DE34818C - Mechanismen zum Reguliren des Zu- und Abflusses des Druckwassers an Bierdruckapparaten - Google Patents

Mechanismen zum Reguliren des Zu- und Abflusses des Druckwassers an Bierdruckapparaten

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DE34818C
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Germany
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lever
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pressurized water
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Application number
DENDAT34818D
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English (en)
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A. HÜRSTEL und J. WETTERER in Strafsburg i. Eis
Publication of DE34818C publication Critical patent/DE34818C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B67OPENING, CLOSING OR CLEANING BOTTLES, JARS OR SIMILAR CONTAINERS; LIQUID HANDLING
    • B67DDISPENSING, DELIVERING OR TRANSFERRING LIQUIDS, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • B67D1/00Apparatus or devices for dispensing beverages on draught
    • B67D1/08Details
    • B67D1/12Flow or pressure control devices or systems, e.g. valves, gas pressure control, level control in storage containers

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  • Control Of Fluid Pressure (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 64: Schankgeräthschaften.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 16. December 1884 ab.
Beiliegende 5 Blatt Zeichnungen stellen einen durch den Druck einer Wasserleitung automatisch functionirenden Bierdruckapparat dar, und zwar Blatt I und II Vorderansicht und Verticalschnitt des Apparates aufser Function und Blatt III, IV und V einzelne zur Erläuterung dienende Theile.
In dem am Kessel befestigten messingenen Behälter a, Blatt II, Fig. 2, befinden sich die durch Ventile verschliefsbaren Oefthungen b und c, welche aus Fig. 3 und 4, Blatt III, ersichtlich sind, und zwar dient b zur Einströmung, c zur Entleerung des Leitungswassers. Beim Eintritt des letzteren durch α und d, Fig. 2 und 4, in den Kessel wird die in demselben befindliche Luft durch das auf Blatt I, Fig. ι (oben), angedeutete, in Fig. 7, Blatt III, detaillirte Ventil/ in eine in den Luftvorrathskessel mündende Leitung gedrückt, und ist zu diesem Behufe der Luftvorrathskessel, welcher eine beliebige Form und Aufstellung haben kann, mit einem Rückschlagventil, Fig. 5 und 6, versehen. Die weiteren Oeffnungen am Ventil/, Fig. 7, dienen folgenden Zwecken: Durch q tritt vermittelst eines Saugventils atmosphärische Luft in den Kessel, wenn derselbe sich vom Wasser entleert; \ verbindet den Kessel mit einem Regulator, wie er in Fig. 19 und 20 dargestellt ist, oder mit einem solchen, wie er aus Fig. 2i, 22 und 23 ersichtlich ist. Die nähere Beschreibung dieser beiden Regulatoren erfolgt weiter hinten; y endlich correspondirt mit dem Luftvorrathskessel.
Ist nun der Kessel vollständig mit Wasser gefüllt, so schliefst ein Schwimmer g, Fig. 1 und 2, das Ventil/, Fig. 1, in der Art, dafs kein Wasser in die Luftleitung und in den Luftvorrathskessel eintreten kann. In dem am Kessel befindlichen Gehäuse k, Fig. 2, befindet sich ein 'in Fig. 12 näher dargestellter Stift i, welcher mit einer zwischen die beiden Hälften des Gehäuses k festgeschraubten Gummiplatte horizontal beweglich ist und mit seinem dickeren Theile in einem aus Fig. 2 (Seiten- und Vorderansicht des Riegels darstellend) ersichtlichen Riegel h sitzt und denselben bis auf Weiteres in der bezeichneten Stellung festhält. Derselbe Druck, der das Wasser in den Kessel treibt, die Luft durch / verdrängt, wirkt auch auf den Stift i, drückt diesen nach vorn, so dafs der vertical bewegliche Schieber h vermöge der auf ihm angebrachten Spiralfeder so weit herabgezogen wird, dafs der Schlitz des Schiebers auf den dünnen Ansatz des Stiftes i fällt und dort wieder bis auf Weiteres arretirt ist, während dadurch auch bis auf Weiteres eine horizontale Rückwärtsbewegung des Stiftes i verhindert wird. Derselbe nun im Kessel und im Behälter α befindliche, gleichmäfsig vertheilte Druck der Wasserleitung wirkt auch auf den in Fig. 1 angedeuteten, im Gehäuse η befindlichen, ebenfalls mit Gummiplatte zwischen den beiden Hälften des Gehäuses verschraubten Stift m in der Weise, dafs Stift m vertical nach oben gedrückt wird, Fig. 1 und 11. Der vorhin beschriebene Stift i safs mit seinem vorderen Ende in der mit dl bezeichneten Aussparung eines aus Fig. 17 und 18 ersichtlichen Hebels / und hielt denselben in der in Fig/ 2 bezeichneten Stellung fest. Durch die Aufwärtsbewegung des Stiftes m im Gehäuse η wurde aber auch der Hebel / in die
Höhe geschoben, nachdem gleichzeitig das vordere Ende des Stiftes i bei der horizontalen Vorwärtsbewegung des Stiftes den Hebel I ausgeklinkt hatte. Das Ausklinken bezw. Auslösen des Hebels I geschieht in der Weise, dafs der im oberen Theile in einem Schlitz des Gehäuses k bewegliche Hebel / zwei eingesetzte Gleitbacken b1, Fig. 17 und 18, hat, welche mit schräg angefeilten, auf beiden Seiten des Schlitzes befindlichen Einsätzen correspondiren. Wird / nun durch Stift i nach vorwärts gedrückt, so werden die Gleitbacken b1, Fig. 17 und 18, über die sie festhaltenden Einsätze c1, Fig. 14, gehoben und der Hebel I wird durch die Bewegung des Stiftes m so weit in die Höhe gedrückt, bis Stift I mit seinem vorderen Ende in die viel tiefere Aussparung al, Fig. 18, einklinkt. Alle diese Vorrichtungen functioniren gleichzeitig. Endlich ist das untere Ende des Stiftes m mit einem aus Fig. 5 und 4 ersichtlichen Hebelwerk verbunden, welches aus Kupfer hergestellt ist und im Behälter α functionirt. Durch die Aufwärtsbewegung des Stiftes m öffnet ein Hebel das von innen schliefsende Ausströmungsventil c, während durch dieselbe Bewegung Hebel r, Fig. 1, zurückgezogen wird und der Druck der Wasserleitung das von aufsen schliefsende Einströmungsventil schliefst bezw. zudrückt. Es entleert sich nun der Kessel vom Wasser und damit ist eine einmalige Function des Apparates beendet.
Schwimmer g gleitet an seiner Führungsstange abwärts, drückt mit seinem Gewicht den Hebel p, Fig. 2, herunter, welch letzterer im Riegelkloben drehbar ist. Durch die Abwärtsbewegung des Hebels ρ hebt dessen kurzer Hebelarm f1 den Riegel in seiner Aussparung e1 in die Höhe. Es wird weiter Stift i, wie aus Fig. 12 ersichtlich, durch die im Gehäuse k befindliche Spiralfeder rückwärts bewegt und sein dickerer Theil tritt in den Schlitz des Riegelkopfes, während sein vorderes Ende aus der Aussparung al des Hebels Z austritt. Weil nun gleichzeitig auch Stift m im Gehäuse η durch eine darin befindliche Spiralfeder, Fig. 11, wieder herabgedrückt wird, klinkt i in die Aussparung d' des Hebels /, und letzterer kommt so in seine erstmalige Stellung. Das mit Stift N verbundene Hebelwerk im Behälter α wirkt infolge dessen und gleichzeitig so, dafs Hebel r dies Einströmungsventil b aufstöfst und ein anderer Hebel das Ausströmungsventil c zudrückt. Diese so beschriebenen beiden Functionen wiederholen sich automatisch so lange, bis der Druck im Vorrathskessel annähernd dem Druck der Wasserleitung gleich ist, oder bis letztere abgeschlossen wird.
Zur Fixirung des Druckes im Vorrathskessel dienen die durch Fig. 19 und 20, Blatt IV, oder Fig. 21 bis 24, Blatt V, dargestellten Regulatoren. Der erstere, Fig. 19 und 20, hat Oeffnungen s und f, welche mit der Leitung des Zuflufswassers correspondiren, während ν mit dem Vorrathskessel in Verbindung steht. Ist der Druck in letzterem grofs, so wirkt er auf die Gummiplatte des Gehäuses n> und drückt mit dieser den Kolben u in die Höhe, wodurch die Durchgangsöffnung mehr oder weniger geschlossen wird, welche mit der Leitung correspondirt. Durch Schraube χ wird die Bewegung des Kolbens w beschränkt und so ein constanter Druck im Vorrathskessel erzielt.
Sobald beim Regulator nach Fig. 21 bis 24, Blatt V, das Leitungswasser durch Oeffnung a eintritt, öffnet sich das Ventil β und das Wasser tritt durch Oeffnung γ in ι den Apparat. Durch Oeffnung & steht der Regulator mit dem Vorrathskessel in Verbindung. Je stärker der Druck in letzterem, desto mehr wird die Gummiplatte ε und mit ihr der Stift ζ in die Höhe gedrückt. Durch die in Fig. 22 dargestellte Hebelcombination H1 H2 Hz wird dann das Ventil β mehr oder weniger geschlossen bezw. ganz abgesperrt. Schraube £· dient zur Regulirung des Druckes im Vorrathskessel. Der Kopf der Schraube fixirt einen in einer Hülse vertical beweglichen Stift, welcher mit einem Zeiger Z, Fig. 23, versehen ist. Auf einer mit Scala versehenen Platte gleitet der Zeiger auf und ab, die Bewegung der Schraube und damit den Druck im Vorrathskessel anzeigend.

Claims (2)

Patent-Ansprüche: An Bierdruckapparaten, welche durch Druckwasser betrieben werden:
1. Ein Mechanismus zum Steuern der Ventile b und c, Fig. 3 und 4, Blatt III, für den Zu - und Abflufs des Wassers, bestehend aus Gehäuse k, Fig. 1 und 2, Blatt I und II, mit Stift i, Gehäuse η mit Stift m, Riegel h, Hebel /, Schwimmer g und Hebelwerk 0.
2. Ein Regulator zur selbsttätigen Erhaltung eines bestimmten Druckes im Luftvorrathskessel, Fig. 21 und 22, Blatt V, bestehend aus Ventil β, Gummiplatte ε, Stift ^, Schraube £r und einer Hebelverbindung Ji1 H2 H3 zwischen β und \.
Hierzu 5 Blatt Zeichnungen.
DENDAT34818D Mechanismen zum Reguliren des Zu- und Abflusses des Druckwassers an Bierdruckapparaten Expired - Lifetime DE34818C (de)

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