DE544238C - Verfahren zur Herstellung einer zur Fabrikation von Kunstdaermen geeigneten Masse - Google Patents
Verfahren zur Herstellung einer zur Fabrikation von Kunstdaermen geeigneten MasseInfo
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Classifications
-
- A—HUMAN NECESSITIES
- A22—BUTCHERING; MEAT TREATMENT; PROCESSING POULTRY OR FISH
- A22C—PROCESSING MEAT, POULTRY, OR FISH
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Description
- Verfahren zur Herstellung einer zur Fabrikation von Kunstdärmen geeigneten Masse Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung; einer zur Fabrikation von Kunstdärmen geeigneten Masse, die insbesondere dazu bestimmt ist, als Umhüllung; bzw. Packmaterial für Wurst, Fleisch. Schmalz usw. zu dienen.
- Es ist schon mehrfach versucht «-orden. Kunstdärme für die Wurstbereitung; lierzustel gen, welche die vorteilhaften Eigenschaften des \Taturdarins besitzen bzw. verbessern sollten. Man ist bei bekannten Verfahren einerseits davon ausgegangen, Därme oder andere Eingeweideteile durch bestimmte Behandlungen für den genannten Zweck nutzbar zu machen, andererseits bemühte man sich, Ersatzstoffen die gewünschten Eigenschaften zu verleihen. So hat man schon versucht, künstliche Wursthüllen durch Imprägnierung von Geweben mit animalischen Stoffen oder aus versponnenen oder verwobenen tierischen Sehnen zu gewinnen oder aus letzteren einen zur Hüllenbereitung dienenden papierartigen Stoff herzustellen. Auch sind schon Wursthäute aus mit Glycerin behandeltem Celluloseliydrat bekanntgeworden.
- Die angegebenen Verfahren haben jedoch nicht zu zufriedenstellenden I?rgeliitissen geführt, und zwar deswegen, weil die von Kunstdärmen zu verlangenden Eigenschaften derart verschieden sind, cla ß diese noch nicht gleichzeitig; in einem Produkt vorhanden waren. Der I`una<larm ntul@ nämlich die gleichen Eigenschaften aufweisen wie der natürliche Darm, er nitil.i @ttiticn, (l. 11. der Kontraktion der I@ülluiig fotlgeti, so lall auch bei der fertig geräucherten Wurst die Umhüllung fest an <leg f-orni anliegt, aber dennoch beim Anschnitt leicht zu entfernen ist.
- Hinzu kommt, daß die heutigen Fabrikationsmethoden sehr häufig; Kunstdärme verlangen, deren Festigkeitseigenschaften die des Naturdarms zu übertreffen haben. Solche Kunstdärme werden besonders von der 1?cpreßwurstfabrikation benötigt.
- Die Hülle muß verdaulich und möglichst geschmacklos sein.
- Durch die vorliegende Erfindung wird ein Kunstdarm geschaffen, der alle diese Forderungen erfüllt. Durch besondere Behandlung des Ausgangsmaterials und die Auswahl geeigneter Stoffe wird ein Produkt erhalten, welches die Herstellung; einwandfrei elastischer und dabei widerstandsfähiger, verdaulicher Kunstdärme ermöglicht. _ Gemäß der Erfindung geht man bei der Herstellung der Masse von Häuten aus, die zunächst einer intensiven Behandlung ' in S:iurel):ielern, vorzugsweise Salzsäure, unterworfen werden. I-Iierdurch soll erreicht werden, claß die fast gar nicht von Faserstruktur durchzogenen Ober- und Unterschichten der 1-läute (Epidermis, l#'ettschicht) zerstört werden, um das Corium zu gewinnen. welches einzig und allein die für das endgültirc: Produkt erforderliche feste Faserstruktur besitzt. Die Vorlielianillung der Häute ist von großer 1\'iclitigl;cit. \\'ürilen nämlich die strukturlosen Ober- und Unter-.cli cliten (leg- I läute initverarheitet werden. #0 1iie#I.le da,, <geil Kitii.tilartti trage machenden Ballast in die Masse einführen. Durch die Säurebehandlung wird erreicht, daß sich diese anderen Bestandteile durch Abstreichen oder Abquetschen leicht entfernen lassen, während (las Corium als solches erhalten bleibt. Gleichzeitig sind die Fasern des Coriums durch diese Behandlung so gelockert, daß nach erfolgtem Auswaschen und Neutralisation aus (leg Haut durch Zerreißen in geeigneten Vorrichtungen ein ausgezeichnetes Material gewonnen werden kann, welches schon an sich zur Herstellung von Kunst-(lärmen geeignet wäre. Zweckmäßig werden jedoch gemäß der Erfindung dieser im wesentlichen aus dem zerkleinerten und. zerfaserten Corium der Haut bestehenden Masse Hadern zugemischt, d. h. Fasern aus einem verhältnismäßig festen, tierischen oller pflanzlichen Stoff von ungefähr 4. bis 6 mm Länge. Diese können beispielsweise aus nach einem besonderen Verfahren trocken bearbeiteten Jftiskeln und Sehnen (Elastin) bestehen und bewirken insbesondere eine wesentliche Erhöhung (leg Reißfestigkeit der fertigen Hülle. Die so erhaltenen Hadern, welche eine Länge von 4 bis 6 nun aufweisen würden, werden mit Glycerinphosphorsäure behandelt, welche (sie Elastizität der fertigen Masse bewirken soll. Die Hadern dürfen nicht verfilzt sein. sondern sollen so i111 Endprodukt eingebettet sein, daß sie z. B. mit einem spitzen Instrunient aus (leg hasse herausgehoben werden könnten.
- Nach (leg Mischung der eben beschriebenen Ausgangsstoffe «-erden diese mit Glvcerintannin behandelt und durchknetet, aulierdeni noch ein Zusatz von schwer wasserlöslichem Z1ickerkalk gensacht.
- An Stelle des Zuckerkalks oder gleichzeitig mit dieseln kann der Masse endlich auch etwas Ochsengalle zugesetzt werden, wodurch besonders die Widerstandsfähigkeit der Haut, (l. 1i. ihre Eignung für das obenerwähnte EZ-preßverfahren, verbessert wird. Sowohl die Galle als auch der Zuckerkalk erhöhen die Widerstandsfähigkeit bzw. Schwerlöslichkeit der Hülle auch in heißem Wasser, während (leg Zuckerkalk noch ganz besonders die Forlnung der Masse zur Wursthülle erleichtert.
- Die Formung der Klasse zum fertigen I`unstdarm kann nach irgendeinem beliebigen Verfahren erfolgen. Die Masse kann dazu benutzt werden, eine vorhandene Hülle zu imprägnieren, doch besteht (leg besondere Vorteil des vorliegenden Verfahrens darin, (saß die \lasse nach der Trocknung in Hautfarm eine vollstiindig ausreichende 1, estigl;eit besitzt, die beispielsweise auch nicht bei höheren Wärmegraden von 65° C und mehr verlorengeht.
- Der Zusatz von Glycerin oder der oben erwähnten Glycerinbeliandlung wird zweckmäßig so bemessen, daß die Trocknungs- und Schrumpfungszeit der Hülle gleich der der Wurstmasse ist. Ein «weiterer Vorteil des Glycerinzusatzes ist, (saß dadurch die Transparenz der Hülle erhöht wird.
- Au sfiilirungsbeisp-iel i5oo kg Häute werden einer Säurebehandlung (vorzugsweise verdünnte Salzsäure) unterzogen, bis daß das Corium gewonnen ist, d. h. alle anderen, nicht brauchbaren Hautteile, Fett- und Epiderinisschichten, zerstört sind. Der verbleibende Coriumteil -etwa iooo kg - wird mit ioo bis i5o 1;r Hadern - die Menge richtet sich nach der Beschaffenheit des anfallenden Coriums -innig vermischt und danach mit :2 kg Glycerintannin innig durchgeknetet. Die lfasse erhält ferner einen Zusatz von % kg Zuckerkalk oder/und Ochsengalle.
Claims (6)
- PATENTANSPRÜCFIE: i. Verfahren zur Herstellung einer zu,r Fabrikation von Kunstdärmen geeigneten Masse, dadurch gekennzeichnet, llaß Häute durch eine Säurebehandlung in ihrem Gefüge gelockert und von den dem Corium anhaftenden Teilen (Epidermis, Fettschicht) befreit werden, worauf die zerkleinerten Massen mit Hadern oder Fasern vermischt werden.
- 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, llaß die beigemengten Hadern nach einer trockenen Zerkleinerung mit Glycerinphospliorsäure behandelt werden.
- 3. Verfahren nach Anspruch 2, Mallurch gekennzeichnet, daß (sie Hallern eine Länge von mindestens 4 bis 6 nim aufweisen.
- 4.. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, (saß glas zerkleinerte Hautniaterial und das Fasermaterial nach ihrer Mischung mit Glycerintannin behandelt werden.
- 5. Verfahren nach Anspruch i oller 2, dadurch gekennzeichnet, llaß die Masse einen Zusatz von Zuckerkalk erhält.
- 6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gel<e1111-zeichnet, (saß (sie \lasse einen Zusatz v(111 Galle (C)cliseliralle) erli:ilt.
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