DE355494C - Flechtwerk - Google Patents

Flechtwerk

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DE355494C
DE355494C DEH80521D DEH0080521D DE355494C DE 355494 C DE355494 C DE 355494C DE H80521 D DEH80521 D DE H80521D DE H0080521 D DEH0080521 D DE H0080521D DE 355494 C DE355494 C DE 355494C
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DEH80521D
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PAUL HERKT
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PAUL HERKT
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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C14SKINS; HIDES; PELTS; LEATHER
    • C14CCHEMICAL TREATMENT OF HIDES, SKINS OR LEATHER, e.g. TANNING, IMPREGNATING, FINISHING; APPARATUS THEREFOR; COMPOSITIONS FOR TANNING
    • C14C13/00Manufacture of special kinds or leather, e.g. vellum

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Pharmaceuticals Containing Other Organic And Inorganic Compounds (AREA)

Description

  • Flechtwerk. :s wurde gefunden, daß sich die Sehnen von Walfischen und ähnlichen Seetieren infolge ihrer überaus großen Festigkeit zu Flechtarbeiten, namentlich zur Herstellung geflochtener Rundschnüre und geflochtener Treibriemen verarbeiten lassen. Es wurde aber weiter gefunden, daß die Sehnen nach kurzer Zeit austrocknen, dabei zusammenschrumpfen und sowohl spröde werden wie ihre Festigkeit großenteils verlieren.
  • Es ergab sich, daß sich die Sehnen frisch und fest erhielten, wenn man sie mit wasseranziehenden oder wasserbindenden Lösungen, wie Chlorkalzium- oder Chlormagnesiumlösung, ferner mit Glyzerin oder Glykol, Azetine, wasserlöslichem Bohröl behandelt. Auch eignen sich wasserbindende Emulgate von Wollfett, Lanolin oder Lovan (Emulsion von Wollfett, Cholesterin, Vaselinöl und Wasser) zur Frischerhaltung der Sehnen.
  • Vorteilhaft erwies sich, hernach noch eine Schutzbehandlung der vorbehandelten Sehnen gegen Auslaugung durch Nässe folgen zu lassen. Es kommen hierfür nur solche Mittel in Frage, die auf den vorbehandelten Sehnen genügend haften, wie Lösung des Bitumenharzes der Rütgerswerke A. G. oder des Yelutong-Kautschuk-Harzes oder des asphalthaltigen sogenannten Pyroxit-Riemenfettes in Benzol o. dgl. Lösungsmitteln.
  • Die Zeitdauer für das Einwirkenlassen von Glyzerin, Glykol, Chlorkalziumlauge oder der sonstigen wasserbindenden Schwellungsmittel richtet sich danach, wieweit bereits die in den Handel kommenden Sehnen ausgetrocknet waren. Das von der südlichen Halbkugel hereinkommende Sehnenmaterial pflegt meist stärker ausgetrocknet zu sein als no_disches Material. Nötigenfalls muß man auch das Glyzerin oder Glykol mit Wasser verdünnen, um eine genügende Geschmeidigkeit der Sehnen zu erzielen. Das muß von Fall zu Fall handwerksmäßig ausprobiert werden.
  • Die Nachbehandlung gegen Nässe kann sowohl an den Sehnen wie auch an dem aus den Sehnen hergestellten Flechtwerk vorgenommen werden. Die Vorbehandlung mit wasserbindenden Materialien erfolgt zweckmäßig vor Ausführung der Flechtarbeit, die durch die Vorbehandlung erleichtert wird.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRÜcHE: x. Flechtwerk, gekennzeichnet durch die Verwendung von Sehnen der Walfische oder ähnlicher Seetiere. a. Verfahren zur Imprägnierung des Flechtzweckes gemäß Anspruch x, dadurch gekennzeichnet, daß die Sehnen vor dem Flechten mit wasserbindenden Mitteln, wie Glyzerin, Glykol, Chlorkalzium- oder Chlormagnesiumlösung oder wasserlöslichem Bohröl oder Wollfettemulgaten vorbehandelt werden. 3. Verfahren zum Wasserdichtmachen des Flechtwerkes gemäß den Ansprüchen z und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die vorbehandelten Sehnen oder das daraus hergestellte Flechtwerk mit Lösungen oder Emulsionen oder Salben mit Kautschukharz-, Bitumenharz- oder Asphaltgehalt nachbehandelt werden.
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