DE715147C - Lackdraht - Google Patents

Lackdraht

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Publication number
DE715147C
DE715147C DES114685D DES0114685D DE715147C DE 715147 C DE715147 C DE 715147C DE S114685 D DES114685 D DE S114685D DE S0114685 D DES0114685 D DE S0114685D DE 715147 C DE715147 C DE 715147C
Authority
DE
Germany
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layer
wires
aluminum
coils
oxide
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Expired
Application number
DES114685D
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Phil Karl Stuckardt
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Siemens AG
Original Assignee
Siemens AG
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Filing date
Publication date
Application filed by Siemens AG filed Critical Siemens AG
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Publication of DE715147C publication Critical patent/DE715147C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • HELECTRICITY
    • H01BASIC ELECTRIC ELEMENTS
    • H01BCABLES; CONDUCTORS; INSULATORS; SELECTION OF MATERIALS FOR THEIR CONDUCTIVE, INSULATING OR DIELECTRIC PROPERTIES
    • H01B3/00Insulators or insulating bodies characterised by the insulating materials; Selection of materials for their insulating or dielectric properties
    • H01B3/02Insulators or insulating bodies characterised by the insulating materials; Selection of materials for their insulating or dielectric properties mainly consisting of inorganic substances
    • H01B3/10Insulators or insulating bodies characterised by the insulating materials; Selection of materials for their insulating or dielectric properties mainly consisting of inorganic substances metallic oxides
    • H01B3/105Wires with oxides

Description

  • Lackdraht Organische Isolierstoffe für elektrische Leiter wie die Lacküberzüge von Lackdrähten zeigen gegenüber anorganischen Isolierungen, wie Asbest oder Aluminiumoxyd, eine verhältnismäßig große Elastizität und Zähigkeit. Die bisherigen lackisolierten Leiter konnten jedoch kaum verwendet werden auf Anwendungsgebieten, wo die Leiter starken Erschütterungen, insbesondere bei gleichzeitig hoher Erwärmung, ausgesetzt werden. So besteht z. B. eine Schwierigkeit darin, isolierte Drähte für Rollgangmotoren auszubilden.
  • Diese Schwierigkeiten werden noch erheblich größer, wenn mit Lack isolierte Aluminiumdrähte verwendet werden sollen. Es hat sich nämlich herausgestellt, daß bei solchen Drähten die Lackschicht entweder schon bei der Verarbeitung der Drähte oder später im Gebrauch der daraus hergestellten Spulen u. dgl. abplatzt.
  • Es ist schon versucht worden, diese Schwierigkeiten bei elektrischen Spulen dadurch zu umgehen, daß die Aluminiumleiter zunächst mit einer Oxydschicht versehen wurden, die als elektrische Isolierung dienen sollte, daß dann die Oxydschicht mit einem aushärtbaren Lack, sog. Bakelitlack, getränkt wurde, dann aus den Drähten die Spulen hergestellt und schließlich der Lack ausgehärtet -wurde. Dieses Verfahren hat einerseits den Mangel, daß die Isolierschichten verhältnismäßig stark sein müssen, um eine genügende Durchschlagsfestigkeit zu geben, also -derFüllfaktor der Spulen ungünstig ist. Sie haben andererseits auch den Mangel, daß die Spulen als solche nicht in der sonst üblichen Weise durch einfaches Wickeln von Lackdraht hergestellt werden können, sondern der Härtungsvorgang nach dem Wickeln der Spulen notwendig ist. Es ist auch schon vorgeschlagen worden, mit einer Oxydschicht bedeckte Drähte zu Spulen zu wickeln und dann die fertigen Spulen zu tränken. Dieses Verfahren hat wiederum den Dachteil, daß keine gleichmäßige Durchtränkung der Spulen stattfindet, so daß im Innern der Spule keine vorher bestimmbaren Windungsisolierungen erzielbar sind.
  • Die Erfindung schafft einen von diesen Mängeln freien und in beliebiger Weise zu Spulen u. dgl. verarbeitbaren lackisolierten Draht aus Aluminium. Der Lackdraht gemäß der Erfindung zeichnet sich dadurch aus, daß der Aluminiumdraht zunächst von einer dünnen, elektrolytisch erzeugten Oxyd- oder Silikatschicht und darüber mit einer Öllackschicht bedeckt ist. Die Erfindung ist auch bei Drähten anwendbar, die aus Kupfer bestehen und entweder nach einem mechanischen Verfahren mit einer Aluminiumplattierung versehen sind oder auf denen eine Aluminiumschicht durch ein elektrochemisches Verfahren niedergeschlagen ist. Unter aluminiumplattierten Drähten sind hierbei auch solche zu verstehen, bei denen die Auflage aus einer Aluminiumlegierung besteht, z. B. aus einer Legierung mit etwa gleicher Häi:te wie das mit der Auflage versehene Kupfer. -Sowohl die anorganische Zwischenschicht aus einem Aluminiumoxyd als auch eine solche Schicht aus einem Aluminiumsilikat lassen sich auf einfache und fortdauernde Weise elektrolytisch erzeugen, beispielsweise ini Durchzugsverfahren. Auch der Auftrag des Öllackes kann im Durchlaufverfahren erfolgen. Hierfür geeignete Lacke, aus denen durch Brennen ein harter, jedoch immer noch elastischer öl- und benzinfester Überzug entsteht, sind unter dem Namen Emailledrahtlacke bekannt.
  • Die elektrolytische Erzeugung einer Oxyd-oder Silikatschicht hat gegenüber anderer Erzeugung solcher Schichten den Vorzug, daß jederzeit die Erzeugung gleichmäßiger Schichtdicken in den Bätl.ern beherrscht werden kann und daß diese Schichten auch eine festere. Haftung als andere Schichten aufweisen, die durch rein oberflächlichen Angriff auf chemischem `@"ege erzeugt werden. Die OI-lackschichten verbinden sich beim Brennen mit den Oxyd- oder Silikatschichten zu so festhaftenden elastischen Überzügen, daß ein ,aufreißen der Oxyd- und Lackschicht beim Wickeln der Drähte selbst dann nicht eintritt, wenn es sich um verhältnismäßig kleine Wickeldurchmesser handelt.
  • Bei einem Lackdraht nach der Erfindung wird die anorganische Zwischenschicht schwächer gehalten als bei Drähten, die nur durch eine anorganische Schicht isoliert werden. Die Zwischenschicht dient nämlich im Gegensatz zu ihrer bisher bekannten Verwenclung nicht dem Zweck des Isolierens, als vielmehr zum Halten der eigentlichen, aus dem Öllack bestehenden Isolierschicht.
  • Ein Zahlenbeispiel möge dies erläutern: Die gebräuchlichen anorganischen Isolierschichten haben eine Dicke von ungefähr o,o2 mm. Bei den Lackdrähten gemäß der Erfindung hat dagegen der anorganische Überzug nur eine Dicke von o,ooi bis 0,003 mm. Die zusätzliche Öllackbedeckung hat eine Dicke von etwa o,ooä mm, so daß im Durchschnitt mit einer Gesamtüberzugdicke von o,oi mm gerechnet werden kann. Die Isolierschicht von o,o2 mm, die aus Oxyd oder Silikat besteht, besitzt eine Durchschlagsfestigkeit von .Ioo Volt, während die aus der kombinierten Oxyd- und Lackschicht bestehende Isolierung von o,oi mm, d. h. nur der Hälfte der vorher erwähnten anorganischen Isolierung, eine Durchschlagsfestigkeit von iooo Volt aufweist. Demgegenüber hat ein kombinierter, aus anorganischer Bedekkung und Bakelitlack bestehender Überzug. wie er eingangs als bekannt erwähnt wurde, in der gleichen Schichtdicke wie bei dem Öllackdraht gemäß der Erfindung nur eine Durchschlagsfestigkeit von etwa 3oo bis 400 Volt, d. h. weniger als die Hälfte der Durchschlagsfestigkeit des Öllackdrahtes gemäß der Erfindung.
  • Lackdrähte nach der Erfindung ergeben auch noch folgenden Fortschritt: Bisher verwendete man in Anwendungsfällen, wo an die Isolierung die Anforderung der Wärmebeständigkeit im Sinne der VDE-Vorschriften (Vorschrift o532) gestellt wurde, Drähte mit Asbestisolation (Isolation Klasse B). Diese Drähte haben &ewöhnlich eine Isolierstoffauflage, die zwischen o,2 und o,d. mm Dicke hat. Lackdrähte nach der Erfindung sind für die gleichen Zwecke anwendbar, weil sie eine ebenso hohe Wärmebeständigkeit haben. Dabei läßt sich bei Lackdrähten nach der Erfindung aber mit einer Isolierungsdicke auskommen, die um eine Größenordnung kleiner ist und z. B. etwa 0,02 mm bei sonst gleichen elektrischen Bedingungen beträgt. Infolgedessen wird auch bei dieser Anwendung <ler Erfindung bei Spulen (einfache und lla-_schinenspulen) der Füllfaktor wesentlich verbessert, und zwar beispielsweise bei Drälitei: mit o,5 mm Durchmesser des Leiters um fast 3o 1%. Dabei ist der Draht gegen Biegungen wesentlich unempfindlicher als Asbestdraht. Infolge der Verringerung des Füllfaktors können auch die Abmessungen der mit den Lackdrähten gemäß der Erfindung versehenen Maschinen und Apparate entsprechend verringert «erden, und die Maschinen und Apparate können mit-höheren Temperaturen belastet und aus diesem Grunde die für eine bestimmte Leistung geeigneten :\@I«schineii und Apparate ebenfalls kleiner bemessen werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Lackdraht, dadurch gekennzeichnet, dal der aus Aluminium bestehende oder mit Aluminium plattierte Leiter zunächst mit einer dünnen, elektrolytisch erzeugten Aluininiumoxyd- oder Silikatschicht und darüber mit einer festgebrannten Öllackschicht bedeckt ist, so daß die Öllackschicht ganz oder im wesentlichen allein die elektrische Durchschlagsfestigkeit bedingt.
DES114685D 1934-07-11 1934-07-11 Lackdraht Expired DE715147C (de)

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DES114685D DE715147C (de) 1934-07-11 1934-07-11 Lackdraht

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DES114685D DE715147C (de) 1934-07-11 1934-07-11 Lackdraht

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DE715147C true DE715147C (de) 1942-01-22

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DES114685D Expired DE715147C (de) 1934-07-11 1934-07-11 Lackdraht

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DE (1) DE715147C (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE909112C (de) * 1949-11-01 1954-04-12 Osnabruecker Kupfer Und Drahtw Herstellung von Lack- oder Emailledraht
DE1030412B (de) * 1955-10-12 1958-05-22 Degussa Mittels waermebestaendiger Kunstharz- oder Lackueberzuege, insbesondere mit Silikonueberzuegen, isolierter Draht aus Kupfer oder Kupferlegierungen und Verfahren zu seiner Herstellung

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE909112C (de) * 1949-11-01 1954-04-12 Osnabruecker Kupfer Und Drahtw Herstellung von Lack- oder Emailledraht
DE1030412B (de) * 1955-10-12 1958-05-22 Degussa Mittels waermebestaendiger Kunstharz- oder Lackueberzuege, insbesondere mit Silikonueberzuegen, isolierter Draht aus Kupfer oder Kupferlegierungen und Verfahren zu seiner Herstellung

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