DE31076C - Maschine zur Herstellung von Cigarren - Google Patents

Maschine zur Herstellung von Cigarren

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DE31076C
DE31076C DENDAT31076D DE31076DA DE31076C DE 31076 C DE31076 C DE 31076C DE NDAT31076 D DENDAT31076 D DE NDAT31076D DE 31076D A DE31076D A DE 31076DA DE 31076 C DE31076 C DE 31076C
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DE
Germany
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mold
shell
tobacco
machine
cigars
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Expired - Lifetime
Application number
DENDAT31076D
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English (en)
Original Assignee
E. A. TlNCHANT in Antwerpen, Belgien
Publication of DE31076C publication Critical patent/DE31076C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A24TOBACCO; CIGARS; CIGARETTES; SIMULATED SMOKING DEVICES; SMOKERS' REQUISITES
    • A24CMACHINES FOR MAKING CIGARS OR CIGARETTES
    • A24C1/00Elements of cigar manufacture
    • A24C1/08Making tobacco bunches
    • A24C1/14Bunch-making machines with grippers

Landscapes

  • Manufacturing Of Cigar And Cigarette Tobacco (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 79: Tabak.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 21. October 1884 ab.
Mittelst der den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildenden Maschine kann sowohl der Wickel von Cigarren geformt, als auch das Deckblatt auf den Wickel gebracht werden.
Die Maschine enthält zu diesem Zwecke eine Form aus drei zusammenzuklappenden und periodisch um eine Horizontalachse sich drehenden Schalen, in die der Tabak für die zu formende Cigarre eingebracht wird.
Bei jeder Dritteldrehung der geschlossenen Form wird die obere der drei Schalen abgeklappt, so dafs neuer Tabak nachgefüllt werden kann, der dann durch eine hin- und herbewegte Walze in die beiden unteren Schalen eingedrückt wird. Die unteren Schalen werden in einer Mulde geschlossen an einander liegend gehalten, deren gelenkig verbundene Backen den Schalen freie Drehung ermöglichen, wenn die zuvor gehobene Schale wieder niedergeklappt ist und die folgende Schale behufs Nachfüllung nach oben gedreht und aufgeklappt werden soll.
Auf beiliegender Zeichnung veranschaulicht Fig. ι eine Oberansicht der Maschine und Fig. 2 eine Seitenansicht derselben; Fig. 3 und 4 zeigen Querschnitte' nach Linie A-B bezw. C-Z), Fig. 1, und Fig. 5, 6, 7 und 8 Einzelheiten der Maschine.
Die Organe der Maschine empfangen ihre Bewegung durch die Triebwelle F, welche in Lagern E auf der Grundplatte MiV drehbar ist. Das auf dieser Welle festsitzende Rad S trägt nur an einem Theil seines Umfanges Zähne, welcher Theil einem Drittel des Umfanges des Zahnrades R entspricht, in welches die Zähne von S eingreifen können. Einer jeden Umdrehung der Welle F entspricht somit eine Dritteldrehung des um Achse V drehbaren Zahnrades R, auf dessen Mitte ein axialer Halter mit drei Scharnierstücken xy \ festsitzt, an denen je eine Schale der Cigarrenform schwingen kann.
Die drei zweckmäfsig aus Stahl herzustellenden Schalen der Form sind zu diesem Zwecke durch Stangen t mit den Scharnierstücken xy\ verbunden.
Fig. ι bis 4 zeigen die durch Zusammenklappen der Schalen entstehende geschlossene Form (in Fig. 5 besonders dargestellt), Fig. 6 veranschaulicht, von vorn gesehen, die Schalen aus einander geklappt.
Die drei Scharnierstücke xy\ sind symmetrisch um die Drehachse des Rades R gruppirt, so dafs sie einen Winkel von 1200 zwischen sich schliefsen. Fig. 7 zeigt einen Querschnitt durch eine Schale nach Linie C1-^1, Fig. 6, und Fig. S einen Schnitt durch die geschlossene Form nach Linie A1-B1, Fig. 5. An einem der Ränder f trägt jede Schale einen inneren Ansatz aus sehr dünnem! Metall, durch den beim Niederklappen der Schale das Festklemmen eines bei der Operation zufällig auf dem Rande liegenden Tabaksblattes verhindert wird.
Ferner ist jede Schale von einer sehr glatten Metallhülle derart umgeben, dafs, wenn die drei Schalen zusammengeklappt sind, sie auf dem gröfseren Theil. vollkommen die Form eines Cylinders haben.
Selbstverständlich kann das Innere der so hergestellten Form nach der gewünschten Cigarrenform geändert werden.
Für diesen Fall ersetzt man den ganzen in Fig. 5 dargestellten Theil durch einen der gewünschten Form entsprechenden Theil.
Um den Tabak in die Form einbringen zu können, wird jedesmal die oben liegende Schale aufgeklappt. Es sitzt zu diesem Zwecke an jeder Stange t, Fig. 5, ein Haken b, Fig. 1, der von einer Klaue a, Fig. 2. und 3, an der in Führungen J vertical auf- und niederverschiebbaren. Stange I erfafst wird, wodurch die Schale in die punktirte Lage, Fig. 2, kommt. Die Verschiebung von I wird von der Welle F mittelst der an der Kröpfung G, Fig. 3, angreifenden Stange H bewirkt. Beim Niedergange drückt die Klaue α direct auf die Stange t und dadurch wird die Schale wieder 'zurückgeklappt und die Form geschlossen.-""^
Die zur Lagerung der Form dienende Mulde besteht aus zwei Backen LL1, Fig. 4, welche unten durch ein Scharnier c mit einem Ständer k gelenkig verbunden sind. Durch vier von einer Unterlage O getragene Federn P1 werden die beiden Muldenbacken zusammengedrückt und dadurch die unteren Formschalen geschlossen gehalten. Bevor aber eine Drehung der Form .stattfindet, werden die Federn P1 mittelst Stangen QQ1 und zweier Hebel TT1, von welchen letzterer durch ein Excenter U, Fig. i, in Schwingung versetzt wird, so weit zusammengedrückt, dafs die Backen losgelassen und die Drehung der Form unbehindert erfolgen kann.
Diese Drehung findet nun durch die Zahnräder R und S1 wie folgt statt:
Sobald die Verzahnung von S aufser Eingriff mit dem Zahnrad R kommt, verbleibt die Form während einer Dritteldrehung der Welle F in Ruhe. Während des zweiten Drittels der Drehung von F wird durch die Wellenkröpfung G die Stange I und dadurch, wie beschrieben, die gerade oben befindliche Formschale in die punktirt angegebene Lage, Fig. 2, gehoben.
Nunmehr kann man in die offene Höhlung der in der Mulde LL1 festgehaltenen beiden unteren Formschalen die zur Bildung des Wickels erforderliche Menge Tabak einlegen. Bei dem nun folgenden letzten Drittel der Umdrehung von F geht die Stange / wieder abwärts und klappt dadurch die zuvor gehobene Schale wieder auf die beiden unteren Schalen zurück. Sobald dies geschehen, greift auch schon die Verzahnung von S in das Rad R ein; dreht dies so weit, bis die nächste Formschale gerade oben liegt, und dann wiederholt sich die beschriebene Operation.
Jedesmal, wenn eine oben liegende Formschale abgeklappt ist, kann man eine neue Füllung in die Form einbringen und einen Wickel bilden, auf den man dann in der gleichen Weise das untere und obere Deckblatt noch aufzubringen hat.
Der Tabak wird durch eine Metallwalze Z, die quer über die Muldenränder hin- und herbewegt wird, fest eingedrückt. Die Achse Y dieser Walze steht zu diesem Zwecke in Verbindung mit der Stange X, Fig. 1, deren eines Ende an den Zapfen W der am Ende der Triebwelle F angeordneten Kurbel F1 angreift. Bei der Hinbewegung rollt die Walze Z bei hochgeklappter Formschale, Fig. 2, über den in der betreffenden Form freiliegenden Tabak, bei der Herbewegung über die inzwischen niedergeklappte Formschale.
Natürlich können Abänderungen in deri Formen der Theile vorgenommen werden, ohne dafs am Wesen der Sache selbst etwas sich ändert.
Die beschriebene Maschine ermöglicht es, alle Sorten Tabak zu (Zigarren-zu verarbeiten, und zwar in sehr ökonomischer Weise ohne nennenswerthen Abfall; dabei erhalten die Cigarren eine sehr regelmä'fsige Form.
Mehrere solcher Maschinen neben einander aufgestellt, können von einem Arbeiter bedient werden, so dafs an Handarbeit beträchtlich gespart wird.

Claims (4)

Pate nt-Ansprüche: Bei Maschinen zur Herstellung von Cigarren:
1. Eine Form aus drei mit einer drehbaren Achse gelenkig verbundenen, zusammenklappbaren Schalen bestehend, welche selbstthätig von der Maschine geöffnet und geschlossen werden können.
2. Der zur periodischen Drehung der Form und zum periodischen Abklappen der einen Schale der Form dienende Mechanismus, bestehend aus dem theilweise verzahnten Rad S und dem die Form tragenden Zahnrad R sowie der auf- und niederbeweglichen Stange J, deren Klaue α hinter den Haken b fafst. '
3. Der Mechanismus zum Andrücken und Lösen der Backen LL1 der Mulde für die
. Form, gekennzeichnet durch Federn P, Stangen QQ1 und Hebel TT1, letzterer in Verbindung mit dem Excenter U.
4. Die zum Eindrücken des Tabaks in die Form dienende, hin- und herbewegliche Walze Z, die das eine Mal über den Tabak in der offenen Form, das andere Mal über die niedergeklappte obere Formschale fortrollt.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT31076D Maschine zur Herstellung von Cigarren Expired - Lifetime DE31076C (de)

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