DE576980C - Anordnung bei elektrischen Stellwerken fuer Eisenbahnanlagen - Google Patents

Anordnung bei elektrischen Stellwerken fuer Eisenbahnanlagen

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DE576980C
DE576980C DET38283D DET0038283D DE576980C DE 576980 C DE576980 C DE 576980C DE T38283 D DET38283 D DE T38283D DE T0038283 D DET0038283 D DE T0038283D DE 576980 C DE576980 C DE 576980C
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DET38283D
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B61RAILWAYS
    • B61LGUIDING RAILWAY TRAFFIC; ENSURING THE SAFETY OF RAILWAY TRAFFIC
    • B61L19/00Arrangements for interlocking between points and signals by means of a single interlocking device, e.g. central control
    • B61L19/06Interlocking devices having electrical operation

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Breakers (AREA)

Description

Gegenstand der Erfindung ist eine Anordnung bei elektrischen Stellwerken für Eisenbahnanlagen, die eine Anzahl von mit elektromagnetischen Verriegelungsvorrichtungen versehenen Stellhebeln umfaßt, deren Entriegelungsstromkreise über reihengeschaltete Überwachungskontakte an anderen Stellhebeln oder Überwachungsorganen geführt sind. Bei den bekannten Anordnungen dieser Art kann es vorkommen, daß durch einen Isolationsfehler o. dgl. einige oder alle Überwachungskontakte kurzgeschlossen werden, so daß eine Umstellung des Stellhebels auch dann möglich ist, wenn die Überwachungskontakte offen sind.
Die Erfindung bezweckt, in einem derartigen Fall eine Umstellung des Stellhebels zu verhüten und besteht darin, daß im Entriegelungsstromkreis ein Fehlerkontrollrelais vorgesehen ist, welches durch eine der Umstell-
Bewegung vorangehende Hilfsbewegung des Stellhebels über einen Kontakt in einen die Überwachungskontakte enthaltenden Prüfstromkreis eingeschaltet wird und den Entriegelungsstromkreis derart überwacht, daß der Stellhebel verriegelt bleibt, wenn das Fehlerkontrollrelais infolge einer Störung nicht anspricht. Zweckmäßig ist das Fehlerkontrollrelais zwischen dem einen Pol der Stromquelle und dem die Überwachungskontakte enthaltenden Teil des Entriegelungsstromkreises und die elektromagnetische Ent riegelungsvorrichtung zwischen dem letztgenannten Teil des Entriegelungsstromkreises und dem anderen Pol der Stromquelle eingeschaltet.
Die Erfindung ist auf der beiliegenden Zeichnung veranschaulicht, welche die Schaltanordnung für einen Weichenstellhebel nach einer Ausführungsform der Erfindung darstellt. Der Stellhebel· ist in bekannter Weise mit Kontaktarmen 1, 2 versehen, die man sich fest mit der Welle 3 des Stellhebels verbunden denken kann, und welche durch Drehung des Stellhebels in verschiedene Kontaktlagen eingestellt werden können. Der Stellhebel kann in verschiedenen Stellungen mittels zweier Sperrmagnete 4, 5 verriegelt werden, deren Anker in bekannter Weise mit auf der Welle 3 angebrachten, nicht dargestellten Sperrscheiben zusammenwirken. Die Magnete 4, 5 wirken im stromlosen Zustande sperrend und geben den Stellhebel bei Erregen frei. Bei der auf der Zeichnung dargestellten Ausgangslage des Stellhebels ist dieser durch den Magneten 4 verriegelt. Die Freigabe des Stellhebels in dieser Ausgangslage erfolgt durch Erregung des Magneten 4 über einen Stromkreis, der eine Stromquelle 6 und eine Anzahl von Überwachungskontakten 7, 8, 9, 10 bei denjenigen anderen Stellhebeln oder Überwachungsorganen enthält, von welchen •der betreffende Stellhebel abhängig ist. Die
genannten Überwachungskontakte sind nur in denjenigen Lagen der zugehörigen Stellhebel bzw. Kontrollorgane geschlossen, die die Freigabe des betreffenden Stellhebels zulassen; sie verhindern also unter normalen Umständen eine falsche Betätigung. Der Kontakt 7 kann beispielsweise an demjenigen Signalstellhebel angeordnet sein, durch welchen die zur betreffenden Weiche gehörenden Signale umgestellt werden. Der Kontakts kann ein ähnlicher Kontakt bei einem anderen Signalstellhebel und 9 ein Kontakt an einem Weichenstellhebel sein, von welchem der betreffende Weichenstellhebel abhängig ist. Der Kontakt 10 kann beispielsweise ein Kontakt sein, der selbsttätig unterbrochen wird, wenn ein Zug über die Weiche fährt, um das Umstellen des Weichenhebels beim Vorüberfahren des Zuges zu verhindern. Der Auslösestromkreis enthält außerdem einen Kontakt n, der geschlossen wird, wenn der Drehhandgriff des Stellhebels zwecks Umstellung des Stellhebels in axialer Richtung herausgezogen wird.. Der Auslösestromkreis enthält schließlich nach der Eras findung ein Fehlerkontrollrelais 12 mit einem normal offenen Kontakt 13. Die Kontaktarme i, 2 arbeiten mit festen Gegenkontakten 14, 15, 16, 17 zusammen, von denen die Kontakte 15, 16 an Kontakte 18, 19 angeschlossen sind, welche durch den Weichenmotor betätigt werden, derart, daß der Kontakt 18 geschlossen ist, wenn die Weiche sich in der Normallage befindet, dagegen unterbrochen ist, wenn die Weiche sich in umgestellter Lage befindet, wobei gleichzeitig der Kontakt 19 geschlossen wird.
Wenn die Kontakte 7, 8, 9, 10 geschlossen sind, so ist der Weichenstellhebel bereit zum Umstellen der Weiche. Beim Herausziehen des Handgriffes schließt der Kontakt 11 einen Stromkreis für das Fehlerkontrollrelais 12 über einen Widerstand 20. Das Relais 12 zieht seinen Anker an und schließt dadurch den Kontakt 13, wobei der Freigabestromkreis für den Sperrmagneten 4 über das Relais 12 und die Kontakte 10, 9, 8, 7, 11, 13, 14 geschlossen wird. Der Magnet 4 zieht seinen Anker an und gibt dadurch den Stellhebel frei, so daß dieser umgestellt werden kann. Beim Drehen des Stellhebels erhält der Magnet 4 in einer Zwischenlage Strom über die Kontakte 15 und 18, und es wird hierdurch möglich, den Stellhebel in diejenige Lage zu drehen, in welcher der Kontaktarm 2 mit dem Kontakt 16 in Berührung kommt und in welcher Lage der Stellhebel anfänglich gesperrt wird. In dieser Lage oder etwas früher wird der Stromkreis des Antriebmotors in hier nicht dargestellter Weise geschlossen. Nachdem die Weiche vollständig umgelegt .worden ist, wird der Kontakt 18 unterbrochen, und statt dessen wird der Kontakt 19 geschlossen, wobei der Sperrmagnet 5 Strom erhält und den Weichenstellhebel freigibt, so daß dieser nun um einen gewissen Winkel weiter in derselben Richtung wie vorher gedreht werden kann. Bei fortgesetzter Drehung kommt der Kontaktarm 2 in Berührung mit dem Kontakt 17. Da jedoch der Handgriff des Stellhebels nicht mehr in ausgezogener Lage gehalten wird, ist der Kontakt 11 jetzt unterbrochen, und der Sperrmagnet 5 ist stromlos. Der Stellhebel ist nun bereit zum Umstellen der Weiche in entgegengesetzter Richtung, welches in analoger Weise erfolgt.
Aus der vorhergehenden Beschreibung geht hervor, daß die Sperrmagnete 4, 5 keinen Strom zur Freigabe des Stellhebels erhalten können, sofern nicht das Fehlerkontrollrelais 12 wirksam ist. Die Voraussetzung hierfür ist, daß die Überwachungskontakte 7 bis 10 geschlossen sind, und daß derjenige Teil des Auslösestromkreises, der diese Kontakte enthält, keine solchen Fehler aufweist, die die Erregung des Relais 12 verhindern könnten. Wenn beispielsweise infolge eines Isolationsfehlers eine Überleitung an der mit 21 bezeichneten Stelle entstehen sollte, so daß Strom vom positiven Pol der Batterie 6 in den Auslösestromkreis an der genannten Stelle go eintreten kann, so ist es klar, daß das Relais 12 dadurch überbrückt und der Kontakt 13 folglich offen bleiben würde, wodurch wiederum der Sperrmagnet 4 verhindert würde, in Tätigkeit zu treten. Würde statt dessen eine Überleitung zum negativen Pol der Batterie entstehen, so würde zwar das Relais 12 betätigt werden, aber es würde nun der Sperrmagnet überbrückt werden, so daß derselbe nicht in Tätigkeit treten kann. Eine Überleitung von der Stromquelle 6 zu dem die Überwachungskontakte 7 bis 10 enthaltenden Teil des Auslösestromkreises kann also nicht eine falsche Auslösung des Stellhebels veranlassen. Falls fremde Ströme mit größerer Stromstärke in den Auslösestromkreis hereinkommen würden, so wird die Batterie 6 in gewöhnlicher Weise mittels Schmelzsicherungen 22, 23 abgeschaltet.
Der Widerstand 20 kann unter Umständen auch zwischen dem Kontakt 7 und dem negativen Pol der Batterie eingeschaltet werden. Das Einschalten des Widerstandes 20 auf der linken Seite zwischen den Kontakten 13 und 11, wie auf der Zeichnung dargestellt, ergibt jedoch den Vorteil, daß der Strom durch den Elektromagneten 12 nicht geschlossen wird, ehe der Stellhebel samt Kontakt 11 betätigt worden ist. Der Kontakt 13 kann unter Umständen so angeordnet sein, daß derselbe normal die Sperrmagnete 4, 5 kurzschließt, wobei der Kurzschluß aufgehoben wird, sobald das

Claims (2)

  1. Fehlerkontrollrelais 12 seinen Anker anzieht. Beispielsweise kann der Kontakt 13 in solchem Falle in den Stromkreis 24, der den Kontakt 11 mit dem negativen Pol der Batterie verbindet, eingeschaltet sein, wobei der Widerstand 20 in Wegfall kommt.
    Patentanöpeüche:
    i. Anordnung bei elektrischen Stellwerken für Eisenbahnanlagen, die eine Anzahl von mit elektromagnetischen Verriegelungsvorrichtungen versehenen Stellhebeln umfaßt, deren Entriegelungsstromkreise über reihengeschaltete Überwachungskontakte an anderen Stellhebeln oder Überwachungsorganen geführt sind, gekennzeichnet durch ein im Entriegelungsstrom·* kreis liegendes Fehlerkontrollrelais (12),
    ao welches durch eine der Umstellbewegung vorangehende Hilfsbewegung des Stellhebels (3) über einen Kontakt (ii)' in einen die Überwachungskontakte (7 bis 10) enthaltenden Prüfstromkreis (24) eingeschaltet wird und den Entriegelungsstromkreis derart überwacht, daß der Stellhebel verriegelt bleibt, wenn das Fehlerkontrollrelais (12) infolge eines Fehlers nicht anspricht.
  2. 2. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch-gekennzeichnet, daß das Fehlerkontrollrelais (12) zwischen dem einen Pol der Stromquelle (6) und dem die Überwachungskontakte (7 bis 10) enthaltenden Teil des Entriegelungsstromkreises und die elektromagnetische Verriegelungsvorrichtung (4, 5) zwischen dem letztgenannten Teil des Entriegelungsstromkreises und dem anderen Pol der Stromquelle eingeschaltet ist. '
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
DET38283D 1930-02-20 1931-02-01 Anordnung bei elektrischen Stellwerken fuer Eisenbahnanlagen Expired DE576980C (de)

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