DE419899C - Verfahren, um Staebe aus Wolfram, Molybdaen, Tantal u. dgl. fuer das Duktilmachen durch mechanische Bearbeitung vorzubereiten - Google Patents

Verfahren, um Staebe aus Wolfram, Molybdaen, Tantal u. dgl. fuer das Duktilmachen durch mechanische Bearbeitung vorzubereiten

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DE419899C
DE419899C DEA33723D DEA0033723D DE419899C DE 419899 C DE419899 C DE 419899C DE A33723 D DEA33723 D DE A33723D DE A0033723 D DEA0033723 D DE A0033723D DE 419899 C DE419899 C DE 419899C
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    • C22METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
    • C22FCHANGING THE PHYSICAL STRUCTURE OF NON-FERROUS METALS AND NON-FERROUS ALLOYS
    • C22F1/00Changing the physical structure of non-ferrous metals or alloys by heat treatment or by hot or cold working
    • C22F1/16Changing the physical structure of non-ferrous metals or alloys by heat treatment or by hot or cold working of other metals or alloys based thereon
    • C22F1/18High-melting or refractory metals or alloys based thereon

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Description

  • Verfahren, um Stäbe aus Wolfram, molybdän, Tantal u. dgl. für das Duktilmachen durch mechanische Bearbeitung vorzubereiten. Die Erfindung betrifft ein Verfahren, spröde Stäbe aus schwer schmelzbaren Metallen, wie z. B. Wolfram, Molybdän, Tantal u. dgl. oder ihren Legierungen, durch Erwärmung in einer Atmosphäre von neutralem oder reduzierendem Gas für das Duktilmachen durch die bekannte mechanische Bearbeitung vorzubereiten.
  • Die Wirkung eines derartigen Verfahrens ist um so besser, je näher die in den Stäben erzeugte Temperatur an den Schmelzpunkt des Metalls kommt und j e länger diese Temperatur aufrechterhalten wird. Dabei muß naturgemäß das Schmelzen selbst vermieden werden, da andernfalls die Stäbe zerstört werden würden. Das Erreichen dieser günstigsten Bedingungen verursachte bisher Schwierigkeiten.
  • Der Erfindung gemäß werden diese Schwierigkeiten dadurch beseitigt, daß die Schlußerhitzung der Stäbe so weit getrieben wird, bis die Stäbe nach ihrer infolge der Sinterung eingetretenen Verkürzung sich über ihr ursprüngliches Längenmaß hinaus wieder um einen solchen Betrag verlängern, der genügt, um die Stäbe mit einem entsprechend eingestellten Kontakt in Berührung zu bringen, wodurch die weitere Wärmezufuhr augenblicklich abgestellt wird. Die Erwärmung der Stäbe gelangt so bis nahe an den Schmelzpunkt. Bei Erwärmung durch einen elektrischen Strom wird beispielsweise durch die Verlängerung der Stäbe selbsttätig der Strom ausgeschaltet.
  • Vorteilhaft wird durch die Verlängerung der Stäbe ein Nebenstromkreis eingeschaltet, mittels dessen der Hauptstromkreis durch Magnetwirkung ausgeschaltet wird.
  • Auf der Zeichnung ist beispielsweise eine zur Ausübung des Verfahrens dienende Vorrichtung dargestellt: Abb. r zeigt einen Längsschnitt der Vorrichtung, Abb. a einen Ouerschnitt durch dieselbe. Zwei Wolframstifte von derselben Abmessung i und 2 in Abb. i werden parallel zueinander senkrecht angeordnet. Die unteren Enden 2o der Stifte werden durch einen wagerechten Wolframstab 3 geeigneter Länge und mit größerem Querschnitt als die beiden Stifte i und 2 derart miteinander verbunden, daß sie zusammen eine U-Form bilden. Statt der [J-Form kann natürlich auch eine sonstige Form gewählt werden. Sodann werden zwei Wolf ramelektroden .a. und 5 geeigneter Größe an die oberen Enden der Stifte i und 2 angefügt. Diese beiden Wolframelektroden sind an zwei anderen Elektroden 8 und 9 mit Wasserummantelung 6 und 7 befestigt. Die Wasserummantelungen «-erden mittels eines Rohres aus isolierendem Material 23 miteinander verbunden. Die letztgenannten Elektroden mit Wasserummantelung und der Behälter io sind voneinander mittels isolierender Stücke 21 und 22 isoliert. Der Behälter ist aus Stahl oder Gußeisen hergestellt und mit wärmebeständigem Stoff i o' ausgefüttert, um den Wärmeverlust zu vermindern; er besitzt ein Glasfenster i9 zur Kontrolle und für Wärmemeßv orrichtungen. Von jedem der beiden mit Wasserummantelung versehenen Elektroden ragt ein Metallstift i i durch den oberen Deckel des Behälters nach außen. Diese beiden Stifte dienen zum Durchfluß des Wassers nach den Wassermänteln und als Klemmen für die elektrische Stromzuführung. Die beiden Öffnungen 17 und 18 mit Hähnen sind der Einlaß und Auslaß für den Wasserstoff oder ein anderes indirterentes Gas.
  • Nachdem der Innenraum des Kessels io mit Wasserstoff oder einem anderen indifferenten Gas gefüllt ist, wird der Schalter 12 geschlossen, um einen starken elektrischen Strom zu den drei Wolframstiften 1, 2 und 3 in Serie zuzuführen. Da die unteren Enden der beiden Stifte den Behälter nicht berühren, kann die Längenänderung der Stifte i und 2 bei der Erwärmung frei stattfinden, ährend der Druck der Gasfüllung leicht durch irgendwelche beliebigen Mittel erhöht werden kann. Das Unterbrechen des elektrischen Stromes zu geeigneter Zeit wird unter Ausnutzung der Verlängerung der Stifte während ihrer Schmelzperiode bewirkt. Wenn die Entfernung zwischen dem Wolframstab 3 und der Nebenelektrode 1.2' mittels des Griffes 13 geeignet eingestellt ist, berühren sich 3 und 12' in dem ,geeigneten Augenblick, so daß der Stromkreis einer Stromquelle 15 mit dem Schalter 14 geschlossen wird, der durch die Wirkung der Spule 16 den Hauptschalter 12, öffnet oder den Hauptstrom unterbi ficht, indem er den Erregerstromkreis eines Generators, welcher den Hauptstrom erzeugt, unterbricht. Diese Wirkung kann auch durch das Ausbauchen der beiden senkrechten Stifte i und 2 infolge der elektrodynamischen Wirkung des sie durchfließenden Stromes erzielt werden, wenn sie durch die Hitze erweicht sind. Bei der Erfindung ist die Erwärmung nicht auf die Erwärmung durch einen die Stifte durchfließenden Strom beschränkt. Die Stifte könnten auch von außen durch elektrische Heizkörper oder andere Heizvorrichtungen erwärmt werden. In diesem Falle kann die Verlängerung der Stifte infolge der Erwärmung durch Wärmeregelung eingestellt werden. Wenn die Stifte aus reinen Metall oder einer Mischung reiner Metalle bestehen, kann auf sie vom Beginn des Erwärmens an ein hoher Druck ausgeübt werden. Wenn jedoch die Stifte Verunreinigungen enthalten, müssen sie zuerst bei gewöhnlichem oder reduziertem Druck erwärmt werden, um die Verunreinigungen durch Verdampfung zu beseitigen, und erst später wird ein hoher Druck ausgeübt.

Claims (3)

  1. PATENT-ANSPRÜCI-JE: i. Verfahren, um Stäbe aus schwer schmelzbaren Metallen, wie Wolfram, Molybdän, Tantal o. dgl. oder ihren Legierungen, durch längeres Erhitzen der aufgehängten Stäbe in einem mit neutralem oder reduzierendem Gas gefüllten Behälter für das Duktilmachen durch mechanische Bearbeitung vorzubereiten, dadurch gekennzeichnet, daß die Schlußerhitzung so weit getrieben wird, bis die Stäbe nach ihrer infolge der Sinterung eingetretenen Verkürzung sich über ihr ursprüngliches Längenmaß hinaus wieder um einen solchen Betrag verlängern, der genügt, um die Stäbe mit einem entsprechend eingestellten Kontakt in Berührung zu bringen, wodurch die weitere Wärmezufuhr augenblicklich abgestellt wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Stifte durch ihre Verlängerung einen elektrischen Heizstrom unterbrechen.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die duktil zu machenden Stifte, sobald sie nahe an ihren Schmelzpunkt gebracht sind, einen Nebenstromkreis schließen, mittels dessen durch Magnetwirkung der Hauptstromkreis unterbrochen wird.
DEA33723D 1918-09-26 1920-07-07 Verfahren, um Staebe aus Wolfram, Molybdaen, Tantal u. dgl. fuer das Duktilmachen durch mechanische Bearbeitung vorzubereiten Expired DE419899C (de)

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