DE950380C - Verfahren zum Gluehen von Draehten und Seilen fuer Kabel und isolierte Leitungen, vorzugsweise aus Aluminium - Google Patents

Verfahren zum Gluehen von Draehten und Seilen fuer Kabel und isolierte Leitungen, vorzugsweise aus Aluminium

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DE950380C
DE950380C DEE2631D DEE0002631D DE950380C DE 950380 C DE950380 C DE 950380C DE E2631 D DEE2631 D DE E2631D DE E0002631 D DEE0002631 D DE E0002631D DE 950380 C DE950380 C DE 950380C
Authority
DE
Germany
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wires
ropes
cables
annealing
annealed
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Expired
Application number
DEE2631D
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Walter Ehlers
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Hackethal Draht Kabel Werke AG
Original Assignee
Hackethal Draht Kabel Werke AG
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Publication date
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Classifications

    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01BCABLES; CONDUCTORS; INSULATORS; SELECTION OF MATERIALS FOR THEIR CONDUCTIVE, INSULATING OR DIELECTRIC PROPERTIES
    • H01B13/00Apparatus or processes specially adapted for manufacturing conductors or cables

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Heat Treatment Of Strip Materials And Filament Materials (AREA)

Description

  • Verfahren zum Glühen von Drähten und Seilen für Kabel und isolierte Leitungen, vorzugsweise aus Aluminium Drähte und Seile für Kabel oder isolierte Leitungen müssen genügend weich sein, vor allem damit das fertige Kabel ausreichend flexibel ist.
  • Es ist daher üblich, die Drähte für Kabel und Leitungen vor dem Verseilen und Isolieren zu glühen. Eine Ausnahme bilden nur Drähte und Seile für besonders zugfeste Kabel und Freileitungen. Es ist ferner bekannt, Litzen aus einer Anzahl dünner, harter Drähte zu verseilen bzw. zusammenzuwürgen und dann zu glühen.
  • Das Glühen der Drähte vor der Weiterverarbeitung im Kabel- oder Leitungswerk hat den Nachteil, daß die Drähte in den Isolier- und Verseilmaschinen bei der unvermeidlichen Zugbeanspruchung mehr oder weniger gedehnt werden. Die damit verbundene Durchmesserverringerung ist besonders bei hochwertigen Fernsprechkabeln bedenklich, weil die Durchmesserverringerung nicht gleichmäßig ist und die zu einer Gruppe gehörenden Adern eine unterschiedliche Durchmesserverringerung und damit Widerstandsdifferenzen erhalten können.
  • Widerstandsdifferenzen entstehen beispielsweise bei Aluminiumdrähten auch durch ungleichmäßiges Glühen, -d. h. etwa dadurch, daß die Temperatur im Glühofen an verschiedenen Stellen nicht gleich ist. Dieser nur schwer vermeidbare Fehler führt auch zu Unterschieden in der Weichheit der Drähte, die sich bei der Verseilung zu Fernsprechadergruppen ebenfalls schädlich auswirkt.
  • Erfindungsgemäß werden die beschriebenen Schwierigkeiten dadurch vermieden, daß die Leiter elektrischer Kabel oder isolierter Leitungen mit einer gegen hohe Temperaturen empfindlichen Isolation erst geglüht 'werden, nachdem sie isoliert und gegebenenfalls zum teilweise oder ganz fertigen Kabel verarbeitet sind.
  • Die Erfindung beruht auf der Erkenntnis, daß es möglich ist, die für Kabel und Leitungen üblichen Metalle, vorzugsweise Aluminiumdrähte, im isolierten Zustand auszuglühen, ohne daß die Isolation nennenswerten Schaden leidet.
  • Zur Durchführung des Erfindungsgedankens wird ferner die in der Kabeltechnik wenig beachtete Erscheinung herangezogen, daß die Temperatur des Entfestigungsbeginns um so niedriger liegt, je höher der Reckgrad des zu entfestigenden Drahtes ist. Nach einer besonderen Ausführungsform der Erfindung werden also die Drähte, welche erst im isolierten Zustand geglüht werden sollen, besonders hart gezogen.
  • Die Versuche zur Durchführung des Erfindungsgedankens haben gezeigt, daß harte Aluminiumdrähte bereits bei Temperaturen von etwa aoo° in Bruchteilen einer Minute genügend weich gemacht werden können. Eine derartige kurzzeitige Wärmebeanspruchung schadet aber beispielsweise einer Papier- oder Kautschukisolation durchaus nicht. Man kann sogar mit der Temperatur beispielsweise bei trockener Papierisolation von Fernsprechkabeln ohne Schaden noch wesentlich höher gehen, d. h. auf 3oo bis q.oo°, und dafür gegebenenfalls die Glühzeiten auf Sekunden oder Bruchteile von Sekunden beschränken.
  • Es ist zwar schon bekannt, fertig isolierte Adern in Fernsprechkabeln durch Stromdurchgang zu erwärmen, und zwar zum Ausgleich von Kapazitätsdifferenzen an Fernsprechkabeln mit Kupferleitern. Abgesehen davon, daß dieses Verfahren, seinem Zweck entsprechend nur an einzelnen Adern einer Fernsprechadergruppe ausgeführt werden soll, wurde der Effekt der vorliegenden Erfindung schon deshalb nicht erreicht, weil das bekannte Verfahren ausschließlich an bereits geglühten Drähten angewandt worden ist.
  • Umgekehrt kann selbstverständlich der Effekt eines Ausgleichs von Kapazitätsdifferenzen oder von Betriebskapazitätsschwankungen durch unterschiedliche Strombelastung der verschiedenen Leiter eines Kabels bei der Durchführung der vorliegenden Erfindung mit erreicht werden.
  • Bei der Herstellung von Fernsprechkabeln wird man beispielsweise. so vorgehen, daß man - wie üblich - die für eine Gruppe bestimmten Adern aus einem Ring in ein und demselben Isoliermaschinengang herstellt und die Gesamtlänge nach der Fertigstellung durch Stromdurchgang ausglüht. Während bei dem Glühen. des blanken Ringes beispielsweise im Töpfglühofen infolge der unvermeidlichen Temperaturdifferenzen merkliche Unterschiede im Zustande des Leiters an verschiedenen Stellen auftreten können, wird durch den Stromdurchgang längs der Gesamtader eine gleichmäßige Durchglühung garantiert. Wegen der kurzen Belastungszeiten spielt die unterschiedliche Wärmeisolation beispielsweise der inneren und äußeren Windungen der Aderspule keine Rolle.
  • Man kann aber auch die Adergruppe zunächst fertigstellen und dann, beispielsweise bei Hintereinanderschaltung der vier Drähte, mit Strombelastung auf der Gruppentrommel oder aber auch erst im fertigverseilten und gegebenenfalls verbleiten und armierten Kabel glühen.
  • Eine besondere Anwendungsform des Erfindungsgedankens ist die Kombination dieses Glühverfahrens mit dem an sich bekannten Trocknungsverfahren an Fernsprechadergruppen oder fertigen Kabelseilen.
  • Bei Anwendung des Glühverfahrens am fertigen Vierer ermöglicht der dadurch verbundene Trocknungseffekt eine leichtere Vormessung der Kapazitätswerte des Vierers.
  • Das Glühen der Leiter im fertigen Kabelseil bringt das gesamte Kabel in kürzester Zeit auf eine zum Trocknen geeignete Temperatur, die nach Aufhören des Glühprozesses durch einen an sich bekannten ermäßigten Stromdurchgang oder durch Wärmezufuhr von außen für die Durchführung der Trocknung aufrechterhalten werden kann. Die bisher üblichen Trocknungszeiten werden durch diese beschleunigte Anwärmung des Kabels wesentlich verkürzt.
  • Die Anwendung des Verfahrens für Fernsprechkabel kann kontrolliert und gesteuert werden durch Messung der Streckgrenze der durch Stromdurchgang geglühten Einzeladern und erforderlichenfalls durch unterschiedliche Einstellung der Stromstärke für eine Gruppe bestimmter verschiedener Einzeladern derart, daß die Streckgrenzen gleich werden.
  • Auch für Starkstromkabel findet das beschriebene Verfahren mit Vorteil Anwendung, und zwar vorzugsweise bei Starkstromkabeln mit kleinen Querschnitten, die bekanntlich bei ihrer Herstellung in der Maschine besonders leicht reißen.
  • Abgesehen davon, daß nach dem beschriebenen Verfahren das ausgeglühte Seil in der Maschine wesentlich stärker beansprucht werden kann, läßt sich auch ein weicheres Seil herstellen, als wenn die Einzeldrähte vorher geglüht werden, da ja durch den Verseilungsprozeß und durch die beim Isolieren usw. auftretenden mechanischen Beanspruchungen bereits wieder eine Härtung der vorher weich geglühten Drähte eintritt.
  • Es ist zwar, wie dben erwähnt, bekannt, verseilte Litzen nach der Verseilung im blanken Zustande im Ofen zu glühen. Das gilt jedoch nur für dünne Litzen, welche im aufgewickelten Zustand im Ofen geglüht werden können, nicht aber für Starkstromkabelseile, die zum Glühen im Ofen zu stark sind. Das Verfahren kann sinngemäß auch für andere Metalle als für Aluminium - beispielsweise Zink, Kupfer und Eisen - angewendet werden.

Claims (7)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zum Glühen von Drähten und Seilen, vorzugsweise aus Aluminium, für elektrische Kabel und Leitungen mit einer gegen hohe Temperaturen empfindlichen Isolierung, dadurch gekennzeichnet, daß die Drähte und Seile erst im ganz oder teilweise isolierten Zustande durch Stromdurchgang so kurzzeitig geglüht werden, daß das Isolationsmaterial keinen nennenswerten Schaden erleidet.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß Glühtemperaturen von etwa 2oo° oder mehr angewandt werden.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß Glühzeiten von einer Minute oder weniger, vorzugsweise von nur wenigen Sekunden oder Bruchteilen einer Sekunde, Anwendung finden.
  4. 4. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die im isolierten Zustande auszuglühenden . Drähte übernormal hart gezogen werden.
  5. 5. Verfahren nach Anspruch i, vorzugsweise für Fernsprechkabel, dadurch gekennzeichnet, daß das Maß der Glühung durch Streckgrenzenmessungen bestimmt bzw. kontrolliert wird.
  6. 6. Verfahren nach Anspruch i für Fernsprechkabel, dadurch gekennzeichnet, daß es gleichzeitig zur Änderung der Kapazitätsverhältnisse angewandt wird.
  7. 7. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß es gleichzeitig zur Vortrocknung von Adern, Adergruppen oder Kabelseilen oder zur Anwärmung von Kabelseilen für die Normaltrocknung verwandt wird. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 584046; USA.-Patentschrift Nr. 1 883 i55.
DEE2631D 1942-09-29 1942-09-29 Verfahren zum Gluehen von Draehten und Seilen fuer Kabel und isolierte Leitungen, vorzugsweise aus Aluminium Expired DE950380C (de)

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Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US1883155A (en) * 1926-12-16 1932-10-18 Western Electric Co Method of coating electrical conductors
DE584046C (de) * 1926-03-23 1933-09-14 Aeg Einrichtung zum Trocknen und Traenken von Kabeln oder Kabeladern

Patent Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE584046C (de) * 1926-03-23 1933-09-14 Aeg Einrichtung zum Trocknen und Traenken von Kabeln oder Kabeladern
US1883155A (en) * 1926-12-16 1932-10-18 Western Electric Co Method of coating electrical conductors

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