DE3234075C2 - - Google Patents
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Elektrodensubstrat für
eine elektrochemische Zelle und auf die Verwendung desselben
in einer Brennstoffzelle.
Elektrochemische Zellen, wie beispielsweise Brennstoff
zellen zum Erzeugen von Elektrizität, enthalten zwei ge
genseitigen Abstand aufweisende Elektroden (eine Anode
und eine Kathode), zwischen denen eine mit einem Elektro
lyten gesättigte Matrixschicht angeordnet ist. Jede Elektrode
hat ein Substrat, auf dem eine Katalysatorschicht auf
der Seite angeordnet ist, die der Matrixschicht zu
gewandt ist. Kanäle sind auf der ande
ren Seite des Substrats vorgesehen, die ein Reaktions
gas (Brennstoff oder Oxidationsmittel) hinter der Elek
trode durch die Zelle leiten. Beispielsweise kann das
Substrat mehrere in gegenseitigem Abstand angeordnete,
parallele Rippen auf der zu der Katalysatorschicht entge
gengesetzten Seite aufweisen, wobei dann die das Reaktions
gas führenden Kanäle zwischen den Rippen angeordnet sind.
Ein solches Substrat ist aus der US-PS 41 15 627 bekannt.
Im allgemeinen müssen Elektrodensubstrate mehrere Funk
tionen erfüllen. Beispielsweise bildet das Substrat einen
Träger für die erforderliche Katalysatorschicht und eine
Einrichtung, durch die gasförmige Reaktionsmittel hindurch
und zu der Katalysatorschicht gehen. Eine Forderung kann
auch darin bestehen, daß das Substrat ein Elektrolytspei
cherreservoir zum Ausgleichen von Änderungen im Säurevolu
men aufgrund von Änderungen in den Betriebsbedingungen der
Zelle und aufgrund der Elektrolytverdampfung bildet. Die
Ränder des Substrats müssen häufig als Naßdichtung dienen,
um das Entweichen von Reaktionsgasen und Elektrolyt aus
der Zelle zu verhindern. Zusätzlich zu den vorstehend ge
nannten Forderungen muß das Substrat auch ein guter elektri
scher Leiter und ein guter Wärmeleiter sein und eine aus
reichende bauliche Festigkeit sowie eine ausreichend lange
Lebendsdauer haben.
Im Stand der Technik gibt es zahlreiche Elektrodenkonstruk
tionen und Verfahren zu deren Herstellung, die eine Elek
trode oder ein Elektrodensubstrat ergeben sollen, das sämt
liche vorgenannten Forderungen erfüllt. Viele dieser be
kannten Konstruktionen arbeiten zwar in jeder Hinsicht an
gemessen und in mancherlei Hinsicht vielleicht sogar ausge
zeichnet, die Konstruktionen und Herstellungsverfahren sind
jedoch häufig kompliziert und teuer, und es ist noch aus
reichend Raum für Verbesserungen. Beispielsweise beschrei
ben die US-PSen 41 15 627 und 41 65 349 ein geripptes Elektro
densubstrat und ein Verfahren zum Herstellen desselben. Das
Substrat wird aus einem homogenen Gemisch geformt, das
20 Gew.-% Phenolharz und 80 Gew.-% Kohlenstoffasern mit
einer nominellen Länge von 254 bis 635 µm (dieselbe Län
ge, die in den Rippen und den Stegteilen benutzt wird)
und einem nominellen Durchmesser von etwa 9 µm enthält. Das
geformte, karbonisierte Teil hat eine Porosität von unge
fähr 90% in den Rippen und von 65% in den die Rippen
miteinander verbindenden Stegteilen. Nach der Karbo
nisierung wird das Teil in ausgewählten Bereichen feuch
tigkeitsbeständig gemacht, und zwar durch Imprägnierung
mit Polytetrafluorethylen (PTFE), um die Speicherung und
Verteilung des Elektrolyten darin zu steuern und um den
freien Durchgang des Reaktionsgases zu der Katalysator
schicht zu gewährleisten. Das ausgewählte Feuchtigkeits
beständigmachen ist teuer und nicht völlig wirksam. Es
ist zu beachten, daß die Stegteile, obgleich sie einen Weg
niedrigen Widerstands bilden, auf dem das Reaktionsgas
die Katalysatorschicht erreicht, und die Rippen über
schüssige Elektrolytflüssigkeit zu speichern haben, eine
geringe Porosität und deshalb eine kleinere mittlere
Porengröße als die Rippen haben und daher dem Massendurch
gang einen höheren Widerstand entgegensetzen als die Rip
pen.
Ein ungeripptes Substrat, bei dem kein Feuchtigkeitsbe
ständigmachen erforderlich ist, ist in der US-PS 40 35 551
beschrieben. Randdichtungsteile mit einer mittleren Poren
größe zwischen 1,0 und 5,0 µm wurden durch Imprägnieren
der Ränder mit Elektrolytmatrixmaterial gebildet. Diese US-
Patentschrift beschreibt ein Substrat, das vor der Impräg
nierung der Ränder einen Bereich von "willkürlich ver
teilten" Porengrößen hat, wobei im wesentlichen keine Po
ren vorhanden sind, die kleiner sind als die größten Poren
der Matrix. Substrate mit einer mittleren Porengröße, die
irgendwo zwischen 14 und 83 µm liegt (die Randdichtungsteile
ausgenommen), wurden als zufriedenstellend angegeben.
Die US-PS 41 29 685 beschreibt ein ungeripptes Substrat,
das auf ausgewählte Weise feuchtigkeitsbeständig gemacht
und aus zwei gesonderten Schichten hergestellt wird: einer
feinporigen Schicht, die dem Elektrolyt zugewandt ist und
auf die die Katalysatorschicht aufgebracht wird, und einer
dickeren Schicht mit größeren Poren hinter der feinporigen
Schicht.
Die US-PS 40 80 413 beschreibt die Herstellung von porösen,
als ebene Tafeln ausgebildeten Elektrodensubstraten aus
"verfilzten" Acrylfasern. Diese US-Patentschrift erläutert die
bekannte Tatsache, daß die Porosität des fertigen Substrats
von dem Verdichtungsdruck abhängig ist, der zum Formpressen des
Substrats benutzt wird, und daß sich die mittlere Porengröße
sowie die Dichte des Substrats mit der Porosität ändern. Der
angegebene bevorzugte Porositätsbereich reicht von 55 bis
65%.
Die US-PS 41 15 528 beschreibt ein Verfahren zum Herstel
len eines Elektrodensubstrats aus harzgebundenen Kohlen
stoffasern, das eine gleichmäßige Porosität von 85% und
überall eine mittlere Porengröße von 72 µm hat. Diese US-Pa
tentschrift gibt an, daß Kohlenstoffasern in der Größen
ordnung von 0,25 cm bevorzugt werden. Fasern derselben
Länge werden in dem gesamten Substrat benutzt, das überall
gleichmäßige Eigenschaften hat.
Die US-PS 42 69 642 beschreibt ebenfalls ein Substrat mit
Rippen, Stegteilen und Randdichtungsteilen, die alle aus derselben
Formmasse hergestellt sind. Reaktionsgaskanäle sind in das
Substrat eingeschnitten, weshalb die Rippen und Stegteile die
gleichen Eigenschaften einer mittleren Porengröße von 20
bis 40 µm und einer Porosität von 75% haben. Ausgewähltes
Feuchtigkeitsbeständigmachen ist deshalb erforderlich, um
die Elektrolytspeicherung darin zu steuern. Die Randdich
tungsteile haben in einem Beispiel eine mittlere Porengröße
von 7,6 µm
Weiter sind als Stand der Technik die US-PSen 41 75 055,
41 85 145, 41 25 676, 40 38 463 und 40 64 322 von Interesse.
Substratnaßdichtungen sind ausführlich in den US-PSen
38 55 002 und 38 67 206 beschrieben.
Eine sorgfältige Untersuchung des oben erläuterten Stan
des der Technik zeigt viele unterschiedliche Möglichkeiten
für die Konstruktion und die Herstellung von Elektroden
substraten von denen sich aber keine als völlig zufrie
denstellend erwiesen hat, und zwar wegen der weniger als
optimalen Porengrößenbeziehungen zwischen verschiedenen
Teilen des Substrats die in mancherlei Hinsicht unterschied
lich funktionieren müssen.
Aufgabe der Erfindung ist es, ein Elektrodensubstrat für eine
elektrochemische Zelle und zur Verwendung in einer Brennstoff
zelle mit optimalen Porengrößenbeziehungen zwischen
verschiedenen Teilen des Substrats
zu schaffen.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäße durch die im
kennzeichnenden Teil der Ansprüche 1 bzw. 11 angegebenen
Merkmale gelöst.
Gemäß der Erfindung hat das Elektrodensubstrat für eine
elektrochemische Zelle, das aus einem Gemisch aus Kohlen
stoffasern und karbonisierbarem Harz hergestellt worden
ist, parallele Rippen auf seiner einen Seite und ist auf
der anderen Seite eben, wobei die Rippen eine mittlere
Porengröße haben, die wesentlich kleiner ist als die des
Stegteils des Substrats.
In einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung hat das Sub
strat zu den Rippen parallele Randdichtungsteile, die ein
stückig mit dem Stegteil gebildet sind und eine mittlere
Porengröße haben, die beträchtlich kleiner ist als die der
Rippen.
Das Substrat nach der Erfindung hat eine bessere Gesamt
leistung als bekannte Substrate, die bestenfalls Rippen
und Stegteile mit gleichen Eigenschaften hinsichtlich Porengröße
und Faserlänge haben. Mit den
verschiedenen Teilen des Substrats, die die oben angege
benen Porengrößenbeziehungen haben, wird überschüssige
Zellenelektrolytflüssigkeit zuerst in die Randdichtungsteile
gesaugt, die eine mittlere Porengröße haben, welche nicht
kleiner als die der Elektrolytmatrix ist, und immer gesät
tigt bleiben müssen. Die nächststärkste Kapillarwirkung
ist in den Rippen vorhanden, die Elektrolytflüssigkeit
speichern und an die Matrix abgeben, wenn das Flüssig
keitsvolumen während des Zellenbetriebes schwankt. Der
Stegteil des Substrats hat die größten Poren, die im
wesentlichen leer bleiben werden, sofern nicht das über
schüssige Elektrolytflüssigkeitsvolumen die Speicherkapa
zität der Rippen übersteigt. Die Rippen sind vorzugsweise
so dimensioniert, daß der Eintritt dieses Falles verhin
dert wird. Dadurch, daß der Stegteil leer bleibt, bildet
er einen Reaktionsgasweg zu der Katalysatorschicht, der
weniger Widerstand als im Stand der Technik aufweist und
eine gleichmäßigere Verteilung des Reaktionsgases über
dem gesamten katalytisch aktiven Teil der Elektrode er
gibt. Ein weiterer Vorteil des Substrats nach der Erfindung ist
die Beseitigung der Notwendigkeit eines ausgewählten
Feuchtigkeitsbeständigmachens zum Steuern der Elektro
lytverteilung und -bewegung innerhalb des Substrats,
obgleich sich ein Feuchtigkeitsbeständigmachen nicht
verbietet.
Weitere, weniger kritische, aber nicht weniger wichtige
physikalische Eigenschaften und Beziehungen zwischen
Stegteil, Rippen und Randdichtungsteilen sind ausführlicher in
der folgenden Beschreibung erläutert.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird im folgenden unter Bezug
nahme auf die Zeichnungen näher beschrieben. Es zeigt
Fig. 1 eine Querschnittansicht eines Teiles
eines Brennstoffzellenstapels mit
Elektrodensubstraten nach der Er
findung,
Fig. 2 eine perspektivische Ansicht eines
der Substrate des Stapels in Fig. 1,
Fig. 3 eine vergrößerte Querschnittan
sicht des in Fig. 2 gezeigten Sub
strats,
Fig. 4 ein Diagramm, das die Beziehung
zwischen dem Verdichtungsdruck und
der Dichte von formgepreßten Gegen
ständen zeigt, die aus Kohlenstoff
aser/Harz-Gemischen mit veränder
licher Faserschüttdichte herge
stellt sind,
Fig. 5 eine Querschnittansicht eines Teils
eines Formwerkzeuges, das mit Form
massen zum Herstellen des Elektro
densubstrats
gefüllt ist,
Fig. 6 eine Querschnittansicht der Form in
Fig. 5 nach dem Erhitzen und Ver
dichten der Formmassen und
Fig. 7 ein Diagramm, das die Beziehung zwi
schen der mittleren Porengröße
eines graphitisierten Kohlenstoff
aser/Harz-Gegenstands und der
Dichte dieses Gegenstands zeigt.
Fig. 1 ist eine Querschnittansicht eines Teils eines Brenn
stoffzellenstapels 10. Jeder Stapel 10 besteht aus mehre
ren Brennstoffzellen 12, die durch ebene, gasundurchlässige
Separatorplatten 14 getrennt sind. Die Platten 14 können
durch irgendein bekanntes Verfahren und aus irgendeinem
Material hergestellt sein, das mit der Betriebsumgebung
innerhalb der Zelle kompatibel ist und diese Umgebung
aushalten kann. Jede Zelle 12 enthält eine poröse, einen
Elektrolyten enthaltende Matrixschicht 16, auf deren einer
Seite eine Anodenelektrode 18 und auf deren anderer Seite
eine Katodenelektrode 20 angeordnet ist. Wenn Phosphor
säure den Elektrolyt bildet, ist die Matrixschicht 16 vor
zugsweise ein Gemisch aus Siliciumcarbid und einem Binde
mittel, wie beispielsweise Polytetrafluorethylen, wie in
der US-PS 40 17 664 beschrieben. Die Separatorplatten 14 be
stehen vorzugsweise aus Graphit. Die Elektroden 18, 20
sind in dieser Ausführungsform gleich, obgleich das nicht
der Fall zu sein braucht. Jede Elektrode 18, 20 hat ein Substrat
22, das entfernt aus der Zelle in Fig. 2 und in vergrößer
tem Querschnitt in Fig. 3 gezeigt ist. Das Substrat 22
ist ein Gemisch aus Kohlenstoffasern und
polymerem Kohlenstoff und wird vorzugsweise durch Formpressen
und anschließendes Karbonisieren von trockenen Gemischen
aus Kohlenstoffasern und einem karbonisierbaren Harz durch
ein weiter unten ausführlicher beschriebenes Verfahren her
gestellt. Jedes Substrat 22 hat einen Stegteil 26
der Dicke t, der parallele, gegenseitigen Abstand aufwei
sende Rippen 28 der Höhe h hat, welche sich über eine
Seite desselben erstrecken. Der Stegteil 26 hat abgestützte
Stege 23 unter den Rippen 28 und nichtabgestützte Stege 24
zwischen den Rippen 28.
Die
Rippen 28 und die nichtabgestützten Stege 24 begrenzen
parallele Kanäle 29a der Breite w, die sich über eine Seite
des Substrats 22 erstrecken. Eingebaut in eine Zelle 12 sind
die Rippen 28 der Anoden- und der Katodenelektroden 18, 20 recht
winkelig zueinander ausgerichtet. Die Elektroden 18, 20 haben je
weils eine dünne Katalysatorschicht auf der ebenen Fläche
30 des Stegteils 26; der Übersichtlichkeit halber sind je
doch die Katalysatorschichten nicht dargestellt, da sie im
allgemeinen nur eine Dicke von 50,8 bis 127 µm haben, wäh
rend das Substrat 22 eine Dicke in der Größenordnung von 1524
bis 2540 µm hat.
Jedes Substrat 22 hat einen Randdichtungsteil 32 angrenzend an
jeden Rand des Stegteils 26 und parallel zu den Ripen 28.
Die Randdichtungsteile 32 haben eine Dicke e, die gleich der
Summe der Dicke t des Stegteils 26 und der Höhe h der Rip
pen 28 ist, obgleich andere Konfigurationen benutzt werden
können. Die Katalysatorschicht wird nur auf dem zentralen
Teil der Fläche 30 zwischen den Randdichtungsteil 32 angeord
net. Dieser zentrale Teil wird als der elektrochemisch ak
tive Teil des Substrats 22 bezeichnet.
Gemäß Fig. 1 wird während des Betriebes ein Reaktionsbrenn
stoffgas, wie beispielsweise Wasserstoff, durch die Kanäle
29a der Anodenelektrode 18 hindurchgeleitet, und Luft als
Oxidationsmittel wird durch Kanäle 29c der Katoden
elektrode 20 hindurchgeleitet. Die Reaktionsgase müssen
frei durch die Substrate 22 hindurch zu den Katalysator
schichten der Elektroden 18, 20 und in Berührung mit dem in der
Matrixschicht 16 enthaltenen Elektrolyten gelangen. Vor
zugsweise wird das Gas so gleichmäßig wie möglich in den
nichtabgestützten Stegen 24 und unter den Rippen 28 in
den abgestützten Stegen 23 über einem Bereich der Kata
lysatorschicht, der so groß wie möglich ist, verteilt,
um die Zellenleistung zu maximieren.
Es ist außerdem erforderlich, daß die Randdichtungsteile 32
der Substrate 22 mit Elektrolytflüssigkeit gesättigt blei
ben, damit zu allen Zeiten an einer Grenzfläche 38 zwischen
der Matrixschicht 16 und den Randdichtungsteilen 32 eine Dich
tung vorhanden ist, die Reaktionsgas in den Kanälen 29a, 29c da
ran hindert, über den Rand des Substrats 22 oder zwischen dem
Randdichtungsteil 32 und der Matrixschicht 16 aus der Zelle 12 her
auszulecken.
Bekanntlich ist Wasser ein Nebenprodukt der elektrochemi
schen Reaktion, und das Volumen der Elektrolytflüssigkeit
innerhalb einer Zelle 12 wird sich in Abhängigkeit von der
Betriebsart der Zelle verändern. Darüber hinaus muß Elek
trolyt, der über die Menge hinaus vorhanden ist, die in
der Matrixschicht 16 festgehalten werden kann, durch die Zelle 12 auf
genommen werden, um Elektrolytverluste aufgrund von Ver
dampfung über einer längeren Zeitspanne zu kompensieren.
Die Rippen 28 der Substrate 22 müssen jedes Flüssig
keitsvolumen speichern, das über der Menge liegt, die in
der Matrixschicht 16 und den Randdichtungsteilen festgehalten wird,
und müssen es für die Verwendung innerhalb der Matrixschicht 16
je nach dem Bedarf der Zelle 12, ohne weiteres verfüg
bar halten.
Die bevorzugten mittleren Porengrößen der verschiedenen
Gebiete des Substrats 22 werden durch Überlegungen der Elek
trolytverteilung innerhalb der Brennstoffzelle 12 und der
Reaktionsgasleckage aus der Brennstoffzelle über die Rand
dichtungsteile 32 bestimmt. Hinsichtlich der Elektrolytverteilung
muß die Verteilung innerhalb jedes Substrats 22 und die Ge
samtverteilung in der gesamten Zelle 12 selbst berücksichtigt
werden. Hinsichtlich der Gesamtverteilung sind zwei unter
schiedliche Erscheinungen am Werk. Eine dieser Erscheinun
gen ist die Tendenz der Zelle 12, Elektrolyten aus dem Kato
densubstrat durch die Matrixschicht 16 hindurch zu dem Anodensubstrat
zu pumpen, und zwar aufgrund eines ungeklärten Mechanismus.
Dieses Pumpen muß gegen die Kapillarkräfte erfolgen, die
bestrebt sind, die Flüssigkeit festzuhalten. Ein Ausglei
chen dieser Kräfte, die auf den Elektrolyten einwirken,
wird dazu führen, daß die Zelle 12 hinsichtlich der Elektro
lytverteilung einen Gleichgewichtszustand erreicht. Eine
schlechte Zellenleistung ergibt sich, wenn die Elektrolyt
verteilung zwischen den beiden Substraten nicht relativ
gleichmäßig ist. Es hat sich gezeigt, daß zwei Zellen,
eine mit Substraten 22, die eine Porengröße von 30 µm (so
wohl in den Rippen 28 als auch in den Stegteilen 26) haben, und
eine mit Substraten 22, die eine mittlere Porengröße von 48 µm
haben, eine beträchtlich unterschiedliche Leistungs
stabilität aufwiesen. Die Zelle 12 mit den größeren Poren
zeigte einen schnellen Abfall aufgrund übermäßigen Elek
trolyttransports zu der Anode. Das zeigen die Daten in
der folgenden Tabelle in Form eines Verlustes an Zellen
leistung und einer Zunahme des Wasserstoffgewinns über
der Zeit für die Zelle 12 mit dem Substrat 22 mit der Porengrö
ße von 48 µm. Der Wasserstoffgewinn ist die Leistung der
Zelle 12 für reinen Wasserstoff minus der Leistung der Zelle
für reformierten Brennstoff. Es gibt praktisch keine Lei
stungsverlust und keine Steigerung des Wasserstoffgewinns
bei der Zeit 12, die Substrate 22 mit der mittleren Poren
größe von 30 µm hat.
Basierend auf Information dieser Art ist ermittelt worden,
daß die mittlere Porengröße des Stegteils 26 des Substrats 22 in dem Be
reich von 25 bis 45 µm und vorzugsweise zwischen 25 und 35 µm
liegen sollte.
Hinsichtlich der Elektrolytverteilung innerhalb jedes Sub
strats 22 und zwischen dem Substrat 22 und der Matrixschicht 16 wird die
Flüssigkeit in dem System zu den kleinsten zugänglichen
Poren wandern und in diesen festgehalten werden. Die Ma
trixschicht 16 hat deshalb vorzugsweise die kleinste mitt
lere Porengröße, und die Randdichtungsteile 32 die nächst
kleinste. Die Randdichtungsteile 32 können jedoch dieselbe mitt
lere Porengröße wie die Matrixschicht 16 haben. Die Rippen
28 sollten die nächstgrößte mittlere Porengröße haben, weil
es erwünscht ist, daß überschüssiges Volumen an flüssigem
Elektrolyten (über dem, das durch die Matrixschicht 16 und die
Dichtungen verlangt wird) sich in diese Rippen 28 bewegt und
darin gespeichert wird. Schließlich sollte der Stegteil
26 die größte mittlere Porengröße haben, vorzugsweise
groß genug, um zu verhindern, daß nennenswerte Mengen an
Elektrolytflüssigkeit darin absorbiert werden, so daß es
zu keiner Störung der gleichmäßigen Verteilung von Reak
tionsgas entweder in den nichtabgestützten Stegen 24 oder
unter den Rippen 28 über die abgestützten Stege 23 kommt. Die
mittlere Porengröße des Stegteils 26 liegt, wie oben erläutert,
vorzugsweise zwischen 25 und 45 µm und am bevorzugtesten zwi
schen 25 und 35 µm. Die mittlere Porengröße der Rippen 28 wird
so gewählt, daß die Porengrößenüberlappung zwischen den Rip
pen 28 und den anderen beiden Zonen (Stegen und Dichtungen)
minimiert wird. Dadurch wird die Menge an Säure, die in den
Rippen 28 gespeichert und denselben entommen werden kann,
maximiert. Vorzgusweise werden die Rippen 28 eine mittlere
Porengröße von 60-75% der mittleren Porengröße des Stegteiles 26
haben. Somit haben die Rippen 28 eine bevorzugte mittlere Po
rengröße zwischen etwa 15 und 27 µm. Etwas Überlappung zwi
schen den Porengrößenverteilungen der Stegteile 26 und Rippen 28 ist
zulässig, solange das Volumen der Poren in den Rippen 28, die
Durchmesser haben, welche kleiner sind als die der klein
sten Poren der Stegteile, ausreicht, um die maximale erwartete
Menge an Flüssigkeit aufzunehmen, die in den Rippen 28 ge
speichert werden muß. Wenn das nicht der Fall ist, wird
etwas Flüssigkeit notwendigerweise in den Stegteilen 26 gespei
chert.
Die verlangte mittlere Porengröße der Rinddichtungsteile 32 wird
durch Reaktionsgasleckgaüberlegungen bestimmt. Zum Ver
hindern der Leckage müssen die Randdichtungsteile 32 immer mit
der Elektrolytflüssigkeit gesättigt bleiben. Die mittlere
Porengröße der Randdichtungsteile 22 sollte kleiner sein als die
mittlere Porengröße der Rippen 28 und ist vorzugsweise nicht
größer als 10 µm. Am bevorzugtesten ist es, daß die Randdich
tungsteile 32 in der Lage sind, vorübergehende Druckabfälle an
ihnen von etwa 0,35 bar zu tolerieren. Zum Erfüllen dieser
Forderung müßte die maximale mittlere Porengröße der Rand
dichtungsteile 32 etwa 7,5 µm betragen. Die Auswirkung der Poren
größenverteilung auf die Qualität eines Randdichtungsteils ist
in der US-PS 42 69 642 beschrieben. Die Elektrolytmatrix
schicht 16 hat ebenfalls eine bevorzugte maximale mittlere
Porengröße von 7,5 µm. Die bevorzugte mittlere Porengröße
der Matrixschicht 16 wird durch die Notwendigkeit diktiert,
einen Gasdurchgang durch die Matrixschicht 16 zu verhindern. Je
kleiner die mittlere Porengröße ist, um so größer ist der
Druckabfall, den die Matrixschicht 16 aushalten kann, ohne daß es
zum Gasdurchgang kommt.
Die mittlere Porengröße des Substrats 22 ist, wie im folgen
den ausführlicher erläutert, eine Funktion der Schütt
dichte der Fasern, die zum Herstellen des Substrats be
nutzt werden. Wenn eine konstante Faserlänge angenommen
wird, so nimmt die mittlere Porengröße zu, wenn der mitt
lere Faserdurchmesser zunimmt (bei denselben Formdrücken).
Da es schwieriger ist, die bevorzugten kleineren mittleren
Porengrößen zu erzielen, wenn Fasern größeren Durchmessers
benutzt werden, wird es vorgezogen, die Substrate 22 unter
Verwendung von Fasern herzustellen, die einen mittleren
Durchmesser haben, der nicht größer als 20 µm und am be
vorzugtesten nicht größer als etwa 10 µm ist. Die Rand
dichtungsteile 32, die eine sehr kleine mittlere Porengröße haben
müssen, können nicht mit Fasern hergestellt werden, die
einen mittleren Durchmesser von 20 µm haben, weil unge
achtet dessen, wie groß die Druckkraft ist, die zum Formpressen
der Randdichtungsteile 32 benutzt wird, die mittlere Porengröße
nicht auf einen ausreichend niedrigen Wert reduziert wer
den kann.
Zusätzlich zu den vorstehenden Überlegungen, die im we
sentlichen auf Anforderungen an die Reaktionsgasdiffusion
und die Elektrolytflüssigkeitsbewegung und die Speicherung
innerhalb des Substrats 22 einer Brennstoffzelle 12 ge
richtet sind, sind weitere physikalische Eigenschaften,
die beim Aufbau und Entwurf des Substrats berücksichtigt
werden müssen, die Festigkeit, der spezifische elektrische
Widerstand und die Wärmeleitfähigkeit. Beispielsweise muß
der spezifische elektrische Widerstand niedrig und die
Wärmeleitfähigkeit hoch sein. Diese Eigenschaften werden
durch die Eigenschaften des Materials beeinflußt, aus dem
das Substrat 22 hergestellt wird, sowie durch das Herstel
lungsverfahren einschließlich der Wärmebehandlung. Die
Festigkeit darf selbstverständlich nicht nur unter dem
Gesichtspunkt der verlangten Lebensdauer betrachtet wer
den, sondern auch unter Berücksichtigung der Handhabbar
keit des Teils während der Herstellung und des Zusammen
baus. Fertigkeitsforderungen können beispielsweise die
Mindestdicke und die maximalen Porositäten diktieren.
Zufriedenstellende Substrate 22 können aus
Gemisch hergestellt werden, die 50-80% Kohlenstoffasern
und 20-50% karbonisierbares Harz mit einer Kohlenstoff
ausbeute von wenigstens 40% enthalten. Die wichtigste
Überlegung ist die endgültige Zusammensetzung des fertigen
(d.h. wärmebehandelten) Produkts. Bei der Karbonisierung
des geformten Gegenstands wird ein beträchtlicher Teil
des Harzes verdampft, und das übrige Harz wird in polyme
ren Kohlenstoff umgewandelt. Die relativen Mengen an Fa
sern und polymerem Kohlenstoff beeinflussen die oben er
läuterten Elektrodeneigenschaften. Bevorzugt wird, daß
ein fertiges Elektrodensubstrat 65-90 Gew.-% Kohlenstof
fasern und 10-35 Gew.-% polymeren Kohlenstoff enthält.
Fertige Substrate mit 75-85% Kohlenstoffasern und 15-25%
polymerem Kohlenstoff haben überlegene Elektrodeneigen
schaften ergeben und werden deshalb am meisten bevorzugt.
Bevorzugt wird, wie weiter unten erläutert, daß das gesam
te Substrat 22 aus Gemischen hergestellt wird, die dasselbe
Verhältnis von Fasern zu Harz haben. Das wiederum wird
ein fertiges Substrat 22 ergeben, welches überall dasselbe
Verhältnis von Fasern zu polymerem Kohlenstoff hat.
Die Faserlänge hat ebenfalls eine Auswirkung auf mehrere
der oben erläuterten Eigenschaften und Kennwerte. Bei
spielsweise ergeben kurze Fasern einen niedrigeren spezi
fischen elektrischen Widerstand rechtwinkelig zur Ebene des
Substrats 22 und eine höhere Wärmeleitfähigkeit rechtwinkelig zur Ebene
des Substrats 22 als längere Fasern. Es ist davon auszugehen, daß
Gebilde, die aus längeren Fasern (d.h. länger als 508 µm)
hergestellt sind, die meisten Fasern in der Ebene
des Substrats ausgerichtet haben, was schlechtere
Eigenschaften rechtwinkelig zur Ebene des Substrats 22 ergibt. Weiter sollte die Faser
länge beträchtlich kleiner sein als die dünnsten Ab
schnitte des Substrats 22, die nicht mehr als etwa 635 µm
dick sein können, wie beispielsweise in den Bereichen der nichtabge
stützten Stege 24, um zu gewährleisten, daß die Fa
sern nicht aus den Oberflächen hervorstehen. Die Kohlen
stoffaserlänge beeinflußt auch die mittlere Porengröße,
da kürzere Fasern enger zusammenrücken als längere Fasern
(unter der Annahme desselben Durchmessers). Basierend
auf allen diesen Überlegungen und insbesondere unter
Berücksichtigung der bevorzugten mittleren Porengrößen,
die in den verschiedenen Bereichen des Substrats 22 er
wünscht sind, wurde bei Fasern, die einen mittleren Durch
messer von etwa 10 µm haben, gefunden, daß beste Ergeb
nisse erzielt werden, wenn die Rippen 28 aus Fasern herge
stellt werden, die eine mittlere Länge zwischen 50,8 und
190 µm haben, und wenn die Stegteile 26 aus Kohlenstoffasern
hergestellt werden, die eine mittlere Länge zwischen 190
und 330 µm haben. Da die Randdichtungsteile 32 sehr kleine Poren
haben müssen, werden sie vorzugsweise aus Kohlenstoffa
sern hergestellt, die eine mittlere Länge von weniger als
25,4 µm haben, und können sogar aus Kohlenstoffpulver her
gestellt werden.
Die Porosität des Stegteiles 26 und der Rippen 28 des Substrats 22
ist ebenfalls wichtig. Die maximale Porosität wird durch
die Festigkeit begrenzt. Die erforderliche Mindestporosität
in dem Stegteil 26 wird durch die Diffusion begrenzt, weil das
Reaktionsgas so gleichmäßig wie möglich über einem Maximum
an Katalysatoroberfläche sowohl zwischen als auch
unter den Rippen 28 verteilt werden muß. Die erforderliche
Mindestporosität in den Rippen 28 wird durch das erforder
liche Flüssigkeitsspeichervolumen diktiert. Die bevorzugte
Stegteilporosität liegt zwischen 67% und 81%, während die
bevorzugte Rippenporosität zwischen 60% und 81% liegt.
Weniger als 60% Porosität in den Rippen 28 dürfte mehr Rip
penvolumen verlangen als es sich mit dem Ziel verträgt,
die Elektroden 18, 20 so dünn wie möglich zu halten. Es sei an
gemerkt, daß zwar eine Differenz in der mittleren Poren
größe wie zwischen dem Stegteil 26 und den Rippen 28 kritisch
ist, daß das jedoch nicht der Fall ist, wenn es die Poro
sität betrifft. Beispielsweise bei dem Randdichtungsteil 32 ist
die Porengröße und nicht die Porosität wichtig.
Die nicht vorveröffentlichte US-PS 44 26 340
beschreibt ein Formpreßverfahren,
das benutzt werden kann, um das Substrat 22 nach der Erfin
dung aus trockenen Gemischen von Kohlenstoffasern und
karbonisierbarem Harz herzustellen. In dieser US-Patentschrift
ist angegeben, daß Substrate mit unterschiedli
chen mittleren Porengrößen in den Stegteilen, den Rippen und
den Randdichtungsteilen aus Kohlenstoffaser/Harz-Formgemischen
in einem einzigen Arbeitsgang geformt werden können, indem
unterschiedliche Gemische in den verschiedenen Bereichen
der Form benutzt werden. Die unterschiedlichen Gemische
haben vorzugsweise dasselbe Verhältnis von Kohlenstof
fasern zu Harz; die Schüttdichte der Fasern, die in die
sem Gemisch benutzt werden, ist jedoch unterschiedlich. Am
bevorzugtesten werden die unterschiedlichen Faserschütt
dichten erzielt, indem Chargen von Fasern benutzt werden,
die unterschiedliche mittlere Faserlängen und denselben
mittleren Faserdurchmesser haben. Beziehungen können ent
wickelt werden zwischen 1) der Schüttdichte der Fasern,
die in einem Gemisch benutzt werden; 2) dem Verdichtungs
druck, der während des Formens benutzt wird; 3) der nach
dem Formen vorhandenen Dichte; und 4) der Dichte des fer
tigen Produkts. Beziehungen können außerdem entwickelt
werden zwischen der Faserschüttdichte und der mittleren
Porengröße des Substrats für bestimmte Kohlenstoffaser/
Harz-Verhältnisse und Faserdurchmesser. Eine Vielfalt von
gewünschten Eigenschaften kann somit verschiedenen Teilen
eines Substrats gegeben werden, indem Formgemische mit
der geeigneten Faserschüttdichte für die geeigneten Be
reiche des Formwerkzeuges gewählt werden.
Eine Reihe von Versuchen wurde durchgeführt, indem Stegteile
von 12,7×12,7 cm aus 30-Gramm-Proben verschie
dener Harz/Kohlenstoffaser-Gemische mit unterschiedlichen
Faserschüttdichten und demselben Verhältnis von 30 Gew.-%
Harz zu 70 Gew.-% Kohlenstoffasern hergestellt wurden. Die
Fasern in allen Gemischen hatten denselben mittleren
Durchmesser. Unterschiedliche Faserschüttdichten wurden
erzielt, indem Posten von Fasern benutzt wurden, die an
dere mittlere Kohlenstoffaserlängen hatten. Bei diesen
Versuchen war das Harz ein härtbares Harz mit einem
Schmelzpunkt von etwa 66°C. Die Tests beinhalteten das
gleichmäßige Verteilen jedes 30 Gramm-Probengemisches in
einer Form von 12,7×12,7 cm und das Verdichten des Ge
misches durch Beaufschlagen mit einem bekannten Druck für
3,0 min unter Verwendung eines aus einer ebenen Platte be
stehenden Werkzeuges, wobei das Gemisch während dieser
Zeit auf einer Temperatur von 149°C gehalten wurde. Die
3,0 min erwiesen sich als ausreichend lang, um das Harz aus
reichend zu härten, so daß, wenn der Druck aufhörte, das
Teil seine durch die Verdichtung erzielte Dicke behielt.
Ergebnisse der Tests sind in dem Diagramm in Fig. 4 ge
zeigt. Die nach dem Formen vorhandene Dichte der Probe ist
auf der vertikalen Achse aufgetragen (in g/cm³), und der
ausgeübte Verdichtungsdruck ist auf der horizontalen Achse
aufgetragen (in bar). Jede einzelne Kurve in dem Diagramm
stellt Gemische dar, die Kohlenstoffasern enthalten, welche
die in g/l angegebene Schüttdichte aufweisen. Die mittlere
Kohlenstoffaserlänge, die benutzt wird, um die angegebene
Dichte zu erhalten, ist in Klammern angegeben. Es sei an
gemerkt, daß für Faserschüttdichten von sowohl 740 g/l
(Kurve 1) als auch 880 g/l (Kurve 2) die mittlere Kohlen
stoffaserlänge mit weniger als 25,4 µm angegeben ist. Ob
gleich die mittleren Kohlenstoffaserlängen dieser beiden
Proben nicht ausreichend kennzeichnend waren, um sie quan
titativ voneinander zu unterscheiden, hatten Gemische mit
Fasern mit einer Schüttdichte von 880 g/l selbstverständ
lich eine mittlere Kohlenstoffaserlänge, die kleiner war
als die der Gemische mit Fasern, die eine Schüttdichte von
740 g/l hatten. Die Kohlenstoffasern, die eine Schüttdichte
von 880 g/l haben, kommen einem Teilchenmaterial sehr nahe
und haben wahrscheinlich ein mittleres Verhältnis von Länge
zu Durchmesser zwischen 1,0 und 2,0.
Weiter beträgt gemäß Fig. 4 bei Faserschüttdichten von
680 g/l (Kurve 3) die mittlere Kohlenstoffaserlänge 38,1 µm;
bei Faserschüttdichten von 600 g/l (Kurve 4) beträgt
die mittlere Kohlenstoffaserlänge 101,6 µm; bei Faserschütt
dichten von 500 g/l (Kurve 5) beträgt die mittlere Kohlen
stoffaserlänge 190,5 µm; und schließlich beträgt bei Fa
serschüttdichten von 200 g/l (Kurve 6) die mittlere Koh
lenstoffaserlänge 457,2 µm.
Fig. 7 ist ein Diagramm, das die Beziehung zwischen der
Dichte und der mittleren Porengröße einer graphitisierten
Platte mit einem Bereich von Dichten zwischen 0,38 g/cm³
und 0,68 g/cm³ zeigt. Die Platten wurden aus Gemischen
hergestellt, die 30 Gew.-% Harz und 70 Gew.-% Kohlenstoff
fasern enthielten (Faserschüttdichten: 500 g/l; mittlere
Faserlänge: 190 µm), und zwar durch ein Verfahren, das
dem Verfahren zum Herstellen der Platten glich, das bei
den oben mit Bezug auf Fig. 4 beschriebenen Tests benutzt
wurde. Zum Erzeugen der Kurve in Fig. 7 wurden die Ver
dichtungsdrücke verändert, um die verschiedenen Dichten
zu erhalten. Es können auch Kurven erzeugt werden, die
die Beziehung zwischen der Schüttdichte der Fasern und
der mittleren Porengröße des fertigen Gegenstands für
einer festen Verdichtungsdruck bei einem bekannten Aus
gangsvolumen des Formgemisches zeigen.
Gemäß Fig. 3 hat ein Substrat 22 eine
Breite w des nichtabgestützten Steges 24 von 0,165 cm, eine
Stegdicke t von 0,064 cm, eine Breite s der
Rippen 28 und des abgestützten Steges 23 von 0,14 cm und eine
Rippenhöhe h von 0,096 cm. Die Randdichtungsteile sind 2,54 cm
breit und haben eine Dicke e von 0,160 cm, entsprechend der
Summe aus Rippenhöhe und Stegteildicke ist. Das fer
tige Teil hat nichtabgestützte Stege 24 mit einer Dichte von
0,57 g/cm³, eine Porosität von 74% und eine mittlere
Porengröße von 29,4 µm. Die abgestützten Stege 23 haben eine
Dichte von 0,52 g/cm³, eine Porosität von 77% und eine
mittlere Porengröße von 34,0 µm. Die Rippen 28 haben eine
Dichte von 0,69 g/cm³, eine Porosität von 69% und eine
mittlere Porengröße von 20 µm. Schließlich haben die
Randdichtungsteile 32 eine Dichte von 1,2 g/cm³ und eine mitt
lere Porengröße von 8,0 µm.
Zum Herstellen eines solchen Substrats werden drei ver
schiedene Formmassen hergestellt, die alle 30 Gew.-%
Phenolharz Reichhold Vacuum ® (Qualität 24-655) und 70 Gew.-%
Kohlenstoffasern auf Pechbasis mit einer nomi
nellen Feststoffdichte von 2,0 g/cm³ und einem nomi
nellen Durchmesser von etwa 10 µm aufweisen. Die Kohlen
stoffasern für die Formmassen werden mittels einer Mühle in drei verschiedene
Chargen zerkleinert, von denen jede eine andere mittlere
Faserlänge hat.
Die Charge die für die Stegformmasse
benutzt wird, hat eine mittlere
Faserlänge von 190 µm; die Charge für die Rippenformmasse
hat eine mittlere Faserlänge von 101,6 µm; und die Charge
für die Randdichtungsformmasse hat eine mittlere Faser
länge von weniger als 25,4 µm. Das trockene Phenolharz
pulver wird mit jeder der drei Chargen von Kohlenstoff
asern in einem Mischer 3-5 min lang gemischt. Die Fa
serlängen sind so gewählt, daß jede der verschiedenen
Formmassen Fasern enthält, die Schüttdichten haben, wel
che schließlich zu dem fertigen Substrat 22 führen, das die
gewünschten Eigenschaften in den verschiedenen Bereichen
hat. In diesem Beispiel werden Fasern mit einer Schütt
dichte von 500 g/l in der Stegformmasse benutzt; Fasern
mit einer Schüttdichte von 600 g/l werden in der Rippen
formmasse benutzt; und Fasern mit einer Schüttdichte von
880 g/l werden in der Randdichtsteilformmasse benutzt. Es
sei angemerkt, daß diese Formmassen den in Fig. 4 dar
gestellten Kurven entsprechen.
Die Formmassen werden in den geeigneten Bereich einer
Raumtemperatur aufweisenden Form eingebracht, die das
Spiegelbild des zu formenden Teils enthält. Eine solche
Form 40 ist im Querschnitt in Fig. 5 gezeigt, wobei die
Form mit dem Formmaterial 41 vor dem Schritt des Erhitzens
und Verdichtens gefüllt ist. In diesem Beispiel werden die
die Rippen 28 bildenden Nuten 42 der Form 40 zuerst ge
füllt, indem die Rippenformmasse in die Nuten 42 gesiebt
wird. Ein geringer Überschuß an Material wird vorzugsweise
aufgebracht und etwas in die Nuten hinein verdichtet, wo
bei beispielsweise eine Rakel benutzt wird, um sicherzu
stellen, daß in den Nuten 42 keine Hohlräume vorhanden sind.
Die Ausgangsschüttdichte des Rippenmaterials ist beinahe
gleich der hier benutzten Schüttdichte der Fasern, und
das leichte Verdichten vergrößert dessen Dichte von etwa
600 g/l auf etwa 700 g/l. Die Randdichtungsformmasse und
die Stegdichtungsformmasse werden dann in die Form gesiebt.
Die Randdichtungsformmasse wird bis zu einer Dicke oder
Höhe ei von 0,267 cm eingebracht, und die Stegformmasse
wird bis zu einer Dicke ti von 0,089 cm eingebracht.
Das gefüllte Formwerkzeug wird dann zwischen Platten, die
auf 149°C erhitzt sind, gebracht, und die Formmasse wird
zwischen diesen Platten verdichtet. Die obere Fläche 44
der Form 40 dient als Abstandsstück, so daß das Material
bis auf die gewünschte Gesamtsubstratdicke von 0,160 cm
verdichtet wird. Innerhalb weniger Sekunden steigt die
Temperatur der Formmassen auf eine Temperatur an, die
ungefähr gleich der der Preßplatten ist. Der Formdruck
und die Formtemperatur werden für 3,0 min aufrechterhal
ten und dann beseitigt. Die Formmassen behalten dann ihre
verdichtete Dicke. Für diese Beispiele wird geschätzt,
daß während der Verdichtung das Material der Rippen 28 und
des abgestützten Steges 23 einen Druck von weniger als
0,695 bar empfängt und daß das Material des nichtabge
stützten Steges 24 und des Randdichtungsteil 32 einen Druck von
etwa 3,475 bar empfängt.
Fig. 6 zeigt die Formmassen in der Form 40, nachdem der
Druck abgebaut worden ist. Die verschiedenen Schraffuren
stellen Bereiche unterschiedlicher Formpreßdichten dar. Die
Dichten dieser Bereiche, die nach dem Formpressen vorhanden
sind, sind folgende: Randdichtungsteile 32, 1,4 g/cm³; nicht
abgestützte Stege 24, 0,66 g/cm³; abgestützte Stege 23,
0,60 g/cm³; und Rippen 28, 0,80 g/cm³.
Nach der Verdichtung wird das Teil aus der Form herausge
nommen. Das Teil, so wie es geformt worden ist, wird dann
in einer inerten Atmosphäre karbonisiert, indem die Tempe
ratur mit einer Geschwindigkeit von ungefähr 40°C pro
Stunde auf 950°C erhöht wird. Es wird für etwa 1,0 h
auf der Temperatur von 950°C gehalten. An diesem Punkt
war im wesentlichen sämtliches Harz in Kohlenstoff umge
wandelt. Das Teil wurde dann weiter auf 2800°C erhitzt,
um den Kohlenstoff in graphitartiges Material umzuwandeln.
Das Substrat 22 war damit fertig.
Claims (11)
1. Elektrodensubstrat für eine elektrochemische Zelle, ge
kennzeichnet durch 65-90 Gew.-% Kohlenstoffasern und 10-35 Gew.-%
polymeren Kohlenstoff und durch einen Stegteil
(26), der parallele Rippen (28) hat, die sich von
einer Seite desselben aus nach außen erstrecken, ein
stückig mit ihm hergestellt sind und parallele Kanäle (29a, 29b)
bilden, die sich über das Substrat (22) erstrecken, wobei
der Stegteil (26) eine mittlere Porengröße von 25-
45 µm hat und wobei die Rippen (28) eine mittlere Porengröße von
60-75% der mittleren Porengröße des Stegteils (26)
haben.
2. Substrat nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
das Verhältnis von Kohlenstoffasern zu polymerem Kohlen
stoff in dem gesamten Substrat (22) im wesentlichen kon
stant ist.
3. Substrat nach Anspruch 1 oder 2, gekennzeichnet durch
Randdichtungsteile (32), die an jeden Rand des Steg
teils (26) angrenzen, zu den Rippen (28) parallel sind
und eine mittlere Porengröße von nicht größer als
10 µm haben.
4. Substrat nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch ge
kennzeichnet, daß der Stegteil (26) eine Porosität
von 67 bis 81% hat und daß die Rippen (28) eine Porosität
von 60 bis 81% haben.
5. Substrat nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß
die mittlere Porengröße des Stegteils (26) zwi
schen 25 und 35 µm liegt.
6. Substrat nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß
die mittlere Länge der Kohlenstoffasern in dem gesamten
Stegteil (26) größer als die mittlere Länge der
Kohlenstoffasern in den gesamten Rippen (28) ist und daß
die mittlere Länge der Kohlenstoffasern in den gesamten
Randdichtungsteilen (32) kleiner ist als die mittlere Län
ge der Kohlenstoffasern in den gesamten Rippen (28).
7. Substrat nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet,
daß der mittlere Durchmesser der Kohlenstoffasern in dem
gesamten Stegteil (26) und in den gesamten Rippen
(28) kleiner als 20 µm ist, daß die mittlere Kohlenstoff
faserlänge in dem gesamten Stegteil (26) 190-330 µm be
trägt und daß die mittlere Kohlenstoffaserlänge in den
gesamten Rippen (28) 50,8-190 µm beträgt.
8. Substrat nach Anspruch 3 oder 7, dadurch gekennzeichnet,
daß sie mittlere Kohlenstoffaserlänge in den Randdichtungs
teilen (32) nicht größer als 25,4 µm ist.
9. Substrat nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß
der mittlere Faserdurchmesser in den Rippen (28), dem
Stegteil (26) und den Randdichtungsteilen (32) etwa
10 µm beträgt.
10. Substrat nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch ge
kennzeichnet, daß eine Katalysatorschicht auf der zu den
Rippen (28) entgegengesetzten Seite des Stegteils (26)
angeordnet ist.
11. Verwendung des Elektrodensubstrats nach einem der An
sprüche 1 bis 10 in einer Brennstoffzelle.
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