DE363340C - Schaltung zur UEbermittlung von Signalen von einer Befehlsstelle aus zu einer Empfangsvorrichtung, bei der nacheinanderfolgende Stromstoesse der Reihe nach einzelne Signale hervorbringen - Google Patents

Schaltung zur UEbermittlung von Signalen von einer Befehlsstelle aus zu einer Empfangsvorrichtung, bei der nacheinanderfolgende Stromstoesse der Reihe nach einzelne Signale hervorbringen

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DE363340C
DE363340C DES52280D DES0052280D DE363340C DE 363340 C DE363340 C DE 363340C DE S52280 D DES52280 D DE S52280D DE S0052280 D DES0052280 D DE S0052280D DE 363340 C DE363340 C DE 363340C
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DE
Germany
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circuit
signals
relay
relays
current
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Expired
Application number
DES52280D
Other languages
English (en)
Inventor
Oskar Koch
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Siemens and Halske AG
Siemens Corp
Original Assignee
Siemens and Halske AG
Siemens Corp
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Publication date
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    • GPHYSICS
    • G08SIGNALLING
    • G08BSIGNALLING OR CALLING SYSTEMS; ORDER TELEGRAPHS; ALARM SYSTEMS
    • G08B1/00Systems for signalling characterised solely by the form of transmission of the signal
    • G08B1/08Systems for signalling characterised solely by the form of transmission of the signal using electric transmission ; transformation of alarm signals to electrical signals from a different medium, e.g. transmission of an electric alarm signal upon detection of an audible alarm signal

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Keying Circuit Devices (AREA)

Description

AUSGEGEBEN
AM 29. NOVEMBER 1922
(S52280 V1IIJJ4C)
hervorbringen.
Die Erfindung betrifft eine Schaltung zur Übermittlung von Signalen, bei der von einer Befehlsstelle aus mittels aufeinanderfolgender Stromstöße an einer Empfangsstelle Signale hervorgebracht werden. Im Gegensatz zu bestehenden Anordnungen ähnlicher Art hat die Einrichtung gemäß der Erfindung den Vorteil, daß sie mit sehr wenigen Leitungen zwischen Geber und Empfänger auskommt, wobei trotzdem die Zahl der verschiedenen zur Übermittlung kommenden Signale beliebig groß genommen werden kann. Meist genügen 2 Leitungen oder, wenn Erde zur Hilfe genommen wird, nur eine Leitung. Die Anlage kann dabei durch Hinzufügung neuer Signalgruppen am Empfänger und neuer Kontakte am Geber beliebig erweitert werden.
Diese "Vorteile werden durch die Erfindung
*.l Von dem Patentsucher ist als der Erfinder angegeben worden:
Oskar Koch in Charlottenburg.
dadurch erreicht, daß am Empfänger jedem Signal eine Gruppe Relais zugeteilt ist, die bei verschiedenen vom Geber hervorgerufenen Stromstößen in der Weise ansprechen, daß durch den ersten Stromstoß beispielsweise die erste Signalgruppe betätigt wird, und diese durch besondere von ihren Relais gesteuerte Kontakte die Schaltung derartig ändeit, daß nach Aufhören des ersten Stromstoßes der ίο nächste Stromstoß ausschließlich zur zweiten Signalgruppe gelangt. Nach Aufhören dieses zweiten Stromstoßes schaltet sich die zweite Giuppe aus und die nächstfolgende ein usw. Alle Signalgruppen können im Kreise herum geschaltet werden, so daß also auf die letzte wieder die erste folgt.
Die Umschaltung der einzelnen Signalgruppen durch die aufeinanderfolgende α Stromstöße wird dadurch bewirkt, daß jedem Signal 2 Steuerrelais zugeteilt sind, von denen sich immer das eine in Arbeits- und das andere in Ruhestellung befindet.
Es ist dies dadurch erreicht, daß ihre Anker sich gegenseitig mechanisch beeinflussen. Zu demselben Steuerrelais ist noch ein drittes Relais geschaltet, das zugleich das Signal hervorbringen kann, während die vorher erwähnten Steuerrelais nur zum Fortschalten der Zeichengebung dienen. Die erforderlichen Umschaltungen werden durch Kontakte bewirkt, die durch die Relais bewegt werden. Beim Ankommen eines Stromstoßes wird bei der gerade eingeschalteten Signalgruppe das Signal ausgelöst, gleichzeitig wird aber durch die Kontakte der beiden miterregten Steuerrelais die Schaltung so geändert, daß nach Aufhören des Stromstoßes und dem damit stattfindenden Verschwinden des Signales die erste Signalgruppe ausgeschaltet und der bei ihr vor Eintreffen des Stromstoßes vorhanden gewesene Schaltungszustand auf die zweite Signalgruppe übertragen wird.
Am Empfänger kann parallel zu allen Signaleinrichtungen ein akkustisches Signal (z. B. Einschlagwecker) angebracht werden, um beim Erscheinen eines neuen Signales die Aufmerksamkeit des Personals hierauf zu lenken.
Damit durch zu schnelles Schalten des Gebers kein Außertrittfallen der Relais eintritt, wird der Geber gemäß der Erfindung mit einer Bremsvorrichtung versehen.
Man kann auch noch die Signale mit einer besonderen Verzögerungseinrichtung aus- i rüsten, wodurch ihr Erscheinen bei den beim Fortschalten des Gebers entstehenden kurzen Stromstößen unterdrückt wird. Sie erscheinen erst dann, wenn der Geber eine gewisse Zeitlang auf einem Kontakt ruht.
Sollte trotzdem eine Störung an dem Relais eintreten, so können sie durch einen gemäß der Erfindung angebrachten Notschalter am Emp- ' fänger sämtlich in die Anfangslage zurückgeführt werden.
Zur Bedienung der Anlage ist nur ein verhältnismäßig schwacher Strom erforderlich. Die Signaleinrichtung eignet sich infolgedessen z. B. vorzüglich zur Signalgabe für Rangierzwecke bei Eisenbahnen an Orten, an denen starker Strom nicht zur Verfugung steht.
In den Abbildungen ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt. In Abb. 1 ist G der Geber, E der Empfänger; beide sind durch eine Leitung L miteinander verbunden. Es ist angenommen, daß drei verschiedene Signale zur Übermittlung gelangen sollen. In den Abb. 2 bis 6 ist die Schaltung in den verschiedenen Betriebslagen entsprechend diesen drei : Signalen angegeben.
In diesen Abbildungen ist die Darstellung der Schaltung schematisch so erfolgt, daß die Relais durch die Kreise dargestellt sind. Die Abzweigungen mit eingezeichnetem Bogen stellen Kontakte dar, die von den Relais bewegt werden. Aus den Zahlenbezeichnungen dieser Kontakte ist zu entnehmen, durch welches Relais der betreffende Kontakt betätigt wird. So bedeutet z. B. die Nummer 110 den ersten Kontakt, der durch Relais 10 bewegt wird, die Nummer 310 den dritten Kontakt, der vom Relais 10 bewegt wird, die Nummer 312 den zweiten Kon takt, üer von Relais 12 bewegt wird usw. Sämtliche Kontakte eines Relais (z. B. 10 in Abb. 7) werden durch einen Stromstoß gleichzeitig beeinflußt, d. h. es werden also bei den Relais 10 die beiden Kontakte 110 und 210 geschlossen, während gleichzeitig der Kontakt 310 geöffnet wird. Die Kontakte, bei denen der eingezeichnete Gradbogen die Leitung durchkreuzt, sind offen, diejenige, bei denen der Gradbogen die Leitung nur berührt, sind geschlossen.
Der Strom geht stets über die Leitung weiter, die nicht vom Gradbogen durchkreuzt wird. In Abb. 7 ist die Schaltungsanordnung der Anlage dargestellt, unter Einzeichnung der Kontakte in Abhängigkeit vom Anker des jeweils zugehörigen Relais.
Abb. ι stellt den Ruhezustand der Anlage dar. Ein vom Geber ankommender erster Stromstoß findet nur die Kontakte 112 und 330 geschlossen, so daß das Relais 10 erregt wird. In Abb. 2 ist no der Schaltungszustand dargestellt, wie er sich bei Eintritt des ersten Stromstoßes einstellt. Das Relais 10 ist über die Kontakte 112 und 330 erregt worden und hat dadurch den Kontakt 110 geschlossen, durch welchen der Kontakt 112 überbrückt wird. Außerdem hat das Relais 10 gemäß Abb. 7 den Kontakt 210 geschlossen und dadurch den Strom G, L1 110, 330, 210, 11, Erde über ein Relais-11 geleitet. Die Relais 11 und 12 sind sogenannte Abstützrelais, deren Anker sich gegenseitig derart abstützen, daß sich immer das eine Relais in der
Arbeitslage, das andere in der Ruhelage befindet. Das erregte Steuerrelais n hat seinen Anker angezogen, wodurch der bisher gestützt gewesene Anker des Relais 12 abfällt, so daß gemäß der Abb. 7 der Kontakt 112 geöffnet und der Kontakt 212 geschlossen wird. Hierdurch wird der erste Stromstoß G, L, 110, 330, 212, 22, Erde über ein Steuerrelais 22 der nächsten Signalgruppe geführt, wodurch dessen Anker gemäß Abb. 7 in die Betriebslage und der bis dahin von ihm abgestützte Anker des Relais 21 in die Ruhelage kommt. Das Relais 10 bringt gleichzeitig ein nicht besonders gezeichnetes optisches Signal hervor, dessen Erscheinen durch den parallel geschalteten Einschlagwecker (s. Abb. 2) angekündigt wird. Das Relais 22 hat gemäß Abb. 7 die Kontakte 122 geschlossen und 222 geöffnet und dadurch den neuen Stromfluß G, L, 122, 310, 20, Erde, G zur nächsten Signalgruppe (Abb. 4) vorbereitet. Der Kontakt 310 wird durch Relais. 10 gemäß Abb. 7 während der Dauer von dessen Erregung geöffnet gehalten, um das Erscheinen des zweiten Signales 20 zu verhindern. Trotz der Unterbrechung beim Kontakt 112 wird das Relais 10 noch weiter erregt, da es über den" Umgehungskontakt 110 weiter Strom G, L, 110, 330, 10, Erde, G erhält.
Dieser Stromlauf ist in Abb. 2 durch die stark ausgezogenen Linien angedeutet.
Wird der Schaltarm des Gebers weiterbewegt, so wird zunächst dieser Strom unterbrochen, wodurch alle Relais 10, 11 und 22 stromlos werden. Dadurch wird der Schaltungszustand nach Abb. 3 herbeigeführt und mithin die Schalter 110 und 210 geöffnet, während 310 geschlossen wird. Ein neuer vom Geber G kommender Stromstoß findet die Signalgruppe 2 (Abb. 4) in derselben Schaltlage, in der sich beim ersten Stromstoß die Signalgruppe 1 (Abb. 2) befand. Die Schaltvorgänge bei diesem Stromstoß G, L, 1220, 3x0, 20 bzw.G1L, 120, 310, 220, 21, Erde und 310, 222, 32, Erde spielen sich genau in der eben geschilderten Weise in der Signalgruppe 2 ab. Die letzte Signalgruppe 3 (Abb. 6) ist wieder mit der ersten Signalgruppe j (Abb. 2) derart zusammengeschaltet, daß dei neue der Kontaktlage I am Geber entsprechende Stromstoß wieder die Signalgruppe 1 betätigt.
Bei Drehung des Kontaktarmes am Geber bringt also jeder Stromstoß durch Berühren der Kontakte I, II oder III das entsprechende Signal 10, 20 oder 30 am Empfänger hervor ; wird der Geberarm sofort über die Kontakte , hinweggedreht, so verschwindet auch das Signal j sofort wieder; es bleibt erst bei dauerndem j Verweilen des Kontaktarmes auf einem Kon- I takt I, II oder III bestehen. Eine besondere Bremsvorrichtung am Geber verhütet ein zu schnelles Drehen des Gebers. Durch eine besondere Verzögerungseinrichtung an den Relais 10, 20 oder 30 kann das Erscheinen des Signales beim Vorüberdrehen des Kontaktarmes an einem Kontakt überhaupt unterdrückt werden. Ist eine Störung der Anlage eingetreten, so kann bei Ruhestellung des Gebers durch Schließen des Notschalters die Arbeitsstellung der Steuerrelais 21 und 31 durch einen besonderen hierüber geleiteten Strom und dadurch erfolgendes Anziehen der Anker bewirkt werden, wodurch sich die richtige Lage wieder einstellt.

Claims (3)

Patent-Ansprüche :
1. Schaltung zur Übermittlung von Signalen von einer Befehlsstelle aus zu einer Empfangsvorrichtung, bei der nacheinanderfolgende Stromstöße der Reihe nach einzelne Signale hervorbringen, dadurch gekennzeichnet, daß jeder der beliebig vielen Signaleinrichtungen (10, 20, 30) zwei Steuerrelais (11, 12 bzw. 21, 22 bzw. 31, 32) zugeteilt sind, von denen je eines (11, 21, 31) immer in der Arbeitsstellung, das andere (12, 22, 32) sich in der Ruhelage befindet und die so geschaltet sind, daß der vom Geber (G) ankommende Signalstrom (G, L, 112,330, 10, Erde, G) das in Ruhestellung befindliche Relais (10) in die Arbeitsstellung bringt und dieses Relais zusammen mit den beiden Steuerrelais (11, 12) Kontakte (112, 110, 210, 212, 122, 222) derart steuern, daß nach Unterbrechung des Geberstromes (G, L, 110, 330, 210, 11, Erde einerseits und 330, 212, 22, Erde anderseits) der Vor Eintreffen des Signalstromes vorhanden gewesene Schaltungszustand (Abb. 1) dieser 3 Relais (10, 11, 12) jedesmal auf die nächstfolgende Gruppe (Abb. 4) übertragen wird, wobei die vorhergehende Gruppe (Abb. 2) sich vom Geberstromkreis abschaltet.
2. Schaltung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuerrelais (11, 12 bzw. 21, 22 bzw. 31, 32) so ausgebildet sind, daß ihre Anker sich mechanisch gegenseitig derartig beinnussen, daß das eine (12, 22, 32) stets in Ruhestellung, das andere (ii, 21, 31) sich in Arbeitsstellung befindet.
3. Schaltung nach Anspruch 1 und 2, ge- no kennzeichnet durch einen Notschalter, durch den' bei einer Störung der Schaltlage der einzelnen Relais der ursprüngliche Zustand wieder hergestellt wird.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DES52280D 1920-02-17 1920-02-17 Schaltung zur UEbermittlung von Signalen von einer Befehlsstelle aus zu einer Empfangsvorrichtung, bei der nacheinanderfolgende Stromstoesse der Reihe nach einzelne Signale hervorbringen Expired DE363340C (de)

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