DE32513C - Gasbereitungs- und Reinigungs-Apparat - Google Patents
Gasbereitungs- und Reinigungs-ApparatInfo
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- DE32513C DE32513C DENDAT32513D DE32513DA DE32513C DE 32513 C DE32513 C DE 32513C DE NDAT32513 D DENDAT32513 D DE NDAT32513D DE 32513D A DE32513D A DE 32513DA DE 32513 C DE32513 C DE 32513C
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Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C10—PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
- C10G—CRACKING HYDROCARBON OILS; PRODUCTION OF LIQUID HYDROCARBON MIXTURES, e.g. BY DESTRUCTIVE HYDROGENATION, OLIGOMERISATION, POLYMERISATION; RECOVERY OF HYDROCARBON OILS FROM OIL-SHALE, OIL-SAND, OR GASES; REFINING MIXTURES MAINLY CONSISTING OF HYDROCARBONS; REFORMING OF NAPHTHA; MINERAL WAXES
- C10G9/00—Thermal non-catalytic cracking, in the absence of hydrogen, of hydrocarbon oils
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 26: Gas-Bereitung und -Beleuchtung.
FRANK HUGH 6'DONNELL in LONDON Gasbereitungs- und Reinigungsapparat.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 18. Februar 1885 ab.
Die Erfindung bezieht sich auf Verbesserungen in der Gasbereitung für Zwecke der Beleuchtung,
Heizung u. s. w. und die dabei verwendeten Apparate.
Die drei Bestandteile, aus welchen das Gas
hergestellt wird, sind:
ι. wasserhelles, spiritusfreies Mineralöl,
2. trockener Dampf und
3. atmosphärische Luft.
Das aus diesen Bestandteilen erzeugte Gas
giebt eine reine und glänzend weifse Flamme von grofser Leuchtkraft und ist frei von Schwefel
und Kohlensäure.
Die. Rückstände bestehen aus Benzin und Pflanzenschleim und lassen sich als gute Holzbeize
verwerthen.
Auf beiliegenden Zeichnungen ist:
Fig. ι die Vorderansicht des Gesammtapparates.
Fig. 2 ein Querschnitt durch den Retortenofen,
Fig. 3 ein Vertical-Längenschnitt durch einen Theil des letzteren,
Fig. 4 eine isometrische Ansicht des Waschapparates, theilweise im Schnitt, und
Fig. 5 ein Horizontalschnitt durch die Retorte.
■ Das Mauerwerk α α des Retortenofens ist
durch verticale und horizontale Schienen b b verstärkt und verbunden und enthält in seinem
unteren Theil die Feuerung d mit dem Aschenfall e.
Ueber dem Feuerungsraum liegt die Retorte f, welche, wie Fig. 5 zeigt, vorn durch
einen Deckel H geschlossen ist, an welchem ein eine innere Retorte bildendes Rohr g sitzt,
das etwa zwei Drittel der ganzen Länge der äufseren Retorte f hat und am hinteren Theil
offen ist.
Ueber der Retorte f ist der Dampfkessel / gelagert.
J ist dessen Wasserspeiserohr und K das Dampfrohr, welches letztere den in dem Kessel
erzeugten Wasserdampf nach der Retorte leitet.
Der Kessel ist mit dem Druckmesser I, Wasserstandszeiger und Sicherheitsventil m versehen.
Die Heizung der Retorte und des Kessels erfolgt durch die auf beiden Seiten des Feuerraumes
d nach aufwärts ziehenden Kanäle η η, Fig. 1 und 3, welche sich oberhalb der Retorte
in dem eine gemeinsame Feuerkammer bildenden Kanal c vereinigen. Der Querschnitt
dieser Feuerkammer ist oben und unten gewölbt, wie bei ah, Fig. 1, und erstreckt sich
über die ganze Länge der Retorte.
In seiner Decke befindet sich, etwa 15 cm
vom vorderen Rand der Retorte anfangend, ein Schlitz, ungefähr 11 Y2 cm breit und 9 cm
tief, die gewölbte Decke entlang sich erstreckend, mit gegen einander nach innen schräg
auslaufenden Seitenflächen, auf welchen der Kessel aufruht.
Die aus der Feuerkammer c ausgestrahlte Hitze wirkt daher ebensowohl auf die ganze
Länge der Retorte /, wie auf den Kessel /.
Die Verbrennungsgase ziehen durch den genannten Schlitz in der Decke der Feuerkammer,
durch den Ausströmungskanal f c und den Schornstein o, Fig. 1 und 3.
Die Seitenwände der Retorte / sind durch die aufrecht stehenden feuerfesten Platten χ t
gegen die unmittelbare Einwirkung des aus den Kanälen u aufsteigenden und die Retorte von
beiden Seiten umgebenden Feuers geschützt und hierdurch eine längere Dauer der Retorte
gewährleistet.
Der im Kessel / erzeugte Dampf wird behufs
Austrocknung und Ueberhitzung durch das Rohr ν in die äufsere Retorte f um die
innere Retorte g herumgeführt, so zwar, dafs das genannte Rohr ν auf der einen Seite des
Deckels H eintritt, nahe an der inneren Wand der äufseren Retorte hin- und auf der gegenüberliegenden
wieder zurückzieht, um auf der anderen Seite des Deckels H wieder aus der
Retorte herauszutreten.
An dieser Stelle befindet sich ein Probirhahn, um die Austrocknung oder den Hitzegrad
des aus der Retorte kommenden Dampfes durch Anhalten eines Streichholzes untersuchen
zu können.
Der Dampf passirt nun das Niederschraubventil WC und gelangt durch das centrale
Rohr W und den Deckel H in die innere Retorte g.
Hierbei reifst er das ebenfalls im Rohr W von dem Behälter P herabfliefsende Mineralöl
mit sich, und durch die Spannung des trockenen Dampfes wird dasselbe nach dem Raumj^,
Fig. 5, der'äufseren Retorte f mitgerissen, in welchem es sofort in seine Bestandteile zerlegt
wird und ein permanentes Gas bildet.
In den genannten Raum yy der Retorte wird auch atmosphärische Luft eingetrieben;
dieselbe zersetzt sich ebenfalls sofort bei ihrem Eintritt in die Retorte und bildet mit den drei
in ihre Bestandteile zerlegten, oben angeführten gasförmigen und flüssigen Körpern ein
permanentes Gas.
Dasselbe wird durch das Rohr ^, Fig. i,
von dem vorderen und oberen Theil der Retorte f nach dem Waschapparat α1 geleitet.
Letzterer ist in Fig. 4 dargestellt und besteht aus einem Behälter, welcher durch in
Wasser tauchende Scheidewände ρl in eine
Anzahl Kammern c1 abgetheilt ist.
Unmittelbar unter dem Wasserspiegel sind in den Wänden ρl Löcher h * angebracht,
durch welche das Gas durch seinen eigenen Druck aus einer Kammer in die nächstfolgende
gelangt und hierbei gereinigt wird.
Das reine und abgekühlte Gas ist fertig zum Gebrauch und wird in den Gasometer geleitet.
Der Behälter a1 ist mit einem Speiserohr ^
und einem Ablafsrohr m1, Fig. 1, versehen.
Auf der Vorderseite dieses Behälters auf der Höhe der Wasserlinie befindet sich eine Anzahl
Ablafshähne TY, vermittelst welcher die
sich auf dem Wasser absetzenden Niederschläge und Rückstände durch die Rohre XX in den
Sammelkasten vl geleitet werden.
Der untere Theil des Waschapparates α1 ist
mit einer Oeffnung X2 zum Reinigen versehen; auf seiner Decke sind auf den Oeffnungen o3,
Fig. 4, die Abblasehähne c k angeordnet, welche dazu dienen, bei aufsergewöhnlich starker Zunahme
des Druckes in irgend einer oder mehreren der Kammern px dieselben zu entlasten.
Durch das Niederdruckventil WC kann die Dampfmenge des trockenen, überhitzten Dampfes,
welche aus dem Rohr ν in die innere Retorte g einströmt, regulirt werden.
ο χ sind Sehlöcher, durch welche die
äufseren Theile der Retorte f und das die Retorte umgebende Feuer beobachtet werden
können.
In einer kleinen Entfernung vom Retortenofen und höher wie derselbe befindet sich der
Behälter P für Mineralöl. An demselben ist ein Glasrohr befestigt, durch welches, wie bei
Wasserstandszeigern, der Grad der Füllung von aufsen gesehen werden kann.
Das OeI fliefst durch Rohr q in den zum
Messen dienenden Glascylinder oder Trichter r, welcher an dem Rohr S befestigt ist.
Durch das letztere wird das OeI nach dem in die Retorte führenden Rohr W geleitet.
Der Zuflufs desselben wird durch die Hähne TT, Fig. i, regulirt.
Zum Zufuhren des Wassers in den Kessel dient eine Pumpe; die atmosphärische Luft
wird vermittelst eines Ventilators oder Windrades U1 Fig. i, in die Retorte getrieben.
Claims (3)
- Patent-Ansprüche:ι . Die in Fig. 1 bis 5 dargestellte Gesammt-Anordnung der einzelnen zur Bereitung von Gas aus Mineralöl, überhitztem Dampf und atmosphärischer Luft dienenden Theile, bestehend aus dem Retortenofen a mit Dampfkessel, dem Behälter P für Mineralöl und dem Waschapparat α1, wie in Fig. 1 bis 5.
- 2. Die äufsere Retorte _/, welche mit dem Rohr ν zum Ueberhitzen. von Dampf und einer inneren Retorte g versehen ist, in welch letztere 'der in der äufseren Retorte überhitzte Dampf, durch das Niederschraubventil WC regulirt, einströmt, das Mineralöl mit sich nehmend.
- 3. Der Waschapparat, Fig. 1 und. 4, mit den Abblasehähnen c Ar, sowie den Ablafshähnen T1 für die auf der Wasseroberfläche des Behälters al sich bildenden Niederschläge.Hierzu 2 Blatt Zeichnungen. .
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE32513C true DE32513C (de) |
Family
ID=308525
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT32513D Expired - Lifetime DE32513C (de) | Gasbereitungs- und Reinigungs-Apparat |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE32513C (de) |
-
0
- DE DENDAT32513D patent/DE32513C/de not_active Expired - Lifetime
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