDUCTIVE, INSULATING OR DIELECTRIC PROPERTIES
- H01B13/00—Apparatus or processes specially adapted for manufacturing conductors or cables
- H01B13/30—Drying; Impregnating
Landscapes
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Description
Bei der Trocknung und Tränkung der mit Papier isolierten Adern für Starkstromkabel
kommen neuerdings auch andere Ausführungen als die bisher üblichen Einrichtungen,
bei denen die Adern in Ringform aufgeschossen oder . aufgewickelt den Trocken- und
Tränkgefäßen zugeführt werden, zur Verwendung. Um nämlich jede Biegung der Adern und dadurch eine mechanische Beanspruchung
der Isolation vor der Verbleiung zu vermeiden und um eine gleichmäßigere Trocknung und Tränkung zu erzielen,
ist vorgeschlagen worden, die Adern von der Maschine aus in gestreckter Form
direkt in ein gerades Rohr einzuziehen, dessen Länge der Aderlänge entspricht, und die
Adern in diesem Behälter zu trocknen und zu tränken und dann zur Bleipresse zu führen.
Die verbesserte Einrichtung nach der Er-
ao findung besteht gleichfalls aus einem der Fabrikationslänge des Kabels entsprechenden
gestreckten, annähernd waagerechten Rohr; auch hierbei erfolgt die Heizung des Kabels
oder der Ader in diesem Rohr elektrisch wie
as bei bekannten Kabeltrocknungseinrichtungen.
Während jedoch bei der Trocknung der Ader in dem gestreckten Behälter bisher die
Isolation nur von innen her elektrisch geheizt wurde, werden nach der Erfindung die
Adern auch von außen elektrisch geheizt, und zwar dadurch, daß das die Ader aufnehmende
Rohr gegen seine Umgebung elektrisch isoliert ist und ebenso wie der Leiter vom Heizstrom durchflossen wird. Diese gleichzeitige
elektrische Innen- und Außenheizung der Ader bzw. des Kabels auf seiner ganzen
Länge ermöglicht die beste Gleichmäßigkeit und Regelbarkeit der Heizung. Beides ist
bei der Herstellung der Hochspannungskabel besonders wichtig.
Das isolierte, den Heizstrom führende Rohr ist nach der Erfindung in einem zweiten
Rohr so gelagert, daß eine wärmeisolierende Luftschicht zwischen beiden Rohren verbleibt,
während bei der bekannten Einrichtung der Zwischenraum zwischen beiden Rohren zur Führung des Heizmittels benutzt
wird.
Erfindungsgemäß kann auch noch dieser wärmeisolierende Zwischenraum nach erfolgter
Tränkung' des Kabels zur Führung eines Kühlmittels benutzt werden, um das Tränkverfahren
abzukürzen. Der Zwischenraum ist deshalb mit einer Kühlluftzuführung verbunden.
Ein Ausführungsbeispiel· der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt.
Abb. ι zeigt die Gesamt einrichtung, teilweise im Schnitt, die Abb. 2, 3 und 4 sind
Querschnitte zur Abb. 1 nach den Linien.^-!?,
C-D, E-F. Der zur Aufnahme des Leiters dienende Behälter io ist rohrförmig und hat
annähernd die gleiche Länge wie das zu behandelnde Kabelstück. Der Behälter ist aus
mehreren Stahlrohren zusammengesetzt, die durch Kupplungen 11 miteinander verbunden
sind; die Stoßstellen werden zweckmäßig miteinander verschweißt. An die Enden des Behälters
io schließen sich erweiterte Kopfteile 12, 13 mit abnehmbaren Deckeln 14, 15
an. Der Behälter 10 wird von einem zweiten, ähnlich gestalteten Behälter 16 zweckmäßig
aus leichtem Blech umschlossen. Beide Behälter werden in zueinander konzentrischer.
Lage unter Vermittlung· von in größerer; Anzahl vorhandenen Distanzstücken 17 gehalten;
die Distanzstücke werden zweckmäßig mit radial gerichteten Flügeln 17° versehen,
sie sind gegen den Behälter 10 elektrisch isoliert, so daß in dieser Weise auch das
Rohr 16 gegen den Behälter 10 isoliert ist. Zu dem Behälter 16 führt etwa in seiner
Mitte eine Zuleitung i8, in welche ein Luftkompressor
19 zur Lieferung von Kühlluft eingebaut ist. An dem Ende des Behälters
16 sind Auslässe 20, 21 vorgesehen, der Behälter 16 besitzt ferner einen Mantel 22 aus
wärmeisolierendem Stoff.
Die Aufhängung des Behälters 10 erfolgt mittels Klammern 23, 24, 25, die an den Trägern
26, 27, 28 befestigt sind. Der Behälter wird mittels der Klammern an Haken 29, 30,
31 aufgehängt, die ihrerseits an Isolatoren 32, 33, 34 befestigt sind. Die Klammern sollen
so lang gehalten sein, daß der Behälter nicht mit den Tragstützen 26, 27, 28 in Berührung
kommt, durch Isolatoren 32, 33, 34 wird er gegen alle tragenden Teile elektrisch isoliert.
Die Haken 29 und 31 können unmittelbar mit dem Kopfteil 12 und 13 verbunden sein, während
die Zwischenhaken 30 durch den Außenbehälter 16 hindurchgeführt sind und mittels
Schellen 35 (Abb. 3) den Innenbehälter 10 erfassen. Die Haken sind zweckmäßig
gegenüber dem Behälter durch Einfügung von Buchsen 30° isoliert.
Der Kopfteil 12 ist durch ein Rohr 36 mit einem Überstrombehälter 37 und dieser mit
einer Luftpumpe 38 verbunden. Ein Über-Stromventil 39 ist im oberen Teil des Behälters
37 angeordnet, um ein Überfließen der Imprägnierflüssigkeit zu verhindern. Ein Glasrohr 40 gestattet die Beobachtung des
Standes der Tränkflüssigkeit. In Verbindung mit der Pumpe ist ein Kondensapparat für die
in der Luft enthaltene, aus der Kabelisoliermasse entzogene Feuchtigkeit vorgesehen.
Die beiden Behälter 10, 16 verlaufen von
dem Kopfteil 12 aus etwas geneigt nach unten
nach dem gegenüberliegenden Ende. Der Kopfteil 13 ist mit einem Einlaßrohr 41 für
die Tränkflüssigkeit versehen. Die Zuführung der letzteren wird durch ein Ventil 42
geregelt. In diesem Kopfteil 13 münden außerdem drei elektrische Zuleitungen 43, 44,
45 (Abb. 2), die in Winkeln von 1200 auf
seinem Umfange verteilt sind; sie endigen in Klammern 46, 47, 48. Die Zuleitungen
sind mittels Durchführungsisolatoren 49, 50, 51 gegenüber dem Behälter 13 isoliert. Die
zur Verbindung der einzelnen Stahlrohre des Behälters 10 dienenden Muffen 11 sind mit
einer Rolle 52 versehen (Abb. 4), welche mit einer Einschnürung ausgestattet ist, so daß
das über die Rollen geführte Kabel 53 in der Einschnürung aufliegt.
Die Durchführung des Verfahrens gestaltet sich folgendermaßen:
Zwecks Einlegung einer Kabelleitung 53 werden die Deckel 14 und 15 entfernt und ein
Kabel, beispielsweise ein Dreiphasenkabel, mit den Leitern 54, 55, 56 in den Behälter
eingezogen, wobei die Rollen 52 ein Abscheuern an den Muffen 11 verhindern. Die
Enden des Leiters werden innerhalb des Kopfteiles 12 elektrisch miteinander verbunden,
z. B. mittels eines Verbindungsstückes 57. Am entgegengesetzten Ende werden die Leiter an den Klammern 46, 47, 48 befestigt,
durch die sie elektrisch mit den Außenleitern 43, 44, 45 und von hier aus mit einer Dreiphasenstromquelle
o. dgl. verbunden sind. Hat das Kabel nur einen Leiter, so wird nur eine der Verbindungsklemmen 43, 44, 45 benutzt
und das andere Ende des Leiters mit einer Klemme 57"* verbunden, die in dem
Deckel 14 isoliert angebracht ist. Nach Ab- ;;
schluß der Deckel 14 und 15, von denen der
letztere durch eine Isolierplatte 150 gegen
Berührung durch die Leiter des Kabels geschützt ist, wird die Pumpe 38 zum Absaugen
der Luft angelassen. Die Leiter 54, 55, 56 werden nunmehr mit der Stromquelle verbunden
und durch den dann hindurchfließenden Heizstrom sowohl die Leiter als auch die Isolierhülle 58 derart von innen her beheizt,
daß alle Feuchtigkeit ausgetrieben wird. Gleichzeitig wird ein elektrischer Heizstrom
durch den Mantel des Behälters 10 mittels der Klemmen 59, 60 geschickt, die mit einer no
beliebigen Stromquelle verbunden sind. Bei dem Ausführungsbeispiel sind die Klemmen
und 60 mit den Kopfteilen 12 und 13 verschraubt,
so daß die Kopfteile selbst spannungsführend sind. Es ist deshalb erforderlieh,
die Kopf teile 12 und 13, die nur mit dem Behälter 10 elektrisch verbunden sein sollen, ,
durch in der Zeichnung nicht dargestellte Isolierzwischenlagen gegen alle anderen Metallteile
der Einrichtung, mit welchen die Kopfteile in Berührung stehen, elektrisch zu isolieren. Die in dem Behälter 10 erzeugte
Wärme dient zum Heizen des Kabels von außen, so daß die Kabelisolation außen und
innen beheizt ist. Die Temperatur der Leiter kann nach dem Widerstandsverfahren bestimmt
werden durch Vergleich des Widerstandes im heißen und im kalten Zustande. Die Temperatur des Mantels des Behälters
io kann in der gleichen Weise bestimmt und geregelt werden. Das Maß der Erwärmung
für das Isoliermaterial muß innerhalb bestimmter enger Grenzen liegen, um eine Zerstörung
zu verhindern.
Nach Entziehung der Feuchtigkeit, die durch Beobachtung des Kondensapparates ermittelt
werden kann, wird das Tränkmittel, z. B. Transformatoröl, Schwerpetroleumprodukte
oder eine Mischung mit anderen Stoffen, wie Harzöl, durch Öffnen des Ventils 42 zugeführt, wobei das Vakuum im Behälter
10 das Tränkmittel hineinzieht. Es kann auch die Pumpe 38 in Betrieb gesetzt werden,
um das Einfüllen des Tränkmittels zu beschleunigen. Ein Überfluten wird durch das Überströmventil 39 verhindert. Der Zulauf
des Tränkmittels wird durch Beobachtung am Schauglase 40 kontrolliert. Das Tränkmittel bleibt eine genügend lange Zeit
in dem Behälter 10, die durch Versuch festgestellt werden kann, um eine völlige Tränkung
der Isolierhülle des Kabels zu gewährleisten. Die Durchtränkung kann ferner durch Anwendung eines Druckes, welcher
durch die Pumpe 61, die durch das Einlaßrohr 41 mit dem Behälter verbunden ist, erzeugt
wird, sichergestellt werden. Gleichzeitig wird erforderlichenfalls ein elektrischer
Strom durch die Leiter und die Behälterwand geschickt, um die gewünschte Temperatur
aufrechtzuerhalten. '
Nachdem das Kabel getränkt ist, wird der Heizstrom abgeschaltet, der Luftkompressor
angelassen und ein Kühlluftstrom durch den Raum zwischen dem Behälter 10 und.
dem Außenbehälter r6 geschickt. Das Kabel verbleibt in dem Tränkmittel während des
Abkühlens, um ein Nachsaugen von Tränkmitteln, wenn sich dieses innerhalb der Isolierhülle
zusammenzieht, zu ermöglichen. Nachdem die Temperatur auf die erforderliche Höhe gesunken ist, was durch Widerstandsmessung
bestimmt werden kann, wird das überschüssige Tränkmittel abgelassen, die · Deckel 14, 15 entfernt, das Kabel herausgezogen
und-durch eine Bleipresse geschickt.
Claims (3)
1. Einrichtung zum Trocknen und Tränken von Kabeln oder Kabeladern in
einem der Fabrikationslänge des Kabels entsprechenden gestreckten, annähernd waagerechten Rohr mittels elektrischer
Heizung, dadurch gekennzeichnet, daß das isolierte, nicht mit Bleimantel versehene
Kabel (53) in einem von seiner Umgebung elektrisch isolierten metallischen Rohr (10) liegt und zur Beheizung des
Ganzen ein in dem Kabel (53) und in dem Rohr (10) selbst fließender Strom dient.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das isolierte,
den Heizstrom führende Rohr (10) selbst in einem zweiten, mit Wärmeschutzmasse
umhüllten Rohr (16) so gelagert ist, daß eine wärmeisolierende Luftschicht zwischen
beiden Rohren verbleibt.
3. Einrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Raum zwischen
den beiden Rohren (10 und 16) mit einer Kühlluftzuführung (19) verbunden
ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Berlin. ßEbnucKT in bfcR
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US584046XA | 1926-03-23 | 1926-03-23 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE584046C true DE584046C (de) | 1933-09-14 |
Family
ID=22016606
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEA50265D Expired DE584046C (de) | 1926-03-23 | 1927-03-10 | Einrichtung zum Trocknen und Traenken von Kabeln oder Kabeladern |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE584046C (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE950380C (de) * | 1942-09-29 | 1956-10-11 | Hackethal Draht Und Kabel Werk | Verfahren zum Gluehen von Draehten und Seilen fuer Kabel und isolierte Leitungen, vorzugsweise aus Aluminium |
| DE758508C (de) * | 1938-10-20 | 1968-08-22 | Philips Patentverwaltung | Verfahren zum Isolieren von elektrischem Leitungsdraht |
-
1927
- 1927-03-10 DE DEA50265D patent/DE584046C/de not_active Expired
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE758508C (de) * | 1938-10-20 | 1968-08-22 | Philips Patentverwaltung | Verfahren zum Isolieren von elektrischem Leitungsdraht |
| DE950380C (de) * | 1942-09-29 | 1956-10-11 | Hackethal Draht Und Kabel Werk | Verfahren zum Gluehen von Draehten und Seilen fuer Kabel und isolierte Leitungen, vorzugsweise aus Aluminium |
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