DE30681C - Gufsform aus Glimmer - Google Patents

Gufsform aus Glimmer

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Publication number
DE30681C
DE30681C DENDAT30681D DE30681DA DE30681C DE 30681 C DE30681 C DE 30681C DE NDAT30681 D DENDAT30681 D DE NDAT30681D DE 30681D A DE30681D A DE 30681DA DE 30681 C DE30681 C DE 30681C
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DE
Germany
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mica
mold
halves
hollow
pieces
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Expired - Lifetime
Application number
DENDAT30681D
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English (en)
Original Assignee
R.W. traylor in Richmond, County of Henrico State of Virginia, V. St. A
Publication of DE30681C publication Critical patent/DE30681C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B22CASTING; POWDER METALLURGY
    • B22CFOUNDRY MOULDING
    • B22C1/00Compositions of refractory mould or core materials; Grain structures thereof; Chemical or physical features in the formation or manufacture of moulds

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Adornments (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 31: Giesserei und Formerei.
Gipsform aus Glimmer.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 9. September 1884 ab.
Die vorliegende Erfindung bezweckt die Herstellung einer bleibenden Gufsform, mittelst welcher von Sandtheilen völlig freie Gufswaare von so reiner und sauberer Beschaffenheit erzielt werden soll, dafs ein Reinigen und nachträgliches Bearbeiten derselben völlig überflüssig ist und somit erheblich an Zeit und Arbeitsaufwand gespart wird. Diese Gufsform kennzeichnet sich dadurch, dafs die eigentliche Hohlform bezw. die Oberfläche derselben entweder ganz oder theilweise aus Glimmer besteht.
Auf beiliegender Zeichnung veranschaulicht Fig. ι in Perspective die beiden Hälften einer solchen Gufsform. Fig. 2 zeigt im Schnitt einen am Boden mit Glimmer ausgekleideten Ingufs.
Die Form besteht wie gewöhnlich aus dem zweitheiligen Formkasten A, dessen Gröfse und Wandstärke sich nach dem betreffenden zu giefsenden Gegenstand richtet. Beide Hälften werden mit Glimmerblättern oder Glimmerstücken B gefüllt, deren Flächen eng an einander geprefst sind und welche am geeignetsten rechtwinklig zu den Seitenwänden des Formkastens liegen. Die Glimmerblätter B müssen so dicht zusammengeprefst werden, dafs keine Fugen bleiben, in welche das geschmolzene Metall eintreten könnte, und dafs das Ausschneiden und Zurichten der betreffenden Hohlform bezw. ihrer Oberfläche sauber ausgeführt werden kann.
Durch geeignete Compression können die freigelegten Kanten der Glimmerblätter so glatt gemacht werden, dafs die Oberfläche des in dieser Form hergestellten Gufsstückes derart sauber ausfällt, dafs ein Nacharbeiten vollständig fortfällt; dabei gestatten die zwischen den Blättern immerhin verbleibenden Zwischenräume ein rasches Entweichen der von dem geschmolzenen Metall aufsteigenden Gase.
Je nach der Form des zu giefsenden Gegenstandes wird entweder in einer oder in beiden Giefsflaschenhälften die entsprechende Höhlung C ausgeschnitten und alsdann die Glimmerkanten um diese Hohlformen herum vollkommen bündig mit dem Rande der Formkastenhälften abgeglichen, so dafs beim Zusammenfügen der letzteren ein inniges gegenseitiges Abdichten der beiden Glimmerkörper erfolgt.
Erfordert das Gufsstück ein Aushöhlen beider Formhälften, so wird auch der Eingufs c in jedem Theil zur Hälfte angelegt. Sollen dagegen Metallornamente gegossen werden, deren eine Seite eben ist, so kann man für das eigentliche Ornament eine Glimmerform, für die glatte Rückfläche aber eine gewöhnliche Sand-, Masse- oder Lehmform benutzen und in diesem Falle das Giefsloch in der letzterwähnten Hälfte der Giefsflasche anlegen. Es sei bemerkt, dafs es nicht durchaus nothwendig ist, die Glimmermasse vor der Herstellung der Hohlform zusammenzupressen, vielmehr können bei einfachen Formen der Gufswaare die Glimmerblätter oder -Stücke auch schon vor ihrem Zusammenpressen entsprechend zugeschnitten werden.
Die Glimmerstücke brauchen auch nicht alle parallel in den Kasten eingefügt zu sein, son-
dem können theils zu den Langseiten und theils zu den Schmalseiten parallel liegen oder selbst in diagonaler Lage angeordnet sein.
Die gezeichneten Formhälften, welche beide correspondirendeAushöhlungen enthalten, sollen nur beispielsweise eine der Anordnungen der Glimmerstücke in der Form veranschaulichen.
Es ist klar, dafs für einzelne Gegenstände (z. B. Schalen) nur die eine Formhälfte eine Aushöhlung, die andere dagegen einen Auftrag (Kern) erhält.
Uebrigens können die durch Zusammenpressen zu einem Körper vereinigten Glimmerblätter oder -Stücke auch durch ein volles Glimmerstück ersetzt werden.
Die vorliegende Glimmerform zeichnet sich durch aufserordentlich grofse Haltbarkeit aus und kann ohne jede Erneuerung und ohne jedes Nacharbeiten der Hohlform wiederholt benutzt werden.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Eine Form für Metallgufs, welche ganz oder theilweise aus Glimmer gebildet ist.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT30681D Gufsform aus Glimmer Expired - Lifetime DE30681C (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE30681C true DE30681C (de)

Family

ID=306792

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Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT30681D Expired - Lifetime DE30681C (de) Gufsform aus Glimmer

Country Status (1)

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DE (1) DE30681C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US4861786A (en) * 1986-07-12 1989-08-29 Boehringer Mannheim Gmbh Composition for a stable vein compatible injectable solution of torasemide process for the preparation and method of use

Cited By (1)

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Publication number Priority date Publication date Assignee Title
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