DE34213C - Typensetzmaschine - Google Patents
TypensetzmaschineInfo
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- DE34213C DE34213C DENDAT34213D DE34213DA DE34213C DE 34213 C DE34213 C DE 34213C DE NDAT34213 D DENDAT34213 D DE NDAT34213D DE 34213D A DE34213D A DE 34213DA DE 34213 C DE34213 C DE 34213C
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- DE
- Germany
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- channel
- shaft
- rail
- type
- crank
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- Expired - Lifetime
Links
- 230000000994 depressogenic effect Effects 0.000 claims description 2
- 239000002184 metal Substances 0.000 description 4
- 238000010276 construction Methods 0.000 description 1
- 238000000034 method Methods 0.000 description 1
Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B41—PRINTING; LINING MACHINES; TYPEWRITERS; STAMPS
- B41B—MACHINES OR ACCESSORIES FOR MAKING, SETTING, OR DISTRIBUTING TYPE; TYPE; PHOTOGRAPHIC OR PHOTOELECTRIC COMPOSING DEVICES
- B41B3/00—Apparatus for mechanical composition using prefabricated type, i.e. without casting equipment
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Sheets, Magazines, And Separation Thereof (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE IB: Druckerei.
Typensetzmaschine.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 12. April 1885 ab.
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Maschine, durch welche die Arbeit des Typensetzens
in beschleunigter Weise verrichtet werden soll. Die Typen befinden sich geordnet
in verticalen, parallelen Rinnen, aus denen sie mittelst Hebelapparates in der zu setzenden
Reihenfolge unten entnommen und in einer besonderen Rinne zu Zeilenlänge an einander
gefügt werden.
Auf beiliegenden Zeichnungen zeigt Fig. 1 die Maschine in Vorderansicht, Fig. 2 in Seitenansicht
von links; Fig. 3 ist ein Schnitt nach A-B, Fig. 4, von links aus betrachtet, Fig. 4
eine hintere Ansicht der Maschine.
Fig. 5 zeigt den Antriebsmechanismus für den Setzapparat im Schnitt nach C-D, Fig. 4,
von der linken Seite der Maschine aus betrachtet, Fig. 6 ist die hintere Ansicht dieses
Mechanismus, Fig. 7 bis 11 sind Details desselben.
Fig. 12 ist ein Detail im Schnitt nach J-K,
Fig. 13, Fig. 13 ein Schnitt nach L-M, Fig. 12.
Die Fig. 14, 15 und 16 zeigen, in welcher
Weise der Setzapparat die Typen aus den Rinnen der Maschine entnimmt.
Die Fig. 17 bis 25 veranschaulichen die
Specialconstruction des Setzapparates.
Die Maschine ist an einem Rahmen A, Fig. 1, 2, 3 und 4, aufgebaut, welcher von dem Gestell
-B getragen wird und im oberen und unteren Theil mit Schlitzen versehen ist, in
denen die Typenrinnen C befestigt sind, welche zur Aufnahme der Typen" dienen.
Am unteren Ende, der Typenrinnen C befindet sich der
apparat, Fig. 17. Derselbe enthält die Rinne m
zur Aufnahme des Satzes und wird links einerseits mittelst eines Ansatzstückes m8, welches
in einem in der unteren Kante des Rahmens A befindlichen Schlitze A3, Fig. ig, gleitet, und
andererseits durch das über die Breite der Maschine hinwegreichende, winkelförmig gebogene,
bewegliche Blech q, Fig. 5, geführt. Am rechten Ende erfolgt die Führung des
Apparates mittelst einer Blechhülse m9, welche die obere Kante der Schiene E2 theilweise umspannt
und mit einer Nase in eine Rinne derselben eingreift, Fig. 1 und 23. Der Setzapparat
ist mit drei Armen η1 η2 und η3 ausgestattet,
welche Hülsen οΛ o2 und o3 tragen,
in die man drei Finger der rechten Hand einstecken kann. Die Schiene E2 ist mit Ausschnitten
versehen, in welche je eine der drei Hülsen 01P2O3 eingelegt werden kann, so dafs
der Apparat in hinreichend genauer und fester Stellung angehalten wird. Die Schiene ist an
dem Rahmen A befestigt.
Das Blech q kann auf- und abbewegt und hierdurch das linke Ende des Setzapparates
gehoben und gesenkt werden. Die Rinne m des letzteren besteht aus zwei Theilen, welche
scharnierartig durch Zapfen m6 mit einander verbunden sind, so dafs der obere Theil mittelst
des Bleches ql, welches in die am Arm m1
sitzende Gabel m2 eingreift, nach links und rechts in Schwingungen versetzt werden kann,
Fig. 14 und 15.
Ein kleiner Schieber p, Fig. 17, welcher durch den von der Feder jp2 beeinflufsten
Arm ρ1 verschoben wird, hält die Typen in der Rinne m fest.
Der Setzapparat wird durch die drehbaren, die Bleche q und q1 tragenden Wellen qs und qi
in Thätigkeit gesetzt, und zwar vermittelst der Arme qr' und ^6, in deren Schlitzen die Rollen
r gleiten. Jedesmal wenn die Kurbel r1, Fig. 12, welche die Rollen r trägt, eine Umdrehung
macht, drückt zunächst das .Blech q die Typenrinne des Setzapparates in die Höhe,
während das Blech ql noch in Ruhe verbleibt und die Gabel m2 zurückhält, so dafs die
Klappe m3 in die in Fig. 14 dargestellte Lage
schwingt.
Darauf bleibt das Blech q stehen, drückt hierbei den beweglichen Rinnentheil gegen den
unteren Rand des Rahmens A und hält die Rinne einen Augenblick in Ruhe, und in der
Zwischenzeit wird das Blech q1 nach oben bewegt und hierdurch die Klappe ?n3 in die
in Fig. 15 gezeichnete Stellung gebracht, wobei dieselbe aus der betreffenden festen Rinne
eine Type herausdrängt und in die Rinne des Setzapparates einschiebt. Beide Bleche q und ^r1
werden dann niedergedrückt, während die neu eingeführte Type durch das hakenförmige
Ende m4, Fig. 16, mitgenommen wird. Das
untere Ende der Rinnen C und das obere Ende der Klappe m3 sind natürlich entsprechend ausgeklinkt,
Fig. ig und 20, so dafs dadurch die Entnahme der Typen aus den Rinnen C möglich
ist. In der festen Rinne C findet natürlich ein Nachgleiten der Typen nicht statt, bis die
unterste Type wieder auf dem hakenförmigen Ende C1 der betreffenden Rinne aufliegt. Die
hakenförmigen Enden der festen Rinnen C1 stehen unten verschieden weit vor dem Rahmen
A vor, und zwar jede einzelne entsprechend der Breite der Type, für welche sie
bestimmt ist, so dafs die Klappe ms immer
nur eine einzige Type erfassen kann.
Zur Sicherung der Lage des Setzapparates ist derselbe mit einer Nase mz5 versehen, welche
in entsprechende Schlitze des Rahmens A eingreift. Der Antrieb der Kurbel r1 e-rfolgt von
der Welle s aus, welche durch Schnurbetrieb von der Welle h aus, Fig. 4, in Rotation versetzt
wird.
Drückt man mittelst irgend einer der Fingerhülsen o1 o2 oder o3 die Platte t nieder, Fig. 5,
so dreht sich die Welle i1 und gleichzeitig
drückt die Stange f2 den mit der Schiene u1
auf derselben Achse befestigten Arm m3, Fig. 9,
zurück, so dafs die Klinke r3 in die Zähne der Welle s einfallen kann. Gleichzeitig wird
aber auch der Arm M3, welcher ebenfalls mit n1
auf einer Achse sitzt, Fig. 7, seitwärts gedreht, so dafs der Arm q5 sich nunmehr in der Pfeilrichtung
frei nach unten bewegen kann, wobei der Setzapparat mittelst der Platte q wieder
angehoben wird.
Damit jedesmal nur eine Rotation stattfindet, wird die Klinke r3 im geeigneten Moment
durch den festen Ansatz ui ausgeschaltet und
behufs Vermeidung eines erneuten Eingriffs durch Verrriittelung des ' Armes q& und des
mit ti1 auf einer Welle sitzenden Hebels M3 in
die Lage Fig. 9 zurückbefördert.
Soll der Setzapparat in Thätigkeit gesetzt werden, so schiebt man den Zeigefinger in die
Hülse o1, den Mittelfinger in die Hülse o2 und
den Ringfinger in die Hülse o3 ein und kann dann den Apparat leicht und rasch hin- und
herschieben und unter die verschiedenen Rinnen der Maschine bringen. Drückt man dann etwa
mit dem Zeigefinger die Hülse o! in einen der
Ausschnitte der Schiene Is2, Fig. 1, hernieder,
so wird das Blech t, Fig. 5, gesenkt und hierdurch, wie aus obigem hervorgeht, eine einmalige
Rotation der Kurbel r1 veranlafst und somit in der angegebenen Weise aus der betreffenden
Rinne eine Type entnommen; drückt man dann mittelst des Mittelfingers die zugehörige
Hülse o2 in denselben Ausschnitt nieder, so wird aus einer anderen Rinne ebenfalls eine
Type entnommen, und derselbe Vorgang wiederholt sich auch beim Niederdrücken des Ringfingers.
Jede Ausklinkung der Schiene Zi2-kann
somit für drei Rinnen dienen, und mithin müssen die Abstände der Ausschnitte dreimal
so grofs sein, als die der Rinnen.' Infolge dieser Anordnung finden die Finger auch viel
leichter . den richtigen Ausschnitt heraus, als wenn letztere so dicht wie die Rinnen ständen.
Die Schiene U2 ist, wie aus Fig. 1 ersichtlich,
mit entsprechenden Schriftzeichen versehen. Der Setzapparat ist noch mit einer Stange v,
Fig. 17 und 18, ausgestattet, welche durch den Arm p& verschoben wird und dem Setzer anzeigt,
wenn die Zeile ihre richtige Länge erreicht hat.
Das Manuscript wird auf dem Pult A 4, Fig. 1,
befestigt.
Die Rinnen C enthalten Gleitstücke x, Fig. 3, deren Reibung grofs genug ist, um ein Hinabfallen
der Typen zu verhindern und welche letzteren demnach eine geeignete Stütze bieten.
Zum Zwecke des Setzens werden die Typen durch ein Gewicht x1 beschwert und aus den
Rinnen herausgedrängt.
Claims (5)
- Patent-Ansprüche:i. Eine Typensetzmaschine, bestehend aus festen Typenrinnen C und einem aus getheilter Rinne m und Hebeln nl n2na combinirten, unterhalb der festen Rinne C verschiebbaren Setzapparate, mittelst dessen die einzelnen Typen jedesmal aus den festen Rinnen entnommen und in die Rinne m eingefügt werden, wenn durch Niederdrücken der Hebel in die Ausschnitte einer Schiene I?2 ein Sperrwerk ra'a' ausgeschaltet und hierdurch die Rinne τη durcheinen Hebel q qs gegen die betreffende Rinne angehoben wird. :
- 2. An der beweglichen Rinne m die-Anordnung einer Klappe in3, welche beim Anheben der Rinne m aus der betreffenden festen Rinne eine Type seitlich herausschiebt und dieselbe in die bewegliche Rinne einführt.
- 3. Die Anordnung der Welle qs mit einer Längsschiene q, zu dem Zweck, um die Rinne m des Setzapparates auf- und abzubewegen, wobei die Kante der Schiene aufserdem auch zur Führung der Rinne beim Hin- und Herschieben derselben dient.
- 4. Die Anordnung einer zweiten, ähnlichen Welle 5 4 mit Schiene q\ deren Kante durch die Bewegung der Schiene einen Winkelhebel WJ1 dreht, dessen einer Schenkel die im Anspruch 2. erwähnte Klappe m3 bildet.
- 5. Bei einer Typensetzmaschine die Anordnungeiner Welle mit Kurbel r1, welche durch eine andere Welle s in Rotation versetzt wird, sobald einer der Hebel ηΛ η2 η3 niedergedrückt und hierdurch die Klinke r3, welche die ersterwähnte Welle beeinfiufst, freigegeben wird, zu dem Zwecke, um der beweglichen Typenrinne m die erforderliche Bewegung zu ertheilen.
Eine aus dem festen Ansatz w4 und der Klinke us bestehende Einrichtung, durch welche die Welle und die Kurbel r verhindert werden, jedesmal, wenn sie von der Antriebswelle mitgenommen werden, mehr als eine Umdrehung zu machen, und durch welche die Kurbel in einer ganz bestimmten Stellung angehalten wird, so dafs einerseits die Klinke r3 immer wieder ausgeschaltet wird und andererseits der Arm κ3 die Kurbel r1 und hiermit auch die betreffende Welle arretirt.Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE34213C true DE34213C (de) |
Family
ID=310141
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT34213D Expired - Lifetime DE34213C (de) | Typensetzmaschine |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE34213C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US3491461A (en) * | 1967-02-09 | 1970-01-27 | Mattel Inc | Educational toy device for audibly reproducing recorded teaching material |
-
0
- DE DENDAT34213D patent/DE34213C/de not_active Expired - Lifetime
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US3491461A (en) * | 1967-02-09 | 1970-01-27 | Mattel Inc | Educational toy device for audibly reproducing recorded teaching material |
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