DE33319C - Verfahren und Einrichtungen zur Herstellung von Stereotyp-Matrizen aus einzelnen Matrizenstreifen - Google Patents

Verfahren und Einrichtungen zur Herstellung von Stereotyp-Matrizen aus einzelnen Matrizenstreifen

Info

Publication number
DE33319C
DE33319C DENDAT33319D DE33319DA DE33319C DE 33319 C DE33319 C DE 33319C DE NDAT33319 D DENDAT33319 D DE NDAT33319D DE 33319D A DE33319D A DE 33319DA DE 33319 C DE33319 C DE 33319C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
strips
strip
incisions
knife
rod
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired - Lifetime
Application number
DENDAT33319D
Other languages
English (en)
Original Assignee
E. K. JOHNSON in Washington, D. C, V. St. A
Publication of DE33319C publication Critical patent/DE33319C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B41PRINTING; LINING MACHINES; TYPEWRITERS; STAMPS
    • B41JTYPEWRITERS; SELECTIVE PRINTING MECHANISMS, i.e. MECHANISMS PRINTING OTHERWISE THAN FROM A FORME; CORRECTION OF TYPOGRAPHICAL ERRORS
    • B41J3/00Typewriters or selective printing or marking mechanisms characterised by the purpose for which they are constructed
    • B41J3/38Typewriters or selective printing or marking mechanisms characterised by the purpose for which they are constructed for embossing, e.g. for making matrices for stereotypes

Landscapes

  • Perforating, Stamping-Out Or Severing By Means Other Than Cutting (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren nebst Einrichtungen, um aus Matrizen-' streifen von Papiermache oder einer anderen plastischen Masse, .in welche die Buchstaben in der gehörigen Reihenfolge mit den Interpunktionszeichen und den nöthigen Zwischenräumen in einer einzelnen Linie oder Zeile eingedrückt sind, Matrizen für Stereotypen, herzustellen. Zu diesem Zwecke werden die Matrizenstreifen in Längen getheilt, die möglichst der Breite der zu bedruckenden Columne oder Seite entsprechen, und justirt, hierauf parallel neben einander gelegt und durch einen Rückenbelag als fertige Matrize in richtiger Lage zu einander festgehalten.
Um die Matrizenstreifen bequem justiren zu können, werden dieselben an geeigneten Stellen zwischen den Buchstaben eingeknifft, wodurch kürzere Streifen und beim Eingiefsen des Metalles in die Matrize Spalte in der Stereotype entstehen. Die einzelnen zusammengesetzten Matrizenstreifen bilden also zusammen mit dem Rückenbelag die Matrize für die Stereotype einer Coiümne oder einer ganzen Seite. Zur Justirung der Matrizenstreifen nach Richtung der Zeile können Zwischenstücke verwendet werden,' deren Rippen im Gufs ebenfalls entsprechende Vertiefungen bilden. Die fertige Matrize wird für den Gufs in eine passende Form gebracht, die am besten eine Zahl von Schlitzen erhält, · welche mit den Zeilen der Matrizen zusammenfallen. Alsdann kann man mittelst der Matrize Stereotypen für einzelne Zeilen, also in Form von Stäben, giefsen, die von einander völlig unabhängig sind. Dieselben werden dann passend bearbeitet und in einer Form wie einzelne lose Typen passend zusammengestellt. Diese Formen bestehen am besten aus einer Anzahl leicht zu trennender Theile, so dafs die Typensätze rasch aus einander genommen werden können.
Fig. .1 bis 9 a der beiliegenden Zeichnungen veranschaulichen die Art der Herstellung der Matrize für den Gufs aus einzelnen Streifen.
Der Matrizenstreifen A verläfst den Apparat bekannter Construction, mittelst dessen die den Buchstaben oder Zeichen entsprechenden Eindrücke gemacht werden, in der in Fig. 1 veranschaulichten Form. Ein solcher Streifen enthält also die Buchstaben und Zeichen in einer einzigen Zeile, und zwar in derjenigen Aufeinanderfolge, in der sie später beim Druck erscheinen sollen. Ober- und unterhalb der Buchstaben wird an dem Matrizenstreifen ein freier Rand gelassen, um den Giefskasten derart aufstellen zu können, dafs das Giefsen getrennter Typenstäbe erfolgen kann. Durch diese Ränder kennzeichnen sich die vorliegenden Matrizenstreifen gegenüber den bisherigen, welche nur so breit hergestellt werden, wie die Buchstabenhöhe dies erfordert, ganz besonders.
Zunächst wird nun der lange Matrizenstreifen nach Wörtern oder Sylben in kürzere Theile α, Fig. 2, getheilt, deren Länge der betreffenden Columne oder Seite ungefähr entspricht. Dann werden die einzelnen Streifen parallel neben einander auf eine Unterlage B, Fig. 9, gelegt und auf dieser in geeigneter Weise befestigt. Diese Unterlage kann aus Papier bestehen, in welchem Falle die Streifen festgeklebt werden, oder sie ist aus Metall hergestellt und mit
schwälbenschwanzförmigen Nuthen versehen, in welche die Streifen eingeschoben werden. Zuvor sind aber die Streifen α zu justiren. Ist ein Streifen zu lang, so kann er dadurch kürzer gemacht werden, dafs man ihn an einer oder an mehreren Stellen einknifft, wie bei e1, Fig. 3 und 4, dargestellt. Dabei empfiehlt es sich, in den Rändern Einschnitte b, Fig. 3, herzustellen und dann den zwischenliegenden Theil einzukniffen. Auf diese Weise kann man den Streifen ohne Abschneiden kürzen. Gleichzeitig werden Erhöhungen e, Fig. 3, von geringerer Breite gebildet, die das Aufstellen der Ränder der Giefsform auf die eben verbleibenden Ränder der Streifen gestatten. Bei passender Construction der Form können die Einschnitte jedoch fortfallen und die aufgebogenen Theile, wie bei e1 angedeutet, über die ganze Breite des Matrizenstreifens sich erstrecken. Auch kann man die Streifen an passenden Stellen vollständig abtrennen und die sich berührenden Enden derselben einfach aufbiegen, wie in Fig. 5 und 6 dargestellt ist, oder über einander greifen lassen, wie in Fig. 7 und 8, indessen ist die erstere Art, die Streifen behufs Verkürzung zu kniffen, vorzuziehen. Man verhindert dadurch vollständig, dafs das Metall in Höhlungen einfliefst und an unpassenden Stellen Erhöhungen im Gufs bildet.
Sind andererseits die Matrizenstreifen zu kurz, so theilt man sie an passenden Stellen und schaltet Zwischenstücke h x, Fig. 9 und 9a, zur Ausfüllung der freien Räume ein. Diese Stücke erhalten dann auf der Mitte eine Querrippe, so dafs der Gufs an entsprechenden Stellen Vertiefungen erhält,, die an unpassenden Stellen beim Drucken keine Schwärze absetzen können. Die Ränder der Zwischenstücke müssen in einer Ebene mit den Rändern der Matrizenstreifen liegen, um das Aufsetzen des Giefsrahmens nicht zu hindern.
Nachdem nun die Streifen richtig zusammengesetzt worden sind, legt man behufs Vollendung der Matrize Streifen g von gleicher Dicke gegen ihre Enden. Fig. 9 zeigt die eine Hälfte einer so entstandenen Matrize. Diese kann zur Herstellung eines Typensatzes entweder für eine volle Columne oder Seite oder zur Herstellung getrennter Typenstä'be dienen, je nachdem die .zu diesem Zwecke zu benutzende Form beschaffen ist.
Zur Herstellung der Einschnitte und Kniffe in den einzelnen Matrizenstreifen, sowie zur Erleichterung des passenden Aufbringens der Streifen auf den Rückenbelag bedient man sich zweckmäfsig der in Fig. 10 bis 19 dargestellten Vorrichtung. Dieselbe enthält eine Führung für die Streifen a, eine Scheere zum Abschneiden derselben, ein Messer mit gabelförmiger Schneide zum Einschneiden der Ränder, eine Einrichtung zum Kniffen der Streifen an den Einschnitten, sowie einen Gitterrahmen, mittelst dessen die Justinen Streifen in parallelen Reihen während des Aufklebens des Rückenbelages zusammenliegend erhalten werden.
In der Längsrichtung des nach Bedarf in schräger Lage aufstellbaren Führungsbettes C ist der Gitterrahmen D, Fig. 10, 11 und 19, zwischen Führungen E verschiebbar angeordnet und wird derselbe durch Schleppfedern oder eine Klinke G in richtiger Lage gehalten. An den unteren Seiten der Gitterstäbe sind Falze angeordnet, so dafs zwischen dem Bett C und den Stäben Schlitze von passender Breite gebildet werden, Fig. 19 und 20, durch welche die Matrizenstreifen α über das Bett C eingeschoben werden können. Auf diese Weise werden die freien Ränder der Streifen bei Justirung ihrer Länge niedergehalten. Um die Streifen nach einander in die einzelnen Schlitze einschieben zu können, ist an einer Seite des Rahmens eine mit Schlitzen versehene Führung H angeordnet, Fig. 10 und 11, durch deren Ränder der Matrizenstreifen derart niedergehalten wird, dafs die Streifeneindrücke nach oben frei bleiben. Die bewegliche Platte J dient dazu, die Matrizenstreifen oder leere Zwischenstreifen oder Streifen mit Interpunktionszeichen u. dergl. in die Führung H einzulenken, zu welchem Zwecke die Platte J mit einer Anzahl paralleler Kanäle mit überhängenden Rändern versehen und rechts . an Führung H, Fig. 16, anschliefsend angebracht ist. Durch Stange K kann die Platte J seitlich verschoben werden, um nach Belieben den einen oder anderen ihrer Kanäle auf Führung H passend einstellen zu können. Feder L auf Stange K, Fig. 10 und .18, bringt die Platte J aufwärts in eine passende Lage zu dem Kanal, durch den der Matrizenstreifen in Führung H eingesteckt wird. Durch Befestigen des Hakens M an Stiften ΝΛ kann man den einen oder anderen der Kanäle der Platte J nach Bedarf auf Führung H einstellen.
Zwischen Platte J und Führung H befinden sich nun eine Scheere O, Fig. 10, 16 und 17, mit einem um einen Bolzen drehbaren und einem festen" Scheerenblatt P zum Abschneiden des Matrizenstreifens auf die erforderlichen Längen. Nach dem Schnitt wird durch eine unter der Platte J liegende Feder,, deren freies Ende nahe am Scheerenblatt P liegt, der Streifen von letzterem abgehoben und zugleich in richtiger Lage gehalten. Der an der Scheere und am Ende der Führung H liegende Theil wird abgeschnitten und durch Feder S, Fig. 11 und 16, gehalten.
Das bewegliche Scheerenblatt O kann auf verschiedene Art bewegt werden; in der Zeichnung geschieht dies mittelst Stange R mit
einem vom Arbeiter zu bewegenden Tritt, durch dessen Bewegung der Schnitt erfolgt. Beim Loslassen des Pedals wird durch eine in Fig. 17 dargestellte Feder die Scheere jedesmal geöffnet. Die abgeschnittenen Streifenlängen bedürfen nun erst der Justirung, bevor sie in den Gitterrahmen D eingeführt werden. Zu diesem Zwecke dient die in mittlerer Höhe der Führung H angeordnete Vorrichtung T, bestehend aus einem zur Herstellung der Einschnitte b an gegenüberliegenden Stellen der Ränder des Streifens passend profilirten, den Streifen von unten erfassenden Gabelmesser und einem mit Einschnitt versehenen Block, der gleich nach Herstellung der Rändereinschnitte niedergeht und den Streifen über einen dünnen Kamm drückt, wobei letzterer den Streifen in der bereits beschriebenen Weise nach aufwärts einbiegt. Wie aus Fig. ii, 12, 13, 14 und 15 ersichtlich, tritt das Gabelmesser i von unten durch Oeffnungen in der Führung H hindurch und stellt dadurch die Einschnitte b, Fig. 3, 5 und 7, in den Rändern des in H geführten Matrizenstreifens an gegenüberliegenden Stellen her, wobei Block j, der mit Einschnitten für den Durchgang der beiden Schenkel des Messers versehen ist, von oben gegen wirkt. Die Einschnitte des Blockes^' gehen bis oben durch, so dafs die ausgeschnittenen Stücke des Streifens oben herausfallen können. Wenn der Block j dann abwärts geht, so streift er mittelst eines engen mittleren Einschnittes den Streifen über einen dünnen Kamm am Querstück k, Fig. 15, bis er den Kamm und den darum gebogenen Streifentheil völlig umschliefst. Auf diese Weise wird eine eingekniffte Stelle e, Fig. 4, im Streifen behufs Verkürzung desselben gebildet. Die Federn I auf der dem Querstück gegenüberliegenden Seite der Führung H dienen als Führung beim Einstecken des Streifens, erhalten ihn in richtiger Lage über dem Kamm, geben aber bei der Thätigkeit der Vorrichtung nach.
Die Vorwärtsbewegung des Streifens kann absatzweise geschehen und nach Erfordern an den betreffenden Stellen die Operation wiederholt werden.
Fig. 11, 12 und 13 veranschaulichen den Bewegungsmechanismus für die zur Streifenverkürzung dienenden Organe. Unten an der in festen Führungen beweglichen Stange, die das Gabelmesser i trägt, ist eine Klinke, in Fig. 11 und 12 drehbar, deren Ansatz von einem Daumen am Hebel 0 erfafst und gehoben wird, wodurch der Schnitt erfolgt; die Feder r drückt die Klinke gegen einen stellbaren Anschlag ρ und Feder η drückt die Messerstange, nachdem der Hebeldaumen die Klinke m losgelassen, nieder. Die Hubhöhe des Messers ist durch Einstellen des Anschlags ρ leicht zu verändern, indem dadurch der Hebeldaumen den Klinkenansatz mehr oder weniger erfafst und später oder früher losläfst. Hebel 0 kann von Hand oder sonstwie bewegt werden; es empfiehlt sich jedoch, diesen Hebel durch eine nach unten führende Stange mit einem Pedal zu verbinden. Wie aus Fig. 12, 13 und ^hervorgeht, ist der Block j an dem oberen Ende der verticalen Stange tv. befestigt, die, in festen Führungen verschiebbar, unten eine Klinke y trägt, auf die ein Daumen ς einwirkt. Diese Theile sind so regulirt, dafs, während das Messer gehoben wird, bis zum Zeitpunkt, wo es ausgelöst und niederbewegt wird, der Daumen ^ unthätig bleibt. Gleich nach dem Niedergang des Messers trifft der Daumen auf die Klinke j-, zieht den Block j alsdann gegen den Kamm hin und knifft dadurch den Streifen. Alsdann wird durch Feder χ der Block j in seine ursprüngliche Lage gehoben, in der er dann verbleibt, bis das Messer i von neuem thätig gewesen ist.
Die Einrichtung könnte auch dahin modificirt werden, dafs der Schneideapparat an einer anderen Stelle liegt als der Kniffapparat, so dafs also der Streifen zunächst eingeschnitten und hierauf seine Schnittstelle über den Kniffapparat vorgeschoben würde.
Um einen solchen Matrizenstreifen auf passende Länge zu bringen, bedarf es vorher der Bestimmung der Anzahl der zu beseitigenden Längeneinheiten. Die Führung H ist zu diesem Zwecke mit einem Längenmafs b1 versehen. Nachdem ein Theil vom Hauptstreifen durch die Scheere O abgeschnitten ist, wird der Theil mehr oder weniger weit durch Führung H längs des Mafsstabes verschoben. Die Mafseintheilung erstreckt sich von der Scheere O ab auf die erforderliche Länge des Streifens. Aus den Längeneinheiten^ um welche der Streifen über die erforderliche Länge hinausragt, ergiebt sich sofort die erforderliche Verkürzung des Streifens. Es empfiehlt sich natürlich, diese Einheiten der Breite des Justirmessers entsprechend zu wählen, so dafs also jeder Einschnitt b genau einer Verkürzung des Streifens um eine Einheit entspricht. Statt das Längenmafs besonders auf die Führung H aufzubringen, kann auch diese direct mit einer Mafseintheilung versehen werden; auch könnte das Längenmafs auf der Führung J rechts vom Messer aufgebracht werden. In einem solchen Falle wird der Streifen bis zu einem festen Punkte auf der Führung H vorgeschoben. Der Arbeiter merkt sich dann die Stelle, an welcher der Streifen von der Scheere O abgeschnitten werden, mufs, und die Entfernung, um welche jene Stelle rechts vom Messer O liegt. So viel Längeneinheiten in dieser Entfernung enthalten sind, um so viel mufs der Streifen verkürzt werden. Nach diesem Längen-
mafs kann auch die Länge der einzuführenden Zwischenstücke für den Fall bestimmt werden, dafs der Streifen zu kurz ist. Diese Zwischenstücke werden im betreffenden Kanal der Platte J vorräthig gehalten, so dafs sie im gegebenen Falle leicht in die Führung H eingeführt werden können.
Nachdem auf diese Weise ein Matrizenstreifen justirt worden, wird derselbe aus der Führung H in einen der Spalte unter dem Rahmen D eingeschoben; dieser wird sodann vorbewegt, bis sein nächster Spalt in die zur Einführung eines zweiten justirten Streifens geeignete Lage kommt u. s. w., bis sämmtliche Spalte bezw. Zwischenräume zwischen den Gitterstäben gefüllt und die Matrize zum Abgiefsen eines Typensatzes für eine Columne oder eine volle Seite fertig ist.
Gewöhnlich wird eine Matrize vor dem Gufs mit einem Rückenbelag versehen. Am besten geschieht dies mittelst einer einfachen, in Fig. 20 dargestellten Einrichtung. Eine obere Platte U mit einem Schlitz V, welcher von vorn nach rückwärts schräg durch die Platte führt, wird auf das Ende der Platte C gebracht, auf welcher der Rahmen D liegt. Dann wird ein Blatt aus Papier oder sonstigem Stoff von hinten durch den Schlitz gesteckt und das vordere Ende desselben am Rahmen D festgehalten. Der Rahmen D wird über Platte U vorgeschoben, so dafs das Papierblatt sich allmälig unten gegen die Matrizenstreifen legt, wie in Fig. 20 dargestellt ist. Alsdann können die Streifen durch Zusammenkleben mit dem Papierblatt, das vorher mit einer durch Erwärmen haftenden Masse bestrichen sein kann, vereinigt werden. Das Ganze kann nun zusammen aus dem Rahmen D herausgenommen werden und bildet dann die fertige Matrize, von der ein Theil in Fig. 9 dargestellt ist.
An Stelle der beschriebenen Einschneide- und Justirvorrichtung kann auch die in Fig. 21 bis 29 dargestellte modificirte Vorrichtung •treten, bestehend aus dem Führungsbett Ax, über welches der Matrizenstreifen geschoben ■ und an welchem er während der Operation des Einschneidens und Justirens festgehalten wird, dem vertical beweglichen Messer Bx zur Herstellung der Rändereinschnitte und dem vertical verschiebbaren Kamm C*, der mitten durch das festliegende Bett Ax tritt, um zusammen mit den beiden in der Längsrichtung und vertical beweglichen Blöcken Dx den Streifen zu kniffen.
Das Bett A besteht aus zwei Schienen mit ebener Oberfläche, deren Breite derjenigen des Matrizenstreifens gleich ist. Die Enden dieser Schienen werden in gerader Richtung fest an einander liegend erhalten und haben Einschnitte, welche den in den Streifenränderri herzustellenden Einschnitten entsprechen, um den beiden Schenkeln des Gabelmessers Bx Durchgang zu gestatten. Der Kamm Cx bildet wieder eine dünne Klinge, die zwischen den Enden der Schienen des Bettes Ax vertical verschiebbar und gerade so lang ist, dafs die Schenkel des Messers ihre Enden gerade streifen. Die Blöcke Dx, die den Matrizenstreifeii von oben niederhalten, sind fl-förmig gestaltet, bedecken die Breite des Streifens und die verticalen Schenkel, legen sich gegen die Ränder des Streifens und diejenigen der Schienen des Bettes Ax, Fig. 29, mit welchen letzteren sie beweglich verbunden sind.
Beim jedesmaligen Kniffen werden zunächst die Blöcke auseinandergerückt, dann auf den Streifen niedergedrückt, Fig. 27, und nun gegen einander geschoben, Fig. 28, so dafs sie die Streifentheile gegen einander hinschieben.
Für gewöhnlich befinden sich die Theile der Vorrichtung in der in Fig. 21 veranschaulichten Stellung. Nachdem die Matrizenstreifen zwischen Ax und Dx eingeschoben sind, werden durch Niedergang des Gabelmessers Bx, Fig. 26, die Rändereinschnitte hergestellt und gleich darauf geht das Messer in seine gewöhnliche Stellung zurück. Alsdann legen sich die Blöcke Dx auf den Matrizenstreifen, Fig. 27, und werden nun gegen einander hin verschoben, während zugleich durch Heben des Kammes Cx der Streifen an den Einschnittstellen von unten eingebogen wird, so dafs die eingebogenen Theile zwischen die Enden der Blöcke Cx eingezwängt, Fig. 28, und von diesen an die Seiten des Kammes gedrückt werden. Dann tritt der Kamm Cx wieder nach unten zurück, worauf die Blöcke die geknifften Streifentheile e unmittelbar zusammendrücken und die Ränder der Einschnitte sich genau an einander legen.
Die Bewegung des Gabelmessers Bx erfolgt vermittelst der durch das Führungsbett tretenden verticalen Stangen Ex. Eine Drehung des Messers um die Achse und Stange wird dadurch verhindert, dafs dasselbe in dem verticalen Schlitz einer Führung liegt, die mit dem Bett fest verbunden ist. Mittelst der um den oberen Theil der Stange Ex angeordneten Feder G x, die sich auf die Messerführung Fx stützt, wird jedesmal nach erfolgtem Schnitt das Gabelmesser gehoben. Dieser Feder G x wirkt eine kürzere Feder Hx entgegen, die ebenfalls um die Stange Ex angeordnet ist, aber einerseits unter die Messerführung Fx, andererseits auf einen Bund der Messerstange drückt.
Durch das Zusammenwirken der beiden Federn wird das Messer für gewöhnlich in der Mittelposition, Fig. 21, erhalten, derart, dafs sein Niedergang durch Drehung der Daumenscheibe Jx, die auf Achse Ix festsitzt, bewirkt werden kann. Durch Feder Lx , Fig. 23,
wird diese Daumenscheibe beständig nach links herum angezogen, andererseits steht sie durch Stange Mx in Verbindung mit. einem Pedal oder einem sonstigen vom Arbeiter zu bewegenden Organ. Wird Stange Mx niederbewegt, so schlägt der an der Seite der Daumenscheibe befindliche Daumen Kx auf einen Ansatz Nx der Messerstange, und dadurch erfolgt der Schnitt. Beim Loslassen des Pedals oder vielmehr wenn bei Drehung der Scheibe Daumen Kx vom Ansatz Nx herabschlägt , wird dann durch Feder Lx die Daumenscheibe zurückgedreht und durch Feder Gx die Messerstange gehoben. Die auf der Stange sitzende Feder Hx bewirkt dann, dafs der Ansatz Nx für den neuen Niedergang unter den Angriffspunkt des Daumens Kx gerückt wird. Diese Feder wird nämlich etwas zusammengedrückt, wenn die Scheibe zurückgedreht wird, indem dann der excentrische Rand derselben von unten gegen den Ansatz Nx drückt. Schlägt alsdann letzterer von der Scheibe herab, so bringt die Spannkraft der Feder Hx den Ansatz Nx unter den Angriffspunkt des Daumens Kx in die gewöhnliche Position, Fig. 23.
. Um den Hochgang der Messerstange noch mehr zu sichern, ist auf Achse Ix noch eine zweite Scheibe Ox angebracht, Fig. 24, deren Theil Px auf einen Theil Q.x seitlich vom Messer auf Hebung desselben wirkt, nachdem Daumen Kx zu wirken aufgehört hat.
Der Kamm Cx sitzt am Ende eines Halters Rx, Fig. 23, der oben im Bett und unten am Arm 5 x geführt ist und mit zwei Stiften Tx und Ux versehen ist. Unter den Stift Tx fafst der an der Scheibe Ox befestigte· federnde Daumen Vx, bestehend aus einer am Umfang der Daumenscheibe befestigten Feder, an deren freiem Ende, wie aus Fig. 21, 23 und 24 hervorgeht, ein Hebeplättchen sitzt. Beim Vorwärtsdrehen der Scheibe Ox schiebt sich dieses Plättchen unter den Stift Tx und dadurch wird dann der Kamm zwischen den Blöcken Dx hochgehoben und der Matrizenstreifen geknifft.
Der Niedergang des Kammes findet durch den hinter Daumen Vx angeordneten Ansatz Wx an Scheibe Ox, Fig. 23 und 24, statt, wenn dieser bei Vorwärtsdrehung der -Scheibe auf den Stift Ux trifft. Während der Rückwärtsbewegung der Scheibe Ox liegt der federnde Daumen Vx auf dem Stift Tx und schlägt schliefslich von diesem in die gewöhnliche Position herab.
Die Blöcke £)x, Fig. 21, werden durch seitliche Stifte cx geführt, die in Längsnuthen dx an den Seiten der Schienen Ax fassen, so dafs die Blöcke sowohl in Längsrichtung verschiebbar sind, als auch gehoben und gesenkt werden können. Letzteres geschieht durch Stifte ex, welche in Seitenschlitzen fx der Blöcke liegen, deren hintere Enden horizontal und deren vordere Enden etwas ab- und aufwärts gerichtet sind, so dafs dadurch nach erfolgter Vorwärtsbewegung eine geringe Abwärtsbewegung und nach einer Rückwärtsbewegung der Blöcke Aufwärtsbewegung eintritt.
Durch Hebel Xx, Fig. 22, unter dem FUhrungsbett findet die Längsverschiebung der Blöcke £>x statt, deren Stifte Yx von den Gabeln dieser Hebel erfafst werden. Durch die Federn Zx, welche auf die unteren Arme der Hebel drücken, werden die losgelassenen Blöcke sofort wieder aus einander gerückt. Auf die Hebel Xx wirken behufs Abwärts- und Vorwärtsbewegung der Blöcke Daumen hx, Fig. 21 und 23, an den Scheiben Jx und Ox ein, und zwar gleich nach der Thätigkeit des Gabelmessers und während der Wirkung des Kammes Cx. Nachdem letzterer niedergegangen, wirken die Blöcke, wie schon beschrieben worden, noch weiter auf Zusammendrücken der geknifften Streifentheile.

Claims (4)

  1. Patent-An Sprüche:
    ι . Die Herstellung von Stereotypmatrizen aus einzelnen, die Typeneindrücke enthaltenden und mit freien Rändern zum Aufstellen der Gufsform versehenen Matrizenstreifen, die durch den Rückenbelag zusammengehalten werden: insbesondere das Justiren solcher Matrizenstreifen durch Einschnitte b, Fig. 3, an den Rändern und Einkniffen der Stellen e an den Einschnitten.
  2. 2. Zum Theilen, Kürzen und Justiren solcher Matrizenstreifen auf Seiten oder Columnenlänge ein Apparat mit Bett C, Fig. 11 bis 19, über welches der Matrizenstreifen a eingeschoben wird, dem verschiebbaren Gitterrahmen D mit Schlitzführung H und beweglicher, mit parallelen Kanälen versehener Platte J, die durch Stange K auf H einstellbar ist und mit einer Scheere zwischen Platte / und Führung · H mit beweglichem, durch Pedal zu handhabendem Scheerenblatt O und festem Scheerenblatt P, ferner mit einer Vorrichtung T mit Gabelmesser i, Fig. 11 bis 14, und Block j zur Herstellung der Einschnitte b in den Streifenrändern und mit dem dünnen Kamm am Querstück /r, Fig. 15, zum Einkniffen des zwischen den Einschnitten liegenden Streifentheiles.
  3. 3. Die Einrichtung zum absatzweisen Vorwärtsbewegen des Streifens mit Hebel 0 und Klinke m an der das Gabelmesser i tragenden Stange, welche Klinke von einem Daumen am Hebel ο erfafst wird, der von Hand oder durch ein Pedal bewegt werden kann.
  4. 4. Der modificirte Einschneide- und Justir-
    apparat, Fig. 21 bis 29, mit Bett Ax, Gabelmesser Bx zur Herstellung der Rändereinschnitte, vertical verschiebbarem Kamm Cx und vertical verschiebbaren Blöcken Dx, wobei das Gabelmesser durch Feder G* auf Stange Ex- nach dem Schnitt gehoben und durch Mitwirkung der Feder Hx in der Mittelposition gehalten wird.
    Die auf Achse /* sitzende Daumenscheibe J x zum Nieberbewegen des Messers in Verbindung mit Feder L* und Stange Mx, welche letztere durch Hand oder Pedal bewegt werden kann, ferner der Ansatz Wx an Scheibe Ox , Fig. 23 und 24, zur Niederbewegung des Kammes Cx und Hebel Xx zur Längsverschiebung der Blöcke Dx.
    Hierzu 3 Blatt Zeichnungen.
DENDAT33319D Verfahren und Einrichtungen zur Herstellung von Stereotyp-Matrizen aus einzelnen Matrizenstreifen Expired - Lifetime DE33319C (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE33319C true DE33319C (de)

Family

ID=309289

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT33319D Expired - Lifetime DE33319C (de) Verfahren und Einrichtungen zur Herstellung von Stereotyp-Matrizen aus einzelnen Matrizenstreifen

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE33319C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE33319C (de) Verfahren und Einrichtungen zur Herstellung von Stereotyp-Matrizen aus einzelnen Matrizenstreifen
DE133849C (de)
DE919345C (de) Maschine zum Biegen eines flachen Drahtstreifens fuer Ringbuecher
DE51181C (de) Schachtelpresse
DE115964C (de)
DE160135C (de)
DE140815C (de)
DE245496C (de)
DE143050C (de)
DE207087C (de)
DE77884C (de) Matrizenstreifen-Prägemaschine
DE95038C (de)
DE593606C (de) Nagelrichtgeraet
DE268231C (de)
DE689631C (de) Vorrichtung zur Herstellung von Loseblaetter-Sammelbuechern mit an einer Schiene angeordneten Aufreihringen
DE135374C (de)
DE237175C (de)
DE289302C (de)
DE121361C (de)
DE89945C (de)
DE1152C (de) Herstellung von Druckflächen für alle Arten von Schriften
DE400468C (de) Maschine zur Herstellung von Druckknopfoberteilen
DE529188C (de) Vorrichtung zur Herstellung von breitkoepfigen Naegeln, insbesondere Reisszwecken, aus einem fortlaufenden Metallband
DE69019C (de) Matrizenprägmaschine
DE233439C (de)