DE3329C - Streckwerk an Maschinen zum Spinnen von Hanf und anderen Faserstoffen - Google Patents

Streckwerk an Maschinen zum Spinnen von Hanf und anderen Faserstoffen

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DE3329C
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J. GOOD, Ingenieur, in Brooklyn (New-York)
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B33/00Disazo and polyazo dyes of the types A->K<-B, A->B->K<-C, or the like, prepared by diazotising and coupling

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

1878.
- JVs 3229 -
MEISTER, LUCIUS und BRÜNING in HÖCHST a. M.
Verfahren zur Darstellung rother, brauner und gelber Farbstoffe durch Einwirkung der Disulfosäuren des Betanaphtols auf Diazoverbindungen.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 24. April 1878 ab.
Das Verfahren bezweckt die Herstellung rother, gelber und brauner Farben aus den beiden Disulfosäuren des Betanaphtols durch Einwirkung von Diazoverbindungen, erzeugt aus Anilin, Tolnidin und Xylidin, sowie aus den durch Einführung von Aethyl und Methyl in diese -Amide erhaltenen höheren Homologen, ferner aus dem Naphtylamin.
Zweck des Verfahrens ist die Gewinnung von Farben, die vermöge ihrer grofsen Lichtächtheit und Beständigkeit im Stande sind, Cochenille, Orleans und Orseille in der Färberei und Druckerei zu ersetzen.
Das Verfahren zerfällt in zwei Theile:
1. Darstellung und Trennung der beiden Disulfosäuren;
2. Herstellung der Farbstoffe durch Einwirkung von Diazoverbindungen.
ι. Darstellung der Disulfosäuren.
Es werden z. B. 10 kg Bestandtheile mit 30 kg englischer Schwefelsäure 12 Stunden auf 100 bis no" C. erhitzt. Von den gebildeten Disulfosäuren werden die Natriumsalze dargestellt und getrocknet. Hierbei entstehen zwei isomere betanaphtoldisulfosaure Natriumsalze, die sich leicht durch Spiritus von 80 bis 90 ° Tralles trennen lassen. Zur Trennung beider wird das Gemenge mit drei bis vier Theilen Spiritus digerirt, das unlösliche Salz, welches wir Salz R bezeichnen, abfiltrirt und getrocknet. Das gelöste Salz (wir bezeichnen es als Salz G) wird eingedampft und getrocknet. Während nun Salz R die rothen Nuancen liefert, erhält man mit Salz G gelbe, und es liegt ganz in unserer Hand, durch die entsprechenden Diazoverbindungen bestimmte Nuancen zu erzielen.
2. Darstellung der Farbstoffe.
I. Ponceau R.
Es werden z. B. 6,5 kg Xyldin in 12 kg Salzsäure von 2o° B. und 100 kg Wasser gelöst und zu dieser Lösung unter Abkühlen 4,5 kg salpetrigsaures Kali von 100 pCt. hinzugesetzt. Die Lösung des auf diese Weise entstandenen Diazoxylolchlorids wird nun in eine Lösung von 20 kg disulfosaurem Salz R in 200 kg Wasser und 10 kg Ammoniakflüssigkeit von 10 pCt. gegossen, wobei sich der Farbstoff als hellrothe Paste abscheidet.
Der Farbstoff wird durch Umlösen und Fällen mit Salz rein erhalten und getrocknet als Natrium- oder Kaliumsalz in den Handel gebracht. Es bildet ein hellrothes Pulver, färbt Seide und Wolle wie Cochenille und ist ebenso wasch- und lichtächt wie diese.
II. Ponceau RR.
Durch Anwendung des Amidoäthylxylols in gleicher Weise wie oben erhalten wir einen Farbstoff, der Seide und Wolle schöner roth und ebenso acht wie Cochenille färbt.
ΠΙ. Bordeaux R.
Durch Ersetzung des Xylidins in obengenanntem Verfahren durch Naphtylamin erhalten wir einen Farbstoff, der ein sattes Bordeauxroth liefert und ein durch seine grofse Beständigkeit ausgezeichneter Farbstoff ist.
IV. Orangegelb.
Fünf Theile Anilin werden, wie angegeben, in die Diazoverbindung übergeführt, und diese läfst man auf 20 Theile Salz G in 200 Wasser und 10 Salmiakgeist einwirken. Hierbei entsteht ein gelber Farbstoff, der etwas rother wie Phosphin färbt und dabei vollständig acht ist.
V. Bordeaux G.
Wenn wir im Verfahren IV das Anilin durch Naphtylamin ersetzen, entsteht ein Farbstoff, der ein gelbes Bordeaux-Roth liefert, wie III.
VI. Ponceau G.
Wenn wir im Verfahren IV das Anilin durch Amidoäthylxylol ersetzen, entsteht ein Farbstoff, welcher gelbponceau färbt.

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Die Erzeugung der Disulfosäuren des Betanaphtols, und
2. die Herstellung rother, gelber und brauner Farbstoffe, welche entstehen durch Einwirkung der beiden Disulfosäuren des Betanaphtols auf Diazoverbindungen in beschriebener Weise, erzeugt aus Anilin, Toluidin und Xylidin, aus den durch Einführung von Methyl und Aethyl in diese Amide entstehenden höheren Homologen und aus dem Naphtylamin.
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