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Schreibrechenmaschine, auf der subtrahierte Zahlen in einer von addierten
Zahlen abweichenden Farbe--zum Aufdruck gelangen. Die Erfindung betrifft in erster
Linie eine Rechenmaschine, die bei der Führung von Kontokorrenten, wie Eintragungen,
Buchungen, verwendbar ist, wobei Zahlen in verschiedenen Rubriken der Arbeitsblätter
geschrieben und addiert und evtl. auch subtrahiert werden sollen.
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Bei der Führung von Kontokorrenten ist es bisher gebräuchlich gewesen,
alle Zahlen, die in der Rechenmaschine addiert werden, in schwarzer Schrift erscheinen
zu lassen, während die auf :der Maschine subtrahierten Zahlen in Rot erscheinen,
so daß, wenn die Maschine arbeitet, in den Saldenrubriken der Arbeitsblätter rote
und schwarze Zahlen erscheinen, j e nachdem eine Subtraktion oder eine Addition
erfolgt ist, und zwar unabhängig davon, ob die vorkommende Zahl, d:e den Saldo darstellt,
ein Debetsaldo oder ein Kreditsaldo ist.
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Es ist üblich gewesen, beim Anfangen und Vollenden einer Rechnung
ein Zeichen zum Aufdruck zu bringen, gewöhnlich einen Stern, dicht neben der Zahl,
-die den Saldo darstellt, um anzudeuten, daß das Rechenwerk mit »0« anfing, d. h.
also, daß die Maschine entsprechend eingestellt war, und zwar wurde der Stern gewöhnlich
in derselben Farbe geschrieben wie die zugehörige Zahl.
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Beim Ersinnen der vorliegenden Erfindung ist es für vorteilhaft gefunden
worden, einen Mechanismus anzubringen, der dem Schreiber es ermöglicht, ein Debetsaldo
in Schwarz mit benachbartem schwarzen Stern zu schreiben und ein Kreditsaldo in
Rot, gleichfalls mit einem schwarzen Stern, unabhängig davon, ob dieser Saldo sich
aus einer Addition oder einer Subtraktion ergibt. Der Mechanismus, wie er im nachstehenden
beschrieben ist, gestattet jedoch, nach Wahl des Schreibers auch einen roten Stern
zu drucken.
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Der in Frage stehende Mechanismus schließt einen Nocken oder eine
Hubleiste am Schreibwagen ein, die, sobald der Schreibwagen eine Saldenrubrik erreicht,
den Subtraktionsmechanismus in Gang setzt und den Zweifarbenmechanismus löst, so
daß Debetsalden in Schwarz geschrieben werden können, und im Rechenwerk eine Subtraktionsarbeit
erfolgt, so daß es auf »0« eingestellt wird. Soll jedoch ein Kreditsaldo auf dem
Arbeitsblatt geschrieben wenden, das addierend in der Rechenmaschine zur Geltung
kommt und in Rot geschrieben wird, so wird eine Kreditsaldotaste in Tätigkeit gesetzt,
die den Mechanismus wieder auf Addition einstellt, selbst wenn der genannte Nocken
am Schreibwagen die Maschine auf Subtraktion vor Niederdrücken der genannten Taste
eingestellt hat. Die Taste stellt den Zweifarbeninechanismus so ein, daß die in
Rechnung gesetzte Zahl in Rot geschrieben wird und addierend im Rechenwerk wirkt,
das somit auf »0« eingestellt wird.
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Nachdem der Kreditsaldo in das Rechenwerk eingetragen ist, kann die
Kreditsaldotaste selbsttätig freigegeben werden und der Zweifarbenmechanismus der
Schreibmaschine auch selbsttätig wieder umgestellt werden, so daß ein Stern gedruckt
werden kann dicht neben dem Kreditsaldo.
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Die Kreditsaldo-taste und die anschließenden Teile können auch vorteilhaft
benutzt werden, um Fehler wieder richtig zu stellen, die durch Niederdrücken der
Kreditsaldotaste entstanden sein mögen, ehe Zahlentasten beim Ausmerzen eines Fehlers
in Tätigkeit gesetzt werden. Dadurch wird der Zweifarbenmechanismus auf Rot eingestellt
und die übliche Subtraktionstaste kann dann angeschlagen werden, die die Maschine
auf Subtraktion umstellt, wobei also die Maschine auf Subtraktion steht, während
der Zweifarbenmechanismus rote Schrift erscheinen läßt, wodurch verhindert wird,
daß eine Farbe über einer anderen gedruckt wirrt.
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Nach der Erfindung soll auch eine Anzeigevorrichtung inAnwendung kommen,
welche an einer einzigen Stelle im voraus die Art der nächstfolgenden Rechenarbeit
und die Farbe, in der die Zahl zu schreiben ist, anzeigt. Durch diese Einrichtung
wird vermieden, daß
der Schreiber nach zwei verschiedenen Stellen
an der Maschine zu sehen hat, um die Anzeigevorrichtungen zu übersehen, wodurch
Verwirrungen und Zeitversäumnis vermieden werden. Zu diesem Zweck kommen zwei Anzeigeorgane
zur Verwendung, das eine, um anzudeuten, in welcher Art die Maschine arbeitet, und
das andere, welche - Farbe gedruckt wird. Diese beiden Anzeigevorrichtungen stehen
mit dem Rechenwerk so in Verbindung, daß sie gleichzeitig erkennen lassen, ob die
Maschine addiert oder subtrahiert, und ob die in die Rechnung eingeführte Zahl in
Schwarz oder- in Rot erscheint. Auf diese Weise können mit den beiden Anzeigeorganen
vier Permutationen erreicht -werden, so daß auch in der Herstellung eine Ersparnis
sich ergibt.
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Soll ein Kreditsaldo eingetragen werden, so wird eine besondere Taste
niedergedrückt, die mit einer Motoranlaßtaste derart in Verbindung steht, daß beim
Anschlagen dieser besonderen oder Kreditsaldotaste die Motoranlaßtaste niedergedrückt
wird, wodurch ein Mechanismus sich erforderlich macht, zwischen der genannten Anlaßtaste
und dem Motor, um zu verhindern, daß dieser ständig beim Niederdrücken der genannten
Saldotaste die Maschine antreibt.
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Zwischen der Kreditsaldotaste und der Motoranlaßtaste ist eine Verbindung
vorgesehen, um zu ermöglichen, daß die Motoranlaßtaste in ihre ursprüngliche Stellung
zurückkehrt, wenn :die Kr-editsaldotaste niedergedrückt ist, so daß ein besonderer
Mechanismus zwischen der genannten Taste und dem Motor unnötig wird. Die Verbindungsteile
sind in der Maschine so angeordnet, daß die eigentliche Schreibmaschine gegenüber
dem Rechenwerk leicht ausgewechselt oder von ihm abgenommen werden kann.
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Abb. i zeigt einen Höhenschnitt einer kombinierten Schreib- und Rechenmaschine,
an der die Erfindung angewendet worden ist. Die Abb.2 und 3 zeigen einen Anzeigemechanismus
in zwei verschiedenen Stellungen, und zwar Abb. z in einer solchen, bei der eine
Zahl addiert und in Schwarz geschrieben werden soll, wenn eine Belastung in der
»Kredit«- oder »Alter Saldo« Rubrik eingetragen wird und Abb.3 in einer solchen,
in der eine Zahl addiert und in Rot gedruckt wird, also wenn eine Kreditierung in
der »Saldo« Rwbrik eingetragen wird. Abb.4 zeigt in schematischer schaubildlicher
Anordnung Teile der Maschine, wobei andere der Deutlichkeit wegen fortgelassen sind.
Abb. 5 ist die obere An-.sicht eines Teiles der Maschine mit der Kreditsaldotaste
und deren Verbindung mit dem Farbbandeinstellmechanismus und der Motoranlaßtaste.
Abb.6 zeigt in schematischer Anordnung Teile der Maschine, wenn diese auf Subtraktion
und zum Drucken in Rot eingestellt ist, in einer Stellung entsprechend ,der Abb.
5, so daß in der »Kredit«-Ru' rik eine Eintragung erfolgt. Abb. 7 ist eine ähnliche
Ansicht wie Abb. 6, jedoch in einer Stellung, bei der subtrahiert und in Schwarz
gedruckt wird, um eine Debeteintragung in der Saldorubrik erfolgen zu lassen. Abb.
8 ist eine ähnliche Ansicht wie Abb. 5, -wobei jedoch die Teile eine Stellung einnehmen,
in der die Kreditsal:dotaste niedergedrückt ist. Abb. 9 zeigt schematisch Teile
der Maschine bei niedergedrückter Kreditsaldotaste, so daß die Teile in eine Stellung
gelangen, entsprechend der Abb.8, um eine Krediteintragung in der Saldorubrik erfolgen
zu lassen. Abb. io zeigt schematisch die Kreditsaldotaste in niedergedrückter Stellung
gesperrt gehalten und die Motoranlaßtaste in ihre ursprüngliche Stellung zurückgekehrt.
Abb. ii ist eine ähnliche Ansicht wie die Abb. io, in einer Stellung, die die Teile
einnehmen, wenn die Kreditsaldotaste durch das gemeinsame Bewegungsorgan ausgelöst
-wird. Abb. 12 ist die obere Ansicht der Rubrikenanschläge des Schreibmaschinenwagens
und der zugehörigen Teile für das Rechenwerk und dem Zweifarbenmechanismus. Abb.
13 zeigt einen Teil eines Stifteinstellmechanismus zum Übertragen einer in der Schreibmaschine
geschriebenen Zahl auf das I,,echenwerk, und zwar in einer Stellung, in der die
»9«-Stifte für eine. Subtraktionsarbeit niedergedrückt worden sind. Abb. 14 zeigt
als Beispiel ein mit Hilfe der Maschine herzustellendes Arbeitsblatt, bei dem die
Debeteintragungen, die schwarz gedruckt -werden sollen, in kräftigen Einzellinien,
und die Krediteintragungen, die rot gedruckt werden sollen, in Doppellinien erscheinen.
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Die Zahlentasten 2o (Abb. i) veranlassen beim Anschlagen ein Aufwärtsschwingen
der Typenhebel 2,1 gegen das auf der Schreibwalze 22 befindliche Arbeitsblatt, um
eine Zahl mit Hilfe des Zweifarbenfarbban@des 23 zumAufdruck zubringen. Di-e Schreibwalze
22 ist in dem Wagen 24 gelagert und wird durch den Hemmungsmechanismus 25 in Buchstabenabständen
vorwärts bewegt, wobei bei jedem Tastenanschlag ein Ansatz 26 an dem Typenhebel
2i eine gemeinsame Stange 27 bewegt.
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Der übliche Underwood-Farbbandhebemechanismus. .sitzt auf der gemeinsamen
Stange 27, um das Farbband 23 in die Bahn der Typen 28 beim Anschlagen .der Tasten
in verschiedenen Abständen zu bewegen, so daß ein schwarzer Teil 29 oder auch ein
roter
Teil 3o des Farbandes in die Druckstellung gelangt.
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Die Schreibmaschine ist abnehmbar oberhalb des Rechenmechanismus,
der nach dem System Hanson gebaut ist, angeordnet und mit diesem zwangläufig verbunden,
so, daß die beim Anschlagen der Tasten 2o gedruckten Zahlen in der Gruppe von Einstellstiften
35 (Abb. i und 13) entsprechend eingestellt werden, um die gewünschten Zahlen alsdann
in das Zählwerk 36 (Abb. i) zu übertragen.
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Zu diesem Zweck ist jede Zahlentaste 2o mit einem herunterhängenden
Stab 37 versehen, welcher bei der Additionsarbeit durch Niederdrücken der Taste
eine Welle 34 zum Ausschwingen bringt, so daß ein Gestänge eines Hebelsystems 38
in Tätigkeit tritt, das einen Einstellstift 35 niederdrückt. Dieser Stift entspricht
dem Wert der niedergedrückten Zahlentaste.
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Die Stifte 35 (Abb. i) sind an Stäben 39 angeordnet, die den Stellenwerten
entsprechen- und die in Arbeitsstellung mit Bezug auf das Hebelsystem 38 gelangen,
wenn der Schreibwagen 24, entsprechend dem nächstfolgenden Stellenwert, weiterbewegt
wird. Dieser Wagen ist mit einem als. Stellenwähler dienenden Anschlag 4o ausgestattet,
der für gewöhnlich eine solche Lage einnimmt, daß >er auf den Hebel 41 einzuwirken
vermag, um eine Stange 42 niederzudrücken, und unter Vermittlung einer Übertragungsvorrichtung
43 die dem Stellenwert entsprechende Stange 39 vorwärts bewegt, so daß die an ihm
befindlichen Stifte 35 in Gegenüberstellung mit Bezug auf die Hebelgestänge 44 des
genannten Hebelsystems 38 sich befinden.
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Nachdem eine Zahl an dieser Einrichtung eingestellt worden ist, werden
die eingestellten Stifte von einem Vorschuborgan, einem sogenannten -gemeinsamen
Bewegungsorgan 48-(Abb. i), erfaßt, das zweckmäßig durch einen Motor 49 angetrieben
-wird. Das genannte Organ nimmt die erfaßten Stifte mit, so daß die den Stellenwerten
entsprechenden Stäbe 39 vorwärts bewegt werden, um Zahlenräder 5o eines Zählwerkes
36 um einen solchen Winkel zu :drehen, daß die in Betracht kommende Zahl an der
Schauöffnung eingestellt wird.
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Um die Maschine auf Subtraktion einzustellen, wird eine Taste 55 (Abb.
i, 4 und 6) niedergedrückt, wodurch ein Arm 51 entgegen der Spannung der Feder 51d
zum Ausschwingen gelangt. Dadurch wird die Welle 52 gedreht, -wodurch ein Sperrhaken
53 aus einer Nut 54 in der Subtraktionsstange 56 herausgezogen wird. Durch die Bewegung
des Sperrhakens 53 wird die Subtraktionsstange 56 freigegeben, so daß sie unter
Einwirkung der Spannkraft der Feder 57 zurückgezogen wird, um die »9«-Stifte sämtlicher
Stellenwertorgane 39 mit Hilfe der Leiste 58 (Abb.13) niederzudrücken, während der
Hebelmechanismus 38 bei der Rückwärtsbewegung der Stange 56 in eine solche Lage
kommt, daß Stifte 35, die den Komplementwerten der in Frage stehenden Ziffern der
Zahlentasten entsprechen, niedergedrückt werden. Beim Ingangsetzen des Zählwerkmechanismus
werden -die fraglichen Zahlen subtrahierend in das Zählwerk 36 übertragen, ähnlich
wie dies in der Patentschrift 261613 vom 28. April r912 beschrieben ist.
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Die Verbindungsteile, die dazu dienen, das Hebelsystem 38 auf Subtraktion
einzustellen, schließen einen Winkelhebel 59 (Abb. i, 6, 7 und 9) ein, der bei .der
Rückwärtsbewegung der Stange 56 zum Ausschwingen kommt, um einen Arm 6o einer Leiste
61 herunterzudrücken, die über sämtlichen schwingenden Wellen 34 des Hebelsystems
38 liegt, so daß diese Leiste und die Wellen einen Vorschub erfahren und die Hebelgestänge
so einstellen, daß die Komplementwerte derjenigen Ziffern wirksam werden, die den
angeschlagenen Tasten entsprechen, so daß auch nur die den Komplementwerten entsprechenden
Stifte niedergedrückt werden können.
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Um beim Subtrahieren die »9«-Stifte niederzudrücken, ist an der Subtraktionsstange
56 (Abb. 13) ein Winkelhebel 45 drehbar befestigt, der an seinem vorderen Ende einen
hakenartigen Teil besitzt und mit diesem . einen Arm 46 bei .der Rückwärtsbewegung
der Stange 56 nach hinten zieht. Dadurch wird die Leiste oder der Bügel
58 entgegen der Spannung der Feder 47 heruntergedrückt, wodurch die Hebel
33 zum Ausschwingen kommen, an denen die »9«-Stifte 35 sitzen. Sind die-
genannten Stifte auf diese Weise heruntergedrückt, so stößt .der Winkelhebel 45
gegen einen Anschlag 74, wodurch der Haken des Winkelhebels entgegen der Spannung
der Feder 75 so ausschwingt, daß der Arm 46 freigegeben wird und dementsprechend
die Feder 47 den Bügel 58 aus der Stellung Abb. 15 wieder in die ursprüngliche Stellung
zurückzieht.
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Die nachstehend beschriebene Maschine ist so eingerichtet, daß ein
selbsttätiges Einstellen auf Subtraktion erfolgt, wenn der Schreibwagen 24 in eine
Subtraktionszone eintritt. Zu diesem Zweck ist auf dem Wagen ein Kolumnenanschlag
62 (Abb. 12) vorgesehen, der ein Hubstück 63 trägt, um bei Eintritt in die Subtraktionszone
einen Hebel 64. zum Ausschwingen zu bringen, um mit Hilfe eines Gestänges 65 (Abb.
i und' 4) das Auslösen der Subtraktionsstange 56 zu bewerkstelligen, wodurch die
Maschine auf Subtraktion in derselben Weise eingestellt
wird, wie
es mit Hilfe der Subtraktionstaste 55 geschehen kann.
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Das Gestänge 65 schließt eine Verbindungsstange 66 ein (Abb. z und
4), die, unter der Einwirkung des Hebels 64 angehoben, ein Ausschwingen des Winkelhebels
67 entgegen der Spannung der Feder 67a bewirkt, um einen Riegel 68 unter einem Arm
eines Winkelhebels 69 fortzuziehen, wodurch eine Feder veranlaßt wird, diesen Winkelhebel
zum Ausschwingen zu bringen, der lose auf der schwingenden Welle 52 sitzt. Der aufrecht
gerichtete Arm dieses Winkelhebels erfaßt einen Arm 82, der an der Welle 52 befestigt
ist, und während seiner Drehbewegung erfaßt er auch den Arm 82, um die Welle 52
zu drehen, so daß der Sperrhaken 53 aus der Nut 54 der -Subtraktionsstange 56 gezogen
wird, und diese sich somit zurückziehen kann.
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Nebenbi sei bemerkt, daß das Verbindungsgestänge 65 in seine ursprüngliche
Lage durch das Vorschuborgan 48 bei seiner Vorwärtsbewegung gebracht wird, das einen
Arm 83 des Winkelhebels 69 (Abb. i und 4) herunterdrückt. Das Zurückführen der Subtraktionsstange
56 in ihre ursprüngliche Lage durch die Vorwärtsbewegung des Vorschuhorganes erfolgt
durch einen an der Stange 56 sitzenden Vorsprung 84 (Abb. 6 und r3).
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Ist eine Zahl in der Gruppe von Stiften 35 entweder additiv oder subtraktiv
eingestellt, so kann der Motor 49 zum übertragen der Zahl auf das Zählwerk durch
eine Motoranlaßtaste 70 in Tätigkeit gesetzt werden (Abb. i, 4 9, io und
ii), die beim Niederdrücken einen Hebe17i abwärts bewegt, um einen Ouerhebe172 so
zum Ausschwingen zu bringen, daß ein Riegel 73 angehoben wird, demzufolge
in 'dem Motormechanismus 49 -ein Strom geschlossen wird und das Vorschuborgan 48
seine hin und her gehende Bewegung ausführt, wobei während der Vorschubbewegung
die in der Stiftgruppe eingestellte Zahl auf das Zählwerk übertragen wird. Ist .dies
geschehen ;so wird bei der weiteren Vorschubbewegung des.,gemeinsamen Bewegungsorganes
48 die Subtraktionsstange 56, das Hebelsystem 38 und die Gruppe der Stifte 35 in
die ursprüngliche Lage zurückbewegt, so daß die Maschine nunmehr wieder auf Addition
eingestellt ist.
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Vorkehrung ist noch getroffen worden, um ein selbsttätiges Anlassen
des Motors 49 unter Zuhilfenahme des Schreibwagens herbeizuführen, nachdem die letzte
Ziffer in ;der Gruppe von Stiften :eingestellt worden ist. Zu diesem Zweck veranlaßt
der Kolumnenanschlag 62 auf dem Wagen 24 ein Ausschwingen des Hebels 77 (Abb. i,
4 und i2), wenn der Wagen eine Rechenzone verläßt, wodurch mit Hilfe der Stange
77a und des Winkelhebels 78 der Riegel 78' entgegen der Spannung der Feder
78b (Abb. i) zurückgezogen wird, so daß der Hebel 79 (Abb.4) frei wird, um
der Feder 8o zu ermöglichen, die Schubstange 81 abwärts zu bewegen, wodurch ein
quer sich erstreckender Hebel zum Ausschwingen ,gebracht wird, um den Motorriegel
73 in derselben Weise auszulösen, wie es mit Hilfe ,der Motoranlaßtaste
70 geschehen kann, demzufolge der Rechenmechanismus in Tätigkeit gesetzt
wird und wieder in Additionsstellung gelangt.
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Ist die Maschine auf Addition eingestellt, so wird der Farbbandmechanismus
in seiner normalen Lage zum Drucken von Schwarz durch eine Feder 85 gehalten (Abb.
i und 4), die an einem Arm 86 der schwingenden Welle 87 des Farbbandmechanismus
angreift. Am hinteren Ende dieser Welle 87 befindet sich der Arm 88, der -durch
die Stange 89 mit dem Zweifarbenbandumstellorgan oder Anschlußstück 89 verbunden
ist, wodurch der Farbbandhubmechanismus mit der Universalstange 27 so verbunden
wird, daß der Farbbandheber 9o von dem oberen Stift gi in Tätigkeit gesetzt werden
kann.
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Ist die Maschine auf Subtraktion eingestellt, so ist es wünschenswert,
die subtrahierte Zahl in Rot zu drucken. Zu diesem Zweck ist der Farbbandmechanismus
für gewöhnlich mit dem Subtraktionseinstellm.echanismus verbunden, so daß, wenn
die Subtraktionsstange 56 zurückgezogen wird, sie die Stoßstange 95 aufwärts bewegt
(Abb. i, 4 und 6), wodurch eine über dieser Stange stehende Schubstange 96, die
an einem Arm 97 der Welle 87 des Farbbandmechanismus angeschlossen ist, gleichfalls
angehoben wird, so daß die Welle 87 zum Ausschwingen kommt, und der Farbbandumsteller
89, wie aus Patentschrift 279783 bekannt, in Verbindung mit dem unteren Stift 98
des Farbbandhebers 9o gelangt, so ,daß der rote Teil 3o des Farbbandes in Arbeitsstellung
beim Niederdrücken -einer Zahlentaste .gelangt. Die Kolumnenanschläge 62, hinten
an dem Schreibwagen, .sind so angeordnet, idaß sie selbsttätig die Maschine einstellen,
wenn ein Rechnen in der »Kredit«-Spalte des Arbeitsblattes (Abb. 14) erfolgen soll.
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Nach Ausführung der Rechenarbeit in der :>Kredit« Rubrik zeigt das
Zählwerk eine "Zahl, die dem Saldo entspricht. Der Schreibwagen wird dann in die
»Saldo«-Rubrik (Abb. 14) gebracht, so daß ein Hubstück ioo, das am Wagen angeordnet
ist (Abb. i2), .die Maschine in ähnlicher Weise auf Subtraktion einstellt, wie es
geschieht, wenn der Wagen in die »Kredit«-Rubrik gelangt. Es ist jedoch nicht wünschenswert,
die- Zahl in Rot zu drucken, wenn in ider »Saldo«-Rubrik ein
Debetsaldo
eingetragen werden soll. Um diese Zahlen dann in Schwarz zu drucken, kommen besondere
Hilfsmittel in Anwendung, um den Farbbandmechamismus mit dem Subtraktionseinstellmecharnismus
in Verbin-Üun"zubringen. Zu .diesem Zweck veranlaßt ein Fortsatz ioi des Hubstückes
ioo ein Ausschwingen des Hebels 1o2 (Abb. 1, 4, 5, 7, 9 und r2), wenn der Wagen
die Saldorubrik erreicht, und unter Vermittlung der Stange 103 wird die Welle
104 entgegen der Spannung der Feder 1o5 zum Ausschwingen gebracht, so daß ein Arm
1o6 eine Stange 107 vorschiebt, idie mit .der Schubstange 96 verbunden ist, die
an dem Arm 97 der Welle 87 angreift. Hierdurch wird die Schubstange 96 aus der Bahn
der Stoßstange 95 herausbewegt, die beim Zurückziehen der Subtraktionsstange 56
in Bewegung gesetzt wird, so daß, wenn jetzt diese Bewegung der Stange 95 ausgeführt
wird, sie .nicht ein Ausschwingen der Welle 87 des Farbbandmechanismus herbeiführen
kann. Demzufolge wird die Feder 85 veranlaßt, den Farbbandmechanismus in einer solchen
Lage zu halten, :daß nur schwarz .gedruckt werden kann. Die Welle 1o4 und die angeschlossenen
Teile kehren unter Vermittlung der Feder 1o5 in ihre ursprüngliche Stellung zurück,
wenn Ader Wagen aus der Saldorubrik heraustritt. Diese Bewegung wird durch einen
Arm 1o4,1 begrenzt, der sich gegen einen Teil des Gestelles legt.
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Zeigt das Zählwerk einen Kreditsaldo, so ist es wünschenswert, die
in dar »,Saldo«-Rubrik .gedruckte Zahl additiv in die Maschine einzutragen, die
Zahl selbst aber in Rot zu drucken. Zu diesem Zweck kommt eine Kresditsaldotaste
1o8 (Abb.1, 4, 5, 8 und 1i) in Anwiendung, die entgegen der Spannung ider Feder
1o9 zurückbedrückt wird, um einen bei iioa drehbar gelagerten Winkelhebel iio zu
bewegen, so idaß ein Hubstück i i i an dem vondeTen Ende des Winkelhebels unter
die Stange 96 gelangt, die mit der schwingenden Welle des Farbbandmeahanismus verbunden
ist, um die genannte Stange aufwärts zu bewegen und die Welle zu idrehen, .den Farbbandmnechanis.mus
aber auf Rot einzustellen. Um die Maschine wieder auf Addition einzustellen, nachdem
sie selbsttätig durch den Schreibwagen beim Eintritt in die Saldorubrik auf Subtraktion
eingestellt war, ist die Kreditsaldotaste 1o8 mit der Motoranlaßtaste
70 verbunden, um, diese Taste herunterzudrücken, wenn die Kreditsal.dotaste
angeschlagen wird. Die Anschlußteile, die für diesen Zweck vorgesehen sind, schließen
einen Stift 112 ein (Abb. 1, 4, 5, 8 und i i), der an dem Schaft 113 der Kreditsaldotaste
sitzt und beim Zurückdrücken den Stift veranlaßt, auf eine Hubkante 114 am vorderen
Ende eines Armes 115 des Hebels 116 aufzulaufen. Dieser Hebel ist noch mit einem
Arm 117 verbunden, der an ihm mitschwingt in der Weise, daß ein an diesen Arm 117
und in einen Schlitz 119 der Motoranlaßtaste 70 eingreifender Stift 118 die
genannte Taste .entgegen der Spannung der Feder 123 niederdrückt, wodurch der Motorriegel
73 ausgelöst -wird und ,das gemeinuame Bewegungsorgan 48 eine hin und her gehende
Bew.o-ung ausführen kann, :demzufolge die Subtraktionsstange 56 und das System 38
.der Hebelgestänge in die normale Lage zurückkehren.
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Um zu verhindern, daß das Hubstück ioo die Maschine von neuem auf
Subtraktion einstellt, nachdem (das gemeinsame Bewegungsorgan 48 einie h-in und
her gehende Bewegung ausgeführt hat, ist an dem freien Ende .des Schaftes 113 der
Kreditsafdotaste eine Rolle 12o angebracht, die beim Zurückdrücken der Taste das
Ausschwingen eines Winkelhebels 121 veramlaßt, wodurch das Gestänge 65 verhindert
wird, idie Subtraktionsstange 56 auszulösen. Die Subtraktionsstange wird somit in
ihrer unwirksamen Stellung gesperrt gehalten. Aus idem Obigen wird es verständlich
sein, ,daß, wenn die Kred'ibsaldotaste zurückgedrückt wird, die Maschine auf Addition
eingestellt ist und dennoch in Rot druckt.
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Um die Kreditsaldotaste 1o8 in der zurückgedrückten Lage (Abb. 1o)
festzulegen, wird .der Stift 11:2 bis hinter den Hakenansatz 122 des Hebels 11,6
bewegt. Dieser Hakenansatz ist so gestaltet, ,daß der Hebel 116 .hier wieder aufwärts
sich bewegen kann, demzufolge auch die Motoranlaßtaste 70 unter Einwirkung der Feder
123 wieder in ihre ursprüngliche Lage zurückkehrt. Die Verbirndumgsteile zwischen
.der Kreditsaldotaste 1o8 und .der Motoranlaßtaste 70 sind so gestaltet und
angeordnet, daß das Abnehmen des Hebels 116 nicht nötig ist, wenn die eigentliche
Schreibmaschine von den Rechenmechanismen abgenommen wird. Die Kreditsaldotaste
1o8 ist vorn am Maschinengestell selbst und .hinten dadurch geführt, .daß der Schaft
113 durch .dien Zapfen oder die Schraube 124 mit dem Winkelhebel i 1o verburnden
ist, wobei der Hub, nach hinten durch einen Anschlag 125 am Maschinengestell begrenzt
wird (Abb. 1, 5, 8, 9, 1o und r1).
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Um: anzuzeigen, ,in welcJher Farbe die Zahlen bei der nächsten Rechenarbeit
gedruckt werden, ist auf der rechten Seite des Schreibmaschinengestelles f eine
einzelne Tafel 126a mit einer Schauöffnung 1.26 vorgesehen (Abb. i und 4), durch
die zwei Anzeigescheiben 127 ,und 128 (A,bib. a und 3) sichtbar gemacht werden können,
die auf einem
gemeinsamen Anzeigeorgan t29 sitzen. Dieses Anzeigeorgan
129 ist an .dem vor-.deren Ende der schwingenden Welle 87 des Farbbandmechanismus
befestigt. Dieses Organ r29 ist für gewöhnlich so eingestellt, daß der schwarze
Teil 127 hinter der Schauöffnung sichtbar ist (Abb. 2), wobei der Farbbandmechanismus
so einbestellt ist, daß in Schwarz gedruckt wird. Wird der Farbbandmechanismus ,so
eingestellt, daß rot gedruckt wind, so schwingt, durch Drellen der Welle 87, das
Anzeigeorgan 129 in solcher Weise aus, daß die Anzeigescheibe i28 (Abb. 3) in Rot
hinter der Öffnung sichtbar wird.
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Um zu erkennen, in welcher Art !die nächste Rechenarbeit ausgeführt
wird, ist ein zweites Anzeigeorgan 132 vorgesehen, das an seiner vorderen Seite
die Buchstaben »A« und »S« trägt, die »Addition« bzw. »Subtraktion« andeuten sollen.
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Um zu erzielen, daß durch ein und dieselbe Öffnung angegeben werden
kann, welche Rechnungsart ausgeführt wird und in welcher Farbe gedruckt wind, besitzt
jede Farbenscheibe eine Öffnung 133, durch welche entweder der Buchstabe »A« oder
ider Buchstabe »S« erscheinen kann. Die Öffnungen in .diesen Farbenscheiben sind
groß genug, um die Buchstaben »A« und »S« erkennen zu lassen, jedoch kleiner als
die Schauöffnung 126, so daß, welcher Buchstabe, »A« oder »S«, auch hinter der Öffnung
126 erscheint, er umgeben wird von einem Kreis in Schwarz oder Rot, j e nachdem
das Farbband 'eingestellt ist. Das Anzeigeorgan 132 für die Rechnungsart sitzt unmittelbar
hinter ;dem Farbenanzeigeorgan 129 an dem vorderen Ende .eines Bügels 13q., ,der
die schwingende Welle 87 des Farbbandmechaniismusdrehbar umgibt. In der Additionsstellung
der Maschine erscheint :hinter ider Öffnung 126 der Buchstabe »A«, und ,sein Tragorgan
wird in dieser Stellung dadurch gehalten, daß die Fc4er 135 auf einen Arm 136 des
Bügels 134 .einwirkt. Ist die Maschine auf Subtraktion durch die Subtraktionsstange
56 oder durch ein Hub-,stück 63 oider ioo am Schreibwagen eingestellt, so drückt
die Stoßstenge 95, :die -den Farbbandumstellmedhanismus in Tätigkeit setzt, gegen
eine über dieser Stoßstange hängende weitere Schubstange 137 (Abb. i, 4, 6; 7 und
9), die idurch einen Arm 138 mit dem Bügel 134 verbunden ist, so daß dieser Bügel
.entgegen ider Spannung der Feder 135 zum Ausischwingen kommt und der Buchstabe
»S« hinter ,der Öffnung 126 erscheint.
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Die beiden Amzeigeorgane 129 und 132 und ihre Bewegungen sind so bemessen,
daß im der einen oder anderen Endstellung jeweilig die eine oder die andere Öffnung
133 konzentrisch zur Öffnung 126 eingestellt wird, gnü eine oder die andere Farbe
erscheint, und durch die Öffnung 133 jeweilig der Buchstabe »A« oder «S» erscheint,
so @daß vier verschiedene Anzeigen hinter der Öffnung 126 möglich sind.
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Tritf der Schreibwaagen in eine »Saldo«-Rubrik ein, so erscheint ein
schwarzes Feld 127 und der Subtraktionsbuchstabe »S« in der Öffnung 126. Wird jedoch
die Kreditsal'dotaste io8niedergedrückt rund die Maschine auf Addition wieder eingestellt,
demzufolge also das Anzeigeorgan 132 durch die Feder 135 zurückgezogen wird, so
erscheint der Buchstabe »A« ,hinter der Öffnung. . Wie oben erwähnt, schwingt infolge
Zurückdrehens der Kreditsaldotaste die Welle 87 aus, so doß auch das Anzeigeorgan
129 bewegt wird, und demzufolge ein rotes Feld 128 hinter ider Öffnung 126 .erscheint
(Abb.3).
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Bei (der Beendigung einer Rechnungsarbeit wird die etwa zurückgedrückte
Kreditsaldotaste io8 wieder freigegeben unter Vermittlung des gemeinsamen Bewegungsorganes
48. Zu diesem Zweck ist auf einer zu diesem Origan gehörenden Welle 140 (Abb. i,
4 -und i i) eine Hubscheibe 141 angebracht, die eine Stange i42 entgegen der Spannung
einer Feder 143 anzuheben vermag, so daß ein am oberen Ende der Stange 142, befindlicher
Stift 144 einen Arm 145 des Hebels 116 anzuheben vermag, der die Kreditsaldotaste
g.-,sperrt hält. Durch diese Bewegung wird der Sperrhaken 122 entgegen der Spannung
der Feder 123 abwärts bewegt, wodurch der Stift ii2 freigegeben und die Taste 1o8
unter Einwirkung der Feder log in ihre Anfangslage zurückgeführt werden kann.
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Im naohstehendlen wind ein Beispiel unter Bezugnahme auf Abb. 14 besprochen.
In diesem Beispiel ist angenommen, daß am 5. Januar für einen Kunden, John Smith,
ein Kauf gebucht werden soll. Der Schreiber nimmt das Blatt aus dem dem Kunden gehörendem
Buch heraus und legt es in die. Maschine ein. Es wird angenommen, daß dzr Saldo
5o Markabetrug zugunsten des Kaufmannes, und diese Zahl sich daher in -der Saldorubrik
befindet. Der Schreiber überträgt diese Summe zunächst in die Rubrik für den alten
Saldo und trägt in der Maschine .die gleiche Summe in das Zählwerk ein. Der Wagen
wird dann bis zur Rubrik zur Aufnahme des Datums nach .rechts geschoben und das
Datum, »5. i.«, eingeschrieben. Dann wird der Wagen weiterbewegt bis zur Rubrik
der »Bezeichnung« und die Art ,der »Ware« als solche eingeschrieben. Dann erfolgt
eine Weiterbewegung des Wagens, bis er in die Debetrubrik gelangt, und der Betrag
für .die Ware, 985 Mark, wird eingetragen, wohei
gleichfalls die
Summe wieder in das Zählwerk übertragen wird. Letzteres zeigt nun die Summe von
1035 Mark. Dann erfolgt wieder eine Tahulierung, .um den Wagen bis zu der Tausenderstellung
in 'der S@afdorubrik gelangen zu lassen, die als Subtraktionszone in Betracht kommt.
Beim Eintritt :des Wagens in diese Rubrik stellt das Subtraktionshubstück ioo des
Kolamnenanschlages 62 die Maschine auf Subtraktion, mit Hilfe des Mechanismus, an
dem sich der Subtraktio:nsaus.lösehebel 64 befindet. Die normale Tätigkeit der Maschine,
wenn sie auf Subtraktion eingestellt ist, bewirkt ein selbsttätiges Umstellen des
Farbbandmechanismus mit Hilfe der Stoßstange 95, die die Schubstange 96 .erfaßt,
um -das rote Feld des Farbbandes wirksam zu machen, demzufolge alle subtrahierten
Summen in Rot niedergeschrieben werden. Da die Debetsalden in dem Zählwerk subtrahiert
werden und es in der Buchhaltung .ganz .unüblich ist. Debetsafden in Rot zu schreiben,
ist Vorsorge getroffen, die Schubstange 96 durch Hilfsmittel, die den mit Hilfe
des Armes ioi bewegten Hebel i02, außerdem die Teile i03, 104, 106, 107 einschließen,
so zu verschieben, daß :er außer Bereich der Stoßstange 95 gelangt, so daß das schwarze
Feld des Farbbandes wirksam wird, wenn die Maschine auf Subtraktion . in dieser
Rubrik :eingestellt ist. Die genannte Summe, i035 Mark, die in dem Zäh1Nverk sichtbar
ist, wird nun niedergeschrieben. Nach Schreiben der Einerzahl in der Pfennig--Dezimalstelle
wird der Motor selbsttätig in Gang gesetzt durch den Kolumnenanschlag, 'so idaß
:das gemeinsame 48 in Tätigkeit tritt, um das Zählwerk wieder auf »0« einzustellen.
Um einen Prüfstein dafür zu; haben, daß der Schreiber .die richtige Zahl beim Umstellen
auf »0« geschrieben hat, kann ein Stern durch eine Sterntaste hinter der Einer-Dezimalstelle
.eingetragen werden, wie dies bei den Underwood-Buchhaltungsmaschinen üblich ist
(s. Patentschrift 33765o). Hierbei ist darauf aufmerksam zu machen, daß die Sterntaste
nur bewegt werden kann, wenn die Zahlenräder 5o des Zählwerkes sämtlich guf »0«
stehen. Sollte mithin der Schreiber beim Niederschreiben der im Zählwerk abzulesenden
Gesamtsumme in die SaIdorubrik einen Fehler ,gemacht haben, so wird ier dadurch
darauf hingewiesen, daß die Sterntaste sich nicht anschlagen läßt. Da nach Umstellung
der Zahlenräder auf »0« die Maschine auf Addition steht, so wird auch die Sterntaste
schwarz ,drucken. Soll sie rot :drucken, so genügt .es, vor Anschlagen der Sterntaste
die Subtraktionstaste anzuschlagen, wodurch die Stoßstange 95 die Stange 96 wieder
aufwärts schiebt und der Farbbandumsteller 89 in 3'ät:gheit tritt. Nach Aufdrucken
des Sternes kann durch Ing,ngsetzen des gemeinsamen Bewegungsorganes :die Maschine
wieder auf Addition umgestellt werden. Das Blatt aus dem Kontobuch wird alsdann
aus der Maschine entfernt rund in das Buch wieder eingeheftet.
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Es sei nun angenommen, daß am 9. Januar für denselben Kunden zwei
Käufe eingetragen werden sollen. Das vorher benutzte Blatt wird -wieder dem Buch
:entnommen und in die Maschine eingelegt. Die in der Saldorubrik befindliche Summe,
1035 Mark, schreibt der Schreiber wieder in die Rubrik für den alten Saldo
ein, wobei !die Zahl auch in das Zählwerk von neuem :eingetragen wird. Nachdem :das
Datum, »9. z.«, und auch die Bezeichnung der Ware wieder an richtiger Stelle geschrieben
sind, werden die Beträge für die Ware in die Debetrubrik eingetragen, und zwar soll
der eine Betrag 2,34,12 Mark und der zweite 4534 Mark sein. Nach Eintragen dieser
Summe zeigt das Zählwerk die Gesamtsumme 1314,46 Mark, die 'der Schreiber in -d(ie
Saldorubrik in der richtigen Weise einträgt, wodurch das Zählwerk wieder auf »0<<
gestellt wird und ein Stern, wie oben beschrieben, niedergeschrieben werden kann.
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Am 15. Januar machte Joh .n Smit`h durch einen Scheck eine Zahlung
von i5oo Mark. Das Blatt wird wieder in .die Maschine eingelegt und der Saldo von
1314,46 Mark in die Rubrik »Alter Saldo« eingeschrieben, wodurch auch die .gleiche
Summe in das Zählwerk eingetragen wird. Nach .darauffolb nder Niederschrift des
Datums, »z5. z.«, und ,der Bezeichnung »Scheck« wird der Wagen bis zur Kreditrubrik
tabuliefit. Der Wagen wird hierbei selbsttätig auf Subtraktion durch den Arm 63
des I#-olumnenanschlags 62 umgestellt (Abb. z3). Die Umstellung des Farbbandes beim
Eintritt in diese Rubrik wird nicht behindert. Demzufolge wird das rote Feld des
Farbbandes nunmehr tatsächlich wirksam. Die Gutschrift von 150o Mark wird in :der
Kreditrubrik in Rot niedergeschrieben, was dem üblichen Gehrauch in der Buchhaltung
entspricht. Bei der Niederschrift .erfolgt :eine Subtrahierung in dem Zählwerk,
und da bei dieser Maschine das Komplement - Subtraktionssystem, dessen -Grundzahl
9 ist, in bekannter Weise »uz Verwendung kommt, so wird, wenn das Zählwerk bis in
die reicht, 9:998 49999 als Komplement von 1500 Mark in: das Zählwerk
eingetragen, zu welcher Zahl einschließlich der Extraziffer in der Einerstellung
(s. Patentschrift 279783) der alte Saldo von 1314,46 Mark addiert wird und eine
Registrierung von 9 999 8z446 sich ergibt. Die »Neunen« in den höheren
Dezimalstellen
zeigen dem Schreiber an, daß der Kunde ein K rieditsaldo zu seinen .Gunsten besitzt.
Der Wagen wird dann bis zu der Saldorubrik befördert, in der der Kreditsaldo in
Rot niedergeschrieben wird. Der tatsäeiliche Kreditsaldo wird, wie aus der genannten
Patentschrift hervorgeht, 'dadurch bestimmt, daß das Komplement jeder Ziffer im
Zählwerk zu der Grundzahl »9« bis auf die niedrigste Dezimalstelle, deren Grundzahl
ja io« sein muß, zur Verwendung kommt. Es ist also das Yompleinent der im Zählwerk
erscheinenden Zahl 185,54 Mark. Uin .das Zählwerk auf »0« einzustellen, ist es mithin
erforderlich, diese Summe in der Saldorubrik, die ja eine ist, zu addieren. Es ist
also nötig, die Maschine, während sie in dieser Rubrik arbeitet, auf Addition umzustellen.
Dies kann geschehen, nachdem der Wagen in ,die Saldorubrik eingetreten ist, dadurch,
daß die Kreditsaldotaste io8 angeschlagen wird:. Dadurch wird, unter Zuhilfenahme
der AL1slÖSetaste 70, der Motor ausgelöst, so daß er das gemeinsame Bev4-egun,gsona
n in Tätigkeit setzt und die Subtraktionsstange 56 in ihre frühere Lage zurückbringt,
:demzufolge die Maschine wieder addieren kann. Bei dieser Umstellung auf Addition
wird das schwarze Feld wirksam gemacht. Da :es aber wünschenswert ist, -den Kreditsaldo
in Rot zu schreiben, ist die Kreditsäldotaste mit dem Umstellhebel i io verbunden,
wodurch die Stoßstange 96 mit I-i.lfe des Hufbstückes i i i ;in; Tätigkeit gesetzt
wird, so daß das rote Feld .des Farbbandes in die wirksame Lage gelangt. Der Kreditsaldo
wird mithin in roter Schrift niedergeschrieben und indem Zählwerk addiert. Es ist
hierbei zu beachten, daß, wenn das Zählwerk der höchsten Dezimalstelle »9« zeigt,
in dem Zählwerk .eine Summe eingetragen steht, die dem Kunden gutgeschrieben werden
soll, so daß die Kreditsaldotaste io8 angeschlagen werden muß. Befindet sich jedoch
das Zahlenrad für die höchste Dezimalstelle nicht auf »9«, so .lautet die Summe
zugunsten des Kaufmannes, und die Kreditsaldotaste ist nicht anzuschlagen. Auch
jetzt kann nach Umstellen auf »0« ein schwarzer oder auch roter Stern. gedruckt
werden.
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Ein weiterer Kauf wird am 2o. Januar gemacht. Das lose Blatt des Buches
wird. wieder in die Maschine eingeführt und 'der Saldo, 185,54 Mark, wird in das
Zählwerk übertragen. Da es sich hier um: einen alten Saldo handelt, ein Saldo zugunsten
des Kaufmannes, so wird die Masdiine auf Subtraktion durch die Subtraktionstaste
55 eingestellt, ehe der Safdo in die alte Saldorubrik eingetragen wird. Ist das
Komplement (9 999 81446) von 185,54 Mark eingetragen, so zeigt das Zählwerk 9 999
8I446. Nachdem die richtige Eintragung in der Datumrubrik und in der Bezeichnungsnu'brik
erfolgt ist, wind der Wagen bis zur Debetrubrik tabuliert und der Betrag der Ware,
aoo Mark, :eingetragen. Das Zählwerk zeigt dann eine Summe .von 14,46 Mark als Debetsaldo,
der darauf in Schwarz in,die Saldorubrik eingetragen wird.
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Es wird weiter angenommen, daß am Ende des Monats dem. Kunden eine
Albrechnung zugestellt wurde in -der :Hohe des Debetsaldos von 14,46 Mark, rund
dieser schickt 'dann einen Scheck, jedoch mit einem Fehler insofern, als er anstatt
4,46 Mark nur 13,4:6 Mark zustellte. Um dies auf dem Arbeitsblatt zur Kenntnis ,zu
bringen, wird das Blatt von neuem in, die Maschine eingeführt. Der Saldo von 14,46
Mark wird aus der Saldorubrik in die Rubrik für den alten Saldo übertragen und hierbei
gleichzeitig in das Zählwerk eingetragen. Dann wird wieder das richtige Datum, z.
B. der 3. Februar, in die Datumrubrik und in d@.ie Bezeichnungsrubrik dass Wort
»Scheck« .eingescJhrieben. Darauf wird tabuliert bis die Maschine auf »Kreditsaldo«
steht. Da diese Rubrik aber eine Subtraktionsrubrik ist, wird die Maschine selbsttätig
auf Subtraktion umgestellt, so 'daß auch das rote- Feld des Farbbandes. wirksam
wird. Der Betrag des Schecks, 1,3,46 Mark, wird dann niedergeschrieben und gleichzeitig
,än -das Zählwerk übertragen, wobei eine Subtraktion erfolgt :und, das Zählwerk
den Betrag von i Mark zeigt. Um die Maschine alsdann auf »0« einzustellen, rnuß
»i« addiert werden. Da es sich hier um eine Summe handelt, die zugunsten .des Kaufmannes
geht, so wird sie in Schwarz gedruckt. Darauf wird der Stern hinzugefügt, um anzudeuten,
daß die Rechnung in richtiger Weise vor sich gegangen ist.
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Anis dem Obigen geht hervor, daß der Schreiber nicht immer nötig hät,
die Maschine rechtzeitig auf Subtraktion und Addition einzustellen, da die Maschine
dieses selbst bewirkt urid auch gleichzeitig die verschiedene Schreibweise, in Rot
oder Schwarz, ohne weiteres selbsttätig ändert. Es leuchtet ein, daß auf diese Weise
die Arbeit eine wesentlich leichtere ist als mit bisher bekannten Einrichtungen.