DE30480C - Neuerungen an den Uebertragungs- und Empfangsapparaten für elektromagnetische Typendrucktelegraphen. (Theilweise abhängig von dem Patente Nr. 29704.) - Google Patents
Neuerungen an den Uebertragungs- und Empfangsapparaten für elektromagnetische Typendrucktelegraphen. (Theilweise abhängig von dem Patente Nr. 29704.)Info
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Description
KAISERLICHES
Die vorliegende Erfindung betrifft einen Uebertragungs- und Empfangsapparat für Typendrucktelegraphen,
durch welchen bezweckt wird, die Schnelligkeit des Telegraphirens zu erhöhen. Zu diesem Zwecke dreht sich das Typenrad
sprungweise durch auf einander folgende Bogen, von welchen ein jeder drei Typen umfafst,
derart, dafs bei jedem Einrücken in die Abdruckposition zwei Typen übersprungen werden.
Wenn nun eine der übersprungenen Typen zum Abdruck kommen soll, so wird das Typenrad an einer der zu druckenden benachbarten
Type arretirt und kommt dann die eine oder andere von zwei Vorrichtungen in Thätigkeit, durch welche mechanisch dem
Typenrad eine supplementäre Drehung unabhängig von seiner Achse ertheilt wird, und
zwar nach solcher Richtung und in solchem Mafse, dafs die gewünschte Type genau in die
Abdruckposition gelangt. Die Erfindung betrifft ferner eine Form einer automatischen
Uebertragüngsvorrichtung, um den verbesserten Empfangsapparat in Thätigkeit zu setzen. Die
auf einander folgenden Operationen, mittelst welcher der Abdruck in dem Apparat auf der
Empfangsstation erfolgt, sind folgende:
Zunächst wird ein Typenrad sprungweise über auf einander folgende Bogen vorgerückt,
von welchen ein jeder drei Typen umfafst. Zweitens wird das Typenrad in solchen Stellungen
angehalten, dafs entweder die gewünschte TypezumAbdruck kommt oder die daran liegende.
Drittens wird eine correctionelle Einstellung des Typenrades in dem Falle bewirkt, wo die
Type nicht in genauer Abdrucklage sich befindet, was durch eine supplementäre Drehung
geschieht. Viertens gelangt nur die in die genaue Druckposition gebrachte Type zum Abdruck.
Durch die dritte Operation wird bezweckt, das »Dreibuchstaben«-Vorrücken an Stelle des
gebräuchlichen »Einbuchstaben«-Vorrückens des Typenrades zu benutzen. Dadurch wird eine
erhebliche Verminderung in der Zahl der elektrischen Impulse erreicht, besonders aber an
derjenigen Zeit gespart, die zum Einstellen einer Type in die druckfertige Stellung nöthig ist,
so dafs mit Hülfe dieser Einrichtung Depeschen weit schneller befördert werden können.
Der Uebertrager. Der Uebertrager kann für Hand- oder automatischen Betrieb eingerichtet
werden. Im ersteren Falle ist er mit einem Tastenbrett versehen, das einestheils dazu
dient, eine Anzahl alternirend positiver und negativer Stromimpulse in die Linie zu übertragen,
um dadurch die progressive Drehung des Typenrades auf der Empfangsstation zu bewirken, anderenteils dazu dient, in der Hauptlinie
nach Erfordern den einen oder anderen von den drei folgenden Zuständen hervorzurufen
:
ι. der Zustand, in welchem die Hauptleitung von einem Strom von gegebener Stärke durchflossen
wird;
2. der Zustand, in welchem die Hauptleitung von einem Strom durchflossen wird, welcher
weniger als die gegebene Stärke hat, und
3. ein neutraler Zustand, d. i. ein solcher, in welchem durch die Hauptleitung gar kein
Strom fliefst.
Die Tasten auf dem Tastenbrett sind dementsprechend in drei Gruppen eingetheilt, von
welchen eine jede drei Tasten umfafst. Die erste Taste irgend einer Gruppe führt die
Hauptlinienleitung in den erstgenannten Zustand über, die zweite in den zweitgenannten
und die dritte in den drittgenannten Zustand.
Für schnellere Uebertragung empfiehlt sich der für automatischen Betrieb eingerichtete
Uebertrager. Bei diesem Apparat veranlafst die Bewegung eines besonders perforirten Streifens
über Metallflächen und unter einer Anzahl von Druckfedern hinweg, welche mit der Batterie
und der Erde leitend verbunden sind, das Eintreten der vorgenannten drei Zustände in der
Leitung. Die Form eines derartigen Uebertragers kann eine verschiedene sein. In folgendem
sind deren zwei beschrieben, einer für Hand-, einer für automatischen Betrieb; letzterer bildet insbesondere den Gegenstand
vorliegender Erfindung.
Der Empfänger. Dieser Apparat besitzt eine centrale Achse zur Aufnahme des Typenrades,
das unter der Einwirkung einer constanten Kraft rotirt und dessen Bewegungen durch eine Hemmung regulirt werden. Diese
Hemmung tritt durch einen polarisirten Magneten in Function, dessen Drahtwickelung an
die Hauptleitung angeschlossen ist. Jedesmal, wenn die Hemmung das Typenrad freiläfst,
dreht sich dieses über einen Bogen fort, der drei Typen umfafst.
Aufserdem fliefst der Linienstrom durch die Windungen eines Relaismagneten, dessen Anker
in zwei Endstellungen und einer Mittelstellung angehalten werden kann. Die Stellung, welche
der Anker in jedem einzelnen Falle annimmt, ist abhängig von dem, wie erwähnt, durch den
Uebertrager zu bestimmenden Zustand der Hauptlinie. Bei einem continuirlichen Strom
von bestimmter Stärke liegt der Relaisanker an seinem vorderen Contactanschlage an, bei einem
Strom geringerer Stärke nimmt er die Mittelstellung ein, und wenn kein Strom durch die
Linie fliefst, befindet er sich an seinem hinteren Contactanschlage. In der Mittelstellung schliefst
der Relaisanker die Stromleitung für den Abdruck und bewirkt den Abdruck des gerade
eingestellten Buchstabens auf dem Streifen. In der Vorderstellung wird eine Localstromleitung
geschlossen, mit welcher eine durch Elektromagnetismus in Function tretende Vorrichtung
verbunden ist, durch deren Wirkung das Typenrad, kurz bevor der Abdruck stattfindet,
über einen Bogen vorrückt, der eine einzige Type umfafst. Liegt endlich der Relaisanker
am hinteren Anschlage, so schaltet die geschlossene Zweig- oder Localstromleitung den
Abdruckmagneten und eine elektromagnetisch wirkende Vorrichtung ein, wodurch das Typenrad
gerade vor den Abdruck um den einer Type entsprechenden Raum zurückgedreht wird.
Während demnach das Typenrad zugleich um das Bogenmafs dreier Typen progressiv gedreht
wird, kann bei eingetretenem Stillstand desselben der Abdruck von einer von drei
Typen genommen werden.
Auf beiliegender Zeichnung zeigt Fig. 1 eine allgemeine Disposition des Apparates in perspectivischer
Darstellung. Fig. 2 zeigt im Grundrifs einen Uebertrager für Handbetrieb, der auch an die Stelle der in Fig. 1 dargestellten
Form treten kann, und Fig. 3 einen Verticalschnitt der Form in Fig. 2.
Der mit Löchern und Ausschnitten versehene Papierstreifen B wird über die Uebertragungswalze
A weggezogen, die in zwei bei As elektrisch
von einander isolirte Theile A1 und A2
getheilt ist. Der Theil A2 ist mit dem Hauptliniendraht
L mittelbar verbunden, während der Theil A1 an eine bei G in die Erde
führende Leitung J angeschlossen ist.
Die Contactbürsten C1 und C- drücken auf den Theil Ä1 bezw. auf die hierauf liegende
Stelle des Papierstreifens. Die Contactbürste C3 legt sich auf den Theil A1 und ist für gewöhnlich
damit in Berührung. Der Papierstreifen B ist nun in Abständen, welche sich nach dem
besonderen zu druckenden Buchstaben richten, mit seitlichen Vorsprüngen B1 B2 . . . versehen.
Diese bewegen sich zwischen der Bürste C3 und dem Theil A1 hinweg und isoliren dadurch
letztere von einander. Die Bürste C1 ist mit dem positiven Pol der Batterie E1 verbunden
und Bürste C2 mit dem negativen Pol der Batterie E2. Die übrigen Pole der
beiden Batterien sind durch einen Draht 4 an Bürste C3 geschaltet und stehen von hier aus
durch den Theil A1 der Walze A und Draht J mit der Erde in Verbindung. Wenn durch
einen der Seitenvorsprünge jB1 des Streifens C3
von A1 isolirt wird, so bleibt die Batterie mit der Erde noch in leitender Verbindung, der
Stromlauf geht indessen dann durch Drähte 4 und 3, den Rheostaten F und die Drähte 2
und i.
Der Papierstreifen ist nun aufser den seitlichen Vorsprüngen B1B2 mit nach Ermessen
zu gruppirenden, runden und länglichen Perforirungen versehen, indessen berührt die besondere
Form dieses Papierstreifens das Wesen der Sache nicht. Zweck und Wirkungsweise des Papierstreifens erhellen am besten aus folgendem
:
Nach der Zeichnung liegt der durch die punktirte Linie α markirte Theil unter den
Contactbüfsten. Die Contactbürste C2 steht
mit dem Theil A? in unmittelbarem Contact, indem ein längliches Loch des Papierstreifens
gerade unter sie eingerückt ist. Infolge dessen ist der negative Pol der Batterie E2 in die
Hauptlinie eingeschaltet. Dagegen ist die mit der Batterie E1 verbundene Contactfeder C1
durch den Streifen isolirt, so dafs also die Batterieleitung unterbrochen ist. Da die Seitenvorsprünge
B1 des Streifens zwischen den Bürsten C3 und dem Walzentheil A1 fortbewegt
werden, so wird dadurch die Batterie E2 durch den Rheostaten F hindurch mit der
Erde leitend verbunden.) Es wird somit in die Linie ein Strom gesendet, der in seiner Stärke
um den Widerstand des Rheostaten vermindert wird, den' er zu durchfliefsen genöthigt ist und
der mit —!bezeichnet werden mag. Wenn nun der Streifen in der Pfeilrichtung angezogen
wird, so kommt die Bürste C1 in Contact mit dem Walzentheil A2, wenn die Perforirung b
des Streifens unter der Bürste fortrückt, gleichzeitig kommt aber auch Bürste C3 in Contact
mit dem Walzentheil A1, infolge dessen wird Batterie E1 mit ihrem positiven Pol in die
Linie eingeschaltet, während gleichzeitig ihr negativer Pol durch A1 mit der Erde leitend
verbunden ist. Der dadurch entstehende Stromimpuls mag mit -J-. 2 bezeichnet werden. In
ähnlicher Weise wird ein Stromimpuls, der durch — 2 ausgedrückt werden soll, in die
Linie gesendet, wenn die Perforirung c des Streifens erreicht wird. Beim Erreichen der
Perforirung d wird ein durch + 2 auszudrückender Strom in die Linie entsendet, der
wegen der länglichen Form der Perforirung eine längere Dauer hat. Wenn der mit e bezeichnete
Streifentheil erreicht wird, so kommen beide Contactbürsteri C1 und C2 aufser Verbindung
mit der Linie und während einer längeren Zwischenpause fliefst durch die Linie
gar kein Strom.
Aus dem Vorhergehenden geht hervor, dafs durch die Vermittelung des perforirten Streifens
iii die Hauptlinie eine Anzahl von Stromimpulsen alternirender Polarität gesendet wird,
und dafs zugleich in Intervallen verlängerte Zwischenpausen eintreten, während welcher die
Linie entweder von einem Strom gegebener Stärke durchflossen wird oder von einem
schwächeren Strom oder von gar keinem. Der durch Linie L fiiefsende Strom fliefst nun zunächst
durch die Elektromagneten H des Empfängers, die dadurch einen Anker,. J in
Schwingung versetzen, dessen Steigrad J1 mit fünf Zähnen versehen ist. Da beide Paletten,
des Ankers an jeden Zahn des Steigrades anschlagen, so macht dasselbe bei zehnmaligem
Wechsel des Stromes eine volle fortschreitende Drehung. Die Steigradachse J2 trägt ferner
ein mit zehn Zähnen versehenes Rad J3 und hinter diesem das mit 13 Typen versehene
Typenrad J4. Letztere beiden Räder sitzen an einer lose, auf die Achse aufgesteckten
Nabe J5. An der Achse J2 sitzt ein Winkelstift J6, dessen horizontaler Schenkel mittelst
zweier Schraubenfedern J7 und J8 mit der Vorderfläche des Zahnrades J3 nachgiebig verbunden
ist. Infolge dessen haben die beiden mit einander verbundenen Räder J3 und J4
das Bestreben, eine constante Lage zur Achse J2 einzunehmen, beide Räder können aber nach
jeder Richtung hin unter dem Einflüsse eines noch zu beschreibenden Mechanismus ein wenig
auf der Achse sich drehen.
Die Hauptleitung führt von den Elektromagneten H über Draht 5 nach dem Relais K
und von hier bei G1 in die Erde. Der Armaturhebel JV1' dieses Relais K spielt zwischen den
Contactanschlägen O1 O2 und kommt an einer
zwischen letzteren gelegenen Stelle mit der Feder P1 in Contact. Durch· Anziehen des
Armaturhebels seitens des Relaismagneten wird die Feder P1 von dem Contactstift P2 abgedrängt,
während durch Abstofsen des Hebels der Contact desselben mit der Feder P1 aufgehoben
wird.
Durch die erwähnten drei verschiedenen Hebelstellungen nehmen nun die Ströme der
Batterie Q. einen jedesmal verschiedenen Lauf.
In der dargestellten Mittelposition des Armaturhebels JV1 fliefst der Strom von der Batterie Q.
durch Draht 6, .Hebel JV1, Hebel P1, Contactstift
P2, Draht 7, Abdruckmagneten R\ Draht 8 und dann zurück in die Batterie Q.. Wenn
der Armaturhebel JV1 am vorderen Contactanschlag O1 anliegt, so durchfliefst der Localstrom
den Draht 6, den Armaturhebel JV1, Anschlag 0\ Draht 9, den Elektromagneten J?2,
Drähte 1.0, 11 und 7, Magneten R x und geht
durch Draht 8 in die Batterie zurück. Liegt der Armaturhebel am Contactanschlage O2 an,
so fliefst der Strom von Batterie Q. über Draht 6, Hebel JV2, Anschlag O2, Draht 12, Magneten R3,
Drähte 11,7, Magneten R1 und durch Draht 8
zurück in die Batterie Q..
In jedem Falle fliefst der Localstrom durch die Windungen des Elektromagneten R1. Im
ersten Falle durch diesen allein, im zweiten Falle durchfliefst er die Windungen von R1
und ebenso die Windungen des Elektromagneten R2, und im dritten Falle fliefst er durch
die Windungen des Elektromagneten R1 und zugleich durch diejenigen des Elektromagneten
JR3. Jeder der Elektromagneten R2 und R3
betreibt nun einen unabhängigen Mechanismus, dazu dienend, dem Typenrad J4 eine supplementäre
Drehung zu ertheilen.
Der von R2 betriebene Mechanismus dreht das Typenrad etwas vorwärts, während der
von R3 beeinflufste dasselbe etwas zurückdreht. Der Elektromagnet R2 zieht die Arma-
tür i?* des Hebels R$ an, der bei i?6 um einen
Bolzen sich dreht und für gewöhnlich durch eine mittelst Schraube R 8 adjustirbare Feder R7
von dem Magneten etwas entfernt liegt. Durch Schrauben R9 und JR10 kann man den Ausschlag
des Armaturhebels R5 reguliren; die erstere begrenzt die Vorwärtsschwingung, die
letztere die Schwingung nach rückwärts. Ein Stift Rn am oberen Ende des Armaturhebels R5
tritt in die Gabel des Hebels R1'2 ein, dessen Achse in Augen R13 Ru drehbar ist, welche
an der Vorderseite des durch den Elektromagneten R1 beeinflufsten Abdruckhebels S
festsitzen. Wegen des Gabelschlitzes in dem Hebel R12 kann dieser also die Schwingungen
von S mitmachen, gleichzeitig aber auch selbst durch den Armaturhebel Rs um seine eigene
Achse in Schwingung versetzt werden. Am anderen Ende der den Hebel R12 tragenden
Achse sitzt ein Zahn mit abgeschrägter Spitze, der in die Drehungsebene des Zahnrades J3
hineinschlägt und dieses durch Anschlagen an einen seiner Zähne dreht, wenn der Ärmaturhebel
i?5 von dem Elektromagneten i?2 angezogen
wird. Eine Drehung nach entgegengesetzter Richtung wird aber dem Zahnrade J3
ertheilt, wenn ein entgegengesetzt abgeschrägter Zahn durch die Wirkung des Elektromagneten
R3 auf einen der Zähne von J3 trifft.
Der die betreffende Type zum Abdruck bringende Mechanismus kann von irgend einer
zweckmäfsigen Construction sein und braucht deshalb nicht ausführlich beschrieben zu werden.
Am besten wird derselbe durch einen Ankerhebel S gebildet, dessen Armatur S1 von
den Polen des Elektromagneten R1 in Thätigkeit gesetzt wird, und an welchem eine Druckwelle
S2 sitzt, über welche der zu bedruckende
Papierstreifen S3 fortgezogen wird.
Auf die Typenradachse J2 wird Vorwärtsdrehung jedesmal dann, wenn das Steigrad J1
der Hemmung frei wird, durch die Trommel T, Schnur T2 und das daran aufgehängte
Gewicht T1 übertragen. Natürlich kann aber dieser Antrieb auch durch einen anderen passenden
ersetzt werden.
Die Wirkungsweise des beschriebenen Empfangsapparates, unter dem Einflufs der verschiedenen
Zustände in der Linie, welche durch den Uebertrager hervorgerufen werden, ist folgende
:
Alle durch das Zeichen + ι reprSsentirten
Stromimpulse bringen den Relaisankerhebel N1 in seine Mittelstellung, und dann kommt nur
der Abdruckmechanismus in Action. Der durch den Uebertrager hervorgerufene, durch Zeichen
+ 2 ausgedrückte Zustand in der Linie versetzt den Abdruckmechanismus und den
Elektromagneten R2 in Thätigkeit, wodurch das Typenrad um einen einfachen Bogentheil
vorwärtsgedreht wird. Die durch das Zeichen ο ausgedrückten Zustände bringen den,
Magneten R1 und den Magneten -R3 in Thätigkeit,
wodurch ein Abdruck unmittelbar nach dem Zurückdrehen des Typenrades entnommen wird.
Die alternirenden positiven und negativen Stromimpulse, welche infolge des Schliefsens
der Stromleitung durch die runden Perforirungen in dem Streifen entstehen, während das Typenrad
durch Bogentheile vorwärts gedreht wird, die sämmtlich drei Buchstaben umfassen, haben
nicht genügend lange Dauer, um den Abdrucksmechanismus zur Wirkung zu bringen.
Fig. 2 und 3 der beiliegenden Zeichnung veranschaulichen eine zweckmäfsige Construction
für einen von Hand in Thätigkeit zu setzenden Uebertrager. Der Umschalter U ist aus
zwei Commutatorrädern Z71 und U2 zusammengesetzt, welche am Umfange mit durch Zwischenräume
getrennten Einschnitten versehen sind, auf einer verticalen Achse U3 sitzen Und durch
eine Nabe U* von dieser isolirt sind. Das untere Commutatorrad steht durch Bürste V1
mit dem negativen Pol der Batterie V in Verbindung, während der positive Poldraht der
Batterie mit dem oberen Commutatorrade durch Bürste F2, Achse U3, Draht U5 und Contactfedern
W1 W2 des Armes W verbunden ist.
Wenn diese Contactfedern geschlossen liegen, so können die Commutatorräder als die Elektroden
der Batterie angesehen werden. Wenn diese Räder mit der Achse sich drehen, so werden alternirende Stromimpulse entgegengesetzter
Polarität in die Linie gesendet, und' zwar durch die Bürsten X1 und X2, welche
auf die zwischen den Einschnitten am Umfange des Commutators liegenden Vorsprünge
drücken. Infolge dessen findet in dem Strom der Linie ein zehnmaliger Wechsel der Polarität
bei jeder Commutatordrehung statt.
Die Tasten des Uebertragers sind nun in drei Gruppen, je zu zehn Tasten, am besten
auf Kreislinien, wie durch Punktirung Z1Z2Z3,
Fig. 2, dargestellt, gruppirt. Das Niederdrücken einer Taste Z1 in der äufseren Reihe hat das
Festhalten des Armes W in einer dieser Taste entsprechenden Stellung zur Folge. Während
des Anhaltens des Armes dauert der gerade durch die Linie fliefsende Strom an.
Ein solcher Strom kann passend mit + 2
bezeichnet werden, und es hat derselbe zur Folge, dafs der Relaisankerhebel N1 des Empfängers
an dem vorderen Contactanschlage liegen bleibt.
Drückt man eine Taste Z2 der zweiten Reihe nieder, so wird nicht nur der Arm W
angehalten, sondern es geräth auch die Contactfeder W1 aufser Contact und der die Linie
dann durchfliefsende Strom wird in seiner Stärke dadurch geschwächt, dafs er die Windungen
des Rheostaten W3 zu durchfliefsen
Claims (5)
1. Die Combination einer aus zwei von einander elektrisch isolirten Theilen bestehenden
Übertragungswalze A, über welche ein perforirter Papierstreifen B gleitet, und dreier
von einander isolirter Bürsten C1 C2 Ca,
welche durch die Perforirungen in der Weise mit der Walze A in Berührung treten, dafs dadurch in die Leitung bald
ein positiver, bald ein negativer Strom eingeführt wird, welcher drei verschiedenartige
Zustände in der Leitung erzeugt: einen Zustand, in welchem ein Strom von bestimmter
Stärke durch dieselbe fliefst, einen solchen von geringerer Stromstärke und einen neutralen Zustand.
2. Die Combination eines zur Abgabe verschiedenartiger Stromimpulse dienenden perforirten
Streifens B mit der Uebertragungswalze A, welche aus den isolirten Theilen
A1 A2 besteht, von denen der eine mit der
Linie, der andere mit der Erde verbunden ist, in der Art, dafs der Streifen B über
den einen Walzentheil, seine seitlichen Vorsprünge B1 B2 aber über den anderen
Walzentheil fortbewegt werden, ferner mit Bürsten C1 C* C3, von welchen C1 C2 mit
dem einen Walzentheil und Cs mit dem anderen in Contact steht und zeitweise
durch jene Vorsprünge B1 JB2 davon isolirt
wird, sowie in Verbindung hiermit Batterien E1E'2 alternirender Polarität und eine
Zweigleitung zur Verbindung der Linienleitung mit der Erde durch einen künstlichen
Widerstand F.
3. Die Combination eines Uebertragungsmechanismus, der in der Linienleitung L drei
verschiedene elektrische Zustände herstellt, eines Relais K, das in drei verschiedenen
Positionen infolge genannter Zustände zur Ruhe kommt, und dreierLocalstromleitungen,
welche durch genannten Relaisanker geschlossen werden und in deren eine ausschliefslich
eine Abdruckvorrichtung S eingeschaltet ist, während in die zweite sowohl
die Abdruckvorrichtung, als auch ein Mechanismus HJ eingeschaltet ist, welcher
das Typenrad um einen bestimmten Bogen vorrückt, und mit der dritten aufser dem Abdruckmechanismus S noch eine Vorrichtung
jR2 i?5i?12 verbunden ist, die das
Typenrad um einen ähnlichen bestimmten Bogen zurückdreht.
4. Ein Ankerhebel N1 zur Herstellung von
drei verschiedenen Contacten O1 O2 P\
eines mittleren Anschlages, durch den die Localabdruckstromleitung geschlossen wird,
eines vorderen Anschlages zur Schliefsung der Localabdruckstromleitung und Einschaltung
einer Vorrichtung, durch welche das Typenrad vorgeschoben wird, und eines hinteren Anschlages, an welchem der Ankerhebel
eine Localabdruckstromleitung schliefst, sowie einer Vorrichtung zum Rückwärtsdrehen·
genannten Typenrades.
5. An Stelle des durch das Patent No. 29704 in den Ansprüchen 5. bis 11. geschützten,
sprungweise über je zwei Typen vorrückenden Typenrades und dessen Bewegungsmechanismen die Combination eines Typenrades
J4, welches sprungweise über Bogen vorrückt, von welchen ein jeder drei Typen
umfafst, eines Mechanismus JR2 JRB zum
Weiterdrehen des Typenrades über einen Bogen hinweg, welcher einen Buchstaben umfafst, und eines Mechanismus R3 zum
Rückwärtsdrehen.des Typenrades über einen einen Buchstaben einschliefsenden Bogen.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE30480T |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE30480C true DE30480C (de) |
Family
ID=5621922
Family Applications (2)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT29704D Active DE29704C (de) | Elektromagnetischer Typendruck-Telegraph | ||
| DENDAT30480D Expired - Lifetime DE30480C (de) | Neuerungen an den Uebertragungs- und Empfangsapparaten für elektromagnetische Typendrucktelegraphen. (Theilweise abhängig von dem Patente Nr. 29704.) |
Family Applications Before (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT29704D Active DE29704C (de) | Elektromagnetischer Typendruck-Telegraph |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (2) | DE30480C (de) |
-
0
- DE DENDAT29704D patent/DE29704C/de active Active
- DE DENDAT30480D patent/DE30480C/de not_active Expired - Lifetime
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE29704C (de) |
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