DE3132977C2 - Verfahren zum Herstellen eines Gitterrostes - Google Patents
Verfahren zum Herstellen eines GitterrostesInfo
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Abstract
Ein Gitterrost aus zueinander parallelen, hochkant stehenden metallischen Längsbändern und zueinander parallelen, schmäleren metallischen Querbändern wird zur Erzielung hoher Tragfähigkeit in der Weise hergestellt, daß in die Längsbänder Schlitze veränderlicher Breite eingearbeitet werden, wobei die lichte Schlitzweite am offenen Schlitzende größer, im Abstand von diesem Schlitzende hingegen kleiner als die Dicke der Querbänder gewählt wird, worauf die Querbänder in diese Schlitze unter Anlegen einer der Widerstandsschweißung dienenden Schweißspannung an die Bänder und unter Druckeinwirkung in der Einsteckrichtung eingesteckt werden, wobei von den Schlitzkanten verdrängtes Material an den Bandkreuzungsstellen Schweißraupen bildet.
Description
50
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Herstellen eines Gitterrostes in Form einer ersten Schar
zueinander paralleler, hochkantstehender Metallbänder nnH pinpr Hnvij tyrihe\anna)pn yvjp'itpn ^hnr c£hmaj<>r*if·
ebenfalls zueinander paralleler Metallbänder, die in einseitig offene Schlitze der Bänder der ersten Schar
eingesteckt sind und bündig mit deren Obe/kanten abschließen.
Derartige Gitterroste werden als »Steckroste« ,bezeichnet und sind'beispielsweise aus'der/.DE-OS
53 623 bekannt. Um bei den bekannten Steckrosten den Zusammenhalt der Scharen einander kreuzender
Bänder zu sichern, sind die Schlitze in der ersten Schar von Bändern derart gekrümmt, daß die Bänder der
zwcifen Schar beim Einpressen in die Schlitze seitlich
aus der Bandcbenc herausgebogen werden, wodurch
eine im wesentlichen formschlussigc Verbindung zwischen den Bändern beider Scharen erzielt wird.
Die Tragwirkung von Gilterrosten im aligemeinen beruht auf der Tatsache, daß eine auf ein beliebiges
Band an beliebiger Stelle aufgebrachte Belastung die Tendenz hau dieses Band zunächst in der Lastebene
durchzubiegen. Diese Durchbiegung wird nun. vorausgesetzt,
daß zwischen allen Bändern der einander kreuzenden Scharen eine kraft- oder formschlüssige
Verbindung besteht, zufolge einer Verformung des
belasteter. Bandes und der dadurch zwischen diesem und anderen, noch unverformten Bändern an den
Stabkreuzungspunkten geweckten Kräfte auch auf andere, selbst nicht unmittelbar belastete Bänder
übertragen, so daß auch diese anderen, selbst nicht unmittelbar belasteten Bänder zur Mitwirkung beim
Tragen der Last herangezogen werden.
Es leuchtet unmittelbar ein. daß durch eine Last, die
auf sin Band der ersten Schar einwirkt, die T'MiJeiu
geweckt wird, die Bänder der zweiten Schar aus den Schlitzen des belasteten Bandes der ersten Schar
herauszuziehen, weshalb die Tragwirkung bekannter, nur unter kraft- oder formschlüssiger Verbindung der
Bänder gebildeter Steckroste relativ begrenzt ist. Zur Sicherung des Zusammenhaltes dieser Sieckroste war
es daher stets notwendig, die Enden der Bänder, aus welchen die Steckroste gebildet wurden, mit einem den
gesamten Rost umgebenden Rahmen zu verschweißen.
Um die Tragfähigkeit von Steckrosten zu erhöhen, werden nach der US-PS 20 06 929 die schmaleren
Bänder der zweiten Schar in Abständen, die gleich dem gegenseitigen Abstand der Bänder der ersten Schar
sind, derart verformt, daß die Verformungsstellen örtliche Verdickungen mit nach unten gerichtetem
Keilquerschnitt bilden. Das Einpressen der Bänder der zweiten Schar in die Schütze der Bänder der ersten
Schar wird unter gleichzeitiger Einwirkung eines elektrischen Stromes vorgenommen, so daß die
Verdickungen der Bänder der zweiten Schar mit den Rändern der Schlitze der Bänder der ..-sten Schar durch
elektrische WiderstandsschweiUung verbunden werden.
Das örtliche Verdicken der Bänder der zweiten Schar
erfolgt bei diesem Verfahren durch ein Stauch- oder Walzverfahren, bei dem Material von der nicht
verdickten Bandseile gegen die mit Verdickungen zu
versehende Bandseite hin verdrängt wird. Dieser Verformungsvorgang reduziert zwangsläufig die Höhe
der Bänder der zweiten Schar in den Boreichen der Verdickungen beträchtlich, was eine sehr starke
Reduzierung des für die Tragfähigkeil des Bandes maßgeblichen Widerstandsmomentes der Bänder der
zweiten Schar zur Folge hat. insbesondere wenn man bedenkt, daß die Höhe eines Bandes mit ihrem Quadrat
in die Berechnung des Widerstandsmomentes eingeht. Das bedeutet, daß ein Großteil des vorhandenen
Maiprink dpr Ränrlpr dpr /weilen Schar nicht zum
Mittragen herangezogen werden kann, so daß der durch die Schweißverbindung der Bandkreuzungsstellen des
Rostes erzielte Gewinn an Tragfähigkeit durch die Reduktion des Widerstandsmomentes der Bander der
zweiten Schar weitgehend, wenn nicht sogar vollständig, wieder verlorengeht. ' r-
Hier setzt die Erfindung ein. 'deren Aufgabe es ist.
einen Gitterrost der geschilderten Gattung so herzustellen, daß auf einfache'Weise eine feste Schweißverbindung
der Kreuzungsstcllen der Bänder beider Scharen sichergestellt und gleichzeitig das aus der Querschnittsfiächc
der Bänder der einzelnen Scharen sich ergebende
Widerstandsmoment /ur Gan/c ausgenutzt werden
kann.
Diese Aufgabe wird nach dem erfindungsgemäßen
Verfahren dadurch gelöst, daß in die Bänder der ersten
Schar Sciilit/e veränderlicher Breite eingearbeitet werden, wobei d>e lichte Schlitzweite am offenen
Schützende größer, im Abstand von diesem Schlitzende hingegen kleiner als die Dicke der Bänder de·- zweiten
Schar gewählt \v ird. und daß da; Einstecken der Bänder der zweiten Schar in die Schlitze der Bänder der ersten
Schar in an sich bekannter Weise unter Anlegen einer der Widerstandsschweioung dienenden Schweißspannung
an die Bänder der beiden Scharen und unter Druckeinwirkung in der Einsteckrichtung erfolgt, wobei
von den Schlitzkanten verdrängtes Material «.i den
Bandkreuzungsstellen Schweißraupen bildet.
Nach einer bevorzugten Vorgeh"?nsweise. die ein
besonders leichtes Zusammenfügen A-?- Roste aus den
einzelnen Bändern ermöglicht, wen·' .sr die Bänder der
ersten Schar Schlitze eingearb..1 et. die im Nahbereich
des offenen Schlitzendes zueinanuor parallele Schlitzkanten
aufweisen, deren Abstand nur geringfügig größer als die Dicke der Bänder der zweiten Schar ist. so
"daß diese Schlitzkanten beim Einsteckvorgang als
Führung für diese Bänder wirken.
Da erfindungsgemäß hergestellte Gitterroste vornehmlich in Industrieanlagen für Treppen als lichtdurchlässige,
begehbare Arbeitsbühnen od. dgl. Verwendung finden, ist besonderer Wert darauf zu legen, daß eine
durch Verschmutzung durch Öle oder Schmiermittel !möglicherweise hervorgerufene Rutschgefahr weitgehend
ausgeschaltet wird. Gemäß einer Weiterbildung des Verfahrens nach der Erfindung werden deshalb
gleich/eilig iiiif dem Einarbeiten der Schiif/e in die
Bänder de-r ersten Schar in jene Bandk.inten. in welche
diese Schlit/e münden. Prolilierungen eingearbeitet.
Ein besonders ökonomisches Herstellen der Gitterroste
ist dann möglich, wenn die Bänder der ersten Schar von Bunden abgezogen werden und unter intermittierendem
Bandvorschub jeweils in den Vorschubpausen die Schlii/e und gegebenenfalls die Profiüerungen an
den Bandkanten, vorzugsweise durch Stanzen, eingearbeitet
werden sowie das Einstecken und Einschweißen der — vorzugsweise ebenfalls von Bunden abgezogenen
und nach Bedarf abgelängten — Bänder der /weiten
Schar in diese Schlitze erfolgt.
Das Abziehen der Bänder von Bunder· gestattet es. sehr lange Bänder /u verwenden, wodurch der Anfall
unvermeidlicher Abfallstücke reduziert wird, und spart gleichzeitig Zeit, weil man. sobald die Bandenden einmal
in die Maschine eingeführt worden sind, lange Zeit ohne
Unterbrechung produzieren kann, ohne daß ein neuer und stets zeitraubender Beschickungsvorgang notwendig
ware.
Ein nach dem Verfahren gemäß der Erfindung hergestellter Gitterrost ist an den Merkmalen erkcnnbai.
daß an den Kreu/ungsstellen der Bänder beider
Bandscharen die Verschneidungslinien dieser Bänder
von Schweißraupen überdeckt sind, die sich jeweils von
der Schutzsohle und der auf dieser aufliegenden (Jntcrkante des rrt den 5'crt/it/ eingesteckten Bandci bis
nahe /um offenen Schlitzende, insbesöndere'bis zum
Fuhrungsbeieich des Schli/cs. ersti ecken.
-Die"Erfindung wild nachfolgend unter Bezugnahme
auf die Zeichnung an Ausfuhrungsbeispielen näher erläutert. Es zeigen
Fi g. I bis 3 Ansichten von Bändern der ersten Schar
mit unterschiedlich geformten Schlitzen.
F i g. 4 eine Draufsicht auf einen Teil eines gemäß der Erfindung aus einander kreuzenden Bändern hergestellten
Rostes.
F i g. 5 eine axonometrische Ansicht eines Kreuzungspunktes zweier Bänder und
F i g. 6 eine Ansicht eines Bandes der ersten Schar mit profilierter Bandkante.
In den F i g. 1 bis 3 erkennt man verschiedene, für die
erste Bandschar des herzustellenden Rostes geeignete hochkantstehende Bänder I. in die zur Oberkante hin
offene Schlitze 2 eingearbeitet sind Ein Band 3 einer
zweiten Bandschar wird von einer nicht dargestellten.
weil nicht Gegenstand der Erfindung bildenden Schweiß- und Fügemaschine über einen freien Schlitz 2
jedes Bandes 1 in Bereitschaft zum Einpressen uiid
!gleichzeitigen Einschweißen gehalten, während ein
7anderes Band t der zweiten Schar bereits in den
- zugeordneten Schlitz eingepreßt und ml Jem Band 1
der ersten Schar verschweißt worden ist.
Die Schlitze 2 weisen nahe ihrem offenen Schlitzende
einen Führungsbereich 5 mit zueinander parallelen Schützkanten auf. deren Abstand geringfügig größer als
die Dicke d. r Bänder 3 der zweiten Schar ist. so daß jedes Band 3 leicht in den zugeordneten Schlitz 2
eingeführt werden kann.
Im Abstand von dem offenen Schlitzende ist die lichte Schlitzweite geringer als im Führungsbereich 5. Die
Verringerung der Schlitzweite kann entweder gemäß Fig. I sprunghaft erfolgen, wobei eine rechteckige
Schulter 6 gebildet wird, oder es kann gemäß F i g. 2 ein
^ Übergangsbereich mit einer schrägen Schulter 7 vorgesehen sein. Schließlich knnn sich der Schütz
gemäß Fig. 3 im Anschluß an den Führungsbereich 5
mit den parallelen Schlitzkanten allmählich mit schrägen Flanken8 nach unten verjüngen.
Beim Einpressen der Bänder 3 der zweiten Schar m
die für sie vorgesehenen Sehlit/e 2 der Bänder der ersten Schar unter gleich/eiliger Stromeinwirkung triti
zunächst eine Berührung /wischen den Bändern ί und 3
in einem fiächcnmäßig ensbegrcn/ten Bereich lungs der
Schullern 6 b/w. 7 oder längs der Abschrä;'ungcn 8 LMn.
die unter der Stromeinw irkung /u einer starken örtlichen Materialerhit/ung und damit /u einer Plastifizierung
des Materials im Berührungsbereich führt, so daß das Band 3 unter seitlicher Verdrängung des
3(1 plastifizierten Materials bis in seine endgültige Lage in
den Schlitz hineingepreßt werden kann. Das seil lieh
verdrängte Material biHet dabei an den Veischneidungslinien
der verschweißten Bänder I und 4. wie die
F i g. 4 und 5 erkennen lassen, eine Schw eißraupe 9. die
sich iängs jener Zonen erstreckt, aus welchen beim Schweißen Material verdrängt worden ist.
Wie schließlich aus F i g. b erkennbar ist. kann in jene
Kante des Bandes i. in weiche die offenen Enden der Schlitze münden, eine Profilierung 10 eingearbeitet
werden, vorzugsweise gleich/eilig mit dem Einstanzen der Sch'it/c 2. ebenfalls eingestanzt werden, wodurch
eine bell tichtlichc. Erhöhung der Sichel licit gegen
Ausrutschen beim Begehen der Roste er/.iell wild.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Claims (4)
1. Verfahren zum Herstellen eines Gitlerrostes in Form einer ersten Schar zueinander paralleler.
hochkant stehender Metallbänder und einer dazu orthogonalen zweiten Schar schmalerer, ebenfalls
zueinander paralleler Metallbänder, die in einseitig
offene Schlitze der Bänder der ersten Schar eiiigesteck? sind und bündig mit deren Oberkante
abschließen, dadurch gekennzeichnet, daß
in die Bänder der ersten Schar Schlitze veränderlicher Breite eingearbeitet werden, wobei die lichte
Schlitzweite am offenen Schlitzende größer, im Abstand von diesem Schlitzende hingegen kleiner Ii
als die Dicke der Bänder der zweiten Schar gewählt wird, und daß das Einstecken der Bänder der zweiten
Schar in die Schlitze der Bänder der ersten Schar in an sich bekannter Weise unier Anlegen einer der
Widerstandsschweißung dienenden Schweißspannung an die "ander der beiden Scharen und unter
Druckeinwirkiing in der Einsteckrichtung erfolgt, wobei von den Schlitzkanten verdrängtes Material
an den Bandkreuzungsstellen Schweißraupen bildet.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß in die Bänder der ersten Schar Schlitze eingearbeiiet werden, die im Nahbereich des offenen
Schlitzendes zueinander parallele Schlitzkanten aufweisen, deren Absland nur geringfügig größer als
die Dicke der Bänder der zweiten Schar ist. so daß diese Schlitzkanten beim Einsteckvorgang als
Führung für diese Bänderwirken.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2. dadurch gekennzeichnet, daß gleichzeitig mit dem Hinarbeiten
der Schlitze in die Bändü·· Jer ersten Schar in
jene Bandkanten, in welche die Schlitze münden. Profilierungen cingearbeitel werden.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche I bis 3. dadurch gekennzeichnet, daß die Bänder der ersten
Schar von Bunden abgezogen werden und daß unter intermittierendem Bandvorschub jeweils in den
Vorschubpausen die Schlitze und gegebenenfalls die Profilierungen an den Bandkanten, vorzugsweise
durch Stanzen, eingearbeitet werden sowie das
ESHStCCkCB Und EinSChv^l^Ci! Apr
ynrviicycii/fMti»
ebenfalls von Bunden abgezogenen und nach Bedarf
abgelängten — Bänder der zweiten Schar in diese Schlitze erfolgt.
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