DE354902C - Rechenmaschine mit Vorrichtung zum selbsttaetigen Verschieben des Zaehlwerkschlittens beim Multiplizieren - Google Patents

Rechenmaschine mit Vorrichtung zum selbsttaetigen Verschieben des Zaehlwerkschlittens beim Multiplizieren

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DE354902C
DE354902C DEW58328D DEW0058328D DE354902C DE 354902 C DE354902 C DE 354902C DE W58328 D DEW58328 D DE W58328D DE W0058328 D DEW0058328 D DE W0058328D DE 354902 C DE354902 C DE 354902C
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  • Rechenmaschine mit Vorrichtung zum selbsttätigen Verschieben des Zählwerkschlittens beim Multiplizieren. Es sind Rechenmaschinen mit einem gegen das Antrieb- oder Einstellwerk verschiebbaren Schlitten bekannt, auf dem in der Regel ein Haupt- und ein Umdrehungs- (Quotienten-) Zählwerk angeordnet sind. Soll mit einer solchen Maschine beispielsweise eine Zahl x mit 3005o6 multipliziert werden, so wird zunächst die Zahl x am Antrieb- oder Einstellwerke eingestellt und darauf wird, nachdem der Schlitten in seine Anfangslage gebracht ist, mit dem Multiplizieren begonnen, indem das Antriebglied (Kurbel oder Handhebel) sechsmal betätigt wird. Alsdann verschiebt man den Schlitten um zwei Wertstellen, betätigt das Antriebglied fünfmal und verschiebt den Schlitten um drei Wertstellen, worauf das Antriebglied noch dreimal bedient wird. Im ganzen sind bei diesem Rechenbeispiele 6 + 5 + 3 = 14 Betätigungen (Drehungen) des Antriebgliedes und zwischendurch zwei Schlittenverschiebungen erforderlich. Gerade die von Hand auszuführenden Schlittenverschiebungen, die eine Unterbrechung der Antriebgliedbetätigung bedingen, erschweren die Handhabung der Maschine und sind sehr häufig die Ursache falscher Rechenergebnisse. Es sind bereits Vorrichtungen zum selbsttätigen Verschieben des Schlittens vorgeschlagen worden, an denen oder durch die der Multiplikator eingestellt wird und bei denen unmittelbar nach der letzten Antriebgliedbewegung in einer Wertstelle der Schlitten durch das Antriebglied in die nächste, der Rechnung dienende Wertstelle verschoben wird, so daß ohne Unterbrechung der Antriebgliedbewegung die ganze Rechnung durchgeführt wird. Alle diese Vorrichtungen haben wegen ihres außerordentlich verwickelten Baues und der umständlichen raumbeanspruchenden Hilfsmittel in die Praxis keinen Eingang gefunden. Bisher haben sich immer noch Maschinen mit einem von Hand verschiebbaren Zählwerkschlitten behauptet.
  • Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist eine ebenso einfache wie übersichtlicbe und sicher wirkende Vorrichtung mit Mitteln zum Einstellen eines Multiplikators und zur selbsttätigen Schlittenverschiebung entsprechend der jeweiligen Multiplikatoreinstellung. Ein besonderer Vorzug, den die Erfindung gegenüber bekannten Vorrichtungen dieser Art bietet, besteht darin, daß die Verschiebung um beliebig viele Wertstellen in einem Arbeitsgange genau so leicht zu bewältigen ist wie die Verschiebung um eine einzelne Wertstelle. Außerdem wird die Schlittenverschiebung von der Aufmerksamkeit des Bedienenden gänzlich unabhängig gemacht, da die Einstellung des Multiplikators vorher erfolgt und jederzeit während der eigentlichen Ausführung der Rechnung nachgeprüft bzw. überwacht werden kann.
  • Eine als Beispiel dienende Ausführungsform der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt. In dieser ist Abb. i ein senkrechter Querschnitt, Abb. 2 ein Grundriß. Abb. 3 zeigt vergrößert eine Einzelheit iin senkrechten Teilschnitt.
  • Der durch eine Feder im Sinne der Verschiebung von der niederen nach der höheren Wertstelle beeinflußte Zählwerkschlitten a trägt eine Zahnstange b, in die ein Zahnsektor c eingreift. Dieser Sektor dreht sich auf einem Zapfen d und trägt jenseits des Zapfens d einen Arm cl, der zwei nebeneinander verlaufende, um den Zapfen d gekrümmte Lochreihen e aufweist. Diese Löcher e dienen zum Einstecken von Stiften oder Stöpseln f, die durch Drehen des Armes cl, d. h. durch Verschieben des Schlittens a, mit einem etwa tangential zu beiden Lochreihen stehenden, uni einen festen Drehpunkt g (Abb. 2) schwenkbaren Stößer lt wechselweise in Eingriff gegebracht werden können. Unter dem Einflusse der Schlittenverschiebefeder ruht jeweilig ein Stöpsel f an dem Stirnende des Stößers A. Die Teilung der Löcher e ist so bemessen, daß beim Ausschwenken des Stößers k von einer Lochreihe auf die andere der Schlitten um eine Wertstelle oder uni mehrere Wertstellen zugleich verschoben wird, je nachdem ob der Stößer beim Überschw#nhen einen Stöpsel f in dem nächsten oder einen entfernteren Loche e dieser neuen Lochreihe vorfindet.
  • Zum Hin- und Herschwenken des Aufhalters oder Stößers A dient eine um den Sektorzapfen d (oder einen besonderen Zapfen) drehbare Schaltscheibe i, die bei jeder Betätigung des Antriebgliedes (also beispielsweise bei jeder Kurbeldrehun#) durch eine Schaltklinke k (Abb.2) und einen Schaltzahnkranz il um eine Teilung weitergedreht wird. Entsprechend dieserTeilung weist die Schaltscheibe i einen Lochkranz 1 auf zum Einstecken von Stiften oder Stöpseln in. In die Bahn dieser Einsteckstifte in wird durch eine Feder n' ein Hubhebel it gedrückt, dcr beim Vorbeibewegen eines Stiftes m zur Seite gedrängt wird. Der Hubhebel n dient zum Antriebe eines Schaltrades o, mit dem ein Nockenrad p verbunden ist. Von diesem Nockenrade p aus wird bei dessen Drehung eine Wippe q hin und her bewegt, die fest mit dem Aufhalter oder Stößer Iz verbunden ist.
  • Die Wirkungsweise der Vorrichtung ist folgende. Angenommen, eine Zahl x soll mit 3oo5o6 multipiliziert werden. Zunächst wird in der üblichen Weise der Zählwerkschlitten a in die Ruhe(Anfangs-)lage nach Abb. 2 gebracht und am Einstellwerk die Zahl x eingestellt. Alsdann wird an dem Schaltrade i, dessen mit »i« bezeichnetes Einsteckloch 1 bei An--fangslage vor dem Hubhebel n stehen muß, entsprechend den Wertziffern 6, 5 und 3 des Multiplikators 3005o6 je ein Stöpsel m in die mit 6, 11 und 14 bezeichneten Schaltradlöcher 1 gesteckt. Außerdem wird ein Stöpsel f in das erste Loch e der einen Lochreihe, ein zweiter Stöpsel f in das dritte Loch e der anderen Reihe und ein:dritter Stöpsel f in das sechste Loch der ersten Reihe c.gesteckt. Der Stößer oder Aufhalter A liegt, dann an dem ersten Stöpsel f an, wie das Abb. 2 zeigt. Hierauf beginnt man die Rechnung, d. h. die Kurbeldrehungen. Nach der- sechsten Drehung trifft der erste Stöpsel m der wandernden Schaltscheibe i gegen den Hubhebel n und drängt diesen ab, wodurch der Stößer oder Aufhalter k zur Seite geschwenkt und der Schlitten a durch seine Feder verschoben wird, bis der Aufhalter k an den Stöpsel f der neuen Lochreihe e stößt. Das entspricht einer Verschiebung des Schlittens um zwei Wertstellen. Nach weiteren fünf Kurbeldrehungen drängt der mit »ii(, bezeichnete Stöpsel ot der Schaltscheibe i den Hubhebel m abermals ab, wodurch der Stößer h auf die andere Lochreihe e hinübergeschwenkt wird. Demzufolge wandert der Schlitten a bis zum Antreffen des Stößers h an dem Stöpsel f der ersten Lochreihe, also um drei Wertstellen. Nachdem in die5er neuen Lage drei Kurbeldrehungen ausgeführt sind, trifft mit der »14« bezeichnete Schaltscheibenstöpsel m den Hubhebel n und schwenkt dadurch den Aufhalter A erneut um, worauf der Schlitten a, da kein weiterer Stöpsel f eingeschaltet ist, bis in seine Endlage führt, in der in an sich bekannter Weise ein optisches oder akustisches Zeichenwirksamgemachtwerdenkann. DieRechnung ist alsdann beendet. Ein Irrtum während der Rechnung ist ausgeschlossen. Der Aufhalter k ist so gestaltet (abgeschrägt), daß er das Zurückschieben des Schlittens a, wobei die Verschiebefeder gleich wieder aufgezogen wird, nicht verhindert.
  • Für den jeweilig letzten Stöpsel m der Schaltscheibe i kann ein Stift von solcher Gestalt verwendet werden, daß an Stelle des Hubhebels ii ein besonderer Hebel oder Anschlag einer Sperre oder Anzeigevorrichtung getroffen und diese selbst dadurch zur Wirkung gebracht wird, z. B. eine Glocke mit Klöppel.
  • Es ist zweckmäßig, Stöpsel f von der in Abb. 3 dargestellten oder ähnlicher Form zu verwenden, bei denen der Schaft fl einen Vierkantkopf oder doch wenigstens eine ebene Fläche f 2 aufweist, die dem Aufhalter lt sichere Auflage gewährt. Die Drehung des Stöpsels f in seinem Loche e kann durch einen mit ihm verbundenen, in das nächste Loch e dergleichen Lochreihe eingreifenden Zapfen f3 verhütet werden.
  • Statt durch eine Feder kann der Schlitten a auch durch das Antriebglied der Maschine selbst verschoben werden. Solche Mittel sind im Rechenmaschinenbau bereits bekannt.

Claims (2)

  1. PAT-ENT-ANspp,üciiE: i. Rechenmaschine mit Vorrichtung zum selbsttätigen Verschieben des Zählwerkschlittens beim Multiplizieren, gekennzeichnet durch eine von dem Antriebgliede der Maschine weiterzuschaltende Einstellvorrichtung (Schaltscheibe i) mit veränderlichen, entsprechend der Summierung der Multiplikatorziffern einrückbaren Steueranschlägen (Stöpseln m) und eine zweite mit dem Schlitten sich bewegende Einstellvorrichtung (cl, e), die entsprechend der stufenweisen Schlittenverschiebung eingestellt wird, und an der sich ein von der ersten Einstellvorrichtung (i) gesteuertes Glied (Aufhalter h) abtastet.
  2. 2. Rechenmaschinen nach Anspruch i, gekennzeichnet durch eine einen Lochkranz (1) mit Einsteckstöpseln (m) aufweisende, von dem Antriebgliede (der Kurbel) aus weiterschaltbare Schaltscheibe (i), einen von dieser durch ein zweites Schaltwerk (p, q) hin und her schwenkbaren Aufhalter (h) und einen mit dem Schlitten (a) sich bewegenden Arm (c1) mit zwei gleichachsigen. Lochreihen (e) und Einsteckstöpseln (f) für den über beiden Reihen hin und her schwenkbaren Auffialter (h). 3. Rechenmaschine nach Anspruch i und 2, dadurch 'gekennzeichnet, daß die Einstecker (Stöpsel f) mit ebenen Köpfen oder Flächen (f2) für den Aufhalter (h) und mit Feststellzapfen (f3), die in benachbarte Einstecklöcher (e) greifen, versehen sind. 4. Rechenmaschine nach Anspruch i und 2, gekennzeichnet durch besondere, vor der Rechnung einzustellende Anschläge an der Einstellvorrichtung (Schaltscheibe i), die am Ende der Rechnung selbsttätig auf eine Anzeige- oder Sperrvorrichtung für den Zählwerkschlitten(a) oderdasMaschinenantriebglied einwirken und dadurch die Beendigung der Rechnung kenntlich machen. 5. Rechenmaschine nach Anspruch i: und 2, gekennzeichnet durch derartig einseitig wirkende Aufhalter (h), daß der Schlitten (a) von Hand ohne besondere Auslösung in seine Anfangslage zurückholbar ist.
DEW58328D 1921-05-13 1921-05-13 Rechenmaschine mit Vorrichtung zum selbsttaetigen Verschieben des Zaehlwerkschlittens beim Multiplizieren Expired DE354902C (de)

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DE (1) DE354902C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2549512A (en) * 1951-04-17 Punctuating device fob registers

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US2549512A (en) * 1951-04-17 Punctuating device fob registers

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