DE332066C - Schnellwirkender UEberstromselbstschalter, der mit einem zweiten Unterbrecher in Reihe liegt - Google Patents

Schnellwirkender UEberstromselbstschalter, der mit einem zweiten Unterbrecher in Reihe liegt

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DE332066C
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Germany
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breaker
switch
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circuit breaker
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DE1919332066D
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    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01HELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
    • H01H71/00Details of the protective switches or relays covered by groups H01H73/00 - H01H83/00

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  • Mechanisms For Operating Contacts (AREA)

Description

Überstromselbstschalter werden beim Einlegen auf durch Kurzschlüsse gestörte Leitungen erheblich ungünstiger beansprucht, als wenn sie eingeschaltet sind und dann ein Kurzschluß in der Leitung entsteht, den sie zu unterbrechen haben. Man hat, ehe die Freilaufkupplung bekannt war, dem Selbstschalter meist einen Handschalter vorgeschaltet, der geöffnet wurde, nachdem der Selbstschalter infolge einer Störung
ίο ausgelöst hatte. Darauf wurde zuerst der Selbstschalter wieder geschlossen und dann auch der Handschalter. War die Leitungsstörung noch nicht beseitigt, so konnte der Selbstschalter ohne irgendwelche Behinderung sofort wieder auslösen. Durch diese Anordnung wurde erreicht, daß die Kontakte des Selbstschalters wesentlich geschont wurden. Ein Nachteil dieser Anordnung war aber,· daß Fehlgriffe in der Reihenfolge der Schaltungen leicht möglich waren und häufig vorkamen, und so machte sich denn ein Bedürfnis für eine Einrichtung geltend, die eine unrichtige Bedienung ausschloß. Damit war die Aufgabe für eine gegenseitige Verriegelung der beiden Schalter oder die Ausbildung des Selbstschalters nach dem Freilaufprinzip gegeben. Anderseits hat auch der mit Freilaufkupplung ausgerüstete Selbstschalter Nachteile, besonders dann, wenn es sich darum handelt, sehr schnell auszuschalten. Die in der Schließbewegung befindlichen Massen des Selbstschalters können, wenn dieser auf einen Kurzschluß geschaltet wird, nicht so schnell in die Ausschaltbewegung eintreten wie die ruhenden Massen des geschlossenen Schalters.
Ob es sich dabei um eine Freilaufkupplung im engeren Sinne handelt, bei der ein Lösen der Kupplung zwischen den bewegten Kontakten und dem Antrieb während der ganzen Einschaltbewegung möglich ist, oder um eine Kupplung, die erst wirkt, wenn der Schalter eingelegt ist, ist dabei bedeutungslos. Wird also eine besonders hohe Ausschaltgeschwindigkeit gefordert, dann müssen Ausschaltkräfte von ganz erheblicher Größe die Stromschlußteile in die Offenstellung zu drängen suchen. Das hat eine große Übersetzung für das Einschalten zur Voraussetzung und dementsprechend eine größere Einschaltdauer, also ein schleichendes Berühren der Stromschlußteile.
Die Erfindung besteht darin, daß mit dem Selbstschalter in bekannter Weise ein besonderer Unterbrecher in Reihe angeordnet wird, daß aber, um die Reihenfolge der Schaltungen zu sichern und gleichzeitig eine große Schaltgeschwindigkeit zu erreichen, die beiden Schalter durch einen gemeinsamen elektrischen Antrieb, beispielsweise mittels Elektromotors angetrieben werden, und zwar derart, daß der Selbstschalter nach dem Auslösen selbsttätig wieder eingeschaltet wird, die Einschaltung des Unterbrechers aber nur vorbereitet wird und vom Wärter der Anlage zum erwünschten Zeitpunkt herbeigeführt werden kann. Die Vorbereitung des Unterbrechers zum Einschalten besteht darin, daß er nach dem Auslösen des Selbst-Schalters in der Offenstellung durch eine Klinke gesperrt wird und die Feder zum Einschalten des Unterbrechers während der Schließbewegung des Selbstschalters gespannt wird.
In den Figuren ist ein Ausführungsbeispiel der Einrichtung in den verschiedenen Schaltstellungen für einen Selbstschalter mit Freilaufkupplung bekannter Art dargestellt.
Fig. ι zeigt den Selbstschalter 11 und den
mit ihm in Reihe liegenden Unterbrecher 12 in ■ geschlossenem Betriebszustand. Der Selbstschalter ist mit einer Freilaufkupplung bekannter Art versehen, derart, daß bei Überstrom der Magnet. 13 die Klinke 14 links herum dreht, wodurch der Schalthebel 11 freigegeben und nun durch die gespannte Feder 16 in die Offenstellung bis zu einem Anschlag 15 gebracht wird. Der Hebel 17, der die Klinke 14 trägt, ist an die Kurbelstange 18 angelenkt, die an dem Zapfen 19 der Kurbelscheibe 20 angreift. Die Kurbelscheibe wird mittels der Schnecke 21 vom Elektromotor 22 angetrieben.
An der Kurbelstange 18 ist auch der Hebel 23 angelenkt, der mittels des Mitnehmers 24 den Hebel 12 des Unterbrechers öffnet. Hebel 12 und Mitnehmer 24 sind durch eine starke Feder 25 miteinander verbunden. Wenn der Unterbrecher 12 durch Hebel 23 der Kurbelstange 18 geöffnet wird, so wird er in der Offenstellung durch die Klinke 26 gesperrt, die unter dem Einfluß eines Elektromagneten 27 oder eines Zuges 28 steht.
Löst der Selbstschalter durch Überstrom aus, so schließt er den Schalter 29 des Stromkreises des Elektromotors 22. Dieser setzt sich in ' Bewegung und dreht die Kurbelscheibe 20. Dadurch wird die Kurbelstange 18 gehoben, die den Hebel 23 links herum dreht, der mittels des Mitnehmers 24 den Unterbrecher 12 öffnet. Der Unterbrecherhebel 12 wird am Ende seiner Bewegung von der Klinke 26 gesperrt. Gleichzeitig mit dem Unterbrecherhebel 12 wird auch der die Klinke 14 tragende Doppelhebel 17 links herum gedreht, und zwar so weit, daß die Freilaufkupplung 14, 11 unter Spannen der Feder ' 16 wieder eingeklinkt wird. Das Sperren des Unterbrecherhebels 12 und das Wiedereinklinken der Freilaufkupplung 14, 11 wird erreicht, wenn die Kurbelscheibe 20 sich um 180 ° gegenüber der Stellung in Fig. 1 gedreht hat. Diese Stellung ist in Fig. 2 dargestellt.
Der Motor 22 kann, nachdem die Kurbel-. scheibe 20 eine halbe Umdrehung vollführt hat, etwa durch eine Nockenscheibe 30 ausgeschaltet werden — in der Zeichnung nicht angegeben — und erst auf Kommando die zweite Halbumdrehung der Kurbelscheibe veranlassen. Es ist aber auch zulässig, ihn — wie die Zeichnung zeigt — durch die Kurbelscheibe gleich weiter um 180 ° drehen zu lassen. Die erwünschte Schaltbewegung läßt sich aber auch durch Vor- und Rückwärtsbewegung der Kurbelscheibe um 180 ° erreichen.
Durch die Drehung der Kurbelscheibe um die zweiten 180 ° wird der Selbstschalter 11 wieder geschlossen, gleichzeitig aber auch der Hebel 23 zurückgedreht. Da der Unterbrecherhebel 12 durch die Klinke 26 in der Offenstellung gesperrt gehalten wird, so wird die Feder 25 gespannt. Der Motor 22 wird jetzt mittels der Nockenscheibe 30 stillgesetzt, da der Schalter 29 durch den Selbstschalter 11 inzwischen geöffnet wurde. Damit ist die Stellung nach Fig. 3 erreicht.
Der Unterbrecher 12 ist nun für die Schließbewegung durch Federkraft vorbereitet, und der Wärter hat es in der Hand, ihn im gewünschten Zeitpunkt mittels des Zuges 28 mechanisch oder mittels des Tasters 31 und des Magneten 27 elektrisch auszulösen und seine Einschaltung herbeizuführen.
Wesentlich für die Wirkung des ganzen Selbstschalters ist, daß durch die Verklinkung des Unterbrecherhebels 12 die Aufspeicherung seiner Einschaltenergie ermöglicht wird und der Betriebszustand durch Lösen der Klinke 26 augenblicklich herbeigeführt werden kann. Ist dann der Kurzschluß oder Überstrom nicht beseitigt, so löst der Selbstschalter sofort wieder aus. Die Einrichtung ermöglicht größte Ausschaltgeschwindigkeit für den Selbstschalter 11 und beliebig große Einschaltgeschwindigkeit des Unterbrechers Iz, während die vorbereitenden Bewegungen, das Verklinken und Schließen des Selbstschalters und das Spannen der Feder 25 für den Unterbrecher 12 mit großer Übersetzung und beliebig langsam durch Motorkraft ausgeführt werden.
Das dargestellte Ausführungsbeispiel erschöpft natürlich nicht andere Ausführungsformen des Erfindungsgedankens.

Claims (2)

Patent-Ansprüche :
1. Schnellwirkender Überstromselbstschalter mit vom Strom beeinflußter Kupplung zwischen Schalterantrieb und Kontaktbrücke, der mit einem zweiten Unterbrecher in Reihe liegt, gekennzeichnet durch einen gemeinsamen elektrischen Antrieb der Schalter, derart, daß der Selbstschalter (11) nach dem Auslösen selbsttätig wieder eingeschaltet wird, die Einschaltung des Unterbrechers (12) aber nur vorbereitet wird.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Unterbrecher (12) nach Auslösen des Selbstschalters in der Offenstellung gesperrt wird (mittels 26) und die Feder (25) zum Einschalten des Unter- no brechers beim Schließen des Selbstschalters (11) gespannt wird, so daß der Unterbrecher durch Ausklinken der Sperrung zu beliebiger Zeit eingeschaltet werden kann.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DE1919332066D 1919-08-03 1919-08-03 Schnellwirkender UEberstromselbstschalter, der mit einem zweiten Unterbrecher in Reihe liegt Expired DE332066C (de)

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