DE65790C - Ablege- und Setzapparat für Buchdrucker - Google Patents

Ablege- und Setzapparat für Buchdrucker

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DE65790C
DE65790C DENDAT65790D DE65790DA DE65790C DE 65790 C DE65790 C DE 65790C DE NDAT65790 D DENDAT65790 D DE NDAT65790D DE 65790D A DE65790D A DE 65790DA DE 65790 C DE65790 C DE 65790C
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DE
Germany
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plate
letter
piston
letters
plates
Prior art date
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Expired - Lifetime
Application number
DENDAT65790D
Other languages
English (en)
Original Assignee
J. G. RETAUX, 84 Chaussee Marcade Abbeville, und J. A. MEDAWAR, Suffolk House, Lawrence Pountney Hill, Cannon Street, London E. C
Publication of DE65790C publication Critical patent/DE65790C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B41PRINTING; LINING MACHINES; TYPEWRITERS; STAMPS
    • B41BMACHINES OR ACCESSORIES FOR MAKING, SETTING, OR DISTRIBUTING TYPE; TYPE; PHOTOGRAPHIC OR PHOTOELECTRIC COMPOSING DEVICES
    • B41B3/00Apparatus for mechanical composition using prefabricated type, i.e. without casting equipment

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Portable Nailing Machines And Staplers (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung, die zum schnellen mechanischen Ablegen und Setzen von Druckschrift dienen soll. Dieselbe wird durch die beiliegenden Zeichnungen verdeutlicht.
Fig. ι ist eine Seitenansicht des Apparates; sowohl die Ablege- als die Setzvorrichtung sind hier in der Arbeitsstellung gezeichnet, und zwar in kleinerem Mafsstabe als in den übrigen Figuren.
Fig. 2 ist ein Plan und Fig. 3 eine Seitenansicht der Ablegevorrichtung.
Fig. 4 ist ein Querschnitt derselben Vorrichtung, wobei die Kolben G G1 und die Platte if in Seitenansicht dargestellt sind.
Fig. 4 a ist eine Ansicht einer der Leisten der Ablegevorrichtung.
Fig. 5 zeigt die Ablegevorrichtung theilweise in einer Seitenansicht und theilweise im Querschnitt nach Linie 5-5, Fig. 2.
Fig. 6 ist gleichfalls zum Theil eine Seitenansicht und zum Theil ein Querschnitt nach Linie 6-6, Fig. 2; eine der die Lettern verschiebenden Leisten ist von ihrem Platze gerückt gedacht.
Fig. 7 und 8 sind Querschnitte nach Linie γ -γ bezw. 8-8, Fig. 4.
Fig. 9 ist ein Plan des Setzapparates.
Fig. 10 und 11 sind Schnitte nach Linie ι ο - 11, Fig. g, aus welchem zwei verschiedene . Stellungen desselben Theiles des Setzapparates ersichtlich sind.
Fig. 12 ist eine Seitenansicht des Setzapparates nebst einem im Querschnitt gezeichneten Letternkanal oder Fach und dessen geschlossener Thür oder Klappe.
Fig. 13 ist eine Seitenansicht der entgegengesetzten Seite des Setzapparates nebst einem Letternfach und geöffneter Thür des letzteren.
Fig. 14 und 15 sind Querschnitte nach Linie 14-15, Fig. 9, und stellen den Apparat in zwei verschiedenen Stellungen dar, wobei vorausgesetzt wird, dafs derselbe in der Richtung des unteren Theiles von Fig. 9 betrachtet wird.
Gleiche Buchstaben bezeichnen gleiche Theile in sämmtlichen Figuren.
Wie aus Fig. 1 zu ersehen ist, besteht der Apparat aus einer schrägen Platte A, auf welcher eine der Anzahl der einen vollständigen Satz bildenden Buchstaben, Ziffern, Zeichen, Spatien, Gevierte u. s. w. entsprechende Reihe von Letternkanälen oder Fächern A' angebracht ist, deren Zahl und Anordnung sich demgemäfs in jedem einzelnen Falle den bestehenden Verhältnissen anpassen kann. Am oberen Ende dieser Flächen A1 befindet sich eine entsprechend genuthete Platte A^, die sich schräg, jedoch unter einem stumpferen Winkel zur Platte A erstreckt. Der Ablegeapparat JJ ist bestimmt, in die oberen Enden der Nuthen oder Kanäle dieser Platte die Lettern zur Beförderung in ihre einzelnen Fächer einzuführen. Jedes Fach A1 ist am unteren Ende mit einer Thür oder Klappe R versehen, und ist der Setzapparat C derart eingerichtet, dafs diese im gegebenen Moment geöffnet wird.
Der Setzapparat C und der Ablegeapparat B sind je auf einem Schlitten B1 angeordnet, der auf Rollen B2 und Schienen A1 läuft, so dafs beide Apparate fortbewegt werden können, je nachdem es sich darum handelt, eine Letter in einen der Kanäle A' hineinzubefördern oder aus demselben zu entnehmen. Die Platten und Schienen A A2 und A* werden von einem passenden Gestell A& getragen.
Die durch Fig. 2 bis 8 veranschaulichte Ablegevorrichtung besteht aus einer Platte B, auf welche die abzulegende Schrift zwischen zwei senkrechte Platten oder Leisten D D1 gelegt wird. D ist feststehend, und D1 verstellbar, und zwar mit waagrecht geschlitzten Ansätzen D2 versehen, durch welche Stellschrauben D3 dringen, die ferner durch das Klemmstück D4 gehen, das an den Führungsstangen D5 vorgesehen ist und das dicht an die Ansätze D2 geschraubt wird.
In der Platte B ist eine Nuth B3 gebildet, deren Breite so bemessen ist, dafs dieselbe eine Zeile Lettern aufnehmen kann. Diese Nuth durchläuft ein Kolben E unter der Einwirkung einer Feder EL, um die darin befindliche Zeile oder Letternreihe dem Ausgang B4 zuzuschieben, Kolben E ist in der Hülse E2 geführt, die an der Platte B befestigt ist, und ist mit einer Fingerplatte oder Taste E3 versehen, mit deren Hülfe derselbe in seine Anfangsstellung zurückgedrückt werden kann, unter Ueberwindung des Widerstandes der Feder E', die durch Vermittelung der Trägerplatte Ei ihre Wirkung ausübt. Diese Platte nebst der besagten Feder E1 wird durch den Stab E5 geführt, der mit der Platte B mittelst Trägers Eß verbunden ist. Auf einer Seite der Nuth B3 ist die Backe E7 angeordnet, die in senkrechter Richtung die Wandung der Nuth erhöht.
F ist ein im Träger F1 geführter Riegel, der hinten an der Backe Dl befestigt ist und durch eine Feder F2 nach vom gedrückt wird. Um denselben unter Ueberwindung des Druckes der Feder zurückzuschieben, bedient man sich eines Knopfes F3 oder dergleichen, wodurch dann auch der Kolben E befreit wird. Dieser Riegel dient somit dazu, den Kolben selbstthätig in der Ruhelage festzuhalten.
Vorn an der Platte B sind zwei Ansätze oder Träger -B5 vorgesehen, in denen die vier Kolben G G1 G2 und G3 geführt sind, deren jeder durch den Knopf G4 in einer Richtung fortbewegt und unter Ueberwindung des Widerstandes der Feder G5 zurückgeschoben werden kann. Der zwischen den Ansätzen B5 freibleibende Raum wird am besten durch eine Hülle G6 verdeckt. Jeder der vier Kolben G G1 G'2 G3 ist geeignet, mit seinem inneren Ende gegen den Ansatz h der entsprechenden Platte HH1 H2 H3 angedrückt zu werden. Die Zahl dieser Platten ist der der genannten Kolben gleich, und wird im gegenwärtigen Falle beispielsweise angenommen, dafs deren vier vorhanden sind; diese Anzahl ist jedoch nach Bedarf veränderbar. An jedem Ansatz h ist ein Ende des Stabes oder Drahtes Hi befestigt, an dessen entgegengesetztem Ende bezw. in der Nähe desselben eine Führung H& vorgesehen ist. In der Zeichnung sind beispielsweise zwei solcher Führungen dargestellt, so dafs also jede zwei Stäbe oder Drähte i/4 führt. Eine Feder H6 ist an jedem der letzteren angebracht und dient dazu, die Platten HH1H2H3 in ihre Normalstellung (Fig. 2, 4 und 5) zurückzuführen. An jeder dieser aus Messing oder ähnlichem Metall hergestellten Platten ist eine Klinge J J1 J2 J3 (vorzugsweise aus Stahl) befestigt, deren jede, wie aus Fig. 4 ersichtlich, mit einer Aussparung^' versehen ist, durch die die Lettern (wie weiter unten erklärt werden soll) hindurchzugehen bestimmt sind; anfserdem besitzen dieselben noch eine zweite Aussparung^'1, in die sich die Stange / hineinlegt, die einen senkrechten Theil oder Ansatz der Wandung der Nuth B3 bildet.
Die Platten HH1 und H2 sind je mit einem Schlitz h} versehen, und die Plattten H1 H2 und H3 tragen aufserdem einen Ansatz oder Stift h2. Der Stift Λ2 der Platte H1 greift in den Schlitz hl der Platte H, derjenige der Platte!/2 in den Schlitz der Platte Hl und derjenige von H3 in den Schlitz von H2, Nur die Platte H kann allein unabhängig von den drei übrigen bewegt werden, und wenn dies unter der Einwirkung des Kolbens G geschieht, so gleitet ihr Schlitz h1 frei über den Stift h'2 von H1, so dafs die Klinge J allein bethätigt wird. Wird hingegen H1 durch ihren Kolben G1 bewegt, so hat dies zur Folge, dafs ihr Stift h2, der sich normal gegen das Ende des Schlitzes h1 von H stützt, auch die Platte H mitbewegt, so dafs nun nicht mehr eine, sondern zwei Klingen / und J1 aus ihrer Ruhestellung gerückt werden, während dabei der Schlitz von H1 frei über den Stift H2 hinweggleitet. Wird die Platte H2 ihrerseits von ihrem Kolben G2 bewegt, so ergiebt sich hieraus wiederum, dafs deren Stift h2 auch die Platte H1 mitnimmt, und diese bewegt dabei auch H mit fort, so dafs nunmehr drei Klingen JJ1 und J2 zugleich bethätigt werden und so fort. Wenn nun die Platte H3 durch ihren Kolben G3 bewegt wird, so werden hierdurch also alle vier Klingen JJ1J2J3 zusammen in Thätigkeit gesetzt. Auf diese Weise können also eine, zwei oder drei der Klingen oder auch alle vier zugleich zur Wirkung gelangen, je nach der Breite oder Stärke der sich von der Zeile abtheilenden Letter; handelt es sich z. B. um den Buchstaben i, so wird der Kolben G bewegt und folglich auch blos die Klinge J bethätigt; soll aber die Letter w abgelegt werden, so wird Kolben G3 bethätigt und gelangen demzufolge alle vier Klingen J
bis J3 zur Wirkung. Die Platten H bis H3 sind in einem Gehäuse H7 geführt und sind vorzugsweise je in einem Stück mit ihrem entsprechenden Träger h gebildet.
K ist ein Sperransatz bezw. Stift an den die Letternreihe durch den Kolben E angedrückt wird, so dafs die erste Letter derselben von K festgehalten wird, bis sie durch eine oder mehrere der Klingen J/1 J2/3 entfernt wird.
Der in Fig. 9 bis 15 abgebildete Setzapparat besteht aus einer Platte C, die mit zwei senkrechten Leisten oder Backen L L : ausgestattet ist. L ist fest an C angebracht, während L1 je nach der Länge der zu setzenden Zeile stellbar ist. Die Mittel zu ihrer Regulirung sind denjenigen gleich, die zum Stellen von D1 auf B im Ablegeapparat dienen, und sind demzufolge die entsprechenden Theile durch gleiche Buchstaben bezeichnet worden. L2 ist noch eine zusätzliche senkrechte Leiste oder Backe, welche die Letternform auf einer dritten Seite unterstützt. An dieser Platte sind zwei Stäbe L3 befestigt, deren jeder frei in den Trägern L* L5, die an B festgemacht sind, gleitet und einen verjüngten Theil besitzt. Zwischen der so gebildeten Verstärkung und der äufseren Fläche des Theiles Z,5 des entsprechenden Trägers befindet sich eine Feder Z,6, die stets bestrebt ist, die Backe L'2 aus der punktirten Stellung (Fig. 9) in ihre Normalstellung zurückzudrängen, wo dieselbe sich an die innere Fläche von L5 legt. An den äufseren Enden der Stäbe L3 ist eine Stange L7 befestigt, mittelst welcher der Arbeiter im Stande ist, die Backe L2 einwärts zu drücken, d. h.- dem Widerstände der Feder Z-6 entgegen dieselbe aus der in vollen Linien (Fig. 9) gezeichneten Stellung in die punktirte Stellung zu bringen.
Mist ein bei M1 an der Backe L2 festgeschraubter Träger, der mit einer Schraube bezw. einem Stift M2 versehen ist, welcher in einen Schlitz M3 eingreift und die inneren Theile zweier Platten M4 Me führt, deren jede aufsen (Fig. 10 und 11) gabelförmig ausgebildet ist und von einem an Platte C befestigten Arme Ai5 geführt wird. M7 sind Spiralfedern, deren eines Ende sich gegen die Stange L1 stützt und deren anderes sich an die äufseren Enden der Platten Af* M6 anlegt, so dafs, wenn die Stange L7 einwärts gedrückt wird, die besagten Platten M1 Ma mit fortbewegt werden, wenn blos das Gewicht der Letter überwunden werden soll. Ragt hingegen eine Letter zum Ende des Kanals ZV hinaus und über die Fläche der Backe L hinweg, ohne jedoch ganz aus dem Kanal zu treten, so werden je nach der Gröfse des hervoragenden Theiles der Letter entweder eine der Platten Mi M6 oder beide zugleich von der Letter zurückgehalten, während entweder die Leiste L2 allein oder gleichzeitig diese Leiste L2 und die Platte M6 sich ununterbrochen fortbewegen und, die Letter aus dem Kanal ZV entfernend, weiter über die Platte C vorschieben.
L 8 sind zwei Federklinken', deren jede an einer der Platten L L1 befestigt ist, und deren einwärts gekehrte Spitzen die Lettern festhalten, nachdem dieselben von der Backe L2 zur Seite geschoben worden sind, um der nächstfolgenden Letternreihe Raum zu bieten.
An der Wandung ZV1 des Kanals ZV ist ein Hebel O mittelst einer Schraube O1 drehbar befestigt. Auf diesem Hebel befindet sich ein Stift O2, der durch einen Schlitz O3 in der Wand 2V1, dann durch den Kanal ZV und durch einen zweiten Schlitz O3 hindurchgeht und schliefslich in die Wandung ZV2 eindringt, zu deren äufserer Fläche er hinausragt. Ein Ende des Hebels O wird von einem Kolben O4 bethätigt, der mit der Hand niedergedrückt werden kann und von einer Feder O5, Fig. 12, gehoben und in seiner senkrechten Bewegung von einem Träger O6, der aufsen an der Wandung JV0 befestigt ist, geführt wird.
Zwischen ZV1 ZV2 ist eine Mitnehmerplatte P drehbar befestigt, welche von einer im Kanal ZV angebrachten Feder P1 stets in ihre, in Fig. 15 gezeichnete Normalstellung zurückgeführt wird, nachdem die besägte Platte durch den Stift O2 des Hebels O in der in Fig. 14 angegebenen Weise angehoben worden ist. Die Oberfläche P'2 des Hebels P dient als Führungsund Mitnehmerfläche beim Zuführen der Lettern durch den Kanal ZV, wie aus den verschiedenen Stellungen der Lettern Z, Fig. 14 und 1 5, erhellt.
An der äufseren Fläche der Wandung ZV2 ist ein Kniehebel QQ1 drehbar angebracht, dessen Arm Q. von unten aus von dem Stift O2 bethätigt wird. Dieser Stift nämlich erhebt den genannten Arm, während der Kolben O4, wie in Fig. 13 gezeichnet, gesenkt ist. Auf die obere Seite des Armes Q. wirkt eine Feder Q2, die den Hebel QQ1 in seine Normalstellung zurückführt, sobald sich der Kolben O4 wieder frei erhebt. Der Theil Q des besagten Hebels trägt einen Kopf Q3, der seitlich bis über den Kanal ZV reicht, und zwar derart, dafs er blos die Thür R desjenigen Faches A1 in Bewegung setzen kann, unter welchem sich der Kanal ZV im Moment der Senkung des Kolbens O4 befindet.
Jede dieser Thüren R ist vorzugsweise aus einem Stück gebildet und trägt zwei Ansätze R1 und R2, deren letzterer sich am Ende der Feder R3 befindet. Jede Thür R ist aufserdem durch eine Feder i?4 mit der Stange Rb verbunden, welche zur gleichen Verbindung sämmtlicher Thüren dient. Diese Stange Ri ist in passender Weise und in der gezeichneten Stellung an der Platte A befestigt. Sowohl die Stange Rs als die Stange Rs, welche gleichfalls mit der Platte A fest verbunden ist, sind
derart eingerichtet, dafs zwischen den besagten Stangen und dem Boden der Nuthen A 1 nur für eine Letter Raum vorhanden ist.
S ist ein an der einen oder an beiden Wandungen -JV l JV2 befestigter Rahmen, der mit einer Oeffnung S' versehen ist, durch welche die durch die offenen Thüren R austretenden Lettern hindurchfallen.
T ist ein am Setzapparat befestigter Zeiger, der gemeinsam mit der an A befestigten (in der Zeichnung jedoch fortgelassenen) eingetheilten Scheibe oder Platte die Stellung angiebt, in welche der Setzapparat gebracht werden mufs, damit der Kanal JV sich unter demjenigen Fach A1 befindet, aus dem die gewünschte Letter austreten soll.
Der Ablegeapparat ist gleichfalls mit einem ähnlichen Zeiger versehen, der auf einer feststehenden (ebenfalls nicht gezeichneten) Platte die Stellung andeutet, die der Ablegeapparat einnehmen mufs, damit die abgelegten Lettern richtig in die für sie bestimmten Fächer A1 gelangen. Der Setzapparat wird am besten schräg angeordnet, damit so die darin befindlichen Lettern leichter hinabgleiten können; hieraus erklärt sich auch die schräge Stellung der Fig. ι2 bis 15.
Die Maschine arbeitet nun in folgender Weise: Die abzulegende Schrift wird auf der Platte B zwischen den Backen DD1 mittelst der Stellschrauben -D3 eingestellt, und zwar in der Weise, dafs die besagten Backen der Schrift wohl als Stütze dienen, jedoch deren Verschiebung mit der Hand im Zwischenraum gestatten. Nun wird mittelst der Daumenplatte E3 der Kolben E in seine Ruhestellung zurückgeschoben und in dieser zeitweilig mittelst des federnden Riegels F festgehalten. Sodann wird der ganze Satz mit der Hand nach der Backe E1 zu geschoben und dadurch die erste Zeile desselben veranlafst, in die Nuth B3 zu fallen. Mittelst des Knopfes FB wird dann der Riegel F vom Kolben E gelöst und diesem dadurch ermöglicht, unter der Einwirkung der Feder E1 vorzuschnellen und die erste Letternreihe bezw. Zeile die Nuth B3 entlang so weit vorzuschieben, dafs die erste Letter der betreffenden Zeile an den Ansatz K stöfst.
Man nehme nun beispielsweise an, dafs die vier ersten Lettern des Satzes i, h, w und W sind, deren Breite oder Stärke also allmälig zunimmt, einer, zwei, drei oder allen vier Platten JJ1J2J3 entsprechend. Zunächt wird der Ablegeapparat auf den Schienen Ai in die richtige Stellung zum i-Fache gebracht. Da nun i die dünnste der Lettern ist, so wird durch Verschiebung des Kolbens G nach rechts (Fig. 2) nur die Platte J allein in Thätigkeit gesetzt. Da diese Platte J gleich oder minder stark ist als die Letter i, die sich in die Aussparung j der besagten Platte einlegt (diese Aussparung, die in sä'mmtlichen Platten / bis J3 vorhanden ist, befindet sich normal der Nuth B3 gegenüber), so wird die Letter von der in der Nuth B3 befindlichen Zeile abgetrennt und zur Oeffnung B4 geschoben, durch welche dieselbe in ihr entsprechendes Fach A1 hindurchfällt. Der offene Raum in ß4 ist nun aber durch die zeitweilig in der Ruhestellung befindlichen Platten J1 J2 derart verengt, dafs nur i und Lettern von gleicher Stärke durch denselben hindurch treten können. Man läfst nun den Kolben G frei, und kehrt derselbe, sowie auch die Platte J in ihre entsprechenden Ruhestellungen zurück unter der Einwirkung der Federn G5 und H&.
Sobald sich die Aussparung j der Platte J der Nuth B3 wiederum gegenüber befindet, rückt sofort die nächstfolgende Letter, z.B. h, an den Ansatz K heran; dann wird der Ablegeapparat in die erforderliche Stellung zum h-Fache geführt und wird nunmehr der Kolben G1 bethätigt. Dies hat zur Folge, dafs der Stift/z2 auf die Platte H1 und der Stift hl der Platte H beide Platten J J1 in Thätigkeit setzt, indem die vereinte Stärke'dieser beiden letzteren Platten annähernd der Stärke der Letter h entspricht.
Diese Letter wird nun gleichfalls bis zur Oeffnung B* bewegt und veranlafst, durch letztere hindurch zu fallen, wobei diese Oeffnung nur noch durch zwei Platten J2 Js theilweise versperrt wird, also der Letter nur einen um eine Plattenstärke weiteren Durchgang bietet als zuvor, so dafs nur die Letter h und andere gleich starke Lettern passiren können. Der hierauf freigelassene Kolben G l sowie auch die beiden Platten JJ1 kehren alsdann unter der Einwirkung der Federn G5 und H6 in ihre beziehungsweisen Normalstellungen zurück. Es kommt nun der nächstfolgende Buchstabe w an den Ansatz K heran. Der Ablegeapparat wird aufs Neue derart bewegt, dafs er die richtige Stellung zum w-Fache A1 einnimmt, und werden dabei nun der Kolben G2 nebst den drei Platten JJ1J2 in Thätigkeit gesetzt, indem die Stärke dieser drei Platten zusammen derjenigen der Letter w so nahe wie möglich entspricht. Durch die nun blos noch durch die einzige übrig bleibende Platte J3 geschmälerte Oeffnung B* fällt die besagte Letter w in ihr Fach, und der Kolben G2 kann wieder freigelassen werden. Nachdem er sammt den drei Platten / J1 und J2 durch die Federn G5 und G6 in die Normallage zurückgeführt worden ist, gelangt die vierte Letter der Zeile, W, an K, und der Ablegeapparat wird in die richtige Stellung zu dem zur Aufnahme dieser Letter bestimmten Fache gebracht. Bethätigt man nun die vier Klingen oder Platten JJ1 J2 und Js, so entfernen sich diese sa'mmtlich von der Oeffnung -B4, die dann breit genug, um die breiteste der Lettern,
W, durchzulassen, so dafs auch letztere in ihr Fach auf A gelangen kann.
Diese Bewegungen wiederholen sich in der gleichen oder in anderer Reihenfolge, bis sämmtüche Buchstaben der ersten Zeile abgelegt und in ihre Fächer vertheilt sind. Ist dies geschehen, so wird der Kolben E zurückgezogen und der Riegel F mit demselben in Eingriff gebracht. Der Rest des abzulegenden Satzes wird dann zusammen um eine Zeilenbreite weiter vorgeschoben; hierdurch wird die nächstfolgende Zeile veranlafst, in die Nuth B3 zu fallen. Der Riegel F wird dann vom Kolben E wieder entfernt und dieser schiebt die in der' Nuth B3 befindliche Letternreihe nach vorn, bis die erste Letter derselben ah den Ansatz if stöfst; dann findet der gleiche Vorgang wie der oben beschriebene aufs Neue statt.
Das Setzen der Schrift geschieht in folgender Weise:
Die eine Backe L3 wird zur anderen Backe L des Setzapparates der gewünschten Zeilenlänge bezw. Spaltenbreite gemäfs gestellt. Dann wird der Setzapparat die Schienen Α*, Fig. ι, entlang geführt und den diversen Letternfächern A1 gegenübergebracht, wobei jedesmal durch Andrücken des Kolbens O4 eine Letter veranlafst wird, aus dem Fache zu treten. Durch die Vermittelung der Hebel O und Q Q1 öffnet nämlich dieser Kolben stets eine der Thüren R, Fig. 13, so dafs die im Fache A1 zu unterst gelegene Letter Z aus demselben herausfällt und durch die Oeffnung S' hindurch auf die Fläche P2 fällt, die sie in den Kanal N hineinleitet. Das Herausfallen der übrigen in demselben Fache enthaltenen Lettern . wird durch das bewegliche Sperrstück i?2 dadurch verhindert, dafs in dem Augenblick, wo sich die Thür R des betreffenden Faches öffnet, um eine Letter austreten zu lassen, dieses Sperrstück sich auf die nächstfolgende Letter in A legt und somit die gesammte daselbst enthaltene Letternreihe so lange zurückhält, als die Thür R geöffnet bleibt (Fig. 13). Beim Schliefsen der letzteren springt auch das Sperrstück R2 wieder zurück, und die Letternsäule kann infolge dessen frei herabgleiten, bis sie durch die geschlossene Thür R aufgehalten wird, wie Fig. 12 zeigt.
Der Kolben O4 wird hiernach freigelassen und sowohl dieser, als die Hebel O, P und Q, Q. τ kehren unter der Einwirkung ihrer Federn in ihre Normalstellung zurück. Die ihrem Fache zuletzt entnommene und im Kanal N befindliche Letter wird dabei durch die Bewegung des zurückkehrenden Hebels P der Backe oder Leiste L entgegengeschoben, und zwar unter der Einwirkung der Mitnehmerfläche P2.
Diese Bewegungen wiederholen sich nun, bis das vordere Ende der gesetzten Zeile die Backe L1 berührt. Hierauf drückt man die Backe L2 nach einwärts, so dafs die gesetzte Zeile auf der Platte C zwischen L und Z.1 etwas weitergeschoben wird, um für die nächstfolgende Zeile Platz zu machen. Je nachdem dabei eine Letter mehr oder minder zum Kanal N hinausragt, ohne denselben zu verlassen, werden entweder beide Platten M1 Mä oder nur eine derselben zurückgehalten. Der fertige Satz einschliefslich der zuletzt gesetzten Zeile wird nun durch die Klinken L8 zurückgehalten, während das Ende der Leiste L2 bezw. der Platten Af4M6, das sich dem Austritt des Kanals N gegenüber befindet, die in letzterem befindlichen Lettern seinerseits aufhält. Alsdann läfst der Arbeiter die Stange L7 frei und ermöglicht hierdurch den Federn L6, die Leiste oder Backe L2 in ihre Normalstellung zurückzuführen, wobei dann auch die Platten M4 M6 sich vom Kanalende N entfernen, sobald die Schraube M2 der äufseren Kante des Schlitzes M3 begegnet. Der gleiche Vorgang wiederholt sich so oft, als nöthig, um den Satz zu beendigen.
Selbstverständlich kann der beschriebene Apparat mannigfache Veränderungen in den Einzelheiten erfahren und dessenungeachtet auf dem Grundgedanken der vorliegenden Er^ findung beruhen. Es kann z. B. die Anzahl der Plättchen oder Klingen JJ1 J2 /3 und diejenige der Kolben G G1 G2 G3 nach Bedarf vermehrt oder vermindert werden und demgemäfs können auch deren Gröfsenverhältnisse wechseln. Anstatt der Spiralfedern Mn können auch einfach flache Federn verwendet werden.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Ein Ablege- und Setzapparat für Buchdrucker, bei welchem die abzulegenden Typen je nach ihrer Stärke von einer oder mehreren mit Ausschnitten j versehenen Platten /, welche von federnden Kolben G H bethätigt werden, dem über den betreffenden Typenkanälen A1 einzustellenden Ablegekanal Bi zugeführt werden, wobei diese Typenkanäle A1 andererseitig durch Thüren R verschlossen sind, welche beim Setzen durch Niederdrücken eines Kolbens O4 behufs Entnahme einer Type geöffnet werden, während die übrigen Typen durch ein gleichzeitig bethätigtes Sperrstück i?2 zurückgehalten werden.
    Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
DENDAT65790D Ablege- und Setzapparat für Buchdrucker Expired - Lifetime DE65790C (de)

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