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STEUERVORRICHTUNG FÜR EIN KRANGEHÄNGE
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Die Erfindung betrifft eine Steuervorrichtung für ein Krangehänge
nach dem Oberhegriff des Patentanspruchs 1.
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Die Vorrichtung dient dazu, das Gehänge eines Krans so zu steuern,
daß ein Verschwenken bzw. Schwingen verhindert wird, wenn die Lage des Gehänges
beim Anheben von Lasten und ihre Bewegung durch das Krangehänge eingestellt wird.
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Aus der US-PS 3 656 795 ist bereits ein Containerkran bekannt, der
in Fig. 1 perspektivisch in seiner Gesamtheit dargestellt ist und von dem in Fig.
2 perspektivisch der Bereich des.Gehänges gezeigt ist.
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Wie aus Fig. 1 zu ersehen ist, tragen auf einem Fahrgestell 1 stehende
Stützen 3 einen horizontalen Träger 5, an dem eine Laufkatze 7 für die Bewegung
längs des Trägers gehalten ist. Auf der Laufkatze 7 sitzt eine Winde 9, auf die
Seile 11 und 13 gewickelt sind, die sich zu einem Gehänge oder Geschirr 15 erstrecken,
um einen Behälter bzw.
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Container 35 anzuheben oder-zu bewegen, wie dies in Fig.
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1 gezeigt ist. Die Seile 11 und 13 sind, wie in Fig. 2 gezeigt ist,
über Seilscheiben 17 bzw. 17' geführt; die drehbar an Rahmen 19 und 21 gelagert
sind. Der eine Rahmen 19 ist mit dem Gehänge 15 über einen Zapfen 23 verbunden.
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Der andere Rahmen 21 ist mit Rollen 25 an seinem unteren Abschnitt
versehen, an denen das Gehänge 15 gehalten wird. Somit kann der Rahmen 21 durch
die Rollen 25 in die durch den Pfeil A gezeigten Richtungen bezüglich des Gehänges
15 bewegt werden. Mit dem Rahmen 21 ist ein Kolbenstangenabschnitt einer Koll,cn-Zyl
i ndcr-i: inricitungg 27 verbunden , deren hinterer Zylinderabschnitt mit- dem Gelänge
15 verbunden ist, das mit. einer Antriebseinheit 29 für die Betätigung der KoZben-zyS
der-Iainrichtung 27 versehen ist.
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Die Antriebseinheit 29 kann durch Fernsteuerung von einer Bedienungskammer
31 einer SignalZeitung gesteuert werden, welche die Kammer mit der Antriebseinheit
29 verbindet.
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Bei dieser bekannten Krankonstruktion kann der Rahmen 21 in jede durch
den Pfeil A veranschaulichte -Richtung dadurch bewegt werden, daß die Kolbenstange
aus dem Zylinder der Kolben-Zylinder-Einrichtung 27 durch die Antri.ebseinheit 29
ausgefahren bzw. in sie eingezogen wird, wenn die horizontale Schwenklage des Gehänges
15 nicht mit der des Behälters auf dem Boden, auf einem Gewässer oder auf einem
Anhänger übereinstimmt. Dadurch führt das Gehänge 15 einet horizontale Schwenkbewegung
aus, wodurch seine Schwenklage in Übereinstimmung mit dem Container gebracht wird
Danach wird die Winde 9 betätigt, um die Seile 11 und 13 undLJ abzurollen, wodurch
das Gehänge 15 nach unten gefahren und am Container befestigt wird. Der Container
35, an welchem das Gehänge 15 festgelegt instr wird angehoben, wenn die Winde 9
betätigt wird, um die Seile 11 und 13 aufzuwickeln, wie dies aus Fig. 1 zu ersehen
ist. In einer solchen Containerkrankonstruktion kann sich der Kran in die durch
den Pfeil B veranschaulichten Richtungen auf den Fahrgestellen 1 bewegen, während
sich die Laufkatze 7 in die durch den Pfeil C gezeigten Richtungen bewegen kann,
de rechtwinklig zu den durch den Pfeil B veranschaulichten Richtungen verlaufen.
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Das Gehänge 15 neigt somit dazu, eine Schwenkbewegung in die Richtungen
der Pfeile B und C auszuführen.. Die Schwenkbewegung des Gehänges 15 in die Richtungen
C kann relativ leicht gesteuert werden, da die Seile 11 und 13 jeweils im wesentlichen
V-förmig geführt sind. Die Schwenkbewegung in die Richtungen des Pfeils Iz, sind
jedoch schwer zu steuern.
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Dadurch ist es schwierig, die Positionieruny des Gehänges 15 bezüglich
des Containers zu erreichen. Darüber hinaus neigt das Gehänge 15 bei der Bewegung
des Rahmens 21 dazu, das Gleichgewicht zu verlieren und in der Luft zu taumeln,
wodurch es noch schwieriger wird,die Positionierung des Ge-
hänges
15 bezüglich des Containers herzustellen. Diese Schwierigkeit beim Erreichen der
Position des Gehänges 15 bezüglich des Containers verlängert den wirksamen Einsatz
beim Laden und Entladen von Containern.
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Die der Erfindung zugrundeliegende Aufgabe besteht deshalb darin,
diese Nachteile zu vermeiden und eine Steuervorrichtung für ein Krangehänge zu schaffen,
das an dem Kran mit einer Vielzahl von Seilen aufgehängt ist, mit der sich der Wirkungsgrad
bzw. der wirksame Einsatz des Krans beim Laden und Entladen verbessern läßt.
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Diese Aufgabe wird ausgehend von einer Steuervorrichtung für ein Kranghänge
mit einer an einer Laufkatze des Krans angebrachten Winde, einer Vielzahl von ersten,
an der Laufkatze gehaltenen Seilscheiben und einer Vielzahl von zweiten, an dem
Gehänge gehaltenen Seilscheiben erfindungsgemäß durch einen beweglichen Block, der
für eine Bewegung im wesentlichen im Mittelabschnitt des Gehänges angebracht ist,
und eine Vielzahl von Seilen gelöst, die von der Winde abspulbar und mit einem Ende
mit dem beweglichen Block verbunden sind, wobei die Seile zuerst über die zweiten
Seilscheiben, dann über- die ersten Seilscheiben und schließlich davon ausgehend
zu dem beweglichen Block so geführt sind, daß sie bezogen auf den Kran nach vorne
und nach hinten sowie nach links und rechts geneigt sind.
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Die Unteransprüche beschreiben vorteilhafte Ausgestaltungen der erfindungsgemäßen
Steuervorrichtung.
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Anhand von Zeichnungen wird die Erfindung beispielsweise näher erläutert.
Es zeigt: Fig. 3 die Stirnansicht eines Containerkrans mit einer Gehängesteuervorrichtung,
Fig. 4 perspektivisch die Laufkatze mit Gelänge
von Fig. 3, Fig.
5 perspektivisch den Abschnitt mit dem beweglichen Block von Fig. 4, Fig. 6 schematisch
in der Seitenansicht Laufkatze und Gehänge von Fig. 3, Fig. 7 wie Fig. 6 Laufkatze
und Ge.hänge bei eingestellter Lage und Fig. 8 ein Schaltbild der hydraulischen
Kolben-Zylinder-Einrichtung von Fig. 5.
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Wie aus Fig. 3 zu ersehen ist, sind auf dem Boden Schienen 41 und
43 verlegt, auf denen Fahrgestelle 45 und 47 laufen, auf welchen Stützen 49 und
51 stehen, die ihrerseits einen horizontalen Träger 53 halten, auf dessen Oberseite
Schienen 55 verlegt sind. Auf den Schienen 55 steht eine Laufkatze 57, welche, wie
auch in Fig. 4 gezeigt ist, Räder 59 hat r die auf Achsen 61 gelagert sind, an denen
Motore 63 angebracht sind. Wenn die Achsen 61 von ihrem jeweiligen Motor 63 in Drehung
versetzt werden, drehen sich die Räder 59, so daß die Laufkatze 57 sich längs der
Schienen 55 bewegen kann.
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Auf der Laufkatze 57 sitzt eine Winde, welche eine Trommel 65, die
an der Laufkatze 57 zum Spulen von Seilen drehbar gehalten ist, einen Motor 67,
der auf der Laufkatze 57 sitzt und ein Untersetzungsgetriebe 69 aufweist, das die
Drehwellen der Trommel 65 und den Motor 67 verbindet. Die Trommel 65 ist in der
Nähe der einen Seite der Laufkatze 57 angeordnet, wie dies aus Fig. 4 zu ersehen
ist. An der Oberseite der Laufkatze 57 sind in der Nähe der anderen Seite (Fig.
4) zwei weitere Seilscheiben 71 und 73 drehbar gehalten.
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Die Laufkatze 57 trägt an ihrer Unterseite, wie dies aus Fig. 4 zu
ersehen ist, vier Seilscheiben 75, 77, 79 und 81, die im wesentlichen in der Nähe
jeweils einer der vier
Ecken der Laufkatze 57 positioniert sind.
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Ein an einem Container 83 festzulegendes Gehänge 85 ist an seiner
Oberseite mit vier Seilscheiben 87, 89, 91 und 93 versehen, die wie in Fig. 4 gezeigt
ist, für eine Drehung angebracht sind.
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Das Gehänge 85 hat einen beweglichen Block 95, der in seinem Mittelabschnitt
angebracht ist, was ebenfalls aus Fig.
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4 zu ersehen ist.
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Das Gehänge 85 wird von Seilen 97, 99, 101 und 103 getragen, die über
die in Fig. 4 gezeigten, nachstehend erläuterten Wege auf die Trommel 65 geführt
sind. Die Seile 97 und 99 erstrecken sich von der Trommel 65 durch einen Schlitz
105 in der Laufkatze 57 nach unten. Das eine Sil 97 ist nacheinander über die Seilscheibe
87 und die Seilscheibe be 75 geführt und erstreckt sich zu dem beweglichen Block
95, während das andere Seil 99 macheinander über die Seilscheibe 89 und die Seilscheibe
77 geführt ist und sich zum beweglichen Block 95 erstreckt. Die Seile 97 und 99,
die auf diesem Weg zum beweglichen Block 95 geführt sind, sind an ihren Endabschnitten
mit dem beweglichen Block 95 verbunden. Die von der Trommel 65 abgespulten Seile
101 und 103 verlaufen folgendermaßen: Das Seil 101 erstreckt sich nach unten, nachdem
es über die Seilscheibe 71 geführt ist.
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Das Seil 103 erstreckt sich nach unten, nachdem es über die Seilscheibe
73 geführt ist. Von den sich von der Laufkatze 57 nach unten erstreckenden Seilen
101 und 103 ist das eine Seil 101. nacheinander über.die Seilscheibe 91 und die
Seilscheibe 79 geführt und verläuft zum beweglichen Block 95, während das andere
Seil 103 nacheinander über die Seilscheibe 93 und die Seilscheibe 81 geführt ist
und ebenfalls zum beweglichen Block 95 verläuft, wie dies in Fig. 4 gezeigt ist.
Die Seile 101 und 103, die auf diese Weise zum bewcglichcn lack 95 geführt sind,
sind an ihren
Endabschnitten mit dem beweglichen Block 95 verbunden.
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Die sich von den Seilscheiben 75, 77, 79 und 81 zu dem beweglichen
Block erstreckenden Seile 97, 99, 101 bzw 103 sind so geführt, daß sie mit den in
Fig. 3 und 4 mit D bezeichneten Vorwärts- und Rückwärtsrichtungen einen Neigungswinkel
M und mit den nach links und rechts laufenden Richtungen E von Fig. 4 und 6 einen
Neigungswinkel ß bilden. Die Richtungen E entsprechen der Längsrichtung des Containers
83 von Fig. 4, die Richtungen D entsprechen der Querrichtung des Containers 83 oder
der Breitenrichtung des Containers gemäß Fig. 3 und 4.
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Fig. 5 zeigt den bewe-glichen Block 95 in seiner konkreten Ausgestaltung.
Das Gehänge 85 hat Rollen 106, 107, 109 und 111, die für eine Drehung daran angebracht
sind. Die pollen 106, 107, 109 und 111 sind drehbar an einem ersten Rahmen 113 gehalten,
der einen Querträger aufweist, mit dem ein Kolbenstangenabschnitt einer Kolben-Zylinder-Einrichtung
115 verbunden ist. Die Kolben-Zylinder-Einrichtung 115 ist in einem Zylinderabschnitt
mit dem Gehänge 85 verbunden. Der erste Rahmen 113 trägt Rollen 117, 119, 121 und
123, die drehbar an einem zweiten Rahmen 125 angreifell, wie es aus Fig. 5 zu ersehen
ist. Mit dem zweiten Rahmen )25 ist ein Kolbenstangenabsehnitt einer Kolben-Zylinder-Einrichtung
127 verbunden, in der ein Zylinderendabschnitt mit dem ersten Rahmen 113 verbunden
ist. Wie in Fig. 5 gezeigt ist, ist auf dem zweiten Rahmen 125 im Mittelabschnitt
über einen Schaft 129 ein Schwenkrahmen 131 angebracht, der bezüglich der Horizontalen
eine Schwenkbewegung bzw. Schwingbewegung ausführt. Am zweiten Rahmen 125 sind an
seiner Oberseite gebogene Führungen 133 und 135 angebracht, die Teile eines imaginären
Kreises bilden, dessen Mitte der Schaft 129 ist. Jede der gebogenen Führungen 133
und 135 hat einen Querschnitt in Form eines auf den Kopf gestellten L. Der Scrwnnkrahmcn
133 weist Endab-
schnitte auf, die, wie in Fig. 5 gezeigt ist,
ins Innere der gebogenen Führungen 133 bzw. 135 eingeführt sind, wodurch vermieden
wird, daß die Endabschnitte des Schwenkrahmens 131 nach oben gebogen oder verschoben
werden. Mit dem Schwenkrahmen 131 ist in einem von dem Schaft 129 entfernt liegenden
Bereich ein Kolbenstangenabschnitt einer Kolben-Zylinder-Einrichtung 137 verbunden.
Ein Zylinderabschnitt der Kolben-Zylinder-Einrichtung 137 ist mit dem zweiten Rahmen
125 verbunden.
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Die Verbindungen der Seile 97, 99, 101 und 103 mit dem beweglichen
Block 95 ist so ausgeführt, daß mit ihm die Seile 97 und 99 in Positionen auf der
echten Seite des SchwenkrahmsAns 131 und die Seile 101 und 103 in Stellungen auf
der linken Seite des Schwenkrahmens 131 verbunden sind, wie dies in Fig. 5 gezeigt
ist.
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Wie aus Fig. 4 zu ersehen ist, sitzt eine Antriebseinheit 139 für
die Kolben-Zylinder-Einrichtungen 115, 127 und 137 an dem Gehänge 85 und weist eine
Hydraulikpumpe und Solenoid- bzw. elektromagnetische Ventile auf, um die eine Zylinderkammer
der Kolben-Zylinder-Einrichtung, die sich auf einer Seite des Kolbens befindet,
bzw. die andere Zylinderkammer, die sich auf der anderen Seite des Kolbens befindet,
auszuwählen für die Bestimmung der Druckfluidzufuhr von der Hydraulikpumpe.
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Da die Hydraulikkreise für den Antrieb der Kolben-Zylinder-Einrichtungen
115, 127 und 137 gleich ausgebildet sind, wird nur die Schaltung für den Antrieb
der Kolben-Zylinder-Einrichtung 115 anhand von Fig. 8 beschrieben.
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Die Kolben-Zylinder-Einrichtung 115 hat einen Druckfluidschlauch 143,
der mit einer Zylinderkammer 141 verbunden ist, die rechts vom Kolben angeordnet
ist, sowie einen Druckfluidschlauch 147, der mit einer Zylinder kammer 145 verbunden
ist, die sich links vom Kolben befindet. Die
Druckfluidschläuche
143 und 147 sind mit ihrem anderen Ende mit der Antriebseinheit 139 verbunden. Der
Druckfluidschlauch 143 ist mit zwei Leitungen 149 und 151 verbunden. Der Druckfluidschlauch
147 ist mit zwei Leitungen 153 und 155 verbunden. Die-Leitungen 149 und 153 sind
mit einem elektromagnetischen Umschaltventil 157 verbunden, das mit einer Druckf]uidahgabeöffnung
einer Mydraulikpumpe 159 und einem Rücklauf 161 verbunden ist. Der Rücklauf 161
und die Ansaugöffnung der Hydraulikpumpe 159 sind mit einem Öitank 163 verbunden.
Die Zeitungen 151 und 155 sind, wie aus Fig. 8 zu ersehen ist, mit einem veränderbaren
Drosselventil 167 und einem Speicher 177 über ein weiteres elektromagnetisches Umschaltventil
165 verbunden. An die elektromagnetischen Umschaltventile 157 und 165 sind zur Übermittlung
von Schaltsignalen Kabel 169, 171 und 173 angeschlossen. Die Kabel 169, 171 und
173 sind am anderen Ende mit Betriebseinrichtungen in einer Betriebskammer 175 des
Krans (Fig. 3) verbunden. Dadurch können mit Hilfe der Betriebseinrichtungen in
der Betriebskammer 175 den elektromagnetischen Umschaltventilen 157 und 165 Uber
die Kabel 169, 17T und 173 Schaltsignale übermittelt werden, um die Stellungen der
Ventile 157 und 165 umzuschalten.
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Die oben beschriebene Vorrichtung arbeitet folgendermaßen: Gemäß Fig.
3 laufen die Fahrgestelle 45 und 47 auf den Schienen 41 bzw. 43, so daß sich der
Kran in einer Richtung senkrecht zur Ebene von Fig. 3 bewegen kann, während sich
die Laufkatze 57 auf den Schienen 55 in einer Richtung senkrecht zur Laufrichtung
des Krans bewegt, wenn die Räder 59 durch den Motor 63 angetrieben werden. Durch
diese Operationsreihe kann das Gehänge 85 in Position über einen am Boden stehenden
Container gebracht werden. Durch Scha]ten des Motors 67 wird die Trommel 65 in Drehung
versetzt, wodurch die Seile 97, 99, 101 und 103 von der
Trommel
65 ablaufen, wodurch sich das Gehänge 85 zum Container auf dem Boden absenkt. Wenn
das Gehänge 85 eine Schwenkbewegung während dieser Operation ausführt, werden die
elektromagnetischen Umschaltventile 157 der hydraulischen Schaltungen der Kolben-Zylinder-Einrichtungen
115, 127 bzw. 137 in Richtung des Pfeils F von Fig. 8 verschoben. Zu diesem Zeitpunkt
befinden sich die elektromagnetischen Umschaltventile 157 in einer Neutralstellung,
wodurch der Druckfluidstrom unterbrochen wird. Wenn das Gehänge 85 in Richtung des
Pfeiles D in Fig. 3 und 4 schwenkt, kann das Schwenken des Gehänges in Richtung
des Pfeiles D durch die Seile 97, 99, 101 und 103 getragen werden, da diese Seile,
die das Gehänge 85 halten, unter dem Winkel r in Richtung des Pfeiles D geneigt
sind, wodurch die Schwenkbewegung des Gehänges 85 beseitigt wird.
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Wenn das Gehänge 85 in Richtung des Pfeiles D schwenken möchte, veranlaßt
das Gehänge 85 eine Bewegung in Richtung des Pfeiles D durch die Rollbewegung der
Rollen 106, 107, 109 und 111 bezüglich des beweglichen Blocks 95. Diese Bewegung
führt zu einer Expansion und Kontraktion an der Kolben-Zylinder-Einrichtung 115,
so daß die Kolbenstange der Kolben- Zylinder-Einrichtung 115 sich in den Zylinder
und aus ihm heraus bewegt, wie dies in Fig. 8 gezeigt ist.
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Dies führt dazu, daß Druckfluid in der Kolben-Zylinder-Einrichtung
115 in die beiden Zylinderkammern 141 und 145 einströmt bzw. abströmt, wobei das
Druckfluid durch den Druckfluidschlauch 147 und die Leitung 155, das elektromagnetische
Umschaltventil 165, das variable Drosselventil 167, die Leitung 151 und den Druckfluidschlauch
143 strömt. Wenn sich die Kolbenstange nur in die eine Zylinderkammer 141 oder aus
ihr heraus bewegt, sind die Druckfluidvolumina des Abstroms aus der einen Zylinderkammer
und des Zustroms in die andere Zylinderkammer unterschiedlich. Durch Zuführung von
Druckfluid aus dem Speicher 177 und Beseitigung dieses Fehlers und durch Aufnahme
von überschüssigem Druckfluid im Speicher 177 kann die Kolben-
Zylinder-Einrichtung
115 weich bzw. glatt arbeiten. Das in die beiden Zylinder kammern 141 und 145 fließende
Druckfluid bzw. das aus ihnen abfließende Druckfluid wird durch das veränderbare
bzw. variable Drosselventil 167 gedrosselt, so daß dem Druckfluidstrom ein Widerstand
entgegengesetzt wird. Dadurch wird die Energie der Schwenkbewegung des Gehänges
85 in Richtung des Pfeiles D gedämpft. Diese Schwenkbewegung des Gehänges 85 in
Richtung des Pfeiles D kann schneller zum Stillstand gebracht werden, als in dem
Fall, in welchem die Schwenkbewegung in Richtung des Pfeiles D nur mit Hilfe der
Seile 97, 99, 101 und 103 zum Stillstand gebracht wird.
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Wenn das Gehänge 85 eine Schwenkbewegung in Richtung des Pfeiles E
ausführt, kann diese Bewegung von den Seilen 97, 99, 101 und 103 getragen werden,
die um den Winkel ß in Richtung des Pfeiles E geneigt sind, wodurch die Schenkbewegung
des Gehänges 85 beseitigt wird. Wenn das Gehänge 85 seine Schwenkbewegung in Richtung
des Pfeiles E beginnt, wird der erste Rahmen 113 in Richtung des Pfeiles B durch
die Rollbewegung der Rollen 117, 119, 121 und 123 bezüglich des zweiten Rahmens
125 bewegt. Diese Bewegung veranlaßt ein Expandieren und Kontrahieren der Kolben-Zylinder-Einrichtung
127, so daß die Energie der Schwenkbewegung des Gehänges 85 in Richtung des Pfeiles
E durch den hydraulischen Schaltkreis der Kolben-Zylinder-Einrichtung 127 gedämpft
wird, der dem der Kolben-Zylinder-Einrichtung 115 entspricht, die in Fig. 8 gezeigt
ist Somit wird die Schwenkbewegung des Gehänges 85 in Richtung des Pfeiles E schneller
zum Stillstand gebracht, als wenn sie nur mit Hilfe der Seile 97, 99, 101 und 103
aufgehoben wird.
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Wenn das Gehänge 85 eine Schwenkbewegung in einer Horizontalebene
ausführt, kann diese Schwenkbewegung von den Seilen 97, 99, 101 und 103 getragen
werden, die um die Winkel
und ß nach hinten und vorne, also in
Richtung des Pfeiles D und nach links und nach rechts, also in Richtung des Pfeiles
E geneigt sind, wodurch das Schwenken des Gehänges 85 in der horizontalen Schwenkrichtung
unterbrochen wird.
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In diesem Fall beginnen der erste Rahmen .125 und der zweite Rahmen
113 sowie das Gehänge 85 mit der Ausführung einer horizontalen Schwenkbewegung um
den Schaft 129 bezüglich des Schwenkrahmens 131, so daß an der Kolben-Zylinder-Einrichtung
137 eine Expansion oder Kontraktion veranlaßt wird, wie dies anhand der Kolben-Zylinder-Einrichtungen
115 und 127 beschrieben ist. Da die Kolben-Zylinder-Einrichtung 137 mit dem in Fig.
8 gezeigten hydraulischen Schaltkreis versehen ist, kann das Schwenken des Gehänges
85 in der horizontalen Schwenkrichtung schneller zum Stillstand gebracht werden
als allein durch die Seile 97, 99, 101 und 103.
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Bei einem Kran, bei dem die Energie der Schwenkbewegung seines Gehänges
durch die Hydraulikkreise von Kolben-Zylinder-Einrichtungen 115, 127 und 137 gedämpft
wird, ist es also nicht erforderlich, daß die gesamte Energie der Schwenkbewegung
von den Seilen 97, 99, 101 und 103 aufgenommen wird. Dadurch kann die Zugfestigkeit
der Seile 97, 99, 101 und 103 verringert werden, so daß für diesen Zweck Seile mit
kleinerem Durchmesser eingesetzt werden können.
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Da jedes der Seile 97, 99, 101 und 103 über Seilscheiben am Gehänge
85.auf zwei Seilwegen nach oben und nach unten geführt und mit dem beweglichen Block
95 über einen Seilweg verbunden ist, so daß die Seile 97, 99, 101 und 103 jeweils
drei Seilwege aufweisen, kann die an jedem der Seile angreifende Last verringert
werden. Dadurch kann die Zugfestigkeit der Seile 97, 99, 101 und 103 weiter reduziert
werden, so daß Seile mit noch kleinerem Durchmes::cr eingesetzt werden können.
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Wenn die Neigung des Gehänges 85 bezüglich der horizontal len und
seine Schwenkstellung etwas anders als die eines Containers am Boden sind, ehe das
Gehänge 85 nach unten bewegt und am Container festgelegt wird, werden die beschriebenen
Operationen ausgeffihrt, um die Neigung des Gehänges 85 bezüglich der Horizontalen
und seine Schwenkstellung in Übereinstimmung mit denen des Containers am Boden zu
bringen.
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Wenn das Gehänge 85 in Richtung des Pfeiles L in Fig. 3 gekippt werden
soll, wird das elektromagnetische Umschalt-' ventil 165 in Fig. 8 auf die Seite
umgeschaltet, die zu der durch den Pfeil F veranschaulichten Richtung entgegengesetzt
ist. Das elektromagnetische Umschaltventil 157 wird auf die Seite der durch den
Pfeil G veranschaulichten k4chtung umgeschaltet. Dadurch fördert die Hydraulikpumpe
159 Druckfluid aus dem Tank 163 über die Leitung 153 und den Druckfluidschlauch
147 zur Zylinderkammer 145, wodurch die Kolbenstange aus dem Zylinder der Kolben-Zylinder-Einrichtung
115 herausbewegt wird. Diese hat zur Folge, daß der bewegliche Block 95 horizontal
in Richtung des Pfeiles D1 durch die Rollen 106, 107, 109 und 111 bewegt wird, wobei
die Seile 97 und 101 durch den beweglichen Block 95 angezogen werden, so daß ihre
Spannung steigt, während die Spannung der Seile 99 und 103 reduziert wird, so daß
es dem Gehänge 85 möglich ist, in Richtung des Pfeiles L zu kippen. Wenn das Gehänge
85 in Richtung des Pfeiles M in Fig. 3 gekippt werden soll, wird das elektromagnetische
Umschaltventil 157 in Fig. 8 auf die Seite in Richtung des Pfeiles H umgeschaltet,
so daß die Hydraulikpumpe 159 Druckfluid vom Tank 163 zur Zylinderkammer 141 fördert.
Dies hat zur Folge, daß die Kolbenstange der Kolben-Zylinder-Einrichtung 115 sich
in den Zylinder bewegt. Der bewegliche Block 95 wird in Richtung des Pfeiles D2
horizontal bewegt, so daß die Seile 99 und 103 durch den beweglichen Block 95 angezogen
werden, wodurch ihre
Spannung zunimmt, während die Spannung der
Seile 97 und 101 verringert wird. Dadurch kann das Gehänge 85 in Richtung des Pfeiles
M kippen.
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Wenn das Gehänge 85 in Richtung des Pfeiles K in Fig. 6 kippen soll,
wird eines der elektromagnetischen Umschaltventile der in der Schaltung von Fig.
8 entsprechenden Hydraulikschaltung der Kolben-Zylinder-Einrichtung 127 betätigt,
wodurch die Kolbenstange der Kolben-Zylinder-Einrichtung 127 aus dem Zylinder herausbewegt
wird. Dies hat zur Folge, daß der zweite Rahmen 125 horizontal durch die Rollen
117, 119, 121 und 123 in Richtung des Pfeiles E bewegt wird. Die Seile 97 und 99
werden durch den beweglichen Block 95 angezogen, so daß ihre Spannung zunimmt, während
die Spannung der Seile 101 und 103 reduziert wird.
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Dadurch kann das Gehänge 85 in Richtung des Pfeiles K kippen.
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Wenn das Gehänge 85 in Richtung des Pfeiles N in Fig. 6 kippen soll,
wird eines der elektromagnetischen Umschaltventile des Hydraulikkreises der Kolben-Zylinder-Einrichtung
127 auf die Seite umgeschaltet, die zu der Seite entgegengesetzt ist, auf die geschaltet
wird, wenn das Gehänge 85 in Richtung des Pfeiles K gekippt werden soll, so daß
die Kolbenstange der Kolben-Zylinder-Einrichtung 127 in den Zylinder gezogen wird.
Dadurch wird der erste Rahmen 125 durch die Rollen 117, 119, 121 und 123 horizontal
in Richtung des Pfeiles E2 bewegt. Die Seile 101 und 103 werden dabei von dem beweglichen
Block 95 unter Zug gesetzt, so daß ihre Spannung zunimmt, während die Spannung der
Seile 97 und 99 verringert wird. Dadurch wird, wie in Fig.7 gezeigt ist, das rechte
Ende des Gehänges 85, das von den Seilen 97 und 99 gehalten wird, in Richtung des
Pfeiles N1 abgesenkt, während das linke von den Seilen 101 und 103 gehaltene J.ndo
in Richtung des Pfeiles K1 hochgehoben wird, so daß das Gehänge 85 in Richtung des
Pfeiles N kippen kann.
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Wenn das Gehänge 85 horizontal geschwenkt werden soll, wird eines
der elektromagnetischen Umschaltventile des Fig. 8 entsprechenden Hydraulikkreises
der Kolben-Zylinder-Einrichtung 137 betätigt, wodurch die Kolbenstange der Kolben-Zylinder-Einrichtung
137 aus dem Zylinder ausgefahren wird.
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Dies hat zur Folge, daß der zweite Rahmen 125 um den Schaft 129 verschwenkt
wird, der als Zentrum der Schwenkbewegung dient. Die Schwenkbewegung des zweiten
Rahmens 125 führt zu einer gleichzeitigen Schwenkbewegung des ersten Rahmens 113
unter dem zweiten Rahmen 125 und des Gehänges 85. Die Schwenkrichtung des Gehänges
85 kann abhängig davon variiert werden, ob die Kolbenstange der Kolben-Zylinder-Einrichtung
137 in den Zylinder eingefahren oder dar-aus ausgefahren wird.
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Durch Ausführen einer Reihe.der beschriebenen Operationen kann so
die Neigung des Gehänges 85 sowie die Schwenkposition des Gehänges in Übereinstimmung
mit denen des Containers gebracht werden. Wenn die Neigungsrichttang des Gehänges
85 und die Schwenkposition in Übereinstimmung mit denen des Containers gebracht
sind, wird das Gehänge 85 auf dem Container 83 abgesetzt und daran festgelegt. Danach
wird die Drehrichtung des Motors 87 umgekehrt, wodurch die Seile 97, 99, 101 und
103 auf der Trommel 65 aufgewickelt werden, was zum Anheben des Containers 83 führt,
wie dies in Fig. 3 und 4 gezeigt ist. Durch Bewegen der Fahrgestelle 45 und 47 auf
den Schienen 41 und 3 sowie durch Bewegen der Laufkatze 57 auf den Schienen 55 während
des Anhebens des Gehänges 85 beim Aufwickeln der Seile auf die Trommel 65 kann der
Container 83 zu seinem Bestimmungsort bewegt werden. Wenn der Behälter 83 mit dem
daran festgelegten Gehänge 85 beim Erreichen des Bestimmungsortes schwingt bzw.
sic verschwenkt, werden die vorstehend beschriebenen Operationen ausgeführt; um
die Schwing- bzw. Schwenkbewegung unter Kontrolle zu bringen, bevor der Container
83 abgesetzt wird. Wenn die Fläche,
die den Container an der Bestimmungsstelle
aufnehmen soll, geneigt ist, werden das Gehänge 85 und der Container 83 entsprechend
geneigt, ehe der Container abgesetzt wird.
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Die Leitungen 151 und 153, das elektromagnetische Umschaltventil 165,
das Drosselventil 167 und die Kammer 177 des Hydraulikkreises der Kolben-Zyliner-Einrichtungen
115, 127 und 137 können auch weggelassen werden. Stattdessen kann parallel zu jeder
Kolben-Zylinder-Einrichtung 115, 127 und 137 ein Dämpfungszylinder vorgesehen werden.
Das elektromagnetische Umschaltventil 157 kann durch ein elektromagentisches Umschaltventil
ersetzt werden-, welches eine Schalteinrichtung aufweist, die es ermöglicht, daß
die beiden Zylinder kammern einer jeden Kolben-Zylinder-Einrichtung miteinander
in Verbindung kommen. Bei dieser Ausführung wirken die Kolben-Zylinder-Einrichtungen
115, 127 und 137 nur als Einrichtung, um die Neigung und das Schwenken des Gehänges
85 zu steuern. Die Dämpfungszylinder sind für das Dämpfen der Energie der Schwenkbewegung
des Gehängt ges 85 verantwortlich. Wenn die Energie der Schwenkbewegung des Gehänges
85 durch die Dämpfungszylinder gedämpft wird, ist das elektromagnetische Umschaltventil
jeder Kolben-Zylinder-Einrichtung 115, 127 bzw. 137 auf die Stellung umgeschaltet,
die die Verbindung der beiden Zylinderkammern miteinander ermöglicht, so daß deren
Kolbenstange sich frei in den Zylinder einfahren und daraus ausfahren läßt. Mit
dieser zweiten Ausführungsform lassen sich die gleichen Wirkungen wie bei der ersten
Ausführungsform erreichen.
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Mit der erfindungsgemäßen Steuervorrichtung ist es möglich, die Schwenkhewegung
des Gehänges eines Krans, das an von einer Laufkatze aus<3(-}1enclon Seilen hängt-,
die auf dem horizontalcn Träger als Krans läuft, unabh.ingig voi der Richtung der
Schwenkbewcgung unter Kontrolle gebracht wird, wobei glsichzeitig Richtung und Neigung
der Schwcnkstellunc
des Gehänges nach Wunsch eingestellt werden
können Dadurch läßt sich ein gesteigerter Wirkungsgrad beim Beladen und Entladen
mit dem Kran erreichen.