DE103203C - - Google Patents

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DE103203C
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crucible
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B41PRINTING; LINING MACHINES; TYPEWRITERS; STAMPS
    • B41BMACHINES OR ACCESSORIES FOR MAKING, SETTING, OR DISTRIBUTING TYPE; TYPE; PHOTOGRAPHIC OR PHOTOELECTRIC COMPOSING DEVICES
    • B41B11/00Details of, or accessories for, machines for mechanical composition using matrices for individual characters which are selected and assembled for type casting or moulding
    • B41B11/52Moulding or casting devices or associated mechanisms
    • B41B11/74Devices for supplying molten metal
    • B41B11/76Pots

Landscapes

  • Crucibles And Fluidized-Bed Furnaces (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 15: Druckerei.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 24. März 1897 ab.
Durch deutsche und amerikanische Patentschriften ist bekannt geworden, Gefäfse mit elektrischen Leitungen zu umgeben oder aber die elektrischen Leitungen in eine ein Gefä'fs umfassende Isolirschicht zu lagern? um dadurch den Inhalt des Gefäfses zu erhitzen. Durch keine der bekannten Verwendungsarten wurde beabsichtigt, den Inhalt des Gefäfses. auf einer bestimmten Temperatur zu erhalten, sondern der Zweck war, die Temperatur zu erhöhen. Den Gegenstand vorliegender Erfindung bildet nun eine Vorrichtung, mittelst welcher es möglich ist, eine vorher erwärmte und erhitzte Masse auf einer Temperatur zu erhalten, so dafs dieselbe, auch wenn sie z. B. eine lange Leitung durchläuft oder aber von dem Erhitzungsgefäfs aus noch weiter zu der Verwendungsstelle geführt wird, die im Erhitzungsgefäfs erhaltene Temperatur beibehält. Diese Vorrichtung kommt hier bei Typenlinien-Giefsmaschinen zur Verwendung, und zwar um das in der Pumpe und in der vom Schmelztiegel zur Giefspumpe führenden Rohrleitung enthaltene geschmolzene Metall warm zu halten. Durch diese Anordnung ist es ermöglicht, die Vorrichtung, mittelst welcher das Metall geschmolzen wird, aufserhalb der eigentlichen Typenlinien - Giefsmaschine anzubringen und dann ein Erhitzen derjenigen Maschinentheile zu vermeiden, welche bei den alten Anordnungen in der Nähe der Giefsvorrichtungen gelagert sind. Durch die vorliegende Erfindung wird aber auch erreicht, dafs das Metall die Temperatur, welche ihm beim Schmelzen ertheilt wurde, auch beibehält, wenn aufsergewöhnlich lange Typenlinien zu giefsen sind. Diese verschiedenen Wirkungen werden dadurch erreicht, dafs sowohl die Rohrleitung vom Schmelztiegel zur Giefspumpe, als auch die Giefspumpe selbst mit elektrischen Leitungsdrähten umwickelt sind, die gegen äufsere Temperatur durch eine entsprechende äufsere Schicht geschützt sind. . Durch diese äufsere Isolirschicht soll eine Beeinflussung sowohl der elektrischen Leitung als auch der Leitungsrohre durch die äufsere Temperatur vermieden werden, so dafs also die ganze in der Drahtwickelung entstehende Wärme des elektrischen Stromes dazu verwendet wird, das geschmolzene Metall auf gleicher Temperatur zu erhalten.
Auf der beiliegenden Zeichnung ist die Erfindung in drei Figuren dargestellt, und zwar zeigt:
Fig. ι die Seitenansicht eines Schmelztiegels mit senkrecht geschnittener Giefspumpe.
Fig. 2 zeigt den Grundrifs einer Anordnung, bei welcher von einem einzigen Schmelztiegel aus drei Giefspumpen bedient werden.
Fig. 3 zeigt eine Seitenansicht der Anordnung, nach welcher die bis jetzt verwendeten Giefspumpen mit der neuen Vorrichtung versehen werden können.
Mit ι ist der Giefstopf bezeichnet, mit 2 eine Giefsform und mit 3 einer von mehreren Schliefsnägeln, welche in die Linie an der Seite der Giefsform eingefügt werden.
Nach Fig. 3 besteht der Giefstopf, welcher mit der Form in Verbindung steht, aus einem cylindrischen Gehäuse, das den Kolben 4 enthält, und ist mit einem Knierohr 5 versehen,
das eine verjüngte Oeffnung 6 besitzt, und zwar von einer Länge, welche derjenigen der Giefsform entspricht, mittelst welcher die erhöhte Type gegossen wird.
Der cylindrische Thei! des Giefspumpenstiefels besitzt in der Nähe des Bodens eine horizontale Einflufsöffnung 7, die mit einem Metallrohr 8 in Verbindung steht, welch letzteres in einem Schmelztiegel 9, der durch die Flamme eines Gasbrenners oder auf irgend eine andere Art erhitzt wird, mündet.
Der Schmelztiegel 9 befindet sich in einer gewissen Entfernung von der Typensetz- und Liniengiefsmaschine, und zwar deswegen, damit durch die Flamme, welche zur Erhitzung des in ihm erhaltenen Metalles dient, nicht die Theile der eigentlichen Giefsmaschine gefährdet bezw. erwärmt werden und dann ein schlechtes Functioniren derselben herbeigeführt werden könnte. Er wird auch vorteilhaft etwas höher gestellt als der Giefstopf 1, damit dem geschmolzenen Metall Gefälle ertheilt wird und dasselbe ohne jeglichen" Aufenthalt durch die Röhre oder in den Giefstopf 1 fliefsen kann.
Die Röhre 8, welche das geschmolzene Metall von dem Giefstiegel zur Giefspumpe leitet, wird mittelst einer passenden Wickelung durch einen Conductor 1 2 angewärmt, welcher mit einer Dynamomaschine oder einer anderen Elektricitätsquelle verbunden ist. Der Giefstopf wird ebenfalls durch eine elektrische Leitung 13 erwärmt. Die elektrische Leitung, welche dazu dient, den Tiegel zu erhitzen, kann entweder in sich geschlossen sein oder auch einen Theil der Leitung bilden, welche zur Erhitzung der Röhre 8 dient. Die Verwendung einer elektrischen Erwärmung der Röhre und des Giefstopfes kann auf jede beliebige Weise geschehen und mufs derart angeordnet werden, dafs das Metall im Knierohr 5 und dem Tiegel fortwährend im geschmolzenen Zustand erhalten wird und dadurch die Verwendung einer Gasflamme oder eines anderen Brenners in der Liniengiefsmaschine selbst vollständig vermieden wird.
Der Kolben 4 dient dazu, die Verbindung zwischen dem Schmelztiegel und der Röhre durch die Oeffnung 7 herzustellen oder abzuschliefsen. Wenn der Kolben herabgeht, wird die Verbindung zwischen dem Tiegel und der Röhre abgeschlossen, das Metall im Pumpenstiefel wird verschoben und gezwungen, durch das Knierohr 5 und die Ausflufsöffnung 6 in den Giefsformkanal einzutreten, wo dann die Type gegossen wird. Wenn der Kolben hochsteigt, wird das Metall aus der Ausflufsöffnung und dem Knierohr in dem Giefstopf zurückgezogen und die Verbindung zwischen dem Topf und dem Tiegel wieder hergestellt, um den Tiegel wieder mit frischem Material zu füllen. Der Schmelztiegel 9 kann durch mehrere elektrisch erhitzte Rohre mit den Giefstöpfen mehrerer Liniengiefsinaschinen verbunden werden (s. Fig. 2).
Der Schmelztopf 9 und die ganze Röhre 8 oder Theile derselben sind, wie bei 14, mit leitendem Material umgeben, um ein Ausströmen der Hitze nach' aufsen zu vermeiden.
In Fig. ι ist ein Giefstopf dargestellt, bei welchem die elektrische Heizleitung direct auf den Cylinder gewickelt ist, in welchem der Kolben 4 arbeitet. Diese Leitung 13 erstreckt sich auch über das Knierohr 5 bis zur Ausflufsöffnung 6. Es ist selbstverständlich, dafs dieser Giefstopf ebenfalls, wie die Rohrleitung, mit irgend einem entsprechenden nichtleitenden Material umgeben werden kann. In Fig. 3 ist der Cylinder des Giefstopfes nach D. R. P. Nr. 86192 innerhalb eines äufseren Cylinders angeordnet, um welchen eine elektrische Leitung 13 gewickelt ist. Es isl also hier gezeigt, wie die bereits vorhandenen und bekannten Anordnungen der Giefstöpfe dazu verwendet werden können, die neue Heizvorrichtung bezw. die neue Vorrichtung zum Warmhalten. des geschmolzenen Metalles bei ihnen anzubringen.
Wie aus der Beschreibung ersichtlich sein dürfte, besteht das Wesen der Erfindung nicht darin, Metalle im allgemeinen durch Umwickelung der Gefäfse mit elektrischen Leitungen zu erhitzen oder warm zu halten, sondern darin, eine solche Vorrichtung bei einer Typenlinien - Giefsmschine anzubringen. Es ist bis jetzt noch nicht möglich gewesen, bei diesen Maschinen Anordnungen zu treffen, um das Metall genügend heifs in die Form zu bringen, dabei aber auch andererseits den Schmelztiegel für das Giefsmaterial aufserhalb der Maschine anzuordnen. Es wird also durch die neue Vorrichtung ein neuer technischer Effect erreicht, welcher darin besteht, bei Typenlinien-Giefsmaschinen das Zuführen des Giefsmaterials in warmem Zustande, welcher während des ganzen Vorganges des Giefsens erhalten wird, von einem aufserhalb der Maschine' liegenden Schmelztiegel zu ermöglichen.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Typenlinien-Giefsmaschine, dadurch gekennzeichnet, dafs die Giefspumpe und das von dieser in die Form führende Knierohr vom Schmelztiegel getrennt und ebenso, wie das vom Schmelztiegel kommende Rohr, gegen äufsere Abkühlung geschützt und zur Flüssigerhaltung des Giefsmetalles elektrisch erhitzt sind.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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