DE3047743C2 - - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft eine fahrbare Anlage zum Reinigen der
Schotterbettung von Gleisen entsprechend dem Oberbegriff des
Anspruches 1 und ein Verfahren zum Reinigen des Bettungs
schotters gemäß dem Oberbegriff von Anspruch 7.
Die gattungsgemäß vorausgesetzte, aus der DE-OS 25 17 127
bekannte Anlage besteht aus einer Schotterbett-Reinigungs
maschine mit einer Förderanlage, über deren Förderbänder
der Abraum zum vorderen oder zum rückwärtigen Ende der Maschine
auf Waggons od. dgl. Verladefahrzeuge verladen wird. Diese
Reinigungsmaschine weist weiterhin zwischen ihren beiden
Fahrwerken eine Gleishebevorrichtung auf, in deren Bereich eine
endlose, mit ihrem Quertrum unterhalb des Gleisgerippes ver
laufende Räumkette angeordnet ist. Das unter dem Gleisrost
hindurchführende Quertrum der Räumkette ist zur ordnungsgemäß
en Aufnahme des Schotters mit entsprechend hohen Schotter-
Mitnahmeorganen ausgebildet und ist üblicherweise etwa 30 cm
hoch. Andererseits ist es nicht vorteilhaft, das Gleis -
bei unverändertem Abstand der Fahrwerke zueinander - mittels
der Gleishebevorrichtung über einen bestimmten Maximal-Hebe
wert anzuheben, da Schienenverformungen auftreten können, wenn
die Elastizitätsgrenze der Schienen überschritten wird. Dieser
Nachteil ist insbesondere dann gegeben, wenn die zu reinigende
Schotterbettung eines Gleises relativ niedrig ist, so daß im
Vergleich zur Höhe des Quertrums mit derartigen Reinigungs
maschinen nur eine begrenzte Einsatzmöglichkeit bei solchen
Verhältnissen gegeben ist, da eine einmalige Hebung im gleichen
Arbeitsdurchgang im Rahmen des durch die Fahrwerke der Reini
gungsmaschine begrenzten Biegebereiches eine bleibende Ver
formung des Gleises zur Folge haben könnte.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine fahrbare Anlage
der gattungsgemäßen Art zum Reinigen von Schotter und ein
Verfahren zum Reinigen von Bettungsschotter zu schaffen, wo
mit auch Schotterbettungen von geringer Höhe in einem Ar
beitsgang gereinigt werden können, ohne daß dabei im Zuge
der Gleisanhebung ein vorbestimmter Grenzwert überschritten
wird bzw. schädliche Gleisverformungen auftreten.
Diese Aufgabe wird bei einer fahrbaren Anlage nach dem Ober
begriff des Anspruches 1 durch die Merkmale im Kennzeichnungs
teil des Anspruches 1 gelöst.
Mit einer derartigen Anlage wird bei einem Arbeitseinsatz durch
zwei- oder auch mehrmaliges Anheben des Gleises im gleichen
Arbeitsdurchgang jeweils unterhalb des kritischen Hebemaßes in
zwei oder auch mehr verschiedenen Biegebereichen die Möglich
keit einer größeren Gesamt-Gleisanhebung erreicht. Durch die
weitere Gleishebevorrichtung bzw. Gleishebevorrichtungen der
Stopfmaschine wird insbesondere ein zusätzlicher von der Rei
nigungsmaschine unabhängiger Biegebereich für die Gleisanhebung
geschaffen. In diesem Bereich wird das Gleis daher nur um einen
Teil des für die Schotterreinigung erforderlichen Gesamt-Hebe
maßes angehoben und mit Hilfe einer Unterstopfung durch das
Stopfaggregat in diesem provisorischen Niveau fixiert. Die
erfindungsgemäße Anlage kann durch einfache Anordnung der
Verschiebeeinrichtung sowohl mit einer üblichen schrittweise
oder abschnittsweise arbeitenden Stopfmaschine als auch mit
einer kontinuierlich einsetzbaren Stopfmaschine mit verschieb
barem Stopfaggregat ausgestattet werden, so daß der Arbeits
weise eines kontinuierlich und gemeinsam verfahrbaren Fahrzeug
verbandes in einfachster Weise Rechnung getragen wird. Die
Verschiebeeinrichtung ermöglicht somit trotz der kontinuier
lichen Vorschubbewegung zumindest der Reinigungsmaschine einen
Bewegungsstop des Stopfaggregates oder der Stopfmaschine je
weils für die Dauer der Unterstopfung einer Schwelle, wobei
in vorteilhafter Weise der durch die kontinuierliche Arbeit
der Reinigungsmaschine kontinuierlich anfallende Abraum mittels
der Abraumförderanordnung ständig zu den an die Stopfmaschine
anschließenden Verladefahrzeugen befördert werden kann. Mit
der im Aufbau relativ einfachen erfindungsgemäßen Anlage wird
eine überraschend große Wirtschaftlichkeit erreicht, da
weiterhin trotz zweier oder mehrerer Gleishebebereiche die
bekannten Vorteile einer mit der Reinigung gleichzeitig
erfolgenden Abraumverladung, ohne Besetzung eines Nachbarglei
ses, mit einem Minimum an Bedienungskräften erzielt werden.
Die Erfindung schafft darüber hinaus die Möglichkeit, eine in
der Praxis übliche Stopfmaschine mit zum Stopfrahmen in
Maschinenlängsrichtung unverschiebbarem Stopfaggregat zu ver
wenden.
Die Ausbildung nach Anspruch 2 ermöglicht eine kontinuier
liche Weiterfahrt der Stopfmaschine bei gleichzeitiger An
hebung des Gleises in dem von der Reinigungsmaschine gescho
benen Fahrzeugverband, wobei das Stopfaggregat während des
Unterstopfens relativ zum Fahrzeugrahmen verschoben wird. Die
längsverschiebbare Gleishebevorrichtung schafft für jede
Stellung des Stopfaggregates in bezug auf den Fahrzeug
rahmen die gleiche Gleis-Biegelinie.
Mit der weiteren Ausgestaltung nach Anspruch 3 wird beim
Arbeitseinsatz die Biegelinie des Gleises näher zu dem in
Arbeitsrichtung vorderen Fahrwerk gebracht. Damit wird das
Gleis im Bereich der zu unterstopfenden Schwelle frei von
Spannungen und liegt auf dem neu geschaffenen Schwellenlager
satt auf. Zusätzlich besteht die Möglichkeit, insbesondere
bei höheren Hebungen, das Gleis auch stufenweise anzuheben.
Die Ausbildung nach Anspruch 4 ist besonders zweckmäßig, da die
Hydraulik-Zylinder-Kolben-Anordnung über die für die einzelnen
Maschinenaggregate vorhandenen Antriebsquellen beaufschlagt
werden kann.
Durch die Weiterbildung nach Anspruch 5 wird die einfache Mög
lichkeit einer von der Vorschubgeschwindigkeit der Reinigungs
maschine unabhängigen Unterstopfung der Schwellen geschaffen.
Bei erhöhter Vorschubgeschwindigkeit der Reinigungsmaschine
sorgt eine verstärkte Druckmittelzufuhr zur Verschiebeeinrich
tung für eine raschere Längsverschiebung des Stopfaggregates
bzw. eine schnellere Fortbewegung der gesamten Stopfmaschine
während der einzelnen Bewegungsphasen.
Eine Abraumförderanordnung nach Anspruch 6 kann einfach auf
vorhandenen Stopfmaschinen angeordnet werden und ermöglicht
eine reibungslose Förderung des Abraumes von der Reinigungs
maschine zu den Verladefahrzeugen.
Die der Erfindung zugrundeliegende Aufgabe wird bei einem Ver
fahren nach dem Oberbegriff des Anspruches 7 durch die Merk
male in dessen Kennzeichnungsteil gelöst.
Mit diesem erfindungsgemäßen Verfahren kann unter uneinge
schränkter Beibehaltung der aus dem Stand der Technik be
kannten Vorteile, wie kontinuierliche Reinigung, gleichzeitige
Verladung des Abraums, Besetzung ausschließlich des zu reini
genden Gleises, erstmals jede Möglichkeit einer bleibenden
Gleisverformung selbst dann ausgeschlossen werden, wenn auf
Grund einer niedrigen Schotterbettung eine stärkere Abhebung
der Gleise erforderlich ist. Bei Anwendung dieses Verfahrens
sind außerdem keine tiefgreifenden Änderungen an bekannten
Maschinen erforderlich, wie etwa den jeweils durch ein der
Gleishebevorrichtung benachbartes Fahrwerk begrenzten Ver
formungsbereich des Gleises durch Vergrößerung des Drehzapfen
abstandes zu verlängern. Es sind vielmehr zu den bekannten
Einrichtungen lediglich geringfügige Zubauten ebenfalls bekannter
Einrichtungen nötig. Mit dem erfindungsgemäßen Verfahren kann
daher in vorteilhafter Weise in einem Arbeitsdurchgang jede
Schotterbettung eines Gleises mit großen oder auch geringeren
Tiefen gereinigt bzw. eine neue Schotterbettung geschaffen
werden. Eine bleibende Gleisverformung wird dadurch ausge
schlossen, daß das Gleis zuerst vor der Reinigungsmaschine
angehoben wird und zwar nur um einen Teil der erforderlichen
Gesamthebung. Durch Unterstopfung dieses Gleisabschnittes wird
ein neues provisorisches Gleisniveau geschaffen, das als Aus
gangsbasis für die zweite, im Bereich der Reinigungsmaschine
durchgeführte und die erforderliche Gesamthebung ergänzende
Gleishebung dient. Der Bewegungsfluß des von der Reinigungs
maschine anfallenden Abraums zu den Verladefahrzeugen bleibt
dabei von der Tätigkeit der mittig angeordneten Stopfmaschine
unbeeinflußt.
Die Erfindung wird
nachfolgend an zwei Ausführungsbeispielen anhand
der Zeichnung erläutert. Es zeigt
Fig. 1 eine fahrbare Anlage gemäß der Erfindung in schematischer
Seitenansicht,
Fig. 2 eine Seitenansicht der in Fig. 1 dargestellten
Stopfmaschine in vergrößerter Darstellung und
Fig. 3 eine weitere Ausführungsform einer verschiebbaren
Stopfmaschine in schematischer Seitenansicht.
Ein in Fig. 1 dargestellter Fahrzeugverband 1 zum Reinigen
der Schotterbettung 2 ist auf einem aus Schienen 3 und
Schwellen 4 bestehenden Gleis 5 verfahrbar. Der Fahrzeugverband 1
wird durch eine selbsttätig verfahrbare Reinigungsmaschine 6,
eine Stopfmaschine 7 und ein oder mehrere Verladefahrzeuge 8
gebildet. An das nur angedeutete Verladefahrzeug 8 können
sich weitere, je nach Bedarf erforderliche Verladefahrzeuge
anschließen. Die Reinigungsmaschine 6 untergreift mit ihrer
von einem hydraulischen Antrieb 9 getriebenen, als endlose
Räumkette ausgebildeten Räumvorrichtung 10
das aus den Schienen 3 und Schwellen 4 gebildete Gleisgerippe.
Ein zentraler Antrieb 11 ist für die Versorgung der verschiedenen
weiteren - der Übersicht halber nicht dargestellten - Antriebe,
sowie Höhenverstelleinrichtungen vorgesehen. An eine Siebeinrich
tung 12 schließt eine aus einem Endlosförderband gebildete Abraum
fördereinrichtung 13 und eine in Gleisebene verschwenkbar gelager
te Abwurfeinrichtung 14 an. Zwischen zwei Fahrwerken 15 und im
wesentlichen über dem - unter das Gleis führenden - Querbalken 16
der Räumvorrichtung 10 ist eine höhenverstellbare Gleishebevor
richtung 14 am Fahrgestellrahmen 18 angeordnet. Die Gleishebevor
richtung 17 ist mit vorzugsweise zwei quer zur Maschinenlängsrich
tung verschwenkbaren Rollhebezangen 19 - von denen nur eine zur
Gänze ersichtlich ist - ausgestattet.
Zwischen den beiden durch einen Fahrgestellrahmen 20 der Stopfma
schine 7 verbundenen Drehgestellfahrwerken 21 ist eine mit dem
Fahrgestellrahmen 20 fest verbundene Gleishebevorrichtung 22 und
eine in Maschinenlängsrichtung verschiebbare weitere Gleishebevor
richtung 23 angeordnet. Am Fahrgestellrahmen 20 ist ferner ein Werk
zeugrahmen 24 mit einem höhenverstellbaren Stopfaggregat 25 längs
verschiebbar gelagert. Zur Verschiebung ist eine als hydraulischer
Zylinder-Kolben-Antrieb ausgebildete Verschiebeeinrichtung 26 vor
gesehen. Eine von einem Antrieb 27 über eine Druckleitung 28 mit
Druckmittel versorgte Steuervorrichtung 29 steht über eine Leitung
30 mit der Antriebsachse des Fahrwerkes 15 der Reinigungsmaschine 6
in Verbindung. Eine weitere Leitung 31 führt von der Steuervorrich
tung 29 zur Verschiebeeinrichtung 26. Zur Weiterleitung des Abraums
ist eine Abraumförderanordnung 32 vorgesehen, die aus einer jeweils
aus einem Endlosförderband gebildeten Fördereinrichtung 33 und 34
besteht. Während die an die Reinigungsmaschine 6 angrenzende För
dereinrichtung 33 starr mit dem Fahrgestellrahmen 20 verbunden ist,
kann die Fördereinrichtung 34 über die einseitige Lagerung parallel
zur Gleisebene verschwenkt werden. Die Verladefahrzeuge 8 sind je
weils mit einem Endlosförderband der Abraumförderanlage 35 ausge
stattet. Mit dem Pfeil 36 ist die Arbeitsrichtung des Fahrzeug
verbandes bezeichnet.
In Fig. 2 ist in strichlierten Linien der Träger 40 in seiner
äußersten Verschiebe-Lage dargestellt. An einem an Rollen 37
entlang einer Führung 38 geführten Gleitstück 39 ist neben den
Werkzeugrahmen 24 lagernden Trägern 40 noch ein die Gleishebe
vorrichtung 23 lagernder Träger 41 mit einem Höhenverstellantrieb
42 befestigt. Der mit Rollhebezangen 43 ausgestattete Werkzeug
träger 44 ist entlang einer am Träger 41 fixierten Führung 45 in
vertikaler Richtung mit Hilfe des Höhenverstellantriebes 42 ver
schiebbar. Der Werkzeugrahmen 24 ist über an den Trägern 40 gela
gerte Querholmen in Schwellenlängsrichtung verschiebbar gelagert.
Das Stopfaggregat 25 ist durch einen Höhenverstellantrieb 46 über
Führungen 47 höhenverstellbar. Die mit dem Fahrgestellrahmen 20
verbundene Gleishebevorrichtung 22 ist über einen Höhenverstell
antrieb 48 in vertikaler Richtung verschiebbar gelagert, wobei
deren Rollhebezangen 49 - wie die beiden bereits erwähnten Gleishebe
vorrichtungen - an einem Werkzeugträger 50 in zur Schienenlängs
richtung normaler Ebene verschwenkbar gelagert sind. Zur unmittel
baren Beobachtung des Stopfaggregates 25 ist ein Bedienungsstand
51 vorgesehen. Zur Betätigung der Fördereinrichtungen 33 und 34
sind Antriebe 52 bzw. 53 vorgesehen.
Gemäß einer weiteren - in Fig. 3 gezeigten - Ausführungsform ist
eine Verschiebeeinrichtung 54 vorgesehen, die aus einer einerseits
an die Zugvorrichtung einer Reinigungsmaschine 55 und andererseits
an die Zugvorrichtung einer Stopfmaschine 56 befestigten Hydraulik-
Zylinder-Kolben-Anordnung 57 besteht, deren Kolben 58 beidseitig
über die nicht dargestellte, von einer ähnlich wie in Fig. 1 ge
zeigten Steuervorrichtung kommenden Druckleitung mit Druckmittel
beaufschlagbar ausgebildet ist. Die Reinigungsmaschine 55 mit der
Stopfmaschine 56 und den Verladefahrzeugen bilden somit einen ge
meinsamen, kontinuierlich verfahrbaren Fahrzeugverband 59. Mit dem
Fahrgestellrahmen der Stopfmaschine 56 ist ein Stopfaggregat 60
sowie eine weitere Gleishebevorrichtung 61 starr verbunden. An die
Stopfmaschine 56 sind die nur angedeuteten Verladefahrzeuge 62 an
geschlossen. Mit der Stopfmaschine 56 ist eine jeweils über die
Stirnbereiche der Stopfmaschine vorkragende Abraumförderanordnung
63 verbunden. Die Verladefahrzeuge 62 weisen jeweils eine Abraum
förderanlage 64 auf. Der Pfeil 65 zeigt die Arbeitsrichtung die
ses Fahrzeugverbandes 59 an, während die Pfeile 66 einerseits die
kontinuierliche Bewegung der Reinigungsmaschine 55 und andererseits
die schrittweise Fortbewegung der Stopfmaschine 56 mitsamt den an
gekuppelten Verladefahrzeugen 62 andeuten.
Das erfindungsgemäße Verfahren wird nun an Hand der im folgenden
beschriebenen Arbeitsweisen näher erläutert:
Nach dem Transport des Fahrzeugverbandes 1 an den zu reinigenden Gleisabschnitt werden entsprechend der in Fig. 1 dargestellten Ausführungsform die Gleishebevorrichtungen 22 und 23 auf die Schie nen 3 abgesenkt und durch Verschwenken der Rollhebezangen 43, 49 mit diesen in Eingriff gebracht. Mit Hilfe der Höhenverstellantriebe 42 und 48 werden anschließend die Gleishebevorrichtungen 22, 23 mitsamt dem darunter befindlichen Gleis 5 angehoben und ständig mit den erfaßten Schienen 3 in Eingriff gehalten. Nach Positionie rung des Stopfaggregates 25 über eine angehobene Schwelle 4 durch die im Bedienungsstand 51 befindliche Bedienungsperson wird das Stopfaggregat 25 abgesenkt, in die Schotterbettung 2 eingetaucht und die Schwelle 4 unterstopft. Sobald das Stopfaggregat 25 an gehoben wurde, wird es von der in Bildebene äußersten linken Position mit Hilfe der Verschiebeeinrichtung 26 in die rechte Position ver schoben. Dort wiederholt sich, beginnend mit dem Absenken des Stopfaggregates 25, der Stopfzyklus. Da der Fahrzeugverband 1 durch die Reinigungsmaschine 6 kontinuierlich weiterbewegt wird, verlagert sich das Stopfaggregat 25 während des Unterstopfens von selbst entlang der am Fahrgestellrahmen 20 befestigten Führung 38 in die in Richtung zur Reinigungsmaschine 6 liegende äußerste linke Position. Das der Reinigungsmaschine 6 benachbarte Dreh gestellfahrwerk 21 fährt ebenso wie die gesamte Reinigungsmaschine 6 bereits auf dem durch die provisorische Unterstopfung erzielten höheren Gleisniveau. Im Bereich des Querbalkens 16 der Räumvor richtung 10 der Reinigungsmaschine 6 wird die in diesem Bereich mit dem Fahrgestellrahmen 18 verbundene Gleishebevorrichtung 17 mit den Schienen 3 in Eingriff gebracht und mitsamt dem Gleis 5 vom provisorischen Schwellenlager abgehoben. Das Ausmaß der Anhebung richtet sich einerseits nach der Höhe der Schotterbettung 2 und andererseits nach der Höhe des unter dem Gleis 5 befindli chen Querbalkens 16. Das Gleis 5 muß jedenfalls so hoch angehoben werden, daß der Querbalken 16 der Räumvorrichtung 10 - ohne die Unterkante der Schwellen 4 zu berühren - den gesamten Querschnitt der Schotterbettung 2 erfaßt. Der durch die Räumvorrichtung 10 transportierte Schotter wird durch die Siebeinrichtung 12 gerei nigt und danach im gereinigten Zustand durch die Abwurfeinrich tung 14 auf das Gleis 5 gebracht. Der anfallende Abraum wird über die Abraumfördereinrichtung 13 der Reinigungsmaschine 6 auf die mit der Stopfmaschine 7 verbundene Abraumförderanordnung 32 und von dort über die Abraumförderanlage 35 zu den Verladefahrzeugen 8 transportiert.
Nach dem Transport des Fahrzeugverbandes 1 an den zu reinigenden Gleisabschnitt werden entsprechend der in Fig. 1 dargestellten Ausführungsform die Gleishebevorrichtungen 22 und 23 auf die Schie nen 3 abgesenkt und durch Verschwenken der Rollhebezangen 43, 49 mit diesen in Eingriff gebracht. Mit Hilfe der Höhenverstellantriebe 42 und 48 werden anschließend die Gleishebevorrichtungen 22, 23 mitsamt dem darunter befindlichen Gleis 5 angehoben und ständig mit den erfaßten Schienen 3 in Eingriff gehalten. Nach Positionie rung des Stopfaggregates 25 über eine angehobene Schwelle 4 durch die im Bedienungsstand 51 befindliche Bedienungsperson wird das Stopfaggregat 25 abgesenkt, in die Schotterbettung 2 eingetaucht und die Schwelle 4 unterstopft. Sobald das Stopfaggregat 25 an gehoben wurde, wird es von der in Bildebene äußersten linken Position mit Hilfe der Verschiebeeinrichtung 26 in die rechte Position ver schoben. Dort wiederholt sich, beginnend mit dem Absenken des Stopfaggregates 25, der Stopfzyklus. Da der Fahrzeugverband 1 durch die Reinigungsmaschine 6 kontinuierlich weiterbewegt wird, verlagert sich das Stopfaggregat 25 während des Unterstopfens von selbst entlang der am Fahrgestellrahmen 20 befestigten Führung 38 in die in Richtung zur Reinigungsmaschine 6 liegende äußerste linke Position. Das der Reinigungsmaschine 6 benachbarte Dreh gestellfahrwerk 21 fährt ebenso wie die gesamte Reinigungsmaschine 6 bereits auf dem durch die provisorische Unterstopfung erzielten höheren Gleisniveau. Im Bereich des Querbalkens 16 der Räumvor richtung 10 der Reinigungsmaschine 6 wird die in diesem Bereich mit dem Fahrgestellrahmen 18 verbundene Gleishebevorrichtung 17 mit den Schienen 3 in Eingriff gebracht und mitsamt dem Gleis 5 vom provisorischen Schwellenlager abgehoben. Das Ausmaß der Anhebung richtet sich einerseits nach der Höhe der Schotterbettung 2 und andererseits nach der Höhe des unter dem Gleis 5 befindli chen Querbalkens 16. Das Gleis 5 muß jedenfalls so hoch angehoben werden, daß der Querbalken 16 der Räumvorrichtung 10 - ohne die Unterkante der Schwellen 4 zu berühren - den gesamten Querschnitt der Schotterbettung 2 erfaßt. Der durch die Räumvorrichtung 10 transportierte Schotter wird durch die Siebeinrichtung 12 gerei nigt und danach im gereinigten Zustand durch die Abwurfeinrich tung 14 auf das Gleis 5 gebracht. Der anfallende Abraum wird über die Abraumfördereinrichtung 13 der Reinigungsmaschine 6 auf die mit der Stopfmaschine 7 verbundene Abraumförderanordnung 32 und von dort über die Abraumförderanlage 35 zu den Verladefahrzeugen 8 transportiert.
Gemäß einer anderen Verfahrensvariante wird bei dem - in Fig. 3
schematisch dargestellten - Fahrzeugverband 59 während der ein
zelnen Stopfzyklen die gesamte Stopfmaschine 56 zum Stillstand
gebracht, wobei sich jedoch die Reinigungsmaschine 55 weiterhin
kontinuierlich fortbewegt. In dieser Verfahrensphase wird der
Kolben 58 der Verschiebeeinrichtung 54 in der Hydraulik-Zylinder-
Kolben-Anordnung 57 in Richtung zur Reinigungsmaschine 55 ent
langbewegt. Nach der Unterstopfung der durch die Gleishebevor
richtung 61 angehobenen Schwelle - durch das unverschiebbare
und lediglich in das Schotterbett absenkbare Stopfaggregat 60 -
wird der Kolben 58 der Verschiebeeinrichtung 54 mit Druck beauf
schlagt. Damit wird die Stopfmaschine 56 mitsamt den Verlade
fahrzeugen 62 mit einer im Vergleich zur Reinigungsmaschine 55
größeren Geschwindigkeit in der durch den Pfeil 65 angedeuteten
Arbeitsrichtung weiterbewegt, bis die nächste zu unterstopfende
Schwelle durch das Stopfaggregat 60 erreicht wird. Die Abraum
förderanordnung 63 der Stopfmaschine 56 kragt an den beiden
Stirnseiten der Stopfmaschine 56 jeweils mindestens um die von
der Reinigungsmaschine 55 während des Stopfzyklus zurückgelegte
Distanz vor. Der Abraum wird hierbei kontinuierlich von der
Reinigungsmaschine 55 zu den Verladefahrzeugen 62 weiterbe
fördert.
Claims (7)
1. Fahrbare Anlage zum Reinigen der Schotterbettung von
Gleisen mit einer Reinigungsmaschine mit Gleishebevorrich
tung, mit Verladefahrzeugen zur Aufnahme des durch die
Schotterreinigung anfallenden Abraumes und einer die Ver
ladefahrzeuge überbrückenden Abraumförderanlage, wobei die
Reinigungsmaschine und die Verladefahrzeuge zu einem ge
meinsam und kontinuierlich verfahrbaren Fahrzeugverband
zusammengefaßt sind, dadurch gekennzeichnet, daß der Fahr
zeugverband (1; 59) zwischen der Reinigungsmaschine (6; 55)
und den Verladefahrzeugen (8; 62) eine Stopfmaschine (7; 56)
mit mindestens einer weiteren Gleishebevorrichtung (22; 23; 61)
aufweist, wobei die Stopfmaschine (7; 56) und/oder ein Stopf
aggregat (60; 25) derselben für eine diskontinuierliche Vor
schubbewegung mit einer Verschiebeeinrichtung (26; 54) ver
bunden sind, und daß die Stopfmaschine (7; 56) eine Abraum
förderanordnung (32; 63) aufweist, die einerseits an die
Reinigungsmaschine (6; 55) anschließt und andererseits zur
Abraumförderanlage (35; 64) der Verladefahrzeuge (8; 62)
führt.
2. Fahrbare Anlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Stopfmaschine (7) jeweils ein, jeder Schiene zuge
ordnetes, höhenverstellbares Stopfaggregat (25) aufweist,
welches gemeinsam mit der Gleishebevorrichtung (23), am
Fahrgestellrahmen (20) längsverschieblich gelagert ist.
3. Fahrbare Anlage nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,
daß die Stopfmaschine (7) zwischen ihren beiden Drehgestell-
Fahrwerken (21) eine weitere, der ersten Gleishebevorrich
tung (23) vorgeordnete Gleishebevorrichtung (22) aufweist,
die zur kontinuierlichen Vorschubbewegung am Fahrgestell
rahmen (20) angeordnet ist.
4. Fahrbare Anlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Verschiebeeinrichtung (54) aus einem zwischen der
Reinigungsmaschine (55) und der wenigstens ein Stopfaggregat
(60) und wenigstens eine Gleishebevorrichtung (61) aufweisen
den Stopfmaschine (56) angeordneten, vorzugsweise als Hydrau
lik-Zylinder-Kolben-Anordnung (57) ausgebildeten Längsverschie
beantrieb gebildet ist.
5. Fahrbare Anlage nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch
gekennzeichnet, daß die mit der Stopfmaschine (56) bzw. mit
dem Stopfaggregat (25) verbundene Verschiebeeinrichtung
(54 bzw. 26) mit einer Steuervorrichtung (29) zur Abstimmung
der diskontinuierlichen Vorschubbewegung der Stopfmaschine (56)
bzw. des Stopfaggregates (25) auf die kontinuierliche Vor
schubbewegung der Reinigungsmaschine (55; 6) verbunden ist.
6. Fahrbare Anlage nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch
gekennzeichnet, daß die die Stopfmaschine (7) überbrückende
Abraumförderanordnung (32) aus zwei voneinander unabhängigen,
jeweils aus einem Endlosförderband bestehenden Fördereinrich
tungen ( 33; 34) besteht, wobei die an die Reinigungsmaschine (6)
anschließende Fördereinrichtung (33) und die an die Verlade
fahrzeuge (8) anschließende Fördereinrichtung (34) starr bzw.
verschwenkbar mit dem Fahrgestellrahmen (20) der Stopfmaschine
(7) verbunden sind.
7. Verfahren zum Reinigen des Bettungsschotters durch ab
schnittsweises Anheben des Gleises und Aufnehmen des darunter
liegenden Schotters mittels einer Reinigungsmaschine mit
Gleishebevorrichtung und einer Räumvorrichtung sowie an
schließendem Weitertransport des anfallenden Abraumes auf
Verladefahrzeuge, die mit der Reinigungsmaschine zu einem
gemeinsam und kontinuierlich verfahrbaren Fahrzeugverband
zusammengefaßt sind, insbesondere mit einer Anlage nach
einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß
das Gleis vor der kontinuierlich sich vorwärtsbewegenden Rei
nigungsmaschine durch wenigstens eine weitere Gleishebevor
richtung angehoben und durch Unterstopfung der Schwellen
mit Hilfe wenigstens eines zeitweise ortsfest verbleibenden,
höhenverstellbaren Stopfaggregates auf ein bleibendes hö
heres Niveau gebracht wird, wobei anschließend im Bereich
der Räumvorrichtung das vorher gehobene und unterstopfte
Gleis mit der Gleishebevorrichtung der Reinigungsmaschine
weiter angehoben wird und der durch die Reinigung des auf
genommenen Schotters anfallende Abraum auf einer über der
Stopfmaschine angeordneten Abraumförderanordnung in Arbeits
richtung zu den der Reinigungsmaschine vorgeordneten Verlade
fahrzeugen transportiert wird.
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|---|---|---|---|
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