DE3183C - Neuerungen an Apparaten zum Auslaugen von Wolle, Papierzeug und ähnlicheu Stoffen - Google Patents

Neuerungen an Apparaten zum Auslaugen von Wolle, Papierzeug und ähnlicheu Stoffen

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DE3183C
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Dr. O. BRAUN in Berlin
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    • D—TEXTILES; PAPER
    • D01—NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
    • D01C—CHEMICAL OR BIOLOGICAL TREATMENT OF NATURAL FILAMENTARY OR FIBROUS MATERIAL TO OBTAIN FILAMENTS OR FIBRES FOR SPINNING; CARBONISING RAGS TO RECOVER ANIMAL FIBRES
    • D01C3/00—Treatment of animal material, e.g. chemical scouring of wool

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Description

1878.
Klasse 29.
Dr. OTTO BRAUN in BERLIN. Neuerungen an Apparaten zum Auslaugen von Wolle, Papierzeug und ähnlichen Stoffen.
Patentirt im Deutschen Reiche vom I. Mai 1878 ab.
Bei dem Auslaugen der Schweifswolle mit Wasser zum Zweck der Gewinnung von Potasche entstehen Schwierigkeiten dadurch, dafs die Luft nicht vollständig aus der Wolle entweicht, wenn man die Flüssigkeit von oben auf die trockene Wolle giebt. Infolge dessen durchfiiefst das Wasser die Wolle ungleichmäfsig und man erhält eine verdünntere Lauge, welche zum Abdampfen mehr Zeit und Brennmaterial erfordert, als solche, welche bei gleichmäfsigem Durchfliefsen erlangt sein würde.
Läfst man die Flüssigkeit von unten eintreten, so wird zwar die Luft aus der Wolle verdrängt, aber es entsteht dann ein Vermischen der dünneren Lauge mit der concentrirteren.
Diesen Uebelständen will der Erfinder durch den in der beiliegenden Zeichnung dargestellten Apparat abhelfen.
Die Auslaugegefäfse A' A" A'", deren Anzahl, Form und Gröfse nach Bedürfnifs verändert werden kann, sind mit ihren hohlen Zapfen B0B B0B in (nicht gezeichneten) Böcken so gelagert, dafs sie um i8o° gedreht werden können, dafs also die Deckel J nach oben oder unten gebracht werden können.
Je ein Zapfen B" ist mit dem Mittelstutzen eines feststehenden Hahnes C C" C" durch Stopfbüchse oder entsprechende Vorrichtung dicht und drehbar verbunden.
Von den beiden anderen Hahnöffnungen steht die eine in Verbindung mit dem anderen Zapfen B des folgenden A und die andere mit je einer Abzweigung des Wasserzufiufsrohres E.
Von jedem Zapfen B° führt ein Rohr F durch den Siebboden H bis dicht auf den Boden von A, von jedem Zapfen B ein Rohr G bis nahe au den Deckel J.
Die G.efäfse A haben an ihren Deckeln yam höchsten Punkte Oeffnungen, welche durch Ventile D D sich von selbst schliefsen, wenn alle Luft heraus ist.
In der Zeichnung ist A'" frisch mit Wolle, A" mit concentrirter Lauge und A' mit verdünnter Lauge gefüllt angenommen.
Der Hahn C steht so, dafs aus E' Wasser durch F' von oben in A' fliefst und dann, wie der Pfeil anzeigt, die Wolle von oben nach unten durchfiiefst. Das leichtere Wasser kommt also von oben und verdrängt die schwere Lauge nach unten. Diese, immer noch leichter als die Lauge in A", tritt dort durch F'' oben ein und verdrängt jene concentrirtere Lauge nach unten und heraus durch G", durch den Hahn C" und das Rohr F'" auf den Boden von A"'.
Die in A'" aufsteigende, sich immer mehr concentrirende Lauge verdrängt die Luft aus der Wolle, bringt dann die Kugel D"' zum Schwimmen und dadurch das Ventil im Deckel J'" zum Schlufs.
Jetzt wird A"' um i8o° gedreht, damit die concentrirteste Lauge, welche sich bei K'" befindet, nicht Zeit habe nach unten zu sinken.
Dieses Umkippen kann selbstthätig erfolgen.
Man läfst nun (ohne Luft einzulassen) durch Oeffnen von D"' soviel der concentrirtesten Lauge austreten als erforderlich ist, schliefst D'" und die Hähne C" und C".
Der Kessel A' wird nun geöffnet und entleert.
Nachdem A' frisch gefüllt und in der Stellung, welche in der Zeichnung A'" hat, befestigt ist, kann man fortfahren auszulaugen, indem nun A" der erste, A'" der zweite und A' der dritte Kessel ist. Das frische Wasser tritt dann durch C" ein.

Claims (1)

  1. Patent-AnSpruch:
    Der beschriebene Apparat zum Auslaugen von Substanzen aller Art, bei welchem das abwechselnd oben und unten erfolgende Ein- oder Austreten der Flüssigkeiten dadurch hervorgebracht wird, dafs man die Gefäfse umkippt.
    Hierzu I Blatt Zeichnungen.
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